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Frage zu den Weichenheizungen

geschrieben von: Regio ZuB

Datum: 09.02.21 09:19

Moin zusammen,

vor ab: Ich ziehe meinen Hut vor einer funktionierenden Infrastruktur und nicht der Schön-Wetter-Bahn namens DB!

Ist bekannt, welche Heizsysteme die BE verwendet? E-Heizung oder mit Gas betrieben?

1992/93 während meiner Fdl-Zeit im Bbf Güster (zwischen Mölln und Büchen, KBS 145 bzw. VZG-Strecke 1121) gab es mit Propangas betriebene Weichenheizungen, die einmal wöchentlich in der Heizsaison durch den Fdl getestet wurde (ich glaube donnerstags in der Frühschicht). Die Heizelemente wurden im November an- und im April abgebaut. Zwar fiel in jenem Winter bei uns nicht sooo viel Schnee, und ich hatte auch Schichten als Fdl in Ratzeburg sowie in den Reisezentren Büchen und Schwarzenbek als Rundablöser, so daß ich nicht jede Schneeflocke gesehen habe, aber in der Regel funktionierten die Weichenheizungen einwandfrei. Und außerhalb der Regel? Das Thermostat befand sich in etwa einem Meter Höhe und konnte mit schwerem, matschigem Schnee nix anfangen, der knapp unter dem Gefrierpunkt lag, die Luft aber etwas wärmer war. Außerdem konnten sich Hohlräume unter höherem (aufgewehten) Schnee bilden, so daß mangels Sauerstoff die Flamme nicht gezündet werden konnten. Außerdem erkannte die Heizung keine Eisbrocken, die von durchfallenden Zügen zwischen Verschlußstangen und Schwellen fielen und sich dort verklemmten.

Die Auswahl der Bahnhöfe, die mit Weichenheizung ausgestattet waren, wirkt im Nachhinein recht willkürlich. Ratzeburg war trotz planmäßiger Kreuzungen und Ortsgüterverkehr nicht mit entsprechender Winterausstattung gesegnet, während Mölln, Güster und der Bbf Pogeez alles hatten (und ich glaube auch Lübeck-Blankensee). Allerdings hat man mich während der Ausbildung und Einweisung mit dem Weichenbesen ins Gleis gejagt, wenn es witterungsbedingten Schwergang gab. Und mein alter Herr hatte in seiner Zeit als Gleisbauer winters über Schneewache mit seiner Rotte, wo auch der Chef des Baubezirks mit half und Kaffee kochte. Kosten? Nun, die Personale der Fachdienste wie Bahn- und Signalmeisterei waren vorhanden und größere Baumaßnahmen fanden eher selten im Winter statt. Außer Wartungen und Entstörungen gab es weniger zu tun als in der warmen Jahreszeit. Vermutlich waren solche Bereitschaften in der Personalplanung inkludiert.

Gute Fahrt
Holger

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