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[CH] [AT] Swiss Travel Pass der Zweite - April 2019 1/2 (17Bilder)

geschrieben von: Berlin Hbf - Lehrter Bf

Datum: 19.05.20 14:27

Moin!

Der Urlaub im vergangenen September, in dem wir mit dem Swiss Travel Pass durch die Schweiz fuhren, hatte uns sehr gefallen. Die Schweiz konnte uns doch überzeugen. Da wir bei weitem nicht alles gesehen hatten und ich bei der Tour im Juni 2003 den Oberalppass im Schnee in guter Erinnerung hatte, planten wir einen weiteren Urlaub mit dem Swiss Travel Pass. Auf Schnee im Juni wollten wir uns (auch in höherer Lage) nicht verlassen, so wurde es der April. Ziele waren neben dem Oberalppass am geöffneten Fenster, ein Blick auf das Matterhorn (im letzten Jahr wolkenverhangen), der Gornergrat, der Zürichsee, der Neuenburgersee, der Bodensee, der Voralpen-Express, die Bahnstrecke zwischen Lausanne und Bern (im September vom Genfer See aus gesehen, nun sollte der Blick umgekehrt sein), die Brünigbahn (als fehlender Teil der Golden Pass Line) und die neuen FV-Dosto der SBB. Daraus wurde wieder eine Reise gebastelt, für die wir einen Swiss Travel Pass für 4Tage kauften.
Am 24.04.2019 ging der Urlaub auf den Spuren des Vorjahres mit dem ICE71 los. Irgendwann muss er ja pünktlich sein... Die erste Nacht hatten wir wieder in Zürich gebucht, in einem besseren Hotel als im letzten September. Der Weg nach Zürich sollte aber ein anderer sein, wir fuhren von Basel über Luzern und Arth-Goldau. Der ICE fuhr dieses mal pünktlich in Hannover ab und hatte, wegen Zugfolge, in Mannheim 11min Verspätung. Ob die 10min Übergang in Basel SBB da reichen? Eine Weichenstörung in Weil am Rhein sorgte dafür, dass wir es nicht schaffen konnten. Der Zug hatte bei seiner Ankunft in Basel SBB 20min Verspätung. Weil die Verspätung erst kurz vor der Grenze zunahm fuhr der ICE an diesem Tag aber immerhin bis Zürich HB weiter und endete vorzeitig dort. Wie beim letzten Versuch fuhr ein pünktlicher Ersatzzug nach Chur. Zurück zu unserer Fahrt. Wir hatten wieder etwas mehr Zeit in Basel als geplant, konnten aber am Schalter schonmal die für Zürich noch fehlenden ZVV-Fahrkarten holen, mit denen wir u.a. zum Hotel fuhren. Der nächste Zug nach Arth-Goldau war der IR2327, der aus einer Re460 und EW IV-Wagen bestand. In Arth-Goldau fangen wir jetzt mit den Bildern an. Wir fuhren ab dort mit dem EC18 aus Milano weiter.

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RABe503 022 als vorderer Zugteil am EC18 in Arth-Goldau

In Zürich machte uns die Stunde Verspätung nicht viel aus. Wir fuhren zum Hotel, checkten ein und anschließend sollte es nur noch auf die Suche nach den neuen Bombardier Doppelstockzügen gehen, die damals auch Pannenzüge genannt wurden. Die Züge waren schnell gefunden, sie fuhren sehr zuverlässig und pünktlich als IR13 zwischen Zürich und Chur über St. Gallen. Es gibt 3Varianten (IC 8-teilig mit Restaurant, IR 8-teilig ohne Restaurant und IR 4-teilig hauptsächlich zur Verstärkung) dieser Triebzüge, die alle auf der IR-Linie zu finden waren. Dazu ging es mit der ZVV-Fahrkarte zwei mal nach Winterthur und zurück.

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RABe502 402 als IR3281 in Zürich HB, hier einer der kurzen IR-Triebzüge zusammen mit einem längeren Triebzug (hinten)

Am ersten Geltungstag unserer Netz-Fahrkarte, dem 25.04.2019, ging es sehr früh nochmal nach Winterthur und zurück. Die 1.Klasse der Twindexx-Züge sollte auch noch ausprobiert werden. Zur Hinfahrt sollte IC701 genutzt werden, der morgens als IC1 in Zürich Oerlikon hielt. Am Bahnsteig angekommen war der Zug, wegen einer technischen Störung, unbestimmt verspätet angeschlagen. Als deutscher dachte ich gleich, dass ich wohl einen anderen der zahlreichen Züge nach Winterthur nehmen muss. Unbestimmt verspätet kann ja nunmal alles heißen, meistens ist die Verspätung aber wirklich hoch. Ich hatte diesen Zug gewählt, weil er neben den IC2000-Wagen auch noch einige EW IV-Wagen zur Verstärkung dabei haben sollte. Aber mit der S-Bahn wollte ich nicht fahren. Ich wartete auf den IC und wollte bei größerer Verspätung entweder in Zürich Flughafen umsteigen, oder in Zürich Oerlikon in den zur Rückfahrt ausgewählten IR13 nach Zürich HB einsteigen, ohne nach Winterthur zu fahren. Alle am Bahnsteig wartenden Reisenden fuhren mit einem anderen Zug weg. Nach nur 10min kam aber auch der IC701 im Sandwich mit 460 022 und 460 060.

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460 060 (schon modernisiert) mit IC701 in Winterthur

Nach diesem Ausflug, bei dem der RABe502 auch wieder pünktlich war, ging es langsam zum Zürichsee. Dort fuhr erst um 10:30h unser Schiff vom Bürkliplatz ab.

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Blick auf den Zürichsee am Anleger Zürich Bürkliplatz, unser Schiff kam erst als nächstes

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Kurz nach der Abfahrt, der Blick nach Zürich

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Während der etwa 28Km langen Fahrt über den See

Nachdem wir für diese Strecke etwa 2Stunden auf der MS Wädenswil nach Rapperswil gefahren sind, hatten wir 24min Übergang zum Zug. Der Bahnhof ist nicht weit weg vom Anleger und in kurzer Zeit zu erreichen. In Rapperswil hält der "Voralpen-Express", der von der Schweizerischen Südostbahn betrieben wird. Ich hatte über diese Verbindung gelesen, dass ein Jahr später neue Züge von Stadler geliefert werden sollten. Wir hatten also noch das Vergnügen in den alten Garnituren aus umgebauten EW I-Wagen zu fahren. Die Züge wurden mit einer Lok an jedem Zugende gefahren. Das waren entweder Loks der Baureihe 456, die auch als KTU-Loks bekannt sind, oder die ehemaligen Re4/4 IV der SBB. Auch kamen Triebwagen RBDe561 zum Einsatz. Als ehemalige SBB-Lok war die Re4/4 IV natürlich von Interesse.

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RBDe561 084 und hinten 561 083 kamen mit VAE2574 in Rapperswil an

Schade. Keine Re4/4 IV... Mit diesem Zug ging es trotzdem nach Luzern. Dort stiegen wir nach Zürich um und fuhren von dort nach Bern. Eine Verbindung mit nur kurzen Umsteigezeiten nach Sion folgte. Aber das war kein Problem. 6min Zeit in Bern mit Bahnsteigwechsel zum IR2528 nach Lausanne, dort 5min um den Bahnsteig zum IR1931 zu wechseln.

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Im IR2528 zwischen Palezieux und Lausanne hatten wir einen schönen Blick über einen Teil des Genfer Sees

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420 195 mit IR1931 in Sion

Wir hätten ab Lausanne auch etwa 25min später mit dem direkten IR zu unserem Tagesziel nach Brig fahren können, stiegen aber in den Verstärkungszug nach Sion. Die Lok ist einfach interessanter. Ab Hier ging es dann mit IR1831 weiter. Die 11Wagen wurden von einer Re460 geschoben, die auf dieser Linie mit Wendezügen im Einsatz ist.

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460 067 mit IR1831 nach der Ankunft in Brig, links steht 420 158 mit EW I-Wagen

Nachdem wir unsere Sachen ins Hotel gebracht hatten ging es zum Abendessen und danach für mich nochmal kurz los. Einmal Visp und zurück verlängerte den Eisenbahntag. Nach 17Stunden und 23Minuten hatte der Swiss Travel Pass für heute Feierabend.
Am 26.04.2019 änderte sich leider das Wetter. Im strömenden Regen fuhren wir um 05:46h mit IC807 nach Thun, holten uns Frühstück und fuhren dann mit IC1057 nach Interlaken Ost. Die uns noch fehlende Strecke der Golden Pass Line war der erste Punkt auf der Tagesordnung.

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460 066 mit IC1057 nach der Ankunft in Interlaken Ost

Wir hatten uns kurzfristig entschlossen die Fahrpläne für den nächsten Tag etwas zu ändern und holten uns am Schalter die entsprechende Reservierung. Wir hatten 36min Übergang eingeplant, auch wenn ein späterer IC noch Anschluss an den "Luzern-Interlaken-Express" hatte. Mit dem IR2917 der Zentralbahn ging es durch den Regen, der Rund um den Brünigpass kurz in Schnee überging, nach Luzern. In Luzern wollten wir etwas durch die Stadt laufen. Aber es regnete auch hier und so fuhren wir kurzfristig mit dem Bus zum Verkehrshaus und mit dem "Voralpen-Express" wieder zurück. Vielleicht kommt hier ja eine Re4/4 IV. Von den bunten Loks sind bei dem Wetter keine vernünftigen Bilder entstanden. Der Zug kam mit 456 094 und 456 092. Nach der Ankunft in Luzern fragte ich den Lokführer, ob er heute schon eine Re4/4 IV gesehen hat. Er hatte nicht so richtig darauf geachtet, aber meinte das einer der Züge mit den Loks fuhr. Naja... Wir fuhren etwas früher als geplant über Bern nach Neuchatel. Dort kamen wir um 13:27h an. Zeit fürs Mittagessen.

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465 006 der BLS mit RE3922 in Neuchatel

Den Höhenunterschied zum Neuenburgersee mussten wir im Bus zurücklegen. Die Standseilbahn war außer Betrieb. In Neuchatel war das Wetter besser und wir setzten uns ans Wasser. Um 15:55h fuhren wir mit der MS Berna über den Lac de Neuchatel. Unser Ziel war Biel, was am Bielersee liegt. Die beiden Seen sind über den Zihlkanal verbunden.

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Blick auf den Neuenburgersee, es gab sogar etwas Sonne

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Wieder die 465 006 jetzt mit RE3928 auf dem Weg in Richtung Neuchatel bei Zihlbrücke, hier kreuzt die Bahnstrecke den Zihlkanal

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Ein ICN am Bielersee

Nach etwa 2 1/2Stunden auf dem Schiff waren wir in Biel/Bienne. Der Bahnhof ist hier etwas weiter weg, aber trotzdem gut zu Fuß erreichbar. Wir hatten noch Zeit für einen kleinen Snack und fuhren über Bern nach Thun, wo wir essen gingen. Später ging es mit IC830 nach Brig.

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Kurz vor dem IC nach Brig kam IC983 nach Interlaken, hier in Thun

Und wieder jagten wir durch den Lötschberg-Basistunnel. Ab Spiez hatte der Zug 3min Verspätung, in Visp war es nur noch 1min und in Brig waren wir pünktlich. Ich hatte wieder nicht genug und fuhr mit dem IR1838 nochmal nach Visp.

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460 000 mit IR1838 in Brig

Von Visp fuhr ich mit R574 der Matterhorn-Gotthard-Bahn zurück. Der Zug wurde von Deh4/4 II 94 gezogen. Ich war der einzige Fahrgast im Zug und die Zugbegleiterin hatte Zeit für eine kurze Unterhaltung. Sie erzählte mir, dass es auf der Strecke des Glacier-Express bei Zumdorf eine Lawine durch eine Sprengung abgegangen ist und die Strecke verschüttet hat. Hmm... Es war eine gezielte Sprengung und es wurde niemand verletzt. Wir wollten diese Strecke am nächsten Tag befahren. Ursprünglich mit Regionalzügen, um am geöffneten Fenster Fotos machen zu können. Als wir die Temperaturen für den Tag im Internet sahen, planten wir aber doch lieber um. Man kann ja bei Minusgraden nicht ständig das Fenster auf machen. Deswegen hatten wir uns morgens in Interlaken Reservierungen für den Glacier-Express gekauft. Aber auch der kann auf einer verschütteten Strecke nicht fahren. So ging es nach 16Stunden und 16Minuten, zwischen Abfahrt und Ankunft in Brig, in die Nacht...

Weiter geht es im zweiten Teil...

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