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[MN] RB: Rundreise durch die Mongolei (7/12)

geschrieben von: Dani86

Datum: 07.07.18 09:15

<-- Teil 6

Hallo zusammen und willkommen zum kurzen siebten Teil meines Reiseberichtes. Dieser findet mehrheitlich abseits vom Schienenstrang statt.

02. Juni 2018, Ulaanbaatar an 06:50 Uhr, Kilometer 9347
Etwa um sechs Uhr morgens weckt uns der Provodnik, ungefähr fünf Minuten später ist Volllicht im Wagen. Er bittet um Rückgabe der Bettwäsche, die er genau abgezählt und sortiert mitnimmt. Draussen ziehen erste Wohnsilos und Industrie vorbei. Pünktlich kommen wir in Ulaanbaatar an. Der erste Eindruck der Stadt macht uns nicht an, aber das macht nichts. Wir unterbrechen unsere Bahnreise für eine Tour in die Wüste.


[attachment 205757 Transsib30.jpg]
2ZAGAL fuhr uns durch die Nacht nach Ulaanbaatar. Zug 306 (Irkutsk - Ulaanbaatar), 02.06.2018


Die Zeit reicht gerade für ein Foto unserer Lok, da werden wir auch schon von unserer Reiseleiterin abgeholt. Wir gehen mit ihr zum Minibus, der uns die nächsten Tage als klimatisiertes Transportmittel dient. Dort wartet auch unser Fahrer. Wir verstauen das Gepäck, dann fahren wir zu einem Cafe, wo das Früstück auf uns wartet.

Anschliessend fahren wir los - 300 Kilometer bis in die nächste grössere Ortschaft. Dort wartet das Mittagessen auf uns, bevor es weitere 200 Kilometer ins Jurtencamp geht. Unsere Rundreise wird normalerweise etwa siebentägig verkauft, dies hatte uns nicht ganz in die Reiseplanung gepasst. So ergaben sich am ersten und am letzten Tag lange Fahrstrecken. Ausser Wüste hatten wir noch nicht viel gesehen, wir beenden den Tag mit Bier und von der Reiseleiterin offerierten mongolischem Vodka.


03. Juni 2018
Nach dem Frühstück fahren wir los, nach kurzer Fahrtzeit kommen wir zu einer schönen Felsformation. Von dieser aus blicken wir in die Weite.


[attachment 205758 Transsib31.JPG]
Unser Minibus mit Klimaanlage. Die Strassen sind meist unbefestigt; die Distanzen scheinen unendlich. Tsagaan Suvarga, 03.06.2018


[attachment 205759 Transsib32.jpg]
Dies ist, was übrigbleibt. Wüste Gobi, 03.06.2018

Wir fahren weiter nach Dalanzadgad, der Hauptort der Region Südgobi. Hier ist das Mittagessen angesagt, anschliessend geht es auf unbefestigten Strassen weiter. Wir erreichen eine weitere Felsformation und ebenso einen kleinen "Wald", wenn man einer Ansammlung kleiner Büsche so sagen kann. Wir übernachten wieder in einem Jurtencamp.


[attachment 205760 Transsib33.JPG]
Kilometerweit ist nichts. Ein paar Felsen, dann wieder kilometerweit nichts. Bajandsag, 03.06.2018

04. Juni 2018
Auch heute fahren wir wieder kilometerweit auf unbefestigten Strassen. Die Grösse und Weitläufigkeit der Mongolei fasziniert uns. Über einen kleinen Pass erreichen wir das nächste Jurtencamp. Wir verbringen den Nachmittag hier, bevor wir abends einen Kamelzüchter besuchen. Wir reiten auf den Kamelen bis zu einer Sanddüne, die über hundert Kilometer lang ist. Meine beiden Mitreisenden liessen es sich nicht nehmen, auf die Düne hochzuklettern - ich lehnte dankend ab. Im Camp angekommen beschlossen wir den Tag mit dem Abendessen.

05. Juni 2018
Nach mehrstündiger Fahrt auf der Piste erreichen wir bei Bayandalai wieder einmal eine asphaltierte Strasse. Wir folgen dieser und erreichen den Yolin Am Nationalpark. Wir unternehmen eine kleine Wanderung in die Geierschlucht. Hier finden wir Eis. Am Nachmittag ging es dann in ein weiteres Jurtencamp für die letzte Nacht in der Wüste.


[attachment 205761 Transsib34.JPG]
Sobald man Wasser findet, sieht man etwas Grün. Oder: Sobald man Grün sieht, findet man etwas Wasser. Yolin Am, 05.06.2018

06. Juni 2018
Vor sieben Uhr morgens fahren wir los. Es liegen über 600 Kilometer Autofahrt vor uns. Kaum in Dalanzadgad angekommen, muss einer der Autoreifen repariert werden. Mit wenig Erfolg, fünfzig Kilometer weiter im Nirgendwo platzt er. Nun wird der Ersatzreifen montiert und nach einer halben Stunde Zwangspause geht es weiter. Im nächsten Dorf wird der defekte Reifen dann wiederum repariert - eine Fahrt in die Wüste ohne Ersatzreifen tat man uns nicht an. Am späten Nachmittag erreichten wir dann wieder die mongolische Hauptstadt. Am Stadtrand müssen wir auf ein anderes Auto umsteigen, denn je nach Autonummer gibt es Sperrtage. Den Abend beschliessen wir in einem Mongolian BBQ Restaurant.

So, das wars mit diesem Teil, der mehrheitlich OT ist. Im achten Teil sind wir wieder schienengebunden unterwegs.

Teil 8 -->

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