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Re: [CN] Aua dA – Und winke zum Abschied leise auf Wiedersehen (m 33B)

geschrieben von: Flo1979

Datum: 11.01.16 21:18

Hallo Joachim,

du, Ingmar, Helmut... ist denn heute eine Umleitung vom HiFo ins Auslandsforum eingerichtet? Freut mich natürlich sehr!


Zitat:
Aber man erkennt auch Einiges über die angewandte Bergbau-Technologie. Meiner Meinung nach ist das Meiste, was entweder auf der Halde (bergmännisch
korrekt: Bergehalde) bzw. im Tagebau verkippt wurde, scheinen mir Waschberge aus der Aufbereitungsanlage (ugs. Kohlenwäsche) zu sein. Kannst Du Dich entsinnen, ob das Kippgut feucht (oder gar naß) war? Die dicken groben Brocken, die man in den Folgen mit den Kohlensammlern sieht, scheinen mir Klaubeberge vom Leseband (
[de.wikipedia.org] )zu sein, dafür spricht auch der recht hohe Anteil von Kohlestücken und Verwachsenem, welche
man auf Deinen Bildern gut erkennen kann. Und die den Kohlesammlern das Überleben sicherten.

Ich versuche mich mal in einer laienhaften Erläuterung, ich würde das Material der "Abraumzüge" in drei Kategorien einteilen:
- Asche aus dem Kohlekraftwerk (erkennbar am mitlaufenden Caboose, da die Asche noch heiß ist und das Rangierpersonal nicht auf den Waggons mitfahren kann)
- Grober Abraum, teilweise mit recht großen, teilweise auch verwachsenen Kohlestücken, dazu Metallreste (dicke Drähte und Gitter)
- Feinerer Abraum, der aber meist in den Tagebau gekippt wurde. Dort wurde das Ganze mittels Radladern nochmals durch große Gitter gesiebt. Ein Teil wurde per LKW abtransportiert (da angeblich sehr kohlehaltig), den Rest hat man einfach in den Tagebau geschoben.

Nass war das Kippgut keinesfalls, allerhöchstens etwas feucht. Die Wagen werden in der Zeche und im Kraftwerk mit Wasser besprüht, wohl um die Feinstaubbelastung etwas geringer zu halten. Ich dachte, daher käme die Feuchtigkeit. Aber nach deiner Anmerkung gehe ich auch davon aus, dass die Feuchte teilweise von der Kohlewäsche stammt. Leider kommt man nicht auf das Zechengelände, die Aufnahmen mit Loks auf dem Zechengelände entstanden alle mit dem Teleobjektiv. Die Kohle hatte ich nur selten im Bild, da diese immer per Diesel abtransportiert wird. Vielleicht kannst du mit fachmännischem Blick auf diese (bereits hier gezeigten) Fotos was zur Kohlequalität sagen (mir als Laien kommt die recht feinkörnig vor):

https://farm1.staticflickr.com/325/20402615505_51d9c4055f_b.jpg


https://farm1.staticflickr.com/453/19781580173_41dd494d45_b.jpg



Zitat:
Euer toller Pool war natürlich das Absetzbecken für das verbrauchte Waschwasser, hochgradig gefährliche Anlagen. Ich bin selber mal in dem feinen
Kohleschlamm knietief versunken - Huh, das gab Ärger ;)

Ja, dem ist wohl so. Die schwarze Pampe war recht sauer, jedenfalls trieb es mir nach kürzester Zeit immer die Tränen in die Augen, wenn ich mich zum Fotografieren auf den Damm legte. Am Rand gab es weiße Salzausblühungen. Einrichtungen zur chemischen Bearbeitung bzw. die Anlieferung von entsprechenden Chemikalien konnte ich nicht sehen, vermutlich sind im geförderten Gestein/Kohle recht viele Schwefelverbindungen (?) enthalten, die mit ausgewaschen werden.

Soweit meine laienhaften Ausführungen. Die nächsten beiden Berichte gibt es zwar keinen Zechendampf mehr, aber noch die eine oder andere interessante Zeche zu sehen. Danach gibt's nochmal zweimal Zechenbahndampf, anschließend ist erst mal Schluss mit der Zecherei. Es folgen dann noch weitere Berichte aus China, allerdings ohne Zechenbahnbezug.

Viele Grüße

Florian

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