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Re: (ES) ? zu Bf. Hospital del Infant nahe Tarragona

geschrieben von: ITF

Datum: 06.07.11 00:56

Re465 schrieb:
-------------------------------------------------------
> ITF schrieb:
> --------------------------------------------------
> > Trotzdem kann man bei Spanien nicht von 'erfolglos' sprechen. Der Schienenverkehr dort hat
> > eine der hoechsten Wachstumsraten in Europa. Und Wachstum ist gleich Erfolg.
>
> Nein. Du bist wohl auch einer der Umsatzsteigerung mit Gewinnsteigerung gleichsetzt?

Sorry, du kannst die Spanier schlecht reden wie du willst, aber Wachstum ist Wachstum. Wuerden sie das Geld voellig sinnlos aus dem Fenster werfen, haetten sie kein Wachstum der Fahrgastzahlen. Einfach eine NBS zwischen 2 Doerfer zu stellen schafft naemlich allein keine Nachfrage.


> Der Erfolg muss auch im Verhältnis zum Mitteleinsatz stehen und da machen andere, wie z.B.
> die Schweiz vor wie man mehr pro eingesetztem Franken / Euro rausholt.

Die Schweiz hat vor 100 Jahren ein sehr dichtes Schienennetz bis in den letzten Winkel des Landes geschaffen und dieses auch ueber die Jahrzehnte erhalten. Darauf kann die Schweiz aufbauen.
Spanien hat ein rudimentaeres Eisenbahnnetz, auf vieler Verbindungen existierten nie Schienen. Die Spanier hohlen jetzt die Investitionen nach, die in Laendern wie der Schweiz oder Deutschland vor einem Jahrhundert getaetigt wurden. Haette man die Investitionen, die seit 1992 in den AVE geflossen sind, nicht getaetigt, gaebe es jetzt in Spanien wohl keine einzige Intercity-Relation mehr, auf der der Zug gegenueber Flugzeug und Auto noch kunkurrenzfaehig waere.


> > Ob das Erreichte schon gut ist, kann man durchaus diskutieren, aber die Entwicklung
> > des spanischen Schienenverkehrs in den letzten Jahren ist eine grosse Erfolgsgeschichte,
> > die sicher noch lange nicht am Ende ist.
>
> Das Ende ist nahe. Denn die Investition steht zum Erfolg in krassem Missverhältnis.

Die Fahrgastzahlen auf den Strecken nach Andalusien, Valencia oder Barcelona sprechen eine andere Sprache...


> Und das Geld dafür ist nicht mehr da damit man für Steigerungsraten die in Prozent zwar toll klingen
> aber andere mit weniger mehr hin bekommen (siehe auch Portugal) noch weitere Euros der Geberländer
> verschleudert.

Bis jetzt ist das Geld noch da. Gerade vor 1-2 Tagen war in der Presse wieder zulesen, dass die Europaeische Investmentbank verkuendet hat, dass die Kredite fuer die AVE nach Badajoz selbstverstaendlich weiterhin zur Verfuegung stehen, unabhaengig davon dass Portugal die Weiterfuehrung nach Lissabon jetzt erstmal auf Eis gelegt hat.

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