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Re: [CH]: 1978 Mobiles Telefon und BLS-Zug in Lawine, Teil 10

geschrieben von: e32

Datum: 13.10.21 18:02

@VHB251, deine Schilderung kommt mir bekannt vor.
Zum Räumen der Bahnsteige hatten wir einen Dreirädrigen Hubstapler, dem ein Schneepflug vorgespannt werden konnte.
Wegen seiner Drei Räder brachte er die Kraft nicht auf den Boden, der Schnee war starker.
Froh war man, nicht auf die Gleise zu kippen, sonst hätte das Rangierfahrzeuge den Stapler mit dem Rangierseil auf den Bahnsteig ziehen müssen.
Sogar Ausbilder der Hubstapler schüttelten den Kopf über diese Art Schneeråumung.
Aber es war zugelassen und wurde von der Bahnleitung gefordert.
Ein grosser, kräftiger Hubstapler stand unbenutzt im Umspannwerk.
Dieser durfte nicht benutzt werden, da man darauf nicht Ausgebildet war und der Hubstapler einer anderen Abteilung der Bahn gehörte.
Sonst war Handarbeit angesagt. Der Baudienst kam erst Tage nach dem Schneefall, um diesen auf Bahnwagen zu schleudern und abtransportieren.
Weichenheizung war vorhanden, aber musste vor Ort gezündet werden.
Ursprünglich jeder Brennkopf einzeln, später nur noch an einem Brennkopf pro Seite.
Die anderen Brennköpfe wurden dann durch "überspringen " der Flamme gezündet.
Vielfach musste nachher bei grossem Schneefall die Weichen trotzdem mit Schaufel und Besen freigelegt werden.
Die Flammen erloschen bei grossem Schneefall und Wind selber wieder.
Der Bahnhof war und ist einem Gebiet mit viel Wind.
Die kleinen Gasflaschen zum zünden der Weichenheizung wurde durch das Personal von einer grossen Gasflasche umgefüllt.
Bei grossem Schneefall wurde " auf die schnelle " Personal von Zuhause geholt.
Bei Prognosse " grosser Schneefall " schon am Vorabend für den nächsten Morgen aufgeboten.
Sogenannte "Ablöser " die noch keinen Dienst eingeteilt hatten, mussten Tage nach dem Schneefall die noch nicht geräumten Orte vom Schnee befreien, resp. den Schnee abtransportieren. So in den nächsten Bachlauf.
Schneeräumen wie in der Steinzeit:-(
Verschiebedienstmitarbeiter räumten zwischendurch Schnee und leiteten nachher wieder völlig verschwitzt Rangierbewegungen.
Standen also in der Zugluft auf den Trittbrettern der Wagen. Gut für die Gesundheit:-(
Kann den BWL'ler in ihren warmen Unterkünften nicht passieren.
Sogar ein ehemaliger Bahn- CEO einer " Arbeiterpartei " forderte kürzlich, das Renteneintrittsalter zu erhöhen:-(
Dem hats wohl ins Hirn geschneit, resp. der ist Senil geworden!:-((((

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