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Klein- und Privatbahnimpressionen: Die Geißbockbahn (1)

geschrieben von: Dieter Riehemann

Datum: 18.08.21 08:16

1991 wurde die „Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH (BOB)“ gegründet. Die kommunalen Gesellschafter bezweckten, den SPNV zwischen Ravenburg und Friedrichshafen Stadt (Bundesbahnstrecke Ulm – Friedrichshafen, die „Württembergische Südbahn“) unter Reaktivierung der Stationen Weißenau, Oberzell und Kehlen zu verbessern. Für den Verkehr wurden zwei NE`81-VT beschafft, die eine dunkelblaue Lackierung und die Betriebsnummern VT 60 und 61 erhielten. Als Logo zierte, in Anlehnung an das Lied „Auf de schwäbsche Eisebahne“, ein Geißkopf die Fahrzeuge und so nahm die „Geißbockbahn“ am 01.07.1993 den Betrieb auf. Vor der Bahnreform war sie die erste Privatbahn in Deutschland, die keine eigene Infrastruktur hatte und nur auf Staatbahngleisen verkehrte.

Die BOB wurde vom Erfolg fast überrannt. Bereits 1994 musste ein dritter NE`81 (VT 62) den Fuhrpark verstärken. 1997 erweiterte man die befahrene Strecke um die Abschnitte Ravensburg – Aulendorf sowie Friedrichshafen Stadt – Friedrichshafen-Hafen. In diesem Zusammenhang kamen vier neue RegioShuttle RS 1 (VT 63 - 66) in den Fahrzeugbestand. Die 2005 erworbenen weiteren drei RS 1 (VT 67 – 69) ersetzten allerdings die an die HzL abgegebenen NE`81 (VT 60 - 62). Im Jahr 2013 erwarb man schließlich nochmals zwei RS 1 (VT 70 und 71), um das weiter gestiegene Fahrgastaufkommen bewältigen zu können.

Nun ist die „Württembergische Südbahn“ elektrifiziert worden. Die BOB passt sich dem an und hat von der DB AG acht elektrische Triebwagen der BR 426 übernommen, die nach diversen Anpassungen wohl ab Dezember 2021 den Dieselbetrieb ablösen werden. Die neun BOB-RS 1 (VT 63-71; VT 64 wegen Brandschaden abgestellt) sollen verkauft werden.

Meine Aufnahmen von der BOB entstanden bei Besuchen im Zeitraum 1993 bis 2002.

Fortsetzungen folgen.

Link zum Tel 2: [www.drehscheibe-online.de]
Link zum Teil 3 (Schluss): [www.drehscheibe-online.de]

Viele Grüße
Dieter


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Auszug Eisenbahnkarte

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Die BOB bediente sich von Anfang an für fast alle Funktionen diverser Dienstleister, z.B. der DB-Tochter RAB für die Gestellung der Triebwagenführer und der HzL für die Werkstattleistungen sowie eisenbahnrechtliche Angelegenheiten. Am 11.05.1993 war der nagelneue BOB-VT 60 im Bw Gammertingen der HzL zwecks weiterer Ausrüstung und Abnahme eingetroffen. Dem Fotografen zeigte sich der Wagen zusammen mit dem typengleichen HzL-VT 42

[attachment 375285 3BOBDieterRiehemann9348_17.jpg]
VT 61 wenige Tage nach der Betriebsaufnahme am Hausbahnsteig in Ravensburg, 10.07.1993

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VT 61, Friedrichshafen Stadt am 10.07.1993

[attachment 375287 5BOBDieterRiehemann9348_24.jpg]
VT 60 auf dem Gelände des teilweise von der BOB genutzten ex Bundesbahn-Bw in Friedrichshafen Stadt am 10.07.1993. Anfangs genügte für den Planverkehr noch ein Solo-NE`81, der zweite VT diente als Reservefahrzeug

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