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 04 - Historische Bahn 

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Re: ? Rohbraunkohle als Brennstoff in DDR-Betrieben ?

geschrieben von: bss

Datum: 06.10.19 20:55

Hallo zusammen,

ja, es war sehr üblich mit Rohbraunkohle zu heizen. Bis zum Ende der 70'er Jahre waren auch Heizanlagen auf Öl und Gasbasis vorhanden.( Stadtgas).
Mit Beginn der Energiekrise zu Beginn der 80'er Jahre wurden viele dieser Anlagen stillgelegt und durch Kohleheizanlagen ersetzt.
So wurde z.B. das Heizwerk des NVA Flugplatz Cottbus1982 von Ölfeuerung auf Rohkohlefeuerung umgebaut. Dem Heizwerk verdankten die letzten drei Kilometer Spreewaldbahn ihre Existenz.
Normalspurwagen mit Heizöl und Triebwerkstreibstoff wurden auf Rollwagen einmal am Tag mit der V10c zum Flugplatz gefahren.
Durch die Umstellung auf Rohkohlefeuerung wuchs der Transportbedarf und konnte mit der Kleinbahn nicht mehr effektiv bewältigt werden und so wurden diese drei Kilometer umgespurt und fortan mit einer Lok BR 106 aus dem Rangierbezirk 3 des Bf Cottbus bedient.
Brikettfeuerung gab es in den großen Industiefeuerungsanlagen selten. Die Brikett wurden für die Versorgung der Bevölkerung, die Gasbetriebe , Kokereien gebraucht.
Rohkohle wurde meißt in Fal, E und Ea Wgen gefahren.
Diese Rohkohlezüge verließen den Bahnhof Sabrodt mit seiner Siebanlage im Stundentakt. Allein in Richtung Frankfurt/Oder Vbf fuhren planmäßig 4 Züge täglich Sabrodt.
Es gäbe da noch viel mehr zu berichten, aber als Antwort auf die Frage sollte es erst mal reichen.

Viele Güße aus der Niederlausitz

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