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Re: Bahnhofsgebäude St. Blasien

geschrieben von: Spitzkehre

Datum: 21.09.17 08:26

Herzlichen Dank für die Antworten,

ja das ist alles (fast) richtig. Bin hier selbst vor Ort und kenne die Umgebung ganz gut nur gibt es eben nirgends einen Plan wie die Bahn von Seebrugg nach St. Blasien hätte trassiert werden sollen. Deshalb zweifle ich auch ein wenig an der überall aufgeführten Information, es seien schon Arbeiten am Streckenabschnitt Richtung St. Blasien ausgeführt worden. Denn auch die Geschichte mit dem Bahnhof in St. Blasien stimmt nicht so richtig. Richtig ist, dass es dieses Gebäude gab und immer noch gibt. Richtig ist auch, dass dort Güter umgeschlagen wurden und dass man dort Fahrkarten kaufen konnte. Wahrscheinlich war da auch ein Bediensteter der damaligen Bundesbahn stationiert. Nur, als Endbahnhof hätte das Gebäude nie dienen sollen. Der Bahnhof wäre an der linken Talseite entstanden. Dies ist durch Dokumente aus dem Gemeindearchiv von St. Blasien belegt. Der immer zitierte Bahnhof ist erst entstanden, als klar war, dass die Bahn nie kommen wir. Deshalb konnte man ihn auch so bauen, dass er im Ortszentrum lag. Eine Schienenanbindung wäre an dieser Stelle unmöglich gewesen, es sei denn man hätte das Wahrzeichen St. Blasiens, den Dom abgerissen. Zudem wäre es technisch auch unsinnig gewesen die Bahn bis zu diesem Bahnhof zu führen, da man dazu noch einige (unnötige) Höhenmeter und den Fluss Alb mit einer Brücke hätte überwinden müssen. Ihr seht, da ist einiges an Spekulation im Spiel und ich frage mich, ob nicht auch eine Portion Lokalpatriotismus hier seine Blüten getrieben hat. Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass unmittelbar nach dem Bau der Dreiseenbahn, der Schluchsee aufgestaut wurde wozu eine Staumauer und ein Druckstollen zum Kraftwerk Häusern gebaut wurde. Auch wenn der Großteil dieser Anlage im Boden liegt, so hätte man auch diese mit der Trassenführung in Einklang bringen müssen. Aber auch dort finden sich keine Hinweise auf eine Bahn. Von daher würde ein Plan Licht ins Dunkel dieser nie gebauten Strecke bringen.

Viele Grüße (gerade nach einer Fahrt mit der Dreiseenbahn)
sagt die Spitzkehre

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