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Re: Eisenbahnüberführung in Anger-Crottendorf mit Hartungschen Säulen - Frage dazu

geschrieben von: 1418

Datum: 30.06.10 16:36

Hallo,
erstmal vielen Dank für diesen Bildbericht. Leider sind meine Aufnahmen von dieser Sonderfahrt qualitativ ein "Reinfall" gewesen - ob es am verwendeten Diafilm oder an einem defekten Belichtungsmesser lag, vermag ich nicht mehr zu sagen.
Der Ranstädter Steinweg gehörte damals noch zur Jahnallee, welche diesen Namen im Ostabschnitt (ab Leibnitzstraße) vor einigen Jahren verloren hat.
Die Hauptfeuerwache war und ist linkerhand des Fotostandorts an der Zustiegsstelle (2. Bild). Das Planum der damals noch bis kurz vor Beginn der Käthe-Kollwitz-Straße separaten Gleise ist noch heute auszumachen. Diese als "Anlage Hauptfeuerwache" im Leipziger Straßenbahndeutsch bezeichneten Gleise wurden nur bei Umleitungen oder zum Abstellen defekter Fahrzeuge genutzt - oder eben als Startpunkt für Sonderfahrten.
Die Weiche an der Zufahrt zur Hauptwerkstatt Heiterblick war wohl stark verschmutzt und ließ sich daher nicht auf Anhieb in die richtige Endlage bringen. Normalerweise wird diese Weiche nur stumpf befahren, dabei kommt es auf 5mm Zungenklaffen nicht so drauf an. Beim Befahren von der Spitze aus ist das natürlich anders...
Der Wagenkasten der ex-310 in Anger-Crottendorf wurde ebenso wie der nummernlose Bruder (vermutlich gleicher Typ) bei der Beräumung der Gartenanlage rund um die Schleife Anfang der 90er Jahre abgebrochen. Ein typgleicher Wagen (347, Typ 55 II) wartet im Straßenbahnmuseum auf eine Restaurierung zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Wagen entstanden durch Modernisierung um 1930 herum aus dem Typ 55 I, von dem Wagen 305 im betriebsfähigen Zustand im Museum zu bewundern ist. Weiterhin steht im Museum eine ähnliche echte Gartenlaube (Typ 54 II, gleichartige Modernisierung, aber anderer Ursprungstyp).
Bei weiteren Fragen zu den Örtlichkeiten stehe ich gern zur Verfügung.
Nach dieser Sonderfahrt fanden sich die Organisatoren und einige weitere Straßenbahnfreunde noch in der Gosenschänke in Gohlis ein, wo dem Wirt unmittelbar vor dem Datumswechsel die gesamten Restbestände an Ostmark auf den Tresen gekippt wurden, nachgezählt oder -gerechnet wurde nicht ;-)
MfG 1418

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