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Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst: . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 06.07.06 15:31

miles79 schrieb:
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> Dem würde ich nicht zustimmen, da mir spontan
> nicht einfällt, wo die "Weserbahn" Hude - Brake -
> Blexen oldenburgisches Gebiet verlässt (auch wenn
> sie nicht zur Reichsbahndirektion Oldenburg bzw.
> Münster gehörte).

Natürlich gehörte die "Weserbahn" zur RBD Oldenburg! Wie sie auch vorher zur GOE gehörte. Der Bereich der RBD Oldenburg ging, Richtung Bremen, bis zum Bahnhof Bremen-Neustadt einschließlich!

Lt. Reichsbahn-Handbuch 1927 war die Weserbahn Hude - Brake (Oldbg.) - Rodenkirchen (Oldbg.) - Nordenham als 43,65 km lange Hauptbahm ausgewiesen, wovon 5,46 km 2- und mehrgleisig waren. Die Verlängerung Nordenham - Blexen war als eingleisige Nebenbahn mit einer Länge von 6,57 km ausgewiesen. Die Strecke gehörte zur Bezirksinspektion Oldenburg 1.

Die Strecken Bremen-Neustadt - Hude - Nordenham - Blexen und Delmenhorst - Lemwerder gehörten mit der Auflösung der RBD Oldenburg ab dem 01.01.1935 zur RBD Hannover. Alle anderen Strecken der RBD Oldenburg gingen zum 01.01.1935 auf die RBD Münster über.

Die Strecke Oldenburg Hbf - Brake ist im Reichsbahn-Handbuch 1927 als 31,88 km lange eingleisige Nebenbahn ausgewiesen, die überwiegend zur Bezirskinspektion Oldenburg 2 gehörte (1,1 km auf Oldenburger und 0,68 km auf Braker Seite gehörten zur Bezirksinspektion Oldenburg 1).

Zum Grund des Baus dieser Strecke ist es schon interessant, einmal genauer im "Löffler" nachzulesen (Peter Löffler, Die Eisenbahn in Oldenburg, EK-Verlag 1999).

Da steht zum einen:
"Nach der Entscheidung, die Weserbahn nicht von Oldenburg direkt nach Brake zu führen, sondern in Hude von der Hauptbahn abzweigen zu lassen, blieben die großen Moorgebiete westlich der Weser ohne brauchbare Verkehrsanbindung. Dabei gingen die ersten Planungen über eine solche Verbindung bis in das Jahr 1945 zurück."

Also ging es sicherlich darum, den ländlichen Bereich verkehrlich zu erschließen.

Zum anderen steht da aber auch:
"Schließlich entsprach der Gedanke einer direkten Bahnverbindung Oldenburg - Brake von Anfang an der politischen Grundsatzvorstellung der Oldenburger Regierung. Die Residenzstadt sollte im Mittelpunkt eines Oldenburger Eisenbahnnetzes stehen. Einflußreiche Kreise in Oldenburg, insbesondere der Handels- und Gewerbeverein, betrachteten die Weserbahn mit ihrem Anschluß in Hude als eine Notlösung, 'geboren aus wirtschaftlichen Zwängen, aber nicht geliebt!'"

Aber vor allem ging es wohl ums Prestige und Prinzip.
Und damit wirtschftlich in die Hose, um es mal flapsig zu sagen.

Beste Grüße
Hartmut

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