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Re: Meine Meinung: Klein aber fein!

geschrieben von: eifelhero

Datum: 09.11.20 16:04

Klein aber fein,
Leider aber auch mit der heißen Nadel gestrickt.
Zuvor,
ich bin keiner der üblichen Kenning Verlag Gegner hier bei DSO,
ganz im Gegenteil, in meinem Bücherregal steht so ziemlich alles, was aus Nordhorn zum Thema Kleinbahnen im ehemaligen Westdeutschland erschienen ist.
Die Vorfreude auf das Buch war bei mir riesig, aber daher auch die Enttäuschung um so größer.
Was den Bildteil betrifft,
gibt es nichts zu beanstanden. Im Gegenteil,klasse Bilder, außer vielleicht warum ein Foto der TWE 152, die
nicht auf der B-G zum Einsatz kam,ins Buch muste, oder das Foto der V 20 auf der Strecke Kassel-Naumburg.

Seite 2 Rückseite oben Bildbeschreibung
Die B-G ging nicht an eine Interessengemeinschaft!!!
Die Anschließer und IHK Bonn garantierten. die Frachtmenge.
Das war die Interessengemeinschaft. DB stellte ab Dezember 64 die Kleinlok plus Lokführer, das restliche Personal kam von der B-G!
Vormittags und Nachmittags wurde jeweils ein Zugpaar gefahren. Dafür kassierte die DB 1500,-DM später wurde jährlich neu verhandelt, wobei einige Anschließer ausschieden.
Betriebsführung war nach wie vor bei der DEG in Frankfurt.

Seite 5 unten und S.6 oben zweimal der gleiche Plan, einmal groß, einmal Ausschnitt.?

Seite 30 Pützchen war von Hangelar angebunden, nicht von Beuel.

Warum keine Gleispläne für den Leser?
Beuel wechselte mehrmals sein Gleisbild, Limperich 3 mal. Kohlkau Ausweiche nach 58?
Pützchen beidseitig angeschlossenes Luftwaffengleis? Großenbusch mit/ohne Wehrmacht?

S.69 Lok 38 Warnanstrich wurde in Beuel angebracht!
Es gibt regen Schriftverkehr darüber.
10.10.1960 DEG an Kaldenkirchen, warum die Lok von vorliegenden Plänen abweicht!
Meldung von B-G nach Frankfurt am 25.10.60: angeordneter Schutzanstrich an der Lok 38 wurde angebracht.
Der LfB Köln hatte wohl bei der Bereisung der B-G am 5.10.1960 bemängelt, das der „Berner Raum“ nicht eingehalten wurde. Am 22.3.61 schickte Frankfurt ein Schreiben an den Lfb Köln, das der Anstrich angebracht sei, und das Personal auf die Profileinschränkung hingewiesen wurde, ferner durfte zum kuppeln erst zwischen Lok und Wagen getreten werden, wenn beide kuppelbereit stehen.

Zu den Loklisten:
Lok 26 hat am 30.12.58 eine Fristverlängerung bis 3.1.60 bekommen,Abstellung Herbst 59 wegen Schäden an der kupfernen Feuerbüchse. Nicht 1958!

Lok 185 war ab 12/63 Regellok, ohne Probleme, fuhr sogar auf „wackligen Gleisen“ bis Großenbusch.! Reservelok gab es zu dem Zeitpunkt keine mehr.
Letzter Regeleinsatz 30.11.64, danach im Dezember mehrmals angeheizt, da bei der DB wohl ein hoher Krankenstand war. Die 185 befuhr auch die 60 m Deutschlandkurve in der Beueler Eisengiesserei.
Die einzige Betriebliche unregelmässigkeit war auf Schienenform pr 5, 24,4 kg/m, die schon 64 Jahre lagen.

Seite 84 : Die B-G war zeitlebens eine nichtbundeseigene Eisenbahn mit öffentlichem Verkehr!
Sie trug zeitweise den Namen Industriebahn, war aber keine im Sinne der Eisenbahn.
Seite 86: Von 1957 bis zum Juni 1989 rollten direkt gebildete Stückgutwagen von den Umladebahnhöfen K-Gereon, danach K-Kalk-Nord und zum Schluß ab Oberlahnstein von und nach Beuel.
Danach kam der KFZ bediente Stückgutbahnhof ins Spiel.

Beim“who is who“ in der etwas versteckten Dankesliste hätte man die ganzen Kritikpunkte mit ins Buch bringen können.

Fazit,
wenn man unbefangen ran geht ist das Buch von den Bildern her in Ordnung,
Nur für mich ist es irgendwie kein Kenning Verlag Buch,
da hatte ich zur B-G mehr erwartet.


Link:Berner Raum

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