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Re: Strab-Modellbahn mit 6 Bildern

geschrieben von: Silbergräber

Datum: 23.09.18 12:28

Moin,

Johannes hatte mir die Bilder dankeswerter Weise zukommen lassen. Da für ihn der letzte Vorhang leider gefallen ist, möchte ich seiner Gedenken den Post mit Bildern wieder einstellen - machs gut, Johannes - danke für alles!

LG

Jörn

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Glücklicherweise gibt es noch ein paar Bilder, die mein Sohn vor einiger Zeit aufgenommen hat.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0110.jpg

Auf dem ersten sieht eine Gesamtübersicht des noch existierenden Teilstücks.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0210.jpg

Hier sieht man im Vordergrund am noch nicht gestalteten Hafenkai die Ellok mit den zwei Sattelbodenselbstentladern für Kraftwerkskohle. Beladen werden sie von dem noch imaginären Ausleger-Dampfkran, der auf den Normalspurschienen rechts hin und her fahren sollte. Die Wagen sind aus B&K-Bausätzen zusammengeschnitten (habe leider kein passendes Vorbild gefunden) und unter der Lok verbirgt sich ein Bemo-V-52-Fahrgestell mit großen (1 m Durchmesser) Speichen-Radsätzen Schweizer Schmalspurelloks. Die Achsabstände sind leider nicht ganz korrekt für das gewählte Vorbild der AEG-Ellok von 1922, wie sie auf der Iserlohner Kreisbahn, in Wuppertal und von Haspe nach Breckerfeld fuhren.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0310.jpg

Es ist die Schwesterlok zu sehen, die sich im Rollwagenverkehr verdient gemacht hat. Bis zu drei Rollwagen konnten bei der Länge der Ausweiche in Streckenmitte gefahren werden. Man erkennt, wie die Stangenkupplung eingehängt ist. Die Stangen wurden mit einem Drahthaken angehoben, während die Lok in die richtige Position fährt. Ich hatte damals ein sehr gutes elektronisches Fahrpult mit Lastregelung, welches aber irgendwann den Geist aufgegeben hat.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0410.jpg

Auf diesen Bild kann man einen der 10 vorhandenen Rollwagen erahnen, von den die meisten im Selbstbau entstanden. Sie mussten umgerechnet 15-m-Bögen schaffen, ohne Kurzschluss zu produzieren. Die Drehgestelle sind allerdings aus Bemo-Rollböcken entstanden. Der aufgeladene Normalspurwagen ist der Stückgutwagen der Bahn, ein alter Schwede von Liliput.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0510.jpg

Hier haben wir nun den „Niederflurwagen“ der Straßenbahngesellschaft Ennepe, der zusammen mit anderen Fahrzeugen den Personenverkehr besorgte. Er entstand bis auf Fauli, Zahnräder und Radsätzen von Bemo im kompletten Selbstbau aus Polystyrol-Platten – auch das Fahrwerk wurde so schichtweise aufgebaut. Eine der Achsen ist pendelnd gelagert, übrigens nicht in Polystyrol, sondern wie die andere in Messingbuchsen. Obwohl das Getriebe mit Schnecke und Schneckenrad sehr einfach ist, habe ich keinen perfekten Rundlauf hinbekommen, was aber glücklicherweise die Lastregelung des Fahrpultes ganz und gar ausgeglichen hat.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0610.jpg

Dieser Beiwagen hat kein direktes Vorbild – bestenfalls sinngemäß: Bei der Iserlohner Kreisbahn gab es Beiwagen, die eine Vergangenheit als Triebwagen mit maximum traction trucks hatten. Das Modell dagegen war ursprünglich eine Mehano-Tram mit der Beschriftung passend für New York. Der Wagenkasten wurde auf mitteleuropäische Breite verschmälert und die untere Seitenwand mit Scheuerleiste und hohlkehlenförmigem Teil (Wagendach aus der Bastelkiste) verändert. Die Drehgestelle waren noch da, allerdings normalspurig.

http://i68.servimg.com/u/f68/11/91/33/05/sge0710.jpg

Das letzte Bild zeigt den Düwag-Vierachser, der nach dem Vorbild der Vestischen Straßenbahn entstanden ist. Hätte Ennepe je solche Wagen angeschafft, hätte man damals auf den Liniennummernkasten auf dem Dach genauso verzichtet wie Ravenburg – Weingarten – Baienfurt, das Jahr 1957 und die Pflicht zur Dachleuchte waren ja noch weit weg. Das Modell ist aus dem Kölner Gelenkwagen von Roco entstanden. Zugute kam mir eine gewisse Einheitlichkeit in der Geometrie der Düwag-Wagen: Die Lage der Türen im Endeinzug scheint bei allen Fahrzeugen im gleichen geometrischen Bezug zur Seitenwand zu liegen – unabhängig von der Wagenbreite. Ich konnte also je zwei Ausschnitte der Gelenkwagengehäuse vorne rechts und hinten rechts zu einer Seitenwand des Vierachsers verbinden. Die Köpfe entstanden neu aus Polystyrol entsprechend dem Großraumwagen-Grundriss. Die Zierleisten bestehen aus in Streifen geschnittener selbstklebender Alufolie.

Es gibt noch einen Lenkdreiachser nach Vorbild Opladen – Ohligs oder Neuß, frecherweise von mir in Meterspur transponiert. Hier war der Liliput-KSW Basis für das Gehäuse. In einem der em-Aufsätze ist ein Bild von ihm.

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