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Re: Reportage sur la construction du Poma à Laon

geschrieben von: Der Ungläubige Thomas

Datum: 12.06.21 20:36

Nun, schade erscheint mir, dass diese Bahnstrecke, also Strassenbahn sowie People Mover, bereits zwei mal wegen eines bahntypischen Investitionsstaues eingegangen ist.

Das "Systéme Pomagalski" (Grenoble, jetzt zu Leitner gehörend) wurde hier m.E. nicht richtig genutzt - zu geringe Kapazität bei zu hohen Fixkosten. Frage, da in dem Video zum Bau vor 43 Jahren kurz ein dritter Wagen zu sehen ist: War mal angedacht oder wurde gar praktiziert, einzelne Kurse mit 2 Wagen als Zug oder im Konvoi (in der Mittel- und Endstation jeweils aufschliessend zum vorderen Kurs, da Begegnung auf offener Strecke nicht möglich) zu fahren? Das hätte der Kapazität gut getan. Offen bleibt, ob der Bedarf vorhanden war, und die Steuerung der "Grips" darauf ausgelegt war.

Die Ausführung eines Grossteils der Strecke als "Gleisverschlingung" scheint auch dem Umstand geschuldet, in dem engen Profil einen Rettungsweg unterbringen zu müssen; hierzu dient der jeweils seitlich freibleibende Teil der Trasse. Das System weist zudem zwei sich an der Mittelstation überlappende Seilumläufe auf; die Fahrzeuge klemmen dort um. Damit muss man die beiden Rollensätze eh seitlich getrennt führen. Das hätte für die Zweigleisigkeit gesprochen, für die aber kein Platz vorhanden ist.

Die Ausweichen lassen sich mit Gleisverschlingungen einfacher gestalten als mit vollen Weichen. Abt'sche Ausweiche hätte nicht funktioniert, da einseitige Querführung (= Radsatz aus Walze und Doppelspurkranz-Rolle) hier nicht realisiert wurde.

Das System in Perugia unterscheidet sich beträchtlich von dem in Laon. Ich würde Laon als Praxistest für POMA und Perugia als "Vollversion" ansehen. In Perugia wird die Kabine durch eine lokale Beschleunigungsanlage (Rollen) auf die Geschwindigkeit des permanent mit konstanter Geschwindigkeit umlaufenden Seils beschleunigt, und dann (Gegensatz zu San Francisco!) ohne Längsreibung mit dem "Grip" des Fahrzeuges an dieses angeklemmt. Das Hauptseil übernimmt also keine Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgänge; diese erfolgen alle in den Stationen.

Ich hatte auf der Seite von Leitner mal eine Animation dieses Vorganges gesehen; finde ich grad nicht.
Grusz

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