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JA und Nein. Eventuell überraschend. Aber auf jeden Fall enttäuschend.

geschrieben von: Tw666

Datum: 11.06.21 00:06

Siggis Malz schrieb:
Hallo,

da bin ich mal auf die Veröffentlichung gespannt, das ist ein vor allem in der Höhe (Niedrigkeit) überraschendes Ergebnis.

Man will ja schon die Herkules-Bahn ohne jedes berechenbare NKV bauen, hier wird man das kaum auch so machen.

Tatsächlich muss man sich dann aber fragen, wo man in Kassel dann wirtschaftlich (nach jetzigem Standard)
Straßenbahnen bauen will, weil wenn nicht hier, wo dann.
So oder so wird das ein krasser Dämpfer für die grün-roten Ambitionen, die Reaktion wird nicht minder spannend.
Demnach dürfte in Kassel nämlich bis 2030 gar nichts mehr gebaut werden, diese Strecke war das einzige Zugpferd, auf dass sich alle einigen konnten (außer AfD) und das mit Abstand (!) die besten Voraussetzungen hat(te).

Schade, dass man für das Ergebnis aber 3 Jahre gebraucht hat, dass die Zielsetzung der Studie noch irgendwas mit dem heutigen Status Quo zu tun hat, ist unwahrscheinlich.

Die verschiedenen betrachteten Versionen werden interessant, dass in jedem Variantenvergleich nur 0,2 in der Bestversion rauskommt,
haut mich ehrlich gesagt vom Hocker.

Ernüchterte Grüße.
Ja, die Nachrichten sind in der Tat ernüchternd, anders kann man es nicht ausdrücken.
Vergleichen wir mal mit der Helleböhnstrecke. Beide Strecken sind ungefähr gleich lang und haben eine Ähnliche Verbindungswirkung (obwohl natürlich Baunatal - Bf. Wilhelmshöhe wichtiger ist).
Sie sind ähnlich lang (fünf Kilometer vs. sechs Kilometer) und bindet ähnlich gelagerte Wohnquartiere an.
Süsterfeld ist ebenfalls eine Gartenstadt, Rothenditmold und Harleshausen-Frasenweg ist vergleichbar mit Helleböhn.
Ja im Helleböhn gibt es einige Hochhäuser, diese stehen aber wiederum weiter auseinander und haben gar nicht so eine hohe Dichte Mensch pro Quadratkilometer.



@DolceVita

Problematisch an Harleshausen ist eher die geringe Dichte der Wohnbebauung und weite Fächerung des Ortes, nicht das hohe soziale Niveau.
Das Ortszentrum kann zumindest vom PKW-Verkehr entlastet werden, wenn die ehemalige Wolfhager Straße (heute Ahnatalstraße) wieder stärker in Beschlag genommen wird, für LKW selbstredend nicht möglich). Eine dritte Spur und damit in Richtung der LSA die Führung der Gleise auf einem Rasengleis pro Richtung ist möglich, schon heute liegen die Haltestellen des ÖV verkehrsbedingt suboptimal, der Ortskern muss vom PKW-Verkehr befreit werden nicht der ÖV entfernt werden.

Grundsätzliche Probleme:
- Die geringe Ortsbebauung zieht sich auch an der gesamten Wolfhager Straße durch, wenn wir vom Holländischen Platz bis zum Freibad denken.
- Das Schillerviertel wird nur einseitig an die neue Strecke angebunden
- Rothenditmold ist praktisch nicht besiedelt. Es gibt viel Industrie aber wenig Wohnbebauung, zwischen Wolfhager Straße und Eisenbahn einmal abgesehen, nördlich der Wolfhager Straße gibt es fast nur grün.
- Bereich Rothenditmold bis Harleshausen: gar keine Wohnbebauung aber fast ein Kilometer Strecke.
- Harleshausen-Frasenweg bis Bf. Harleshausen: Wichtiger bereich mit guter Wohnbebauung für ÖV-Nutzung, hier kann die Tram wirklcih etwas erschließen
- Harleshausen selbst ist schwer mit einer Straßenbahn zu erschließen aber bis zur Ahnatalstraße (Haltestelle Seebergstraße) möglich zu führen.
- Harleshausen ist eine Gartenstadt mit EFH-Bebauung. Dagegen gibt es im "Villenviertel" Mulang sogar fast nur Mehrfamilienhäuser.

Grundsätzlich trifft also das Problem lange Strecke auf schwieriges Einzugsgebiet und schlechtes Baufeld.
Die Helleböhnstrecke hat als Beispiel fast kaum große Straßenbaumaßnahmen, da außer einem Kleingartenverein und NSG nichts im Weg stand. Nur in Oberzwehren Mitte musste wirklich in das Straßenplanum eingegriffen werden. Dies fehlt in Harleshausen leider komplett und macht einen Bau schwer und teuer.

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