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Re: BN: Begrünte Gleise statt Schotterbetten zwischen Limperich und Ramersdorf.

geschrieben von: stuvar

Datum: 08.06.21 21:04

Christoph L schrieb:
Es geht hier darum, eine Vorortbahn auf unabhängigem Bahnkörper mit Rasengleis auszustatten. Welche Oberbaukonstruktion dabei zur Anwendung kommen soll, konnte ich der Diskussion noch nicht entnehmen.

Aus meiner Sicht hat die Bürgerinitiative noch nicht den Unterschied zwischen einem besonderen Bahnkörper im Straßenraum und einer unabhängigen Trasse erkannt. Im vorliegenden Fall gibt es oft große Gleisüberhöhungen, Vignolweichen und Zugsicherungsanlagen. Daher würde aus meiner Sicht nur ein schotterloses Gleis auf Betonlängsbalken in Frage kommen. Das ist teuer und hat einen miesen Fahrkomfort.
Die Frage ist wie schnell auf der Strecke gefahren wird. Mit Geschwindigkeiten bis 50 km/h gibt es durchaus Beispiele mit Überhöhung und Rasengleis. Die Neubaustrecke in Dresden zwischen Uni und Coschütz ist schon mehr als 20 Jahre in Betrieb, weist enge Kurven mit starker Überhöhung und Rasengleis bis zur Schienenoberkante auf. Später hat man auch noch auf der Neubaustrecke nach Pennrich im Bereich Gompitz auf einem längeren Stück Rasengleis auf separater Trasse angelegt. Die 2 darin enthaltenen längeren Bögen weisen ebenfalls Überhöhungen auf.
Auf viel höhere Geschwindigkeiten wird man auf der Strecke Limperich Ramersdorf auch kaum beschleunigen können. Lediglich der letzte Abschnitt ist etwas länger, liegt dafür aber auch recht viel im Tunnel im Rampenbereich. Da wird mit Rasengleis ehh nicht viel.
Inwieweit Rasengleis im Bereich einer Wohnsiedlung im Grünen Sinn macht oder nicht ist da eine andere Frage. Technisch sollte es im Rahmen der nächsten Gleiserneuerung umsetzbar sein. Klar ist aber auch dass die Instandhaltung der Strecke nicht einfacher wird und sich daher jeder Betrieb erstmal gegen wehren wird. Die Verbesserungen im Lärmschutz für Anwohner und Fahrgäste höhrt man erst hinterher.

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