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Re: BN: Begrünte Gleise statt Schotterbetten zwischen Limperich und Ramersdorf.

geschrieben von: Christoph L

Datum: 07.06.21 06:40

Es geht hier darum, eine Vorortbahn auf unabhängigem Bahnkörper mit Rasengleis auszustatten. Welche Oberbaukonstruktion dabei zur Anwendung kommen soll, konnte ich der Diskussion noch nicht entnehmen.

Im Bonner Schienennetz gibt es seit Jahrzehnten zwei kurze Abschnitte von jeweils rund 100 m mit Rasengleis in der St. Augustiner Straße (Linie 66) und der Reuterstrasse (Linien 61 + 62). In diesem Abschnitten liegen die Gleise auf Betonlängsbalken.
Ein längerer Abschnitt von 1,5 km befindet sich seit 1994 in Auerberg. Dort befindet sich die Gtüneindeckung auf Schienenoberkante.
Ein weiterer längerer Abschnitt mit Betonlängsbalken findet sich auf der Siebengebirgsbahn zwischen Königswinter und Bad Honnef. Allerdings sind die Weichenbereiche mit klassischem Schotteroberbau ausgestattet.

Aus meiner Sicht hat die Bürgerinitiative noch nicht den Unterschied zwischen einem besonderen Bahnkörper im Straßenraum und einer unabhängigen Trasse erkannt. Im vorliegenden Fall gibt es oft große Gleisüberhöhungen, Vignolweichen und Zugsicherungsanlagen. Daher würde aus meiner Sicht nur ein schotterloses Gleis auf Betonlängsbalken in Frage kommen. Das ist teuer und hat einen miesen Fahrkomfort. Vielleicht stellt man sich auch einfach nur vor, keine Vegitationskontrolle mehr durchzuführen und die Schottergleise zuwachsen zu lassen. Das führt aber irgendwann zu einer instabilen Gleislage. Ganz nebenbei ist der Gleisschotter im Bonner Raum oft Lebensraum für seltene und streng geschützte Zauneidechse.

Ich schlage vor, alternativ mal darüber nachzudenken, sämtliche Wohnstraßen mit Rasengittersteinen auszustatten und nichtbegrünte Steingärten sowie befestigte PKW-Stellplätze zurückzubauen. Das bringt einen noch höheren Effekt, als der Umbau der Gleisabschnitte der gut trassierten Vorortbahn.

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