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Tagesspiegel-Kommentar: Das Nein zur Verlängerung der U8 ist falsch

geschrieben von: Abteil

Datum: 17.02.21 16:40

Hallo,

anbei ein Kommentar aus dem Tagesspiegel zur Absage an die U8-Verlängerung.

Berlin rechnet es kaputt
Das Nein zur Verlängerung der U8 ist falsch

Der Senat hat seine Pläne zum U-Bahn-Ausbau vorgestellt. Die 50.000 Einwohner des Märkischen Viertels werden davon – erneut – enttäuscht. Ein Kommentar von GERD APPENZELLER

Müssen die fast 50.000 Einwohner des Märkischen Viertels auf ihren U-Bahn-Anschluss warten, bis die CDU in Berlin mal wieder mitregiert? Regine Günther hat der Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel am Dienstag eine Absage erteilt. Allerdings einigte sich der Senat darauf, eine Verlängerung der U7 zu prüfen.
Es sieht so aus, als negiere die grüne Verkehrssenatorin Fakten auch deshalb, weil die Berliner Christdemokraten so vehement für die Fortführung der U-Bahnlinie 8 ins Märkische Viertel kämpfen. Eine andere Erklärung als ideologische oder parteipolitische Blindheit findet sich jedenfalls nicht, weshalb die seit vielen Jahren auf dem Tisch liegende Planung nicht umgesetzt werden soll. Regine Günther lässt die Sinnhaftigkeit der Fortführung dieser U-Bahn einfach kaputt rechnen. So kann man natürlich jedes Konzept in den Müll befördern.

Das sind die Fakten: Der Tunnel der U-Bahnlinie 8 ist über den jetzigen Endbahnhof Wittenau hinaus bereits auf 400 Meter Länge im Rohbau fertig. Er müsste nur weitergeführt werden. Jetzt fahren stündlich 35 Busse, um die Bewohner des Märkischen Viertels aus den abgelegenen Hochhaussiedlungen zum U- und S-Bahnhof Wittenau zu bringen.

Ihnen künftig statt der Fortführung der U-Bahn eine Straßenbahn anzubieten, bedeutet nach wie vor einen Systemwechsel. Jeder Umsteigevorgang aber, der mit dem Wechsel auf ein anderes Verkehrsmittel verbunden ist, kostet Zeit und Attraktivität.

Die Heidekrautbahn ist keine Alternative

Heute ist das Märkische Viertel, in dem keine wohlhabenden Menschen wohnen, mit privaten Autos vollgestellt. Warum wohl? Weil der Nahverkehr einfach nicht attraktiv genug ist. Die Argumentation der Senatorin, die Heidekrautbahn im Osten des Märkischen Viertels sei ja bereits im Bau und böte eines Tages eine verlockende Alternative zur U-Bahn, ist hanebüchen.


(...)
[www.tagesspiegel.de]

Viele Grüße
Abteil

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