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Re: DB Regio gewinnt Netz Donau-Isar

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.10.20 21:21

blaalen schrieb:
rudelbildung66 schrieb:
Hört hört, die DB kann mittlerweile also auch in Bayern bei Bruttoverträgen mithalten. Beim E-Netz Allgäu und den Augsburger Netzen war man anderen Bietern hier ja noch unterlegen?!
Vielleicht lag's ja daran, dass andere EVU mittlerweile realistischer beim Personal kalkulieren, was eben nicht (mehr) auf den Bäumen wächst - Neufahrzeuge waren ja für alle Bieter obligatorisch.

Wer sonst wohl noch mitgemacht haben mag?
Nein, schon bei der letzten Ausschreibung hat DB Regio ein konkurrenzloses Dumpingangebot genutzt, um sich den Auftrag zu sichern. Dem damals verantwortlichen Berthold Huber hat es nicht geschadet, wenn man sich seinen Aufstieg so ansieht.

Geschadet hat es nur Millionen von Fahrgästen auf dieser Strecke im letzten Jahrzehnt. Triebwagen mit miserabler Sitzlandschaft und Fensterbarrieren, ständige Ausfälle und Verspätungen mit fehlenden Anschlüssen, viel zu kurze Züge immer wieder zur selben Zeit (jeden Sonntag abend standen zig Pendler von Plattling bis München = 150 km), kaum Verbesserungen in den Fahrzeugen 440 (anfangs führten geschwungen ausgebildete Gepäcknetze zum Herunterfallen von Gepäck während der Fahrt!!) und tatenloses Zusehen der BEG bei der Misere. Erst in den letzten Jahren durften überzählige Doppelstockwagen mit 111ern vermehrt hier fahren. Die Leute bevorzugten diese Züge, weil nur sie genügend Platz boten. Die 440 waren auch äußerlich äußerst ungepflegt und ausgebleicht, anders als die vergleichbaren Fugger-Express-Züge. Die DB hatte für ihre Dumpingpreise keine finanzielle Luft für ordentliche Instandhaltung. Eine echte Sauerei.

Und nun beginnt die Kacke wieder von vorne. Wieder die DB und wieder nur einstöckige Züge. Würde mich nicht wundern, wenn wieder Dumpingpreise verlangt wurden, wieder viel zu kurze Züge verkehren, wieder mit viel zu hoher Packungsdichte und Fahrgästen dieser Region, die wieder den Kürzeren ziehen. Was für eine armselige Entscheidung und was für eine armselige BEG.

Da hilft auch eine ordentliche Fahrzeugqualität von Siemens nix, denn auch die 440er hatten einen sehr ruhigen und komfortablen Lauf. Das hilft wenig, wenn man wie Sardinen eingequetscht sitzen muss, ständig auf die dicken Rahmen von Klappfenstern starrt oder wieder eine Stunde am Unterwegsbahnhof herumsitzt, weil der Anschlusszug nicht warten konnte.

Für mich die schlechteste Nachricht des Jahres. Aber dank Corona fahren Viele eh lieber Auto.

Sagt blaalen.
Naja, da sollte man die Kirche im Dorf lassen und der DB eine zweite Chance geben. Immerhin kommen mit den Siemens-Zügen Neufahrzeuge und mit den Desiro HC auch Doppelstockwagen.

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