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[GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Harzreise

Datum: 27.10.16 13:36

Der Antrag der Firma Steinbrück auf eigenwirtschaftliche Busbedienung statt Straßenbahn ist vom Landesverwaltungsamt mangels überzeugender Kalkulation zurückgewiesen worden.

"Ein wirtschaftliches, auf Gewinn abzielendes Bedienen der Strecken mit Bussen erscheine unmöglich. Die Linien der TWSB seien Teilnetz des öffentlichen Nahverkehrs und dürften nicht im Zuge einer "Rosinenpickerei" herausgelöst werden, so das Landesverwaltungsamt. Zudem verweist die Behörde auf die touristische Wirkung der Traditionsbahn. Nicht zuletzt spielten umweltpolitische Gesichtspunkte eine Rolle."
[www.mdr.de] , letzte Aktualisierung 27. Oktober 2016, 13:18 Uhr

Sehr schön! (o.w.T)

geschrieben von: Vinne

Datum: 27.10.16 13:57

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Krückau - Rhein - Isar - Elbe - Leine - mein Bildungsweg ist eine Flusskreuzfahrt!

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 27.10.16 14:21

Sehr löblich. Wünschenswert wäre durchaus, dass solche Mitarbeiter des Landesverwaltungsamt auch in Mülheim arbeiten würden.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Saarsachse

Datum: 27.10.16 16:57

Salü,
ein Sieg der Vernunft und somit wird mein Brückentag noch schöner - warum? Ich fahre mit / zu der Waldbahn!
Der freudige Saarsachse

IVK - Fan

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: ec paganini

Datum: 27.10.16 18:26

Hallo, das sind ja sehr gute Nachrichten!

LG Torsten.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Ringbahner4

Datum: 27.10.16 20:27

Prima Entscheidung zum Umweltschutz und zur touristischen Tradition!
Herzlichen Glückwunsch der TWSB, sollten sich andere Städte, Kreise und Landesregierungen mal ein Beispiel nehmen!
In Sachsen redet man ja nur vom Umweltschutz und weitet den Busverkehr durch Abbestellungen beim Schienenverkehr aus.
Gruß vom Ringbahner

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Ronny Quaß

Datum: 28.10.16 12:18

Hallo in die Runde,

ist man mal 1 1/2 Tage nicht im Forum, das ich nicht gleich die gute Nachrichten "live" berichten kann...

Es trafen zwei Briefe ein: Einer, der die Ablehnung des Steinbrückantrages in Kopie (für den Betroffenen), enthielt! Ein zweiter, der die Konzession für die Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha bis 2024, gemäß des derzeit gültigen Betrauungsvertrages, enthielt.
Das Landesverwaltungsamt ist allen Gegenargumenten zum Steinbrückantrag gefolgt und das auf 16 Seiten Begründung!

Ich hoffe, dass nun Ruhe eintritt und man entsprechend ohne Zitterpartie weiterarbeiten kann. Ich hoffe, dass Herr Steinbrück sich jetzt wie ein guter und fairer Demokrat verhält und das Ergebnis akzeptiert.

Achso auf die Schnelle noch zum Zeitunglesen:
[gotha.thueringer-allgemeine.de]

Inzwischen sind bei der Petition weltweit über 10.000 Unterschriften, davon über 6800 aus dem Kreis Gotha eingegangen.
[www.openpetition.de]

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mit ihrer Unterschrift politischen Druck und so viele Bekenntnisse zum umweltfreundlichen System Straßenbahn quer durch die Parteienlandschaft erzeugt haben. Dies ist eine gute Basis und ein Rückhalt weiter am Erhalt der Bahn über 2024 zu arbeiten. Eines der Themen wird die Beschaffung von Niederflurwagen sein. Mehr über die kurz und mittelfristigen Wege zu gegebener Zeit!

Anbei ein schon etwas älteres Bild (2005) als Einstimmung auf die kommende Jahreszeit:
http://up.picr.de/27255203ky.jpg

Dank und viele Grüße in die Runde

Ronny von der Gothaer Truppe

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: zefir4

Datum: 28.10.16 18:33

Ein interessanter und vor allem positiver (Neben-)Effekt ergibt sich eventuell auch noch aus der ganzen Angelegenheit, wie in der folgenden Meldung zu lesen ist:
[www.thueringer-allgemeine.de]
Wie lange dieser Artikel vollständig und kostenfrei zu lesen ist, vermag ich jedoch nicht zu sagen.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: stevedoerr

Datum: 28.10.16 21:29

Hallo Ronny und alle Gothaer,

beim Thema Niederflurwagen fallen mir als Erstes die Mannheimer Hängebauschweine ein, Teilniederflurig und quasi unkaputtbar, bis auf den Rost. Dann wäre eine Möglichkeit die Kt4 ähnlich wie die in Schöneiche-Rüdersdorf zu KTNF6 umzubauen. Immerhin hat die Stadt Gotha und die Gemeinde Gothe auf Grund der nach ihr benannten Gothawagen, die bis heute bei der Woltersdorfer Straßenbahn, der Naumburger Straßenbahn und der Kirnitztalbahn zum Einsatz kommen ein historisches Erbe zu bewahren.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 28.10.16 21:54

Die Mannheimer sind doch schon da, und mehr davon stehen nicht zur Verfügung. Grössere Investitionen in KT4D sind nicht mehr sinnvoll, dafür ist die Restnutzungsdauer zu kurz. Basel soll wohl demnächst Sechsachser mit Niederflurmittelteil ausmustern (ähnlich den KT4D-Umbauten). Alle solche Optionen würden aber zwangsläufig zu eher zu grossen Wagen führen. Niederflurwagen in KT4D-Grösse stehen auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung. Vielleicht kann man sich dann doch mal zum Neukauf entschliessen.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 28.10.16 22:42

kaufhalle schrieb:
Vielleicht kann man sich dann doch mal zum Neukauf entschliessen.

Es wird interessant, denn das Unternehmen muss bewerten, welche Risiken der Kauf von Gebrauchtfahrzeugen birgt und was am Ende betriebswirtschaftlich sinnvoll ist. Die Finanzmöglichkeiten sind in Goth ja wohl eher so wie in manch osteuropäischen Betrieben, welche mit Gebrauchtfahrzeugen ja ganz zufrieden sind. Nun steht man im Gebrauchtmarkt vor dem Bruch im Fahrzeugbau hin zum Niederflurzug und deren Schwächen zumindest bei den ersten Konstruktionen. Ob aktuelle nachhaltiger sind, werden wir ja erst in ein paar Jahren sehen.

Die Fahrzeuge der ersten NF-Generation, die im Ruhrgebiet auf Meterspur außer Dienst gehen, gehen ja nicht ohne Grund außer Dienst. Eine kostengünstige Nachnutzung dürfte illusorisch sein.

Von daher werden die Entscheidungen in Gotha sicher nicht ganz einfach werden.

Und wenn man wollte...

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 28.10.16 22:47

...würde man sicher auch noch Niederflurteile in die KT4D setzen können, ein Konstruktionsgrundlagen sind vorhanden - man müsste die KT4D gleichzeitig analog Cottbus zur Langläufern machen und wesentlich in die Fahrzeuge investieren. Und am Ende sehen, was bei einer Kosten-/Nutzungsrechnung bei rauskommt.

Oder eben Mittel für Neufahrzeuge suchen und alles auf einmal umstellen.

KTNF6 für Gotha

geschrieben von: timme

Datum: 28.10.16 23:08

Dir ist schon klar, daß die Cottbuser Fahrzeuge eigentlich überhaubt nichts mehr mit den originalen KT4 zu tun haben außer der Blechhülle (und nichtmal das, da die Front verändert wurde wegen der Scheinwerfer)? Andere Drehgestelle, neu gewickelte Motoren, komplett andere Innenausstattung, neue Türen, neue Elektrik und Elektronik. Ich kann mir kaum Vorstellen, daß das rentabel sein soll.
Anders würde das sicher bei Kleinstbetrieben aussehen, wo die eigene Werstatt so ein Umbau für vielleicht maximal drei Fahrzeuge selbst vornehmen kann (und dabei keinen Zeitdruck hat, weil genügend andere Fahrzeuge für den Linienverkehr parat stehen). Aber selbst das ist sicher eher unter "sportlich" zu vermerken.
Wäre dem so, hätte Schöneiche sicher selbst KTNF6 gebaut...

Re: KTNF6 für Gotha

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 29.10.16 01:01

timme schrieb:
Dir ist schon klar, daß die Cottbuser Fahrzeuge eigentlich überhaubt nichts mehr mit den originalen KT4 zu tun haben außer der Blechhülle (und nichtmal das, da die Front verändert wurde wegen der Scheinwerfer)?

Sicher, nichts anderes meinte ich ja. Hier wäre betriebswirtschaftlich zu untersuchen, wie Kosten und Nutzen in Relation stehen - und was die Haushaltslage hergbit. Wenn am Ende der Bewertung ein Plus bei rauskommt, warum sollte man dieses nicht tun?

Als Beispiel werden aktuell 10 DT3 für Hamburgs U-Bahn für eine geplante Nutzungsdauer von 10 Jahren ertüchtigt, bei dem durchgeführten Aufwand würden die Fahrzeuge auch locker noch 20 Jahre durchhalten. Und die Fahrzeuge sind schon rund 46 Jahre alt!

Wenn die Gesamtrechnung stimmt, geht alles.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Der 1bügler

Datum: 29.10.16 09:51

Rein gefühlsmäßig könnte ich mir aber die "abgefahrenen" Nf6 aus Bochum in Gotha vorstellen, dort dürften die ja nicht so geschrubbt werden wie im Ruhrgebiet und dann doch noch ne Weile halten. Die Heidelberger Gt6 haben in Schöneiche ja auch ein eher geruhsames Leben, weit weg vom Großstadtgetümmel.

http://s1.directupload.net/images/140414/ukfaan2k.jpg

Wat ei wrait ßer ebav is friee from ße liver away.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: KT4D-Freak

Datum: 29.10.16 10:43

Der 1bügler schrieb:
Rein gefühlsmäßig könnte ich mir aber die "abgefahrenen" Nf6 aus Bochum in Gotha vorstellen, dort dürften die ja nicht so geschrubbt werden wie im Ruhrgebiet und dann doch noch ne Weile halten. Die Heidelberger Gt6 haben in Schöneiche ja auch ein eher geruhsames Leben, weit weg vom Großstadtgetümmel.

Ich finde es schon eigenartig, wie die Belastung eines Fahrzeugs hier von Amateuren wahrgenommen wird: Die Bochumer MGT6D hatten zuletzt massive Probleme mit den EEF und waren bis zu einer Sanierung auf 30 km/h begrenzt. Nach der Sanierung haben sie eine 50 km/h-Freigabe. 50km/h max sind aber weder für die SRS noch für die TWSB brauchbar, damit wären die aktuellen Fahrpläne nicht einzuhalten.

Re: [GTH] Steinbrück-Antrag abgeschmettert

geschrieben von: Ronny Quaß

Datum: 29.10.16 11:08

Hallo Leute,

wie gesagt zum Thema Niederflur zu gegebener Zeit. Die Infos kommen dann, wenn soweit ist, ihr wisst, wir lassen Euch nicht hängen! Ebenso zu der interessanten Entwicklung zum Thema Förderung an unseren Verein!

VG Ronny



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:10:29:11:11:41.

Schön und leider.

geschrieben von: Streckenbauer

Datum: 29.10.16 13:36

Hallo Zusammen,

als Schienenfreund finde ich das Gut, langfristig dann noch neue Fahrzeuge, so a la NF6 wie in Düsseldorf oder ähnliches und man hat ein Moderne Betrieb.
Auch kann man ein Straßenbahn ohne großen Aufwand direkt über Solarstrom / Windstrom versorgen, bei Bussen ist das doch sehr Aufwendig und bei weitem nicht Serienreif

ABER:

Besser wäre es gewesen der Antrag wäre durch gekommen, und zwar aus folgenden Gründen:
1) Der Mündige Bürger bekommt das was er in den letzten Jahren ab Schröder gewählt hat, Neoliberalismus wo es nur geht. Gewinne Privatisieren, Verloste beim Steuerzahler abladen
2) Es gibt kein Wirklich Gesetzliche Vorrangstellung des Schienenverkehrs, ein solcher Präzedenzfall hätte Schule gemacht und dann vielleicht Langfrist zu ein Umsteuern der Gesetzesvorgaben geführt.
3) Einsparen ist leider mit Hinblick auf andere Kosten (Flüchtlinge, Banker-Boni Stützung, Krieg in Auftrag der USA in Arabien, Diäten/Pensionen der Abgeordneten und Beamten, GEZ-Propagandagebühren etc.)
notwendig, sonst hat der Normale Mensch bald nichts mehr auf dem Konto.

mfg

Streckenbauer

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