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bitte löschen (Inhalt entfernt) (o.w.T)

geschrieben von: Daniel Möschke

Datum: 19.10.15 19:45

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:04:24:11:24:32.
Danke für das Lüften des (lange geschlossenen) Schleiers (=wie geil ist das denn);)

Von diesen Fahrzeugen, es scheint so ein verlängerter Tatra-T6-Verschnitt zu sein, sahen wir in Pyöngyang ein kürzeres Exemplar als Arbeitswagen. Müsste das Dia mal scannen.

In Pyöngyang sind solche Fahrzeuge aber gemäß einer alten BS-Ausgabe als "KT4D-Verschnitt" auch mit zwei zusammengeschweissten Kastenhälften gefahren und waren plötzlich weg - sind aber offensichtlich nicht, wie von mir vermutet - in Chongjin gelandet. Ob sich hier eine weitere geheimnisvolle Geschichte verbirgt? Gibt es einen dritten Straßenbahnbetrieb, oder fahren die als überdimensionierter O-Bus irgendwo herum...? ;-)
Danke dafür! Große klasse, ebenso deine YouTube Videos. Daumen hoch.

Antworten:

geschrieben von: Daniel Möschke

Datum: 22.10.15 17:23

Hallo Ihr beiden,
Vielen Dank für das Feedback und Entschuldigung für die verzögerte Antwort! http://qopt.org/pasha/smiles/smiles1/wink.gif

@ Patrick Rudin:
Ach so geheimnisvoll war dieser Schleier eigentlich garnicht!
Die Fahrzeuge haben in Chongjin wie auch die Chinawagen (alias "KT4K") nichts mit den Tatrawagen gemeinsam.
Ähnlichkeiten sind zwar vorhanden, doch dies ist wohl der primitiven Bauweise geschuldet! Ein T6 kommt da schon recht nahe hin... :-)

Über den verkürzten Arbeitswagen in Pyongyang wäre ich interessiert!
In den bisher besuchten Depots konnte dieser nicht gesichtet werden, eine Existenz wäe mir wirklich neu!
Würde mich über diesen Diascan sehr freuen, sodass wir da vlt. noch etwas lüften können! ;-)

Die chinesischen Gelenkwagen für Pyongyang wurden z.T. nachträglich zusammengesetzt und auf das Gelenk verzichtet!
Größte Probleme waren in den Achsen zu finden, zusammen mit der Gelenkmechanik war es aber nicht die ideale Konstruktion!
Das die Wgen aus der Hauptstadt nicht nach Chongjin abgegeben wurden, konnten wir im Dezember 2011 klären!
Dazu wird noch ein Beitrag von mir mit der Gesamtgeschichte folgen, insofern Interesse?
Alle Wagenkästen waren auch weiterhin in Pyongyang zu finden, bzw. sind es noch heute! :-)


@ Weißer Hirsch:
Gern geschehen! :-)
Vielen Dank für die Videobeurteilung!


@ PN:
Antworten werden bis zum Wochenende folgen!


Mit freundlichen Grüßen,
Daniel

Re: Antworten:

geschrieben von: sepruecom

Datum: 24.10.15 04:35

>> Dazu wird noch ein Beitrag von mir mit der Gesamtgeschichte folgen, insofern Interesse?

Interesse bekundet ;-)

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: Antworten:

geschrieben von: Der Ungläubige Thomas

Datum: 24.10.15 15:26

In den Seitenaufnahmen beider Umbauwagen erkennt man, dass die jeweils mittleren Fenster der türlosen Seite ca. 10 cm kürzer sind als die übrigen des Fahrgastraumes. An dieser Stelle waren bei den zusammen- bzw. festgelegten KT4- Nachbauten die beiden "kleinen" Fenster (vormals die neben dem Gelenk) gewesen.
Die Fahrzeuge in Pyöngyang wiesen auch nach dem Umbau vier Türen auf, unterbrochen von 2 Fenstern, KT4-typisches Raster; die in Chongjin drei, unterbrochen von drei Fenstern; die mittlere Tür läge direkt auf Höhe des ehemaligen Gelenkes. Da der KT4 im Gelenk weitgehend frei ist von vertikalen Biegemomenten, kann man das mit dem "grossen Loch in der Mitte" natürlich machen, Fenstersegmente aus einem weiteren Spenderwagenkasten zur Vergrösserung der Fahrgasträume nehmen. Aus 50 Originalwagen mach 25 Totalumbauten? Auch ich glaube eher nicht daran.

Die Fronten der Pyöngyang- Vierachser wichen deutlich von denen eines T6 und von denen in Chongjin ab, vor allem in der Gestaltung der Ecksäulen des Führerhauses mit dem "schrägen" Knick. Das Ändern der Mittelfenster ist das eine, das Ändern der Fronten das andere - tut man nicht ohne Not. Die Länge kommt m.E. hin, der Rest schaut nach zumindest neuem Aufbau aus.

Möglich wäre derselbe Hersteller, der die Erfahrungen mit den Wagen in Pyöngyang ausgewertet hatte. Die Fahrzeuge stammten vom Obuswerk Shenfeng in Shenyang. Das ist eigentlich seit den frühen 1990er Jahren auch so berichtet worden, auch in Ivo Köhlers KT4-Buch Seite 169. Das Werk ist ansonsten nicht weiter mit neuen chinesischen Strassenbahn-Konstruktionen seit 1985 aufgefallen.

Die Konstruktionsprinzipien eines O-Busses weichen doch von denen einer Strassenbahn etwas ab - es sei denn, man lässt die Strassenbahn bereits von einem O-Bus-Werk herstellen. Für den Umbau-O-Bus hätte man demnach je ein Segment mit Endfenster des Fahrgastraumes und Wagenbug/heck komplett entfernen müssen, um dann neue Wagenfronten anzupassen; das "kürzere" Mittelfenster würde dann nur mehr von beiderseits drei statt vier Fenstern flankiert. Wie "passt" das Seitenwandraster der Türseite der O-Busse? M.E. nicht so offensichtlich.

Meines Erachtens hat man die Kastensegmente der überzähligen Tw allenfalls nach diesem Raster auseinandergenommen und an ein O-Bus-Untergestell mit seinen völlig anderen Stützpunktlagen angepasst, Tür- und Fensterseiten separat (sonst würde beim O-Bus die Hecktür nicht reinpassen). Der kürzere Kasten kann die geänderten Biegebeanspruchungen dann auch leichter aufnehmen, denn der hintere Stützpunkt (nunmehr die Hinterachse) ist gegenüber der Drehgestellmitte nach innen gerückt. Die Kästen machen in beiden Fällen einen ganz gut gerichteten Eindruck. Wenn, dann hat man in Lehrgerüsten gearbeitet.

Kann es evtl. sein, dass man die Fahrzeuge beim Hersteller hat mechanisch anpassen lassen? Oder der Auftrag nachträglich in dann halt O-Busse geändert wurde, was für den Hersteller leicht zu bewerkstelligen gewesen wäre?

Oder habt Ihr etliche überzählige "Reserve"-Drehgestelle oder Teile davon im Depot stehen sehen? Sowas gäbe man, erst Recht bei Rohstoffknappheit, nicht einfach in den Schrott.

Und persönliche Meinung: "Grosse Führer" sollte man m.E. immer in "Anführungszeichen" setzen. Sonst gerät das mitsamt dem Mummenschanz drumrum etwas in die Nähe von Olympia 1936 o.ä.. Aber das soll jeder halten wie er lustig ist. An einer technisch orientierten Darstellung des Unternehmens in DSO hätte ich aber durchaus Interesse.

Der Unglaeubige Thomas

Re: Antworten:

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 24.10.15 15:49

Moin,

Interesse schon, aber vielleicht ohne Mittig angebrachtes (c) um einen vermeindlichen Schutz gegen
Bilderklau zu haben?
Das geht auch am Rand oder seitlich ohne so penetrant zu sein und teilweise das anschauen des Bilder bzw.
der Details zu verhindern :)


Gruß

Eric

Re: Antworten:

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 25.10.15 01:28

Daniel Möschke schrieb:
-------------------------------------------------------

> Das die Wgen aus der Hauptstadt nicht nach
> Chongjin abgegeben wurden, konnten wir im Dezember
> 2011 klären!

Mir war das bis dato nicht bekannt.

> Dazu wird noch ein Beitrag von mir mit der
> Gesamtgeschichte folgen, insofern Interesse?

Oh ja.

> Alle Wagenkästen waren auch weiterhin in Pyongyang
> zu finden, bzw. sind es noch heute! :-)

Jetzt umso mehr Interesse;-).

Du hast Post.

Re: Antworten:

geschrieben von: Der kleine ICE

Datum: 28.10.15 21:42

Einfach der Wahnsinn. Danke fürs mitnehmen

Wir müssen lernen, keine Angst zu haben und zu einem Geist der Hoffnung und Zuversicht zurückzufinden (hl. Papst Johannes Paul II)