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[B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: r88

Datum: 27.09.09 20:59

... ohne Prellbock, Signal, Kiesbett oder gergleichen? Einfach Aufhören?

alex1.jpg

So siehts an der Nordseit des Bahnhof Alexanderplatz aus.

Dreht man sich um 180 grad, erblickt man dieses

alex2.jpg

Wundert mich, dass da noch keiner in den Asphalt gerumpelt ist.


Ich meine ... keine Tram!!

Nachtrag: Der Qualm auf dem ersten Bild kommt aus der Raucherecke von Bahnhof. Nicht das jemand hier was falsches vermutet.


// r88



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:27:21:00:57.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: exvestischer

Datum: 27.09.09 21:04

So was gibt es nicht nur in Berlin. Letzte Woche gab es hier in diesem Forum folgendes Bild:

http://img132.imageshack.us/img132/61/img003203sch1copy.jpg

auch in Dresden

geschrieben von: 143 967-8

Datum: 27.09.09 21:07

An den Gleisdreiecken Hugo-Bürkner-Straße und Käthe-Kollwitz-Platz enden die Gleise auch einfach so...

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!

Re: auch in Dresden

geschrieben von: KBS465fan

Datum: 27.09.09 21:12

ebenfalls in Bonn in der Quantiusstraße wo Planmäßig einige Fahrten der Linie 61 enden und dann per Gleisdreieck wieder zum Hauptbahnhof gelangen

In Düsseldorf ..

geschrieben von: 6091

Datum: 27.09.09 21:22

.. dürften die Gleise in dem Gleisdreieck in Hamm auch so enden. Bin mir aber nicht sicher. Da hier ja schon einige Beispiele nebst Berlin genannt wurden, ist diese Form des Gleisendes völlig rechtens, zumal auf dem berliner Bild an der Oberleitung ein Schild hängt, welches wohl zeigt: Achtung Oberleitung endet.

Ihr wisst wer ich bin ;-)

Fotos gucken? Hier -> [www.flickr.com]. Viel Spaß beim Stöbern ;)

http://www.imgbox.de/users/public/images/VkWmMnoxzk.JPG




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:27:21:30:24.

Re: In Düsseldorf ..

geschrieben von: Eumelhausen

Datum: 27.09.09 21:29

Ist auch nicht an der Oberleitung eine SH 2 Scheibe?

Re: In Düsseldorf ..

geschrieben von: Fritz the Cat

Datum: 27.09.09 21:29

wo ischs ProbleM??

Die Fahrer kennen doch die Strecke, also wissen die, wo ende ist (sein müsste^^)

Re: In Düsseldorf ..

geschrieben von: Eumelhausen

Datum: 27.09.09 21:33

Fritz the Cat schrieb:
-------------------------------------------------------
> wo ischs ProbleM??
>
> Die Fahrer kennen doch die Strecke, also wissen
> die, wo ende ist (sein müsste^^)


Eig schon aber du brauchst nur ins Rutschen kommen und dies geht schnell bei NGT´s

Re: In Düsseldorf ..

geschrieben von: Statistiker

Datum: 27.09.09 21:48

Dann besser nur "im Dreck" als vorm Prellbock

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: falk

Datum: 27.09.09 21:51

Bei allen Leipziger Gleisenden im Straßenraum sieht das so aus. Gelegentlich, besser gesagt, sehr selten, rutscht mal ein Zug drüber. Am (ehemaligen) Gleisdreieck in Gundorf sah man das, solange ich mich überhaupt erinnern kann (so etwa ab 1966), im Straßenbelag. Der vermutliche Pullmanwagen ist so etwa eine Länge zu weit gefahren.
Angeschraubte oder -geschweißte Anschläge bringen nicht viel, schon bei geringer Geschwindigkeit läuft ein Fahrzeug drüber. Prellböcke sind nicht so richtig Verkehrsraumkompatibel, außerdem müssten es Bremsprellböcke sein, feste werden sehr schnell rausgerissen. Mach das mal bei eingedecktem Oberbau.
Selbstverständlich hängt in solchen Fällen eine Sh-2-Scheibe an der Fahrleitung.

Falk

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: Fassetta-Dompteur

Datum: 27.09.09 21:53

Das sind halt alles Straßenbahnen, fahren also auf der Straße und sind nicht alleiniger Nutzer dieser Straßen. Die Auto-/Radfahrer würden sich schön bedanken wenn da ein Prellbock auf der Straße stehen würde.

So wie es aussieht sind es außerdem Haltestellenbereiche, da fährt jeder wohlerzogene Straßenbahnfahrer ohnehin mit mäßiger Geschwindigkeit, Strom gibts auch keinen mehr (gibt es eventuell sogar eine Zwangsbremsung bei der Bahn wenn der Strom weg ist?) - also wo soll die Bahn groß hin.
Bei den Autos werden an roten Ampeln ja auch keine Prellböcke aus der Fahrbahn geklappt.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 27.09.09 23:15

"Bei den Autos werden an roten Ampeln ja auch keine Prellböcke aus der Fahrbahn geklappt."

Das wäre doch mal ein Beitrag zur Verkehrserziehung, insbesondere vor Bahnübergängen, dass darauf noch keiner gekommen ist? ... Oder Krallen, die bei mehr als 20 km/h am Bahnübergang die Reifen aufschlitzen, schließlich hat ein Autofahrer vor kaputten Reifen mehr Angst als vor einem Zug ...

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: r88

Datum: 27.09.09 23:24

gekrallt wird in Österreich, wer falschrum auf die Autostrada geistert ...

********************************

[rottenrails.wordpress.com]

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: Innenring

Datum: 27.09.09 23:58

Nur doof wenn dann wirklich mal die Bremsen versagen ;)

Ich finde es auch ziemlich kurios, da ja jederzeit mal was passieren könnte...

...und in Köln

geschrieben von: mc71de

Datum: 28.09.09 00:05

Genauer gesagt *gab* es das in Köln öfter.

Zum einen am Neumarkt, Nordseite, Abstellgleis bis zum Bau der 35-cm-Bahnsteige; dieses endete an einem simplen SH2, wobei die Schienen weiterliefen und mittendrin eine Reihe Poller wuchs. Ursprünglich war das mal die Zufahrt für Züge aus Richtung Rudolfpplatz direkt auf die Nordseite gewesen.

Zum anderen die alten Abstellgleise vor der Messe, dort lag noch ein kurzes Stück der Strecke an KHD vorbei nach Mülheim im Straßenraum und diente zur bereitstellng von Sonderzügen für die 'Lachende Sporthalle'. Dort gab es die an anderer Stelle genannten aufgeschweißten Stopper, SH2-Tafeln hingen IIRC irgendwo in der Oberleitung oder an den Abspannmasten. Die hätten im Zweifel aber auch nix genützt.

Ähnlich sah es mit dem ex-Innengleis der (inzwischen) Ex-Wendeschleife Zollstock aus: Einseitig gekappt, SH2 reingepiekst, fertig.

Zugegeben, alle Stellen sind seit Jahren Geschichte, und alle Gleise wurden im Jahr wenns hoch kommt ein halbes Dutzend Mal benutzt.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: Reinhard Greulich

Datum: 28.09.09 01:01

Innenring schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nur doof wenn dann wirklich mal die Bremsen
> versagen ;)
>
> Ich finde es auch ziemlich kurios, da ja jederzeit
> mal was passieren könnte...

... weil es ja auch so oft vorkommt, dass bei Straßenbahnen "die Bremsen versagen", oder worauf willst Du jetzt hinaus? Da könnte ich mir aber weitaus gefährlichere Situationen vorstellen, wenn das so wäre.

Gruß - Reinhard.

Re: In Düsseldorf ..

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.09.09 03:48

Eumelhausen schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ist auch nicht an der Oberleitung eine SH 2
> Scheibe?

In D-Hamm nicht, nein. Wozu auch, dass Gleisende sieht man ja sowieso. Es sind aber Haltenägel angebracht, in der Oberleitung hängt nur das Schild, dass selbige dort ebenfalls endet. Früher gab's in D weitaus mehr Stellen, wo die Gleise einfach endeten und mir ist nicht bekannt, dass jemals ein Zug weiter gerollt wäre (auch im Asphalt bzw. im Pflaster gab es da keinerlei Spuren). Prellböcke braucht man nur in DO, dort enden die Gleise zwar auch in schöner Regelmässigkeit mitten in der Straße, aber da dort kein Gleisabschluß angebracht werden kann, knickt das Gleis zum Gehweg hin ab und dort befindet sich dann der Prellbock. Der Gleisbogen zum Bock hin wird aber eigentlich nie befahren, außer man hat sich verbremst.

.

geschrieben von: 6083

Datum: 28.09.09 05:47

.

Gruß
Christian





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:10:14:09:54:05.

Re: "...erblickt man dieses"

geschrieben von: 101-006

Datum: 28.09.09 07:48

Hallo!

In Karlsruhe an der alten Endstelle Knielingen sieht man noch heute im Pflaster Spuren, wo ein Tw. mal zu weit rausfuhr. Also muß auch dort das Gleisende so ausgesehen haben!

Viele Grüße aus Karlsruhe!

Re: auch in Dresden und einst Chemnitz

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 28.09.09 08:26

Guten Tag,

143 967-8 schrieb:
-------------------------------------------------------
> An den Gleisdreiecken Hugo-Bürkner-Straße und
> Käthe-Kollwitz-Platz enden die Gleise auch einfach
> so...

und auch in Tolkewitz und einst in der Hirschfelder Straße und am Alaunplatz. Auch Chemnitz-Bernsdorf (Ulbrichtstraße) und Schönau/Industriewerke (Guerickestraße) endeten so. Speziell beim letzteren gab es deutliche Spuren im Straßenpflaster, daß öfter mal zu weit gefahren worden ist.

Es ist die beste Lösung, denn ein Prellbock mitten auf der Straße würde häufig zu Unfällen anderer Verkehrsteilnehmer führen.
Aber auch für eine zu weit fahrende Bahn ist es viel besser so: Da entsteht allenfalls ein kleiner Schaden an den Spurkränzen. Man kann den Wagen von einer befestigten Straße aus auch recht einfach wieder eingleisen. Beim Aufprall auf einen Prellbock könnte viel mehr kaputtgehen.

Die Gefahr eines Bremsversagens an dieser Stelle ist nicht höher als anderswo, und die Folgen sind hier weit weniger gefährlich als bei Fahrt auf freier Strecke mit hoher Geschwindigkeit. Früher wurde dennoch öfter mal zu weit gefahren, insbesondere beim Rückstoßen in Gleisdreiecke. Das lag an der Rangiertechnologie: Ältere Beiwagen und ER-Triebwagen hatten keine Rückfahrschalter. Da mußte hinten ein Rangierer stehen und den Fahrer mittels Trillerpfeife, Handzeichen oder OS-Signal "steuern". Dabei kam es schon mal vor, daß sich jemand verschätzte oder ein Mißverständnis auftrat. Beim Rangieren wird aber langsam gefahren, sodaß dabei normalerweise nichts wirklich schlimmes passiert.

Grüße
Jan B.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.09.09 09:06

NVB schrieb:
-------------------------------------------------------
> "Bei den Autos werden an roten Ampeln ja auch
> keine Prellböcke aus der Fahrbahn geklappt."
>
> Das wäre doch mal ein Beitrag zur
> Verkehrserziehung, insbesondere vor
> Bahnübergängen, dass darauf noch keiner gekommen
> ist? ...

Das gibt es in Russland.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: AFu

Datum: 28.09.09 09:37

Hallole,

im SHB-Museum wurde auch erzählt, dass es früher wohl so Endstellen in Stuttgart gegeben hat, und der Triebwagen komplett die Schienen verlassen hat.
Es wird dann erzählt, dass es richte, einfach Wasser auf die Straße zu kippen, also unter die Bahn und auf die Schienen, dass eine Stromrückführung möglich war, und die Bahn dann selber wieder ins Gleis zurück fahren konnte.

Grüßle
AFu

http://www.ssb-linien.de/dso/3320-Front-DSO.jpg
----------------------------------------------------
Stuttgarts Straßen- und Stadtbahnlinien
im Internet: [www.ssb-linien.de]
Bahnforum Stuttgart:
[www.bahnforum-s.de]
----------------------------------------------------

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.09.09 09:59

"... einfach Wasser auf die Straße zu kippen, also unter die Bahn und auf die Schienen, dass eine Stromrückführung möglich war, ..."

Die Geschichte ist tatsächlich wahr, allerdings wurde vorher jede Menge Streusalz im Wasser aufgelöst, sonst hätte die Leitfähigkeit des Wasser nicht ausgereicht ...

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: coppy

Datum: 28.09.09 10:26

falk schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bei allen Leipziger Gleisenden im Straßenraum
> sieht das so aus. Gelegentlich, besser gesagt,
> sehr selten, rutscht mal ein Zug drüber. ....

Ist nicht ganz exakt so. Gemäß der Aussage älterer Straßenbahner wurden früher ganz gern mal ein oder mehrere Beiwagen hinten rausgeschoben, wenn der Platz nicht reichte. Hier mal ein Bild von der ehemaligen Endstelle in Leipzig-Engelsdorf. Die Spuren im Pflaster sind deutlich länger als eine Wagenlänge.

http://www.coppy.de/forum/engelsdorf.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:28:10:28:40.

Ja, Strabaschienen dürfen so enden.

geschrieben von: Wahldresdner

Datum: 28.09.09 12:29

Es ist schließlich eine Straßen- und keine Eisenbahn, die BOStrab ist da weniger anspruchsvoll. Nötig ist lediglich ein entsprechendes Signal, bestehend aus einer roten rechteckigen Scheibe mit weißem Rand (auch als Sh2-Tafel bekannt).

Viele Grüße,
Wahldresdner

--
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: westring

Datum: 28.09.09 13:52

Genau. Hier gibt es auch ein Bild davon [www.drehscheibe-foren.de]. Das ist in Russland seit einiger Zeit nichts ungewöhnliches mehr.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: Florian Schulz

Datum: 28.09.09 16:18

r88 schrieb:
-------------------------------------------------------
> ... ohne Prellbock, Signal, Kiesbett oder
> gergleichen? Einfach Aufhören?

"Signal" stimmt nicht. Am Ende der Oberleitung hängt vorschriftsmäßig eine Sh2-Tafel. Die Einfahrtgeschwindigkeit ist zusätzlich auf 10 km/h vermindert, wie auch auf einem deier Fotos erkennbar (man sieht die Rückseite der Tafel an der Oberleitung).

Ansonsten, wo ist das Problem. Dann rollert der Wagen eben weiter :-) So muss es auch am einstigen Gleisdreieck in der Karolinenhofer Schappachstraße mal gelegentlich vorgekommen sein:

http://www.bliverbau.de/berlin/tram/karolinenhof/4.jpg

Viele Grüße
Florian Schulz

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.09.09 21:44

westring schrieb:
-------------------------------------------------------
> Genau. Hier gibt es auch ein Bild davon
> [www.drehscheibe-foren.de]
> 223431,4223431#msg-4223431. Das ist in Russland
> seit einiger Zeit nichts ungewöhnliches mehr.

Genau das meine ich, warum ist man in Deutschland noch nicht auf die Idee gekommen?

Karolinenhofer Schappachstraße

geschrieben von: HLeo

Datum: 28.09.09 22:01

Komisch. 35 Jahre mit dem *duck, psst* Auto mit West-Kennzeichen *schäm* drüber hinweggefahren und nichts dabei gedacht.

Was lernen wir daraus? --> Wo ist das Problem? In Köln in der Flandrischen Straße war es auch so. Und an vielen anderen Stellen in Deutschland war es auch so.

Und jetzt etwas ernster: Mir ist kein BOStrab-Paragraph bekannt, der das (für bestehende Anlagen) verbietet.

Re: Karolinenhofer Schappachstraße

geschrieben von: Nemo

Datum: 28.09.09 22:17

ich würde vermuten, dass ein Anhänger, der das Gleis verlässt dann unter die StVZO fällt. Für den Straßenverkehr haben die Dinger aber keine Zulassung (Nummernschild fehlt).

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:28:22:18:07.

Verdammt! Nicht dran gedacht.

geschrieben von: HLeo

Datum: 28.09.09 22:43

Das wirft natürlich alles um. Wir sollten ein neues Forum aufmachen.

Die üblichen ;-) ;-) ;-)

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: falk

Datum: 29.09.09 04:53

Hier mal ein Bild von der ehemaligen Endstelle in Leipzig-Engelsdorf. Die Spuren im Pflaster sind deutlich länger als eine Wagenlänge.

In Gundorf sah es so ähnnlich aus, nur war dort Asphalt. An beiden Endpunkten fuhren aber die Züge mit dem Triebwagen voraus in das im Straßenverlauf liegende Stumpfgleis und wurden dann »ins Grüne« zurückgedrückt. Du kannst also sicher sein, dass in Engelsdorf keine Beiwagen über das Streckenende geschoben wurden. Hier haben sich eindeutig Kutscher verbremst. Es wird wohl nachts passiert sein, aller Wahrscheinlichkeit im letzten Krieg während der Verdunkelung. Gerade in Engelsdorf ist das Gleisende sehr unmarkant. Im Zeitalter der Zweiachser war das vermutlich kein Drama, der nächste Zug wird geholfen haben. Er war sicherlich vor dem Hilfsgerätewagen am Ort des Geschehens.

Falk

Re: ...und in Köln

geschrieben von: Val

Datum: 29.09.09 10:55

mc71de schrieb:
-------------------------------------------------------
> Genauer gesagt *gab* es das in Köln öfter.
>
> [...]
>
> Zugegeben, alle Stellen sind seit Jahren
> Geschichte, und alle Gleise wurden im Jahr wenns
> hoch kommt ein halbes Dutzend Mal benutzt.

Endet das Abstellgleis am Barbarossaplatz nicht auch auf diese Weise?

Gruß,

Val




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:29:10:55:46.

Barbarossaplatz

geschrieben von: HLeo

Datum: 29.09.09 12:32

Ich erinnere mich an Prellböcke. Dahinter steht/stand das ehemalige Bahnhofsgebäude.
Aber in der Maastrichter Straße verliefen die Gleise im Sande äh im Pflaster.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: coppy

Datum: 29.09.09 19:02

falk schrieb:
> Du kannst also sicher sein, dass
> in Engelsdorf keine Beiwagen über das Streckenende
> geschoben wurden. Hier haben sich eindeutig
> Kutscher verbremst.
Das würde ich noch mal genau hinterfragen. Die Spuren erscheinen mir viel zu tief und auch zu lang, um an ein einmaliges Versehen zu glauben.
An die Richtung der Befahrung des Dreiecks habe ich aber zunächst nicht gedacht. Das Rausschieben kann der Folgezug übernommen haben. Wieder rein an den Zug geht, wenn ein 2. Triebwagen an der Endstelle ist. Ursprünglich war dort eine Kreuzungsweiche mit einem 2. Abstellgleis. Vielleicht hat man aber auch komplette Züge rausgeschoben, ich werde mich mal erkundigen.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: DBpbzfa766.5

Datum: 29.09.09 19:36

dett jibts doch och annem Nordbahnhof sone Stummel`S :D

wenn mich nicht alles täuscht istn Schild an der Oberleitung montiert und wenn nicht gibts dafür ne Extra Schulung un dich mein, in einer Straba Haltestelle Fährste ja nich gleich mit 60 Km/h weiter ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:05:06:01:48:06.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: 1418

Datum: 29.09.09 20:21

Hallo,
"falk" hat es ja bereits geschrieben: In Engelsdorf und Gundorf (Böhlitz-Ehrenberg) lagen die Triebwagen-Enden im Straßenraum, von einem (bewußten) Durchschieben von Beiwagen kann also keine Rede sein. Gleiches gilt auch für Wiederitzsch und Knautkleeberg.
Und selbst an Endstellen mit Gleisende auf der Beiwagenseite (Stummel Markkleeberg-West, Rückstoßgleis Eutritzsch-Markt) hat sicher niemand mit Absicht einen Beiwagen auf die Straße gestellt. Dafür hat keiner einen Rüffel (das hätte mit Sicherheit "rot" * gegeben) riskiert, falls der Wagen beim Zurückziehen einen anderen als den gewünschten Weg gewählt hätte.
Jedoch gab/gibt es an ausnahmslos allen Gleisenden im Straßenraum entsprechende Spuren unterschiedlicher Länge, welche sich aber auch über Jahrzehnte dort halten/gehalten haben.
Coppy, glaub nicht alles, was die Alten erzählen (das ist wie der Hunderttausendtonnen-Tisch in manchen Kantinen der Bahnbetriebswerke) ;-)
MfG 1418
* "rote Fahrerlaubnis": (befristeter) Entzug der Personenbeförderungs-Berechtigung, sprich Degradierung in den Betriebshof-Rangierdienst mit entsprechender finanzieller Rückstufung, Disziplinarmaßnahme zu DDR-Zeiten)
Daneben gab es noch "gelb", was wohl 6 oder 12 Monate Bewährung unter besonderer Beobachtung bedeutete.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: Florian Schulz

Datum: 29.09.09 21:09

DBpbzfa766.5 schrieb:
-------------------------------------------------------
> dett jibts doch och annem Nordbahnhof sone
> Stummel`S :D

Dort is allet in Butta mitm Metallbock samt rot anjemalta Blechtafel. Wennde da mit de Elektrische rübarollerst, haste wennde schnell jenuch warst, vielleicht dett Glück, daste dahinter inne Jleise der M8 bzw. 12 wieder ordnungsjemäß drinstehst :-)

http://www.bliverbau.de/sonstiges/dso/nordbf.jpg

Ville Jrüße aus dem Spreeathen
Florian Schulle





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:29:21:11:14.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: coppy

Datum: 30.09.09 09:45

So, ich habe nochmal nachgefragt, ein wenig anders ist die Sache schon:
Es gab zwei Fälle, in denen Wagen auf das Pflaster gerieten.
1. Der Zug hat das Bremsen tatsächlich nicht geschafft, was im Herbst schnell mal passierte.
2. Wenn ein Zug mit einem TW von Typ 22c mit Motoschaden am Dreieck ankam, gab es das Problem, dass es bei diesen Tw keine Möglichkeit gab den defekten Motor für die Rückwärtsfahrt abzuschalten. Daher musste ein zweiter Triebwagen den Zug soweit auf die Straße drücken, dass die Weiche frei wurde und der Zug in das Dreieck gezogen werden konnte.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: TOPCTEH

Datum: 30.09.09 13:35

falk schrieb:
-------------------------------------------------------
> Angeschraubte oder -geschweißte Anschläge bringen
> nicht viel, schon bei geringer Geschwindigkeit
> läuft ein Fahrzeug drüber. Prellböcke sind nicht
> so richtig Verkehrsraumkompatibel, außerdem
> müssten es Bremsprellböcke sein, feste werden sehr
> schnell rausgerissen. Mach das mal bei
> eingedecktem Oberbau.
In Stuttgart am Hölderlinplatz stehen IIRC zwei solche Prellböcke.

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: knuffelbaer

Datum: 01.10.09 21:37

Hallo
bei dem Bild würde ich sogar soweit gehen, und sagen, ob die Rillen in der Strasse nicht vielleicht auch dadurch entstehen können, wenn das Rillengleis unterm Asphalt weitergeht, und der Asphalt mit der Zeit alt wird, und nachgibt....

Grüße
Wolfgang

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: Florian Schulz

Datum: 01.10.09 21:40

knuffelbaer schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo
> bei dem Bild würde ich sogar soweit gehen, und
> sagen, ob die Rillen in der Strasse nicht
> vielleicht auch dadurch entstehen können, wenn das
> Rillengleis unterm Asphalt weitergeht, und der
> Asphalt mit der Zeit alt wird, und nachgibt....
>
> Grüße
> Wolfgang

In diesem Falle enden die Gleise tatsächlich dort wo sie enden (sauberer Schnitt an der Kante). Laut eigener Erfahrung sehen Asphalterhebungen bei etwaigen Glisresten, die unterm Belag versteckt sein könnten, in der Regel anders aus.

Viele Grüße
Florian Schulz

Re: In Düsseldorf ..

geschrieben von: Baertram

Datum: 01.10.09 22:22

Zitat:
Fritz the Cat

Die Fahrer kennen doch die Strecke, also wissen die, wo ende ist (sein müsste^^)

Und dennoch sind zwei R-Tw (oder gar mehr?) in Frankfurt am Main Schrott. Gut, der eine ging in Ginnheim auf den Prellbock und der andere war in Offenbach zu weit gefahren. Auch hier baute man einen Prellbock. Also, da lobe ich mir doch die Wendeschleifen.
Bei uns in Darmstadt hatten wir am Hauptbahnhof ein solches Abstellgleis. Damit meinte ich ich die Version, wo nur Schilder an der Oberleitung hängen (El 6 und Sh 2). Bei den Wendeschleifen Lichtenbergschule und Merck sind zwar jeweils ein Abstellgleis vorhanden, aber es komt relativ schnell gleich danach ein Zaun - Sie leigen nicht im öffentlichen Straßenraum. Außerdem werden diese Abstellgleise nur bei Rückwärtsfahrt angefahren

RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:10:01:22:23:07.

Re: In Bonn...

geschrieben von: Christoph L

Datum: 01.10.09 23:34

Auch in Bonn gibt es Probleme bei der Gestaltung von Gleisabschlüssen, wenn Niederfahrzeuge eingesetzt werden. Da die Bonner NF-Wagen im Gegensatz zu den B-Wagen keine starre Kupplung haben, sind die Schäden, die bei einem Aufprass auf einen Prellbock entstehen können, sehr massiv. Auch Hemmschuhe scheiden als Alternative aus, da unter dem Fahrzeugkopf technische Einrichtungen (z. B. Batterie) bei einem Anfahren beschädigt werden. Also hat man am Endpunkt der Linie 61 z. B. in den Stumpfgleisen Splitthaufen aufgeschüttet.

Gruß aus Bonn



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:10:01:23:35:10.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: falk

Datum: 02.10.09 05:23

Daher musste ein zweiter Triebwagen den Zug soweit auf die Straße drücken, dass die Weiche frei wurde und der Zug in das Dreieck gezogen werden konnte

Sicher? Immerhin, fast alle Pullmanwagen waren letztlich irgendwann 22c. Immerhin ist das die vorletzte Version mit 60kW-Einheitsmotoren. Erstaunlicherweise hat man die auf Einrichtungsbetrieb umgebauten Wagen und auch die Führerstände für sitzende Bedienung und dann mit Panoramascheibe sowie Stahlwagenkasten nicht mit einer eigenen Typenbezeichnung bedacht. Hatten ausgerechnet die häufigsten Wagen nicht die Möglichkeit, einen schadhaften Motor abzutrennen? Nicht zu übersehen, dass seit 1946 das zweite Gleis zwischen Apotheke und der Schule ausgebaut war. Die DKW im Gleisdreieck dürfte zur gleichen Zeit entfallen sein, man hätte ohnehin keinen Zug abstellen können. Beim Abziehen hätte man dann auch gleich zurückfahren können, weil eben das zweite Gleis nicht mehr vorhanden war. Es sei denn, die Weiche ins Gleisdreieck war nur eine nicht umstellbare Rückfallweiche. In Gundorf war der Stummel aber auf jeden Fall zu kurz für zwei Züge und die Spuren im Straßenpflaster entsprachen höchstens einer Länge.

Falk

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: 1418

Datum: 02.10.09 10:59

Hallo Falk,
Zitat:
Hatten ausgerechnet die häufigsten Wagen nicht die Möglichkeit, einen schadhaften Motor abzutrennen?
Die späteren Umbauten (mit Fahrschalter-Typ StNFB1) hatten die Möglichkeit, auch mit nur 1 Motor rückwärts zu fahren. Bei den ersten Umbauten (Fahrschaltertypen EF43 und OFCR102) gab es diese Möglichkeit eventuell nicht, diese ursprünglich für ZR-Wagen entwickelten Typen (da nutzt man für die Rückwärtsfahrt i.d.R. den Fahrschalter am anderen Fahrzeugende, daher reicht evtl. eine vereinfachte Steuerwalze mit einzelnen Motoren nur bei Vorwärtsfahrt) kenne ich nicht persönlich.
MfG 1418



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:10:02:11:01:16.

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 02.10.09 16:59

Sogar bei der U-Bahn gibt es Gleise ohne Gleisabschluss, alles kein Problem.

HK 1015 BwGru.jpg

So long

Mario

Re: In Bonn...

geschrieben von: mc71de

Datum: 05.10.09 02:23

Christoph L schrieb:
-------------------------------------------------------
> Auch in Bonn gibt es Probleme bei der Gestaltung
> von Gleisabschlüssen, wenn Niederfahrzeuge
> eingesetzt werden.

Sicher, daß sich hinter der Front nicht orgendwas Stabiles finden ließe? Siehe die Kölner Lösung mit federnd gelagertem Pufferteller in Gleismitte an Niederflur-Endstellen. Die geht ja auch nicht gegen die (weggeklappte und vom eher instabilen Frontvisier verdeckte) Kupplung.

Mitten auf die Fahrbahn stellen kann man die aber natürlich auch nicht ;o)

Natürlich...

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 06.10.09 21:02

mc71de schrieb:
-------------------------------------------------------

> Sicher, daß sich hinter der Front nicht orgendwas
> Stabiles finden ließe?

Vernünftige NF-Wagen haben da sogenannte Stoßverzehr-Elemente, die genau für solche Zwecke da sind. Man liest ja oft in technischen Beschreibungen: Bis zu Aufprallgeschwindigkeit von 6 km/h (oder ähnlicher Wert) entstehen keine bleibenden Schäden. (Außer an der Stoßstange oder dem Verkleidungsteil da unten, das ist eh Verschleißteil.)

> Siehe die Kölner Lösung mit
> federnd gelagertem Pufferteller in Gleismitte an
> Niederflur-Endstellen.

Dessen Lage genau auf das Prallelement im Wagen abgestimmt ist. Funktioniert natürlich nur bis zu einem bestimmten Tempo des aufprallenden Wagens; beliebig viel Energie kann diese "Pufferkombination" nicht aufnehmen. Siehe z.B. der überhaupt erste Unfall eines Jenaer NF-Wagens (inzwischen über 10 Jahre her), als ein nicht ganz ausgeschlafener Fahrer am frühen Morgen nach dem Ausrücken auf den Bremsprellbock in Lobeda-West rummste (und das halbe Wohngebiet weckte), dem Vernehmen nach war im Wagen dann in den Gelenkbereichen der Fußboden gewellt - diese Bereiche hatten letztlich die Energie aufgenommen. Die 6 km/h waren um ein Mehrfaches überschritten.

Gruß Thomas

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: BR 146

Datum: 09.10.09 18:57

Außerdem ist es doch viel sinnvoller, über den Asphalt zu holpern als am Prellbock kleben zu bleiben. Verursacht nämlich eine deutlich geringeren Schaden und wenn man den Platz zum ausholpern hat, wieso nicht?

~~ Wer schläft sündigt nicht. Wer vorher sündigt schläft besser ~~

Re: [B] dürfen Strabaschienen so enden?

geschrieben von: coppy

Datum: 13.10.09 14:09

1418 schrieb:
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> Coppy, glaub nicht alles, was die Alten erzählen
> (das ist wie der Hunderttausendtonnen-Tisch in
> manchen Kantinen der Bahnbetriebswerke) ;-)
Schon schlimm, wenn versucht wird einem solch einen Bären aufzubinden.
Ich habe mal den Umschalter eines StNFB1 fotografiert, bitte aber die schlechte Bildqualität nachzusehen.

http://www.coppy.de/forum/StNFB1.jpg