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Re: Frankfurt/Main & München

geschrieben von: dampf quax der pinguin

Datum: 17.09.07 22:57

Zitat:
In München habe ich eine Verbindung von der U-Bahn zur DB im Bereich der Haltestelle 'Frankfurter Ring' (welch ein Zufall) in Erinnerung. Ob diese Verbindungen noch Betriebsfähig sind kann ich insbesondere im Fall München nicht sagen.
Der Anschluß ist nicht am Frankfurter Ring in München, sondern zwischen den Haltestellen Studentenstadt und Freimann an der U6, und dürfte immer noch in Betrieb sein. (dürfte, weil gerade die Vorarbeiten zum Neubau der Autobahnbrücke "Tatzelwurm" beginnen.)

Ist schon eine "irre Konstruktion" dort: oben die Autobahn, in der Mitte der sog."Güternordring", darunter die U-Bahn.

Re: Magdeburg

geschrieben von: Ditmar

Datum: 18.09.07 01:49

Magdeburg hatte zuletzt eine Rampe an der Havelstraße. Das Gleis gehörte der Hafenbahn. Von dort konnten die Wagen direkt auf das MVB-Gleis gezogen werden.

Ditmar

Re: Bochum-Hamme - mit 2 Bildas aus Bogestra-Zeitung

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 18.09.07 02:26

Reinhard Schumacher schrieb:
-------------------------------------------------------
> Meines Wissens gab es in Bochum im Bauhof Hamme
> einen Gleisanschluß an den Bf. Bochum-Riemke.


aus den

http://freenet-homepage.de/Tf-Brocki.index.htm/Betriebsmitteilungen_Bogestra.jpg

http://freenet-homepage.de/Tf-Brocki.index.htm/TW_43_BO-Hamme.jpg

http://freenet-homepage.de/Tf-Brocki.index.htm/TW_46_abladen_BO-Hamme.jpg

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/doupf7tacdfkegfxkn8m17.gifGruss Folke B. von 🚃 Liniehttp://img5.fotos-hochladen.net/uploads/linie20seiten6fzsvnuget.jpg





Gera

geschrieben von: mige

Datum: 18.09.07 07:57

Die Geraer Straßenbahn hatte keinen eigenen Anschluss an das Normalspurgleisnetz der Bahn. Die Anlieferung der Fahrzeuge erfolgte über den Gleisanschluss der WEMA-Union (Werkzeugmaschinen-Union). Das Fabrikgelände besaß ebenfalls einen alten, noch erhaltenen Anschluß zur Straßenbahn (Gütertransport). Hier erfolgte die Umladung der Fahrzeuge vom Normalspurflachwagen auf Meterspurgleis.
Auf dem ehemaligen WEMA-Union Gelände befindet sich übrigens jetzt der neue Straßenbahnbetriebshof der GVB. Der Normalspurgleisanschluss wurde Mitte der Neunziger Jahre im Zuge der Sarnierungsmaßnahme durch die Bahn beseitigt. Die GVB wollte weder eine neue Weiche zum Betriebshof, noch deren jährliche Unterhaltung bezahlen. Bei der zu erwartenden Frequentierung dieser Verbindung sicherlich die richtige Entscheidung.
Die Frage lautete zwar "Anschluss an die DB", der Gleisanschluss ist meines Wissens auch erst zu DB-AG-Zeiten aufgelassen worden. Insofern dürfte die Antwort wohl auch akzeptiert werden.

Den früheren Anschluss der Geraer Straßenbahn an die Königlich Sächsiche Staatseisenbahn am Sächsischen Bahnhof (später Gera-Süd) zur Güterwagenverladung auf Rollböcke und den Anschluss an die Meterspurige Schmalpurbahn von Gera-Pforten nach Wuitz-Mumsdorf möchte ich hier auch kurz erwähnen.

Grüße

mige
Am Betriebshof Nalepastraße (Oberschöneweide) bestand eine Gleisverbindung zur sogenannten Bullenbahn (Anschlußbahn der Industriebetriebe in Oberschöneweide) und damit über Rummelsburg zur DR. Die E-Loks der Bullenbahn wurden im Bh. Nalepastraße gewartet. Im Gegenzug befuhren in den 80er Jahren Schlepptriebwagen der BVB mit Loren die Gleise der Bullenbahn um Materialtransporte u.a. für das Transformatorenwerk Oberspreee (TRO) nach Niederschönhausen über Straßenbahnstrecken durchzuführen. Damit die Räder der Straßebahnwagen in den größeren Herzstücken der Eisenbahnweichen nicht hängenblieben, wurden vorher Paßstücke eingelegt. Ich durfte selbst an so einer Fahrt teilnehmen habe aber leider keine Fotos gemacht <ärger!>.

Strausberger Eisenbahn

geschrieben von: topsi

Datum: 18.09.07 08:11

Die Strausberger Eisenbahn wurde bis vor wenigen Jahren nach EBO aber mit Straßenbahnfahrzeugen betrieben, gehört aber der vollständigkeit halber wohl trotzdem hierher! Zur Übergabe der Güterwagen gab (gibt?) es am Bahnhof Strausberg Vorstadt einen Anschluß zur DR/DB. Von dort wurden die Güterwagen mit E-Loks zu den Kunden befördert. Heute heißt die STE immer noch Eisenbahn, fährt aber nach BOStrab. Güterverkehr wird nicht mehr durchgeführt.

Nürnberg

geschrieben von: digitalbayer

Datum: 18.09.07 09:11

Nürnberg, solange die Werkstatt Muggenhof noch in Betrieb war
topsi schrieb:
-------------------------------------------------------
> Am Betriebshof Nalepastraße (Oberschöneweide) bestand eine Gleisverbindung zur sogenannten
> Bullenbahn (Anschlußbahn der Industriebetriebe in Oberschöneweide) und damit über Rummelsburg zur DR.

Die "Güterbahn Oberschöneweide" wurde 1890 von Grundbesitzern gegründet, um die Industrieansiedlung zu fördern. Sie wurde 1901 vom örtlichen Straßenbahnbetrieb (Berliner Ostbahn) übernommen und elektrifiziert. Nach Übernahme der Ostbahn durch die Berliner Straßenbahn 1920 gelangte die Bullenbahn schließlich zur BVG. Der ursprüngliche DR-Anschluss bestand zum Güterbahnhof am Bahnhof Schöneweide (Görlitzer Bahn), der wegen Zerstörung der Spreebrücken nach dem 2. Weltkrieg aufgegeben wurde.

> Die E-Loks der Bullenbahn wurden im Bh. Nalepastraße gewartet. Im Gegenzug befuhren in den
> 80er Jahren Schlepptriebwagen der BVB mit Loren die Gleise der Bullenbahn um Materialtransporte
> u.a. für das Transformatorenwerk Oberspreee (TRO) nach Niederschönhausen über Straßenbahnstrecken
> durchzuführen.

Zu dieser Zeit gehörte die Bullenbahn nicht mehr zur BVG/BVB, sie wurde 1969 dem Kraftverkehrskombinat (Autotrans) zugeschlagen.
Dennoch kam es sogar zu einer neuen Gleisverbindung am Blockdammweg, über die während einer monatelangen Netztrennung durch Gleisbauarbeiten in Karlshorst/Schöneweide Fahrzeuge zwischen den Teilnetzen ausgetauscht wurden und auch Überführungsfahrten vom und zum RAW erfolgten.

In der langen Geschichte des größten und ältesten deutschen Straßenbahnbetriebes bestanden eine Vielzahl von Gleisanschlüsse zur DR und zu Privatbahnen, beispielsweise zum ehemaligen Gleisbauhof in der Sellerstraße oder zur Osthavelländischen Kreisbahn (OHKB), über deren Gleise 1931 bis 1945 BVG-Straßenbahnwagen der Linie 120 sogar bis zum Bahnhof Hennigsdorf fuhren.

Heute hat die BVG nur noch einen einzigen Gleisanschluss zur DB am U-Bahnhof Wuhletal, über den erst gestern wieder zwei fabrikneue HK-Züge von Bombardier Hennigsdorf geliefert wurden. Das Bild ist aber noch vom vorigen Jahr, als die Hk-Serienlieferung begann.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/40/2510440/6239336161373566.jpg


So long
Mario

Re: Strausberger Eisenbahn

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 18.09.07 11:32

topsi schrieb:
-------------------------------------------------------
> Zur Übergabe der Güterwagen gab (gibt?) es am Bahnhof Strausberg Vorstadt einen Anschluß zur DR/DB.

Der Anschluss ist seit vorigem Jahr Geschichte. Wo früher Gütergleise waren, wurde ein Parkplatz gebaut. Damit können noch mehr Strausberger, statt mit der STE zur S-Bahn zu fahren, ihr Auto nehmen. So macht sich eine Bahn allmählich selbst überflüssig.

Bilder waren kürzlich hier [drehscheibe-online.ist-im-web.de] zu sehen.

Mario

Straßenbahn mit Gleisanschluß an die DB?

geschrieben von: Bobbel

Datum: 18.09.07 11:39

Die ehem. Reutlinger Sraßenbahn, vormals WEG, vormals Dampfstraßenbahn Eningen-Reutlingen, hatte am Reutlinger Südbahnhof (bis 05/1906 Hst. Eningen u.A./K.W.St.E.) eine Übergabestelle mit Rollbockgrube (Eßlingen, erhalten in Altensteig) um die Industriebetriebe in Pfullingen und Enigen mit der Straßenbahn bedienen zu können. Hierzu wurde im Jahre 1913 eigens eine BBC-Ellok beschafft, welche die Fabrikanschlüsse bediente.
Die Andienung über die Schiene endete ca. 1963.
Die Rollbockgrube wurde bis zum Ende der Reutlinger Straßenbahn am 19. Oktober 1974 als Freilagegleis benutzt.

Grüßle aus HONAU.
K.B.
Hallo,

wie der weiße bim schon schrieb, nutzte die Betriebsstrecke zum RAW teilweise die alte Strecke nach Oberspree, nämlich auf der Schnellerstraße zwischen Brückenstraße und Rudower Straße. Die frühere SL 92, die dort bis Anfang 1971 verkehrte, kam aus Richtung Treptow (überquerte also die Kreuzung Schnellerstraße / Brückenstraße annähernd geradlinig) und führte hinter der Rudower Straße weiter geradeaus über die Schnellerstraße. Kurz vor dem Bahnübergang der S-Bahnstrecke nach Spindlersfeld bog sie nach links in den Bruno-Bürgel-Weg ab, wo sich die Endstelle befand (müßte ungefähr in Höhe Ostendstraße gewesen sein).
Recht bald nach der Stillegung der SL 92, nämlich im Sommer 1973, wurde auch das restliche Treptower Netz stillgelegt, um Platz für die sechsspurige Schnellstraße (Am Treptower Park - Schnellerstraße - Grünauer Straße - Adlergestell) parallel zur Cottbusser Bahn zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Kreuzung Brückenstraße / Schnellerstraße / Grünauer Straße umgebaut und annähernd in ihren heutigen Zustand versetzt. Zu dieser Zeit müßte auch die neue Anbindung für die Betriebsstrecke in der Schnellerstraße aus Richtung Brückenstraße entstanden sein, die nun eingleisig um den Eingang des neu errichteten Fußgängertunnels herumführte. Die Treppe befindet sich nämlich mitten im früheren Gleisbereich der Schnellerstraße. Kurz vor der Britzer Straße wechselte die Strecke aus der Seiten- in die Mittellage und nutzte (ab hier wieder zweigleisig) die alten Gleise der SL 92. Kurz vor der Rudower Straße wurde die Strecke dann wieder eingleisig, um in einer engen Kurve nach rechts abzubiegen. Auf der Rudower Straße führte das Gleis in Mittellage bis unter die Brücke der S-Bahnstrecke nach Spindlersfeld, dahinter führte es nach rechts ins RAW-Gelände.
Nach dem Ende der Hauptuntersuchungen an Straßenbahnwagen im RAW Schöneweide im Jahre 1991 wurde die Strecke nicht mehr genutzt, blieb aber zunächst unangetastet. Um 1993 wurden dann die Fahrleitungen entfernt und später bei der Erneuerung der Brückenstraße auch die Weiche sowie der Gleiswechsel ausgebaut. Die Gleise in der Oberspreestraße verschwanden größtenteils bei der Straßensanierung vor einigen Jahren. Derzeit wird die eingleisige Strecke im Bereich der Kreuzung Spreestraße ausgebaut. Ein kurzes zweigleisiges Stück direkt auf und östlich der Kreuzung Britzer Straße sowie die Weiche westlich der Kreuzung sind aber im Moment noch unangetastet.

Eine weitere Gleisverbindung zwischen Berliner Straßenbahnnetz und DR bestand viele Jahre lang über die Industriebahn Schöneweide, die im Güterbahnhof Rummelsburg an das DR-Netz angeschlossen war. Die Gleisverbindung zur Strab bestand in Form eines Gleiswechsels auf der Nalepastraße, vor dem Betriebshof Schöneweide. Allerdings wäre die Überführung von Strab-Wagen auf diesem Weg recht umständlich gewesen, weil dafür ein "Kopfmachen" auf der Wilhelminenhofstraße erforderlich gewesen wäre. Nachdem um 1980 die "Hauptstrecke" der Industriebahn aus der Edison- und Rummelsburger Straße in die Nalepastraße verlegt wurde, konnte man auf direktem Wege vom Güterbahnhof Rummelsburg zum Betriebshof Schöneweide gelangen. Die Abladung neuer Wagen erfolgte aber meines Wissens stets im RAW. Trotzdem wurde auch die (mit 600 V Gleichspanung elektrifizierte) Industriebahnstrecke von Straßenbahnwagen befahren. Anfang der 80er-Jahre hatte man am Blockdammweg, wo die Industriebahn die Strecke der heutigen SL 21 kreuzte, eine eingleisige Verbindungskurve eingebaut. Während der Sanierung des Straßenzuges Treskowallee-Edisonstraße wurde diese für Überführungsfahrten genutzt, da sich die Gleisverbindung zum RAW Schöneweide ja im Inselnetz Schöneweide / Köpenick befand. Wagen der Betriebshöfe Lichtenberg, Weißensee und Niederschönhausen mußten somit auf dem Weg zur HU und von dort zurück über die Strecke der Industriebahn fahren. Nach der Stillegung der Industriebahn (ca. 1995) wurden bei der Sanierung der Wilhelminenhofstraße Ende der 90er-Jahre die Gleise auf der Wilhelminenhofstraße entfernt, auch die Gleisverbindung zur Strab vor dem Betriebshof Schöneweide. Die Weiche am Blockdammweg verschwand ebenfalls in den 90er-Jahren, die ehemalige Verbindungskurve ist aber, ebenso wie die "Hauptstrecke" der Industriebahn im Zuge des Hönower Wiesenweges und der Nalepastraße, noch gut zu erkennen.
Eine weitere mittelbare Gleisverbindung zur DR bestand über das U-Bahn-Netz. Von der seit 1989 bestehenden (noch heute genutzten) Übergabestelle am Bf. Wuhletal wurde weiter oben bereits berichtet. Eine Gleisverbindung zwischen U- und Straßenbahn wurde ungefähr zeitgleich in Friedrichsfelde bei der Erneuerung der Treskowallee anno 1988 errichtet. Sie führte in die U-Bahn-Betriebswerkstatt Friedrichsfelde und war straßenbahnseitig als Gleisdreieck südlich der Hst. Criegernweg angebunden. Ob dieses Gleisdreieck jemals für Fahrzeugüberführungen oder zum Wenden genutzt wurde, weiß ich nicht. Allerdings wurde bei der Auswechslung der Zielfilme aller Berliner Straßenbahnwagen anno 1992 auf die neuen Filme sogar das Ziel "Tierpark" gedruckt. Irgendwann in den 90er-Jahren wurde das Gleisdreieck dann ausgebaut.

Grüße vom ex-Berliner
Noch einmal zu Hannover:


Es gab nicht nur den Gleisanschluß in Rethen, sondern auch in Sehnde. Er verband den Bahnhof mit dem Bahnhof der Straßenbahn.
In Rethen war das Gleis Zufahrt zum Betriebshof, ein Teil der Strecke der Linien 11 und 21, sowie Anschlußgleis zu verschiedenen Anliegern und zur Eisenbahn. Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden dort Straßenbahnwagen verladen. Dann wurden die Gleisanlagen in Grasdorf abgetrennt und am Bauweg ein neuer Anschluß zur Hafenbahn erstellt.
Der erste Stadtbahnwagen (6001) wurde von Holztw 827 dort 1974 abgeholt.
Nach Fertigstellung des Anschlusses am Betriebshof Leinhausen wurde er vor einigen Jahren abgetrennt.
Gruß
Karsten

Re: Frankfurt/Main & München

geschrieben von: Totzi

Datum: 18.09.07 17:56

Danke für die Korrektur, wohne halt schon seit '81 in Rhein-Main. Bei der Gelegenheit fällt mir noch so eine Verbindung bei den Frankfurtern ein, und zwar in Oberursel geht es genaugenommen von der DB erstmal zu einer privaten Vorortbahn (die heutige U3) welche früher noch Güterverkehr hatte und meines Wissens nach EBO betrieben wird . In Frankfurt selber ist dann natürlich an mehreren Stellen eine Verbindung zwischen U-Bahn (pardon Stadtbahn) und der Straßenbahn. Über diese Verbindung wurden dereinst auch die ersten Stadtbahnwägen geliefert, und zwar auf eigenem Rad.

Gruß aus Florstadt
Andy

[DA] Ehemaliges Abladegleis Bismarckstraße / Kirschenallee

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 18.09.07 17:57

In Darmstadt gab es bis vor nicht allzu langer Zeit ein von der Strab in der Bismarckstraße abzweigendes Gleis, das in einem kurzen Stück Vierschienengleis mündete. Das Meterspurgleis war wohl schonmal um ein gutes Stück gekürzt worden, wie man an den immer noch vorhandenen Kleineisen erkennen kann.

Die Verbindung liegt noch, die Weiche im Straßenbahngleis ist aber inzwischen ausgebaut.

Bei Google überfährt just im Moment der Aufnahme Straßenbahnzug die ehemalige Weiche, der Gleisbogen ist aber schön zu erkennen: [maps.google.de]
Das Normalspurgleis geht noch weiter, kreuzt die Straßenbahngleise und führt dann ins (zum großen Teil ehemalige) Gelände der Firma Göbel.

EDIT: Ich habe hier mal wieder in meinem grenzenlosen Laientum Mist erzählt und wurde von unserem Darmstädter Straßenbahnsachverständigen entsprechend korrigiert (siehe unten). Die nicht durch Tatsachen belegbaren und falschen Passagen in diesem Posting habe ich daher gelöscht, um keine weitere Fehlinformation zu verbreiten.

Schöne Grüße,

enniwann



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:09:19:08:42:29.
ex-Berliner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Eine weitere mittelbare Gleisverbindung zur DR bestand über das U-Bahn-Netz. Von der seit 1989
> bestehenden (noch heute genutzten) Übergabestelle am Bf. Wuhletal wurde weiter oben bereits berichtet.

Sie bestand schon vor 1989 und diente bereits beim Bau der Strecke den Arbeitszügen (etwa ab 1986/1987). Eine weitere Gleisverbindung zur DR-Strecke Rummelsburg - BAR konnte nur während der Bauzeit des ersten Bauabschnitts Rampe Tierpark bis Grabensprung genutzt werden, also 1986 bis 1988.

> Eine Gleisverbindung zwischen U- und Straßenbahn wurde ungefähr zeitgleich in
> Friedrichsfelde bei der Erneuerung der Treskowallee anno 1988 errichtet. Sie führte in
> die U-Bahn-Betriebswerkstatt Friedrichsfelde und war straßenbahnseitig als Gleisdreieck südlich der
> Hst. Criegernweg angebunden. Ob dieses Gleisdreieck jemals für Fahrzeugüberführungen oder
> zum Wenden genutzt wurde, weiß ich nicht.

Ja natürlich. Vor allem diente diese Gleisverbindung der Überführung der BVBeigenen Nivellier-, Gleisricht- und Stopfmaschine (Plasser & Theurer) zwischen dem Straßenbahn- und U-Bahnnetz mit eigener Kraft. Die Maschine hatte Zulassungen nach BOStrab und BOU. Sie wurde nach der Wende recht schnell an eine bekannte Gleisbaufirma verkauft, die sie zunächst weiter in beiden Netzen einsetzte und damit gutes Geld verdiente.
Das Dreieck an der Straße am Tierpark wurde auch von gewöhnlichen Straßenbahnwagen anlässlich von Bauarbeiten genutzt, allerdings nicht gerade häufig und meist in den Abend- und Nachtstunden, weshalb es kaum Fotos gibt. Gelegentlich wurde es auch bei Störungen zum Kehren verwendet. Die Instandhaltung der beiden Weichen im Streckengleis war aber aufwändig und zwang mitten zwischen den Haltestellen ständig zum Abbremsen, so dass zunächst die Weichen schließlich entfernt wurden. Der Rest verschwand dann bei Straßenbauarbeiten.
Vor dem Bau des Dreiecks existierte am Criegernweg übrigens eine Umfahrung aus zwei Gleiswechseln, die natürlich noch aufwändiger in der Instandhaltung war.

So long
Mario

Re: Bochum-Hamme

geschrieben von: Wolfgang Nyga

Datum: 18.09.07 20:46

Hallo Folke,

kannst du mir sagen, w o g e n a u im Baulager Hamme diese Aufnahmen entstanden sein könnten.

Ich vermute mal, das erste ziemlich weit hinten links in der Nähe des kreisrunden Abstellgleises und das zweite an der höhergelegenen Rampe, also drittes Gleis von links.

Wie gesagt: ich vermute ... und bin auf deine Antwort gespannt.
Wolfgang

E s s e n, noch einen

geschrieben von: Wolfgang Nyga

Datum: 18.09.07 21:20

Wenn auch nach der Vergangenheit gefragt wird, dann wollen wir mal ganz weit zurücksehen. Denn so darf ein zweiter Gleisanschluß in Essen nicht vergessen werden: und zwar den im 1975 geschlossenen Betriefshof bzw. früherer Hauptwerkstatt Grillostr.

Der Gleisanschluß bestand von 1940 bis 1955 und war sozusagen der Vorläufer des bereits von "Bude" in der ersten Antwort erwähnten Gleisanschlusses in Essen-Rüttenscheid.

Dort wurden -nach dem hier oft erwähnten Ahlbrecht-Buch- z.B. im September 1943 fünf Trieb- und 5 Beiwagen der Straßenbahn Antwerpen auf der Kopframpe in der Mathiasstr. (Zeche Viktoria Mathias, Anschlußgleis vom Güterbahnhof Essen-Segeroth) abgeladen.

Wolfgang

Erfurt

geschrieben von: tramhirsch

Datum: 19.09.07 00:39

Hallo,

Erfurt hat an der Hst. "An der Lache" seinen Gleisanschluß mit Kopfladerampe an die Normalspur, aber nur indirekt zu Big Red, da das hier kreuzende Normalspurgleis zur Erfurter Bahn (bis vor kurzem noch Erfurter Industriebahn) gehört. Hier wurden die Nf-Tw 601-604 angeliefert, kürzlich eine Präsentation zur Kooperation zwischen EB, EVAG und Unstrut-Hainich-Kreis, und das wars auch schon, was die Nutzung dieses Gleises angeht (zumindest was ich weiß). Entstanden ist diese Gleisanbindung auch erst mit Eröffnung der Neubaustrecke von der Grubenstraße zum Zoopark. Ergo: Erfurt, die EVAG und davor die EVB und davor wieder die EVAG hatte bis dahin nie einen Gleisanschluß zur großen Eisenbahn. Auch die frühere Aschebahn war ein gleistechnischer Inselbetrieb ohne Verbindung zu irgend einem anderen Schienenverkehrsbetrieb und hatte nur eine Fahrleitungskreuzung zum ehemaligen Obus an der Bahnunterführung an der heutigen Hst. Greifswalder Straße.

Viele Grüße
tramhirsch
> zuletzt wurden glaube
> ich hier die Remscheider aufgeladen, Anfang der
> Neunziger.

Die Remscheider gingen per Tieflader weg. Was zuletzt aufgeladen wurde, waren 1998 die ST 7/8 für Iasi. Kurz danach wurde die Weiche wegen Abgängigkeit ausgebaut.

> nur noch auf Gummirädern statt. Wobei man auch
> sagen muß, daß das Übergabegleis früher viel
> günstiger zum Betriebshof lag, als der sich noch
> auf der anderen Seite des Hauptbahnhofes im
> Rodensteinweg befand, sodaß man von der Übergabe

Da war nie ein Betriebshof, sondern lediglich ein E-Werk. Der Betriebshof mit Hauptwerkstatt war und ist Böllenfalltor.
ikarusjelcz schrieb:
-------------------------------------------------------
> in leinhausen gibt es auch einer verbindung DB-ÜSTRA

... und der sieht so aus:
üstra 2043 steht in leinhausen auf dem übergabe-gleis zur db-s-bahn-werkstatt neben 424 013:

http://img469.imageshack.us/img469/7603/leinhausen2002082115473pc5.jpg

http://img206.imageshack.us/img206/2614/leinhausen2002082114431iy8.jpg

http://img480.imageshack.us/img480/5596/leinhausen2002082114430cs5.jpg

genau dieses situation ist auch auf luftbilder des LGN zu erkennen:

http://img256.imageshack.us/img256/8728/leinhausenluftbild12000hv6.jpg http://img469.imageshack.us/img469/9540/leinhausenluftbild12000ww5.jpg

... und hier passenden links zu google-maps:

leinhausen (anschluss zu DB)
[maps.google.de]

bauweg (anschluss zur lindener hafenbahn):
[maps.google.de]

gruß andreas alias http://abload.de/img/6001bqeqqd.jpg

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