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[K] Vermutlich B-Wagen im Tunnel verunglückt

geschrieben von: 628-Liebhaber

Datum: 29.03.03 17:03

Radio Köln meldet:
" Bahn entgleist
Kurz hinter der Haltestelle Deutz Kalker Bad ist am frühen Morgen eine Straßenbahn entgleist – vermutlich hatte sich die Weiche beim Überfahren verstellt. Der letzte Waggon sprang aus den Schienen und prallte gegen einen Pfeiler.
Sieben Fahrgäste und der Bahnfahrer wurden leicht verletzt. Die Bahn der Linie 12 hatte gerade das Depot in Merheim verlassen und war auf dem Weg in die Innenstadt.
Nach 7-stündigen Bergungsarbeiten ist die Unfallstelle nun frei. Die Linien 1 und 9 werden also wieder bedient und die Ersatzzüge durch normalen Doppelzüge ersetzt. Die KVB hatte nach eigenen Angaben alle zur Verfügung stehenden Kräfte eingesetzt. ( vom 29.03. um 12:07 Uhr )
"

Re: [K] Vermutlich B-Wagen im Tunnel verunglückt

geschrieben von: UK

Datum: 30.03.03 22:40

Anbei Bericht der Kölnischen Rundschau:

Zug entgleist: Bahn prallt gegen Betonpfeiler
Von JAN WÖRDENWEBER

22:30 Uhr


Alles normal. Um 4.54 Uhr ist es fast menschenleer in der Haltestelle Deutz-Kalker Bad. Die Straßenbahn fährt an und beschleunigt wie immer, als es plötzlich rumst. Schrecksekunden. Der hintere Wagen entgleist, Fensterscheiben zerklirren, Fahrgäste suchen nach Halt - bis der Zug endlich steht.
Wie das KVB-Unglück am Samstagmorgen passieren konnte, ist auch einen Tag später noch nicht klar. „Ein Sachverständiger hat seine Arbeit aufgenommen“, erklärt KVB-Sprecher Joachim Berger, „außerdem konnten wir den Fahrer bislang noch nicht befragen.“

Etwa hundert Meter hinter der Haltestelle war der Zug der Linie 12 aus den Schienen gesprungen, hatte ein Absperrgitter demoliert und war gegen einen Betonpfeiler geprallt. Sieben Fahrgäste erlitten leichte Prellungen. Glück im Unglück, denn die Bahn hatte ihre Höchstgeschwindigkeit von etwa 70 km / h noch nicht erreicht. „Mehr als Tempo 20 wird der Zug nicht draufgehabt haben“, mutmaßt Berger. Während die Verletzten noch vor Ort versorgt werden konnten, wurde der geschockte Fahrer ins Krankenhaus gebracht.

Die Bahn hatte als eine der ersten vom Betriebshof Merheim ihre Fahrt aufgenommen, um von der Endhaltestelle in den normalen Linienverkehr überzugehen. Wegen des Unfalls starteten nachfolgende Züge dann vom Betriebshof West in Braunsfeld. „Unsere Kapazitäten ließen zwar nur Einzelzüge zu, aber immerhin konnten wir ab 6 Uhr im 15-Minuten-Takt etwa 80 Prozent unseres Angebots abdecken“, erläutert Berger. Ein morgendliches Chaos blieb aus, weil nur wenige Berufstätige unterwegs waren.

Mit dem Spezialkran der KVB konnte die entgleiste Bahn am Vormittag wieder auf die Schienen gesetzt werden. Kurz vor 12 Uhr war die Unfallstelle geräumt, so dass die Strecke wieder freigegeben wurde.

(KR)

Ich meine, im WDR die Nummmer 2111 gesehen zu haben.

Ulrich



Bild

geschrieben von: UK

Datum: 31.03.03 08:43

http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1048441650234l.jpg

Quelle: Kölner Stadtanzeiger
[iurl]http://www.ksta.de[/iurl]

Ulrich



Re: [K] Vermutlich B-Wagen im Tunnel verunglückt

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 31.03.03 14:55

Was passiert, wenn man Zeitungs- oder Presseinfos u n geprüft übernimmt.....

Nicht (wie durch ein Wunder) entgleiste der Zug nach 120 m hinter der Hst., sondern dazwischen lag nach der Ausfahrt aus der Hst. eine Zwangsbremsung, der Verband aus Tw 2106 + 2118 blieb auf der Ausfahrt "Rampe Deutz" liegen. Danach die übliche Prozedur (über Streckentelefon) und erneute Anfahrt, dann kam der krach mit dem
"Abbiegen" des hinteren Wagens zur Rampe nach links hin......

Das A-Teil ist komplett verzogen vom Fußboden bis zum Dach inklusive des Mittelportals.

Wie sich eine Weiche unter dem im Block stehenden Fahrzeug schalten lässt, das ist das Problem.

-.-.-.-.-

Auch wenn intern nicht alles gesagt wird, hier ist der Sachverhalt doch ein wenig (?) anders....., da dürfte noch einiges zu klären offen bleiben .....

Gruß aus Köln
R H



Rolf Hafke Koeln

Oberlehrer?

geschrieben von: UK

Datum: 31.03.03 16:52

Hallo Rolf,

wenn man keine anderen Informationen hat, kann man nur solche Berichte übernehmen. Und deshalb werden sie auch als Zitate ("Anbei Bericht der Kölnischen Rundschau") gekennzeichnet.
Aber wenn du dies nicht gern siehst, werde ich demnächst darauf verzichten solche Informationen in´s Netz zu stellen.
Besser keine Information als eventuell eine Falsche?? ;-)
Dann wäre diese Forum noch halb so voll. ;-)

Woher kommen eigentlich deine 120m? Aus dem Rundschaubericht nicht!

Wenn ich mir das Bild ansehe, dann bezweifel ich, daß der zweite Wagen nach links abgebogen ist. Wie kann man dabei denn einen Pfeiler der in Fahrtrichtung rechts ist treffen?? Wollte der Zug nicht die Rampe in Richtung Severinsbrücke-Poststraße-Hbf -> 12 nehmen und ein Teil des zweiten Wagens wollte lieber die Deutzer Brücke nehmen?

Es sei denn, das Pressebild ist gekontert.

Ulrich



Re: [K] B-Wagen im Tunnel entgleist

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 31.03.03 22:59

Hallo Rolf,

du schriebst:
> Was passiert, wenn man Zeitungs- oder Presseinfos u n geprüft
> übernimmt.....

und weiter
> Nicht (wie durch ein Wunder)

Das Wunder stammt allerdings nicht aus dem Zeitungsartikel.

> entgleiste der Zug nach 120 m hinter der Hst.,

Die Rundschau bleibt allgemeiner bei etwa hundert Metern. Sei es drum, ist auch nicht entscheiden,

> sondern dazwischen lag nach der Ausfahrt aus der Hst. eine
> Zwangsbremsung, der Verband aus Tw 2106 + 2118 blieb auf der
> Ausfahrt "Rampe Deutz" liegen.

Der Zug zweigt also nach links ab - macht ja auch Sinn, da alle Endstellen der 12 (Zollstock & Merkenich) am schnellsten über die Severinbrücke erreichbar sind.

> Danach die übliche Prozedur (über Streckentelefon)

? Streckentelefon nach Zwangsbremsung (weil z. B irgend so ein @#$%& die Notbremse zieht? Warum soll der Fahrer dann im schlimmsten Fall 300 Meter laufen?) Reicht da nicht der Funk. Das klettern zum Streckentelefon ist AFAIR doch nur bei HP 0 erforderlich.

> und erneute Anfahrt, dann kam der Krach mit dem
> "Abbiegen" des hinteren Wagens zur Rampe nach links hin......

Müß dann ein Abbiegen nach *rechts* (eher geradeaus, sofern es keine Außenbogenweiche ist) gewesen sein.

> Wie sich eine Weiche unter dem im Block stehenden Fahrzeug schalten
> lässt, das ist das Problem.

Falls tatsächlich die Weiche gestellt wurde gibt es im Grund genommen nicht so viele Möglichkeiten. Irgend jemand muß manuell in die Gleisbelegung eingegriffen haben ... und da kommen nicht so viele in Frage.
Ggf. ist die Zwangsbremsung auch mit der Aufhebung der Weichenstraße in Verbindung zu sehen. Ich weiß allerdings nicht ob das Fahrzeug einen Gleismagneten überfahren hat?

Frage: Reagieren bei Traktionen die Geschwindigkeitsprüfer auch auf den zweiten Wagen?

Oder die Weiche ist im Grund genommen völlig unschuldig und der Wagen ist nur durch einen Gegenstand aufgeklettert (Stichwort: Letzter Unfall vor Düsseldorfer Hauptbahnhof (U)).

Jetzt ziehe ich mich zurück und laß den offiziellen Gutachtern den Vortritt.

Gruß
Uwe



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