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[rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Varioflo

Datum: 30.11.25 11:47

Guten Tag zusammen,

da noch nicht gesehen…

Link (SWR)

Vor 3 Tagen wurde in Ludwigshafen das Projekt Pfalztram öffentlichkeitswirksam vorgestellt.
Grob geht es um drei neue Straßenbahnstrecken in der Vorderpfalz.
1. Verlängerung ab Oppau via Edigheim Wolfsgrube nach Pfingstweide
2. Neue Strecke via LU Gartenstadt - Maudach - Mutterstadt - Dannstadt
3. Verlängerung ab Rheingönheim Neubruch - Neuhofen nach Waldsee.

Und natürlich gibt es schon die erste Bürgerinitiative dagegen… mit sehr abenteuerlichen Argumenten.

Link (openpetition)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.25 11:48.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Führerbremsventil

Datum: 30.11.25 13:45

...es ist halt immer das Gleiche.
Die Pkw-Besitzenden verteidigen ihr Revier.
Die ÖPNV-nutzende Allgemeinheit verliert.

Wenn das Projekt nicht am Geld scheitert, scheitert es an den Nimbys.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 30.11.25 16:35

Man lese sich die Kommentare der Petition durch - und täglich grüßt das Murmeltier.

Immer wieder schön: „Wozu eine Straßenbahn, wenn die Busse da jetzt schon oft leer durch die Gegend fahren?“

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Führerbremsventil

Datum: 30.11.25 17:34

mannibreuckmann schrieb:
Man lese sich die Kommentare der Petition durch - und täglich grüßt das Murmeltier.

Immer wieder schön: „Wozu eine Straßenbahn, wenn die Busse da jetzt schon oft leer durch die Gegend fahren?“
Genau.
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.11.25 19:36

Führerbremsventil schrieb:
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.

Zunächst mal muss das Projekt da sein und verfolgt werden, damit überhaupt was draus werden kann. Zum Glück ist das aus technischer Sicht kein Gesamtpaket, man kann jeden der drei Äste unabhängig voneinander realisieren. Auswirkungen aufs Bestandsnetz dürfte nur Mutterstadt/Dannstadt-Schauernheim haben. Wenn das kommt, wird man die Strecke zum Luitpoldhafen aufgeben müssen.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Tramateur

Datum: 30.11.25 20:06

Führerbremsventil schrieb:
...es ist halt immer das Gleiche.
Die Pkw-Besitzenden verteidigen ihr Revier.
Die ÖPNV-nutzende Allgemeinheit verliert.

Wenn das Projekt nicht am Geld scheitert, scheitert es an den Nimbys.
In Frankreich gelten Straßenbahnneubauten als Motor der Stadterneuerung: Sie werden fast immer zusammen mit breiten Fußwegen, neuen Grünräumen und hochwertig gestaltetem öffentlichem Raum geplant. Dadurch entsteht sichtbare Aufwertung, die breite Zustimmung erzeugt. Französische Städte setzen zudem konsequent auf eine Neuaufteilung des Straßenraums zugunsten von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr.

In Deutschland hingegen werden Tramprojekte häufig als reine Verkehrsmaßnahmen behandelt, ohne den städtebaulichen Mehrwert mitzudenken. Dazu kommen langwierige Planungsverfahren und starke lokale Widerstände. So wirkt die Straßenbahn in Frankreich wie ein Symbol moderner, lebenswerter Städte – während sie in Deutschland oft im Verwaltungsdickicht stecken bleibt.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 30.11.25 20:17

Führerbremsventil schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Man lese sich die Kommentare der Petition durch - und täglich grüßt das Murmeltier.

Immer wieder schön: „Wozu eine Straßenbahn, wenn die Busse da jetzt schon oft leer durch die Gegend fahren?“
Genau.
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.
Danke.
Ja, unsinnig ist noch untertrieben. Die Strecke soll komplett entlang einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße verlaufen. So viel zum Thema „Wohnqualität erhalten“.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Mitteldrehgestell

Datum: 01.12.25 18:07

kaufhalle schrieb:
Führerbremsventil schrieb:
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.
Auswirkungen aufs Bestandsnetz dürfte nur Mutterstadt/Dannstadt-Schauernheim haben. Wenn das kommt, wird man die Strecke zum Luitpoldhafen aufgeben müssen.
Wieso muss man das? Das eine hat mit dem anderen ja gar nichts zu tun.

Mögen wir noch so viele Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.
(Jean-Baptiste Molière)

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.12.25 18:47

Mitteldrehgestell schrieb:
kaufhalle schrieb:
Führerbremsventil schrieb:
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.
Auswirkungen aufs Bestandsnetz dürfte nur Mutterstadt/Dannstadt-Schauernheim haben. Wenn das kommt, wird man die Strecke zum Luitpoldhafen aufgeben müssen.
Wieso muss man das? Das eine hat mit dem anderen ja gar nichts zu tun.

Doch. Für Luitpoldhafen wäre keine Linie mehr übrig. Dorthin fährt man ja heute schon nur, weil man irgendwo wenden muss. Sieht man sehr schön, wenn wegen Bauarbeiten die andere Hälfte der 10 fehlt (oder durch andere Linien ersetzt wird). Dann fällt sofort der Verkehr zum Luitpoildhafen ersatzlos aus.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Mitteldrehgestell

Datum: 01.12.25 18:48

mannibreuckmann schrieb:
Führerbremsventil schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Man lese sich die Kommentare der Petition durch - und täglich grüßt das Murmeltier.

Immer wieder schön: „Wozu eine Straßenbahn, wenn die Busse da jetzt schon oft leer durch die Gegend fahren?“
Genau.
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.
Danke.
Ja, unsinnig ist noch untertrieben. Die Strecke soll komplett entlang einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße verlaufen. So viel zum Thema „Wohnqualität erhalten“.
Nicht ganz. Sollte wirklich durch die Wolfsgrube trassiert werden, sind wir tatsächlich in einem reinen Wohngebiet. Ändert natürlich nichts dran, dass die Gesamterschließung per Schiene so deutlich besser aussähe, und die vermeintlichen Argumente mit leeren Bussen ziemlicher Unsinn sind. Durch die Wolfsgrube fährt nur der 86, dort als quasi Ringlinie, die übrigen Linien (83,84,87) fahren hier gsr nicht durch. Die Sichtungen der leeren Busse rühren also daher, dass man nur die nördliche Seite einer Linie sieht, die im weiteren Verlauf von/bis Oppau auch noch Leute mitnehmen, aber nicht die Gesamtheit aller Busse die eben auch aus Richtung Pfingstweide und Frankenthal schon genügend drin haben.

Mögen wir noch so viele Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.
(Jean-Baptiste Molière)

Der wahre Petitionsgrund...

geschrieben von: Pogg 3000

Datum: 02.12.25 09:36

...ist bereits als Punkt 3. , (mehr Argumente gab's offenbar nicht), zu finden.

"3. der Wert der Immobilien sinken würde."

"Andernorts" verschanzt sich die "Immomafia" noch hinter Natur und Tierschutz um noch mehr "Argumente" zu "Präsentieren" damit Ihr Herzensanliegen nicht so auffällt, das ist in Ludwigshafen offenbar nicht möglich, da müssen 3. reichen...

...und Ihr werdet sehen, sobald die Tram fährt sind Sie die ersten welche, wegen der besseren Lebensqualität" die Mieten kräftig erhöhen.

(Da diese "Diskussion" schon fast 100 Jahre "läuft" werden wir ein "Ergebnis" sowieso nicht mehr erleben.)

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Mitteldrehgestell

Datum: 02.12.25 10:55

kaufhalle schrieb:
Mitteldrehgestell schrieb:
kaufhalle schrieb:
Führerbremsventil schrieb:
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.
Auswirkungen aufs Bestandsnetz dürfte nur Mutterstadt/Dannstadt-Schauernheim haben. Wenn das kommt, wird man die Strecke zum Luitpoldhafen aufgeben müssen.
Wieso muss man das? Das eine hat mit dem anderen ja gar nichts zu tun.
Doch. Für Luitpoldhafen wäre keine Linie mehr übrig. Dorthin fährt man ja heute schon nur, weil man irgendwo wenden muss. Sieht man sehr schön, wenn wegen Bauarbeiten die andere Hälfte der 10 fehlt (oder durch andere Linien ersetzt wird). Dann fällt sofort der Verkehr zum Luitpoildhafen ersatzlos aus.
Ist halt schon ziemlicher Unsinn.

Dass die 10 zum Luitpoldhafen oft einfach ausfällt liegt halt an der schwierigen Netzstruktur und fehlenden Ausweichmöglichkeiten. Vom Berliner Platz nordwärts gibt es an der Sternstraße die nächste Wendemöglichkeit, westwärts den Ebertpark. Und südwärts nur den Luitpoldhafen als einzige überhaupt innenstadtnahe Wendemöglichkeit. Aus diesem Grund hat man auch ein zweites Schleifengleis gebaut um dort entsprechende Kapazitäten zu haben wenn man sie denn braucht. Wenn der Ast also abgehängt wird, dann nicht weil man ihn nicht will oder braucht, sondern weil es das kleinste Übel ist, das am ehesten von den parallel fahrenden Linien kompensiert werden kann.

Sollten tatsächlich alle 3 Strecken kommen ist es auch durchaus naheliegend, dass das Liniennetz insgesamt einige Anpassungen erfährt. Im Vorfeld des Stadtumbaus und dem Abriss der Hochstraße Nord gab es Planungen zu mehreren Zusatzlinien, auch rheinüberschreitend. Auch vor dem Hintergrund dass zu manchen Zeiten die Kapazitäten auf bestimmten Strecken einfach erschöpft sind. Das betrifft zum Beispiel die 7, die auch ohne die Durchbindung über Edigheim in die Pfingstweide ganz gut am Limit ist und deshalb im Normalnetz durch die 8 unterstützt wird. Größere Fahrzeuge waren dort weder ausreichend verfügbar, noch aufgrund betrieblicher Zwänge in Mannheim (zB Bibienastraße) überhaupt möglich. Mit dem Inselbetrieb der 7 in Ludwigshafen und der fehlenden 8 sind 40-Meter-Züge aber regelmäßig dort anzutreffen.

Bei der Sperrung der Hochstraße Süd gab es aus diesem Grund ja auch das Revival der Stiftung Kurbelkultur. Nicht, weil man das am Ebertpark so dringend gebraucht hätte. Da fährt man ja auch nur hin, weil man irgendwo wenden muss.

Man könnte ja die 10 aktuell auch einfach einsparen, denn die 7 bedient ja abwechselnd beide Streckenäste, einmal Luitpoldhafen alle 20 Minuten, einmal über Ostausgang zum Ebertpark. Statt Ebertpark könnte man das ja auch gleich bis Friesenheim durchziehen und die 10 einstellen. Macht man aber nicht, die 10 fährt weiter, dass Pfalzbau und Bgm-Kutterer-Straße weiter bedient werden. Gut, man kann ja dann auch einfach den 7er zum Ebertpark an der Kaiser-Wilhelm-Straße abbiegen lassen, statt über Ostausgang zu fahren. Das macht man aber auch aus gutem Grund nicht, nämlich weil weder Ludwigstraße noch Kaiser-Wilhelm-Straße barrierefrei sind, und der Pfalzbau etwas arg weit weg zum zentralen Knotenpunkt Berliner Platz / LU Mitte ist. Warum fährt nicht jede 7 zum Luitpoldhafen? Weil der Streckenabschnitt dann gnadenlos überbedient wäre, weil im Störungsfalle dort (Falschparker Gleisversperrung, auch keine seltene Randerscheinung dort) dann auch der stark nachgefragte Ast nach Oppau binnen kürzester Zeit voll mitbetroffen ist, weil er leerläuft. So kommt wenigstens jede zweite 7 vom Südweststadion her.

Man muss nicht mit jedem Umstand glücklich sein, aber es gibt eine Menge guter Gründe, warum man manches so macht wie man es eben macht.

Sollten alle 3 Strecken tatsächlich kommen, ist eine Neusortierung des Liniennetzes durchaus erwartbar. Denn sowohl 6 wie auch 7 sind auf Ludwigshafener Seite zeitweise deutlich stärker nachgefragt als ihre Mannheimer Linienwege. Die 6 muss seit 2008 ohne die 12 auskommen, seither werden zielgerichtet bestimmte Umläufe die im Schülerverkehr immer abgesoffen sind, mit langen Fahrzeugen beschickt. Der konsequente Bruch der Mutterstadter Buslinien am Schwanen gehört schon lange der Vergangenheit an, der generelle Umsteigezwang in Rheingönheim wird auch zunehmend aufgeweicht, seit der letzten großen Angebotsverbesserung auf dem 572 gibt es auch durchgehende Fahrten ab Neuhofen bis LU Innenstadt. Im Schülerverkehr fahren fast alle Umlandlinien auf einzelnen Fahrten zielgerichtet bis in die Innenstadt weil die 6 das nicht mehr aufnehmen könnte. Die 6/6A in Mannheim braucht quasi im Normalbetrieb nie große Fahrzeuge, es sei denn es ist Fußball, Maimarkt oder SAP Arena. Dann reicht die 6 aber auch überhaupt nicht mehr aus und es gibt Zusatzverkehre.

Mit allen 3 Strecken in die Vorderpfälzer Sumpfgebiete sind Steigerungen der Fahrgastzahlen zu erwarten, die man nicht mehr nur mit dem Verlängern vorhandener Linien abhandeln könnte, dann braucht man entweder noch mehr längere Züge, oder zielgerichtete Verstärkungen auf Teilabschnitten. Und dann werden auch ganz andere Modelle denkbar. Beispielsweise eine Pfalztram aus Mutterstadt, die bis Rheingönheim fährt, während die 6 bis Waldsee verlängert wird. Oder eine rein linksrheinische Linie von Waldsee bis in die Pfingstweide, damit die 6 und 7 bleiben können wie bisher. Es ist ja noch nicht mal fest gesetzt, auf welchem Weg die Gartenstadt angebunden wird. Ab Rohrlachstraße über Valentin Bauer Siedlung, dann wäre die 10 nach Friesenheim ohnehin nicht verwendbar als Durchbindung, und der Luitpoldhafen sogar ausgesprochen geschickt und sinnvoll. Oder ab Mundenheim Nord über die Teufelsbrücke. Damit würde man aber die Hochschule und Berufschule an der Großen Blies, die aktuell einen erklecklichen Zusatzverkehr auf der Straße nötig werden lassen, neben liegen lassen. Eine Strecke in die Gartenstadt würde ja nicht nur die Umlandlinien ablösen, sondern auch einen gewissen Teil der Stadtbuslinien, da würde die 10 als anderes Streckenende dann auch nicht mehr reichen. Oder man baut beide Anbindungen, einmal über Valentin Bauer Siedlung Hauptbahnhof Berliner Platz zum Luitpoildhafen, einmal über die Teufelsbrücke und die Saarlandstraße Berliner Platz nach Friesenheim. Wer weiß das jetzt denn schon so genau?

Niemand. Außer kaufhalle, für den jetzt schon feststeht, dass man den Luitpoldhafen abhängen muss, damit man einen bunten Strich auf einem Liniennetzplan verlängern kann.

Sorry, diese haltlose Behauptung ist halt einfach wirklich Unsinn.

Mögen wir noch so viele Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.
(Jean-Baptiste Molière)

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Der Einbügler

Datum: 02.12.25 14:17

Beruhigend, daß ich mich vor dem Renteneintritt (auch im worsest case) mit diesen Dingen nicht mehr herumschlagen muß. Und danach auch nicht gleich. :-)
Genauso wie mit anderen Strichziehungen anderswo auf irgendwelchen Plänen.

Da DSO mein mobiles Endgerät nicht mag, bin ich nicht als "der 1bügler", sondern grammatikalisch korrekter als "Der Einbügler" zu lesen.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 02.12.25 15:04

Mitteldrehgestell schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Führerbremsventil schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Man lese sich die Kommentare der Petition durch - und täglich grüßt das Murmeltier.

Immer wieder schön: „Wozu eine Straßenbahn, wenn die Busse da jetzt schon oft leer durch die Gegend fahren?“
Genau.
Aber du musst mal auf "Pro&Contra" gehen, da gibt es bislang nur Stimmen pro Straßenbahn und Contra dieser unsinnigen Petition.
Danke.
Ja, unsinnig ist noch untertrieben. Die Strecke soll komplett entlang einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße verlaufen. So viel zum Thema „Wohnqualität erhalten“.
Nicht ganz. Sollte wirklich durch die Wolfsgrube trassiert werden, sind wir tatsächlich in einem reinen Wohngebiet. Ändert natürlich nichts dran, dass die Gesamterschließung per Schiene so deutlich besser aussähe, und die vermeintlichen Argumente mit leeren Bussen ziemlicher Unsinn sind. Durch die Wolfsgrube fährt nur der 86, dort als quasi Ringlinie, die übrigen Linien (83,84,87) fahren hier gsr nicht durch. Die Sichtungen der leeren Busse rühren also daher, dass man nur die nördliche Seite einer Linie sieht, die im weiteren Verlauf von/bis Oppau auch noch Leute mitnehmen, aber nicht die Gesamtheit aller Busse die eben auch aus Richtung Pfingstweide und Frankenthal schon genügend drin haben.
Bei der Trassierung durch die Wolfsgrube gibt es mindestens zwei Knackpunkte:

1. Genau beim Anzweig von der Strecke müsste eine Elektrifizierte Bahnstrecke überquert werden, man braucht dann also zwei Brücken und das wird teuer.

2. Die Vorhaltetrasse wird an einer Stelle durch Häuser unterbrochen, die man abreißen müsste. Auch müssten im großen Stil Grünflächem weichen.

Das alles wird schwierig zu vermitteln sein. Eine ähnliche Situation gibt es in MH-Saarn, wo
die Straßenbahn dringend gebraucht würde.
Passiert ist dort bis heute genau nichts, aus ähnlichen Gründen.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Novoma

Datum: 02.12.25 15:41

Wenn man sich die Wahlumfragen für die Landtagswahlen im September 2026 aktuell anguckt, dann ist die Pfalztram jetzt schon tot. Frau Eder wird dann vermutlich auch nicht mehr der Regierung angehören, ob es dann überhaupt noch ein Mobilitätsministerium gibt ist ach fraglich, und das Verkehrsministerium kümmert sich schon heute fast nur noch um den Straßenbau, daran wird sich unter einer CDU-geführten Regierung nichts ändern.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: Novoma

Datum: 02.12.25 15:51

Der deutsche Wähler honoriert solche Städtebaulichen Aufwertungen nicht, der schimpft über den Verlust von Verkehrsfläche (fließend wie ruhend) für den MIV. Man sieht doch an den Wahlumfragen deutlich, wie der Wähler mehrheitlich tickt. ÖPNV und SPNV haben da keine hohe Priorität.

Sicher: Man kann die Flinte auch gleich ins Korn werfen...

geschrieben von: rf

Datum: 02.12.25 19:28

... wir leben ja auch in der Nörgelrepublik Deutschland.
Man betrachte nur die gerade aufploppende Bürgerinitiative der Nimbys.

Man hier auch gerne einem weiteren Kreis bekanntmachen, daß es auch Gemeinden entlang der projektierten Linien gibt, die teilweise schon seit Jahrzehnten infrage kommende Grundstücke erworben haben und freihalten.

Dagegen schon weiter zurückliegend gab es auch Überlegungen, die Linie nach Oppau nicht nur bis zur Pfingstweide sondern bis Frankenthal zu verlängern.
Ebenso war auch mal eine Zweiglinie der Rhein-Haardtbahn von Maxdorf nach Birkenheide in der Diskussion.
Nun, diese Projekte scheinen weiter in der Kiste der denkbaren Möglichkeiten zu schlummern.

rf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.25 09:53.

Re: [rnv] Projekt Pfalztram vorgestellt

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 02.12.25 21:15

Mitteldrehgestell schrieb:
Ist halt schon ziemlicher Unsinn.

Nein, eine realistische Prognose.

Mitteldrehgestell schrieb:
Dass die 10 zum Luitpoldhafen oft einfach ausfällt liegt halt an der schwierigen Netzstruktur und fehlenden Ausweichmöglichkeiten. Vom Berliner Platz nordwärts gibt es an der Sternstraße die nächste Wendemöglichkeit, westwärts den Ebertpark. Und südwärts nur den Luitpoldhafen als einzige überhaupt innenstadtnahe Wendemöglichkeit. Aus diesem Grund hat man auch ein zweites Schleifengleis gebaut um dort entsprechende Kapazitäten zu haben wenn man sie denn braucht. Wenn der Ast also abgehängt wird, dann nicht weil man ihn nicht will oder braucht, sondern weil es das kleinste Übel ist, das am ehesten von den parallel fahrenden Linien kompensiert werden kann.

Gar nichts wird kompensiert, man lässt die SL 10 dann einfach ersatzlos ausfallen. Kein SEV, keine Verstärkung der Buslinien (die eh völlig andere Relationen bedienen). Heißt (und so wolltest du es vielleicht auch sagen): Man akzeptiert in Anbetracht gewisser eh vorhandener Alternativbedienung, dass SL 10 ausfällt.

Der Haken dabei: Diese Perspektive gilt nicht nur im Störungsfall, sie gilt letztlich immer. Und so wird man im Fall der Realisierung dee Neubaustrecke feststellen, dass man für den Luitpoldhafen ggf. eine eigene Linie bräuchte, die natürlich völlig unwirtschaftlich wäre. Und dann gelten eben die gleichen Erwägungen wie bei diversen Baustellen und man wird die Bedienung aussetzen. Ob man die Strecke dann abreißt, ist eine andere Frage.

Mitteldrehgestell schrieb:
Sollten tatsächlich alle 3 Strecken kommen ist es auch durchaus naheliegend, dass das Liniennetz insgesamt einige Anpassungen erfährt. Im Vorfeld des Stadtumbaus und dem Abriss der Hochstraße Nord gab es Planungen zu mehreren Zusatzlinien, auch rheinüberschreitend. Auch vor dem Hintergrund dass zu manchen Zeiten die Kapazitäten auf bestimmten Strecken einfach erschöpft sind. Das betrifft zum Beispiel die 7, die auch ohne die Durchbindung über Edigheim in die Pfingstweide ganz gut am Limit ist und deshalb im Normalnetz durch die 8 unterstützt wird. Größere Fahrzeuge waren dort weder ausreichend verfügbar, noch aufgrund betrieblicher Zwänge in Mannheim (zB Bibienastraße) überhaupt möglich. Mit dem Inselbetrieb der 7 in Ludwigshafen und der fehlenden 8 sind 40-Meter-Züge aber regelmäßig dort anzutreffen.

Ein Umsortieren der Linienäste halte ich für realistisch, msn wird eher nicht die Neubaustrecke einer auf 10-min-Takt verdichteten SL 10 überlassen, schon wegen der geknickten Linienführung. Aber es sind nun mal vom Berliner Platz vier Linienäste nach Norden und vier nach Süden (+ SL 8 und ggf.9), da ist der Luitpoldhafen dabei, und da wird man nicht mal eben eine fünfte Linie reinschmeißen. Wo Kapazität fehlt, wird man mit langen Zügen kompensieren. Nicht umsonst wird deren Anteil derzeit massiv erhöht. Und wenn man dafür eine Linie Friesenheim - Vogelstang braucht, dann wird man das halt so machen.

Mitteldrehgestell schrieb:
Sollten alle 3 Strecken tatsächlich kommen, ist eine Neusortierung des Liniennetzes durchaus erwartbar. Denn sowohl 6 wie auch 7 sind auf Ludwigshafener Seite zeitweise deutlich stärker nachgefragt als ihre Mannheimer Linienwege. Die 6 muss seit 2008 ohne die 12 auskommen, seither werden zielgerichtet bestimmte Umläufe die im Schülerverkehr immer abgesoffen sind, mit langen Fahrzeugen beschickt. Der konsequente Bruch der Mutterstadter Buslinien am Schwanen gehört schon lange der Vergangenheit an, der generelle Umsteigezwang in Rheingönheim wird auch zunehmend aufgeweicht, seit der letzten großen Angebotsverbesserung auf dem 572 gibt es auch durchgehende Fahrten ab Neuhofen bis LU Innenstadt. Im Schülerverkehr fahren fast alle Umlandlinien auf einzelnen Fahrten zielgerichtet bis in die Innenstadt weil die 6 das nicht mehr aufnehmen könnte. Die 6/6A in Mannheim braucht quasi im Normalbetrieb nie große Fahrzeuge, es sei denn es ist Fußball, Maimarkt oder SAP Arena. Dann reicht die 6 aber auch überhaupt nicht mehr aus und es gibt Zusatzverkehre.

Lange Züge werden es richten. Die Zeiten des Decklinienbetriebs mit 12 Fahrten je Stunde und Sechsachsern sind vorbei. Wenn es nötig ist, kommt halt die 6E wieder, die ändert für den Luitpoldhafen auch nichts. Aber Decklinienbetrieb mit resultierendem 5-min-Takt bis Rheingönheim ist Träumerei.

Mitteldrehgestell schrieb:
Mit allen 3 Strecken in die Vorderpfälzer Sumpfgebiete sind Steigerungen der Fahrgastzahlen zu erwarten, die man nicht mehr nur mit dem Verlängern vorhandener Linien abhandeln könnte, dann braucht man entweder noch mehr längere Züge, oder zielgerichtete Verstärkungen auf Teilabschnitten.

Lange Züge. + vielleicht Frühspitzenverstärker. Macht man im Rest des Netzes auch so. Alles andere ist Träumerei.

In der großen Kiste schlummert so viel

geschrieben von: Novoma

Datum: 02.12.25 23:44

Da kann dann auch die Pfalztram ihre (ewige?) Ruhe finden. Was ist denn in Lumpenhafen in den letzten Jahren überhaupt an Neubaustrecken entstanden? Die Umfahrungsstrecke für Frankenthaler und Mannheimer Straße ist auch schon 4 Jahrzehnte alt, und von der oberirdischen Ersatzstrecke für den Tunnel am ehemaligen Rathaus hört man auch nichts mehr. Dafür hat man die planmäßige Bedienung der Srecke zum Ebertpark und zweier Strecken in Friesenheim augegeben, ebenso wie den größten Teil der schwachsinnigen "U-Bahn" (letzteres war allerdings eher positiv zu werten). Und jetzt, wo wir jeden Tag tiefer in die Krise(n) stolpern, sollen ausgerechnet Projekte geplant und realisiert werden, wo neben der Stadt LU auchnoch benachbarte Landkreise und offensichtlich auch das Land selbst mitdrinhängen? Meine Lebenserfahrung spricht deutlich dagegen.
rf schrieb:
Zitat:
Dagegen schon weiter zurückliegend gab es auch Überlegungen, die Linie nach Oppau nicht nur bis zur Pfingstweide sondern bis Frankenthal zu verlängern.
Du meinst mit "weiter zurückliegend" aber nicht, den Versuch, die (damals ans Straßenbahnnetz angebundene) meterspurige Lokalbahn Ludwigshafen - Frankenthal (- Großkarlbach) zu kaufen? Der vor rund 100 Jahren daran gescheitert ist, dass die Inflation schneller voranschritt als man Kaufpreise festlegen konnte...
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