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Das Osterei E03 001 Rheingold (m4 Sibi)

geschrieben von: Der-Nürnberger

Datum: 31.03.14 23:59

Hallo in die Runde,


heute Abend so kurz nach 17.00h rollte heimlich still und leise und ohne großes Publikum

E03 001 - Osterei - äh Rheingold gezogen von Museumsbock 333 678 durch den Nürnberger Hbf vom Lokschuppen am Rbf zum Gelände des DB-Museum.


http://abload.de/img/comp_img_7790f0su9.jpg


http://abload.de/img/comp_img_77962is4p.jpg


http://abload.de/img/comp_img_7802i8stf.jpg


http://abload.de/img/comp_img_780324skw.jpg


Und ob das ein Aprilscherz ist, davon könnt Ihr Euch ab 01.04.2014 im DB-Museum überzeugen ;-)


VG auch an alle Getroffenen

Der-Nürnberger


Tante Edit 01.04.2014 - 20.40h:

Wie ich heute erfahren habe, soll die Lok diese Beklebung für 4 Wochen behalten und für Mai gibt's dann eine neue Lok des Monats...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:01:20:42:03.

Man kann's auch so sagen:...

geschrieben von: andreas schmidt

Datum: 01.04.14 00:49

... Eine schöne Lok kann nichts entstellen!

Meine persönliche Meinung: Das hat die E03 001 nicht verdient.
Wie gesagt - eine persönliche Meinung, und die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

http://www.lokfoto.de/BR_103/103_001_und_002/D32013_E03_001.jpg

Tschüs
Andreas
http://www.lokfoto.de/Signaturbild.jpg

Re: Das Osterei E03 001 Rheingold (m4 Sibi)

geschrieben von: Umleiter

Datum: 01.04.14 00:53

Kirmeskram hoch fünf! Eine Schande, dass sich das DB Museum auf solch eine Zirkusnummer einlässt!

Re: Man kann's auch so sagen:...

geschrieben von: BR182_Taurus

Datum: 01.04.14 05:28

andreas schmidt schrieb:
-------------------------------------------------------
> ... Eine schöne Lok kann nichts entstellen!
>

So siehts aus!

Mir gefällt sie. (o.w.T)

geschrieben von: Norbert Basner

Datum: 01.04.14 06:16

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Hübsch (o.w.T)

geschrieben von: Dr. NE

Datum: 01.04.14 07:43

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link99.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link2.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link8.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link6.gif

Re: Hübsch

geschrieben von: eierbecherversuchsträger

Datum: 01.04.14 08:14

Moi,

sie sieht gut aus und ist ja ur für eine begrennzte Zeit.

Re: Das Osterei E03 001 Rheingold (m4 Sibi)

geschrieben von: 216224-6

Datum: 01.04.14 08:44

Was sind das für kleine runde Aufkleber neben dem Einstieg rechts ?
Sind das ROCO-Werbesticker ?

Ansonsten doch recht gewöhnungsbedürftig diese Farbe auf der Lok.

Re: Das Osterei E03 001 Rheingold (m4 Sibi)

geschrieben von: NWK

Datum: 01.04.14 11:27

Na, das nenne ich doch einmal ein historisches Untersuchungsdatum!

Gruß

NWK

Disney-Land

geschrieben von: Frank St.

Datum: 01.04.14 11:54

Tja,

ob es nun "schön" aussieht oder nicht: Damit sind wir nun weg vom musealen Gedanken - der eine Lok in jedem einmal gewesenen Betriebszustand akzeptieren können muss - und angekommen im Disney-Land.
Aber wenn es Geld bringt ...


Grüße
Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]

Re: Das Osterei E03 001 Rheingold (m4 Sibi)

geschrieben von: Der-Nürnberger

Datum: 01.04.14 20:44

Hallo,


> Sind das ROCO-Werbesticker ? <


Das sind die Werbeaufkleber für den Initiator bzw. für den Händlerreigen.


VG

Der-Nürnberger

Re: Disney-Land

geschrieben von: Der-Nürnberger

Datum: 01.04.14 20:53

Hallo Frank St.


Disney-Land bzw. ich pflege immer zu sagen Micky Maus ist für mich auch die richtige Bezeichnung.

Historie ade - Kommerz guten Tag!

Aber wenn es zum Erhalt der Modellbahnindustrie und vielleicht so mancher Museumsmaschine beiträgt? Wir hatten ja schon viele solcher Fälle. Eine blaue S3/6, eine rote 18 201, eine 01 150 mit anderen Ohren. Und es werden sicher noch viele folgen.

Ach kleine Anmerkung am Rande. Heute Nachmittag ist an der Lok schon das "Rhein" des Schriftzuges "Rheingold" auf der einen Längsseite durch die Wärme der Sonnenstrahlen abgefallen. Etwa eine neue Variante...

Mit nachdenklichen Grüßen

Der-Nürnberger



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:01:21:12:30.

Fehler bei der Bremsanschrift?

geschrieben von: BR155079

Datum: 01.04.14 21:04

Ähm, guten Abend.

Ich bin jetzt zwar kein Fachman auf der E03,aber ich meine mit der Anschrift KE - GPmZ und der Bremsgewichttabelle haut was nicht hin. Bremstellung G ist bei den Gewichten nicht angegeben und andersrum die Bremstellung R nicht in der Bremsanschrift. Ist das Normal so?

MfG Marco
Hallo!

Nett wäre eine fahrtüchtige 75.5 zum heutigen 1.4.2014 gewesen und dann noch einige passende sächsische Abteilwagen gewesen in H0 und in N, oder zum Streckenjubiläum Dresden-Leipzig, ne fitte Saxonia und passende Wagen dazu und dann natürlich die passenden H0 und N Modelle dazu.

Grüß
thomas.splittgerber, berlin
Die richtige Bremsart-Anschrift wäre: KE-GPR-E mZ mit folgenden Bremsgewichten

R+E 194 t
P+E 181 t
R 145 t
P 100 t
G 85 t

Ebenso sind die Untersuchungsdaten weder in der historisch korrekten Ausführung noch an der richtigen Stelle. Die Anhebepunkte hat man auch ziemlich willkürlich angebracht.

Aber sie hat ja kein historisches Vorbild, das ist sowas eh egal... *rollaugen*

Die Bahn - das Leben in vollen Zügen genießen!

Jucksnjo




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:02:12:20:17.
Hallo,

zunächst zur 103 001

1. mir gefällt die Farbe. Sie steht der Lok gut und die Farbaufteilung, die für das Erscheinungsbild viel wichtiger ist, als die Farbe selber, ist erhalten geblieben. Das ist eine spannende Umsetzung, schade, dass sie nicht läuft, vor dem Rheingold wäre das ein tolles Bild.

2. So zirkusmäßig, wie hier öfters gejammert wird, ist die Sache nicht. Ich habe irgendwo Bilder gesehen (ich meine sogar in Nürnberg), die aus den frühen 60er Jahren stammen und die damals geplante 103 genau in dieser Farbgebung zeigen. Ich vermute anders herum, dass die Farbgebung in rot-elfenbein eigentlich die "Zirkusfarbe" war, die man sich aus Marketinggründen für die Verkehrsausstellung ausgedacht hat. Doch wie so oft (siehe auch ICExperimental) wurde eine Demonstrationsfarbe dann zum Ideengeber.

3. Was spricht dagegen, Museumsloks in anderem Outfit zu zeigen? In England passiert das sehr regelmäßig und trägt sehr zur Attraktivität der Museumsbahnen bei. Da ist die neue Farbgebung einer Lok Anlass für Saisoneröffnungsfeste und Sonderfahrten und letztlich dafür, dass Leute kommen, die den ganzen Spaß finanzieren.
Und darum geht es doch: Ein Museumsbetrieb ist nur dann möglich, wenn er sich aus sich heraus trägt. Kein Verein ist in der Lage, aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden einen Betrieb zu finanzieren, die Einnahmen müssen her. Und die Einnahmen kommen, wenn das Gesamtpaket stimmt, die Züge für Otto Normalverbraucher attraktiv sind und wenn man F/feste feiern kann.

Zur historischen Autentizität:
Kein Museum, keine Museumslok kann Autentizität vermitteln. Sie zeigen immer nur einen angenäherten Zustand. Eine komplett sauber, glänzende Dampflok in sattem Schwarz und mit leuchtend roten Rädern ist ebenso wenig autentisch wie eine topgepflegte Museumslok, die mit bester Kohle einen leichten Zug zieht und bei kleinsten Hustern 5 Fachleute hat, die sich drum kümmern. In Berlin hat man ja wenigstens den Versuch gemacht, eine Dampflok (wars ne 38?) im "Betriebszustand" am Ende der Nutzung mit Dreck, kleinen Schäden, Rost, etc. zu erhalten. Die 220 in der nächsten Halle glänzt wieder wie eine Speckschwarte und die 202 hat einen Nachbau der aerodynamischen Kopfverkleidung nach Originalplänen bekommen. Was davon ist "echt"?
Fehlt nicht für jede Lok im Museum oder einer Museumsbahn das Betriebsumfeld, die Zwänge, die sich aus dem Planbetrieb ergeben? Ist eine Lok autentisch, wenn sie im Museum so gezeigt wird, wie sie geplant wurde, wie sie abgeliefert wurde, wie sie im Zustand direkt nach der 3. HU war oder im Zustand der Ausmusterung?

Ergo: auch wenn die 103.0 nie in dieser Farbe gefahren ist, sie könnte in dieser Farbe gefahren sein. Sie passt zur Zeit der Entwicklung der Lok, zum geplanten Einsatz und zum Gesamtdesign des Fahrzeugs, das erstmals auf eine horizontale Farbtrennung ausgelegt war. Daher kann ich das sogar eher akzeptieren, als wenn die Lok in orientrot mit Lätzchen lackiert worden wäre.

Schöne Grüße

Tobias

"Speedlined by Otto Kuhler"
Unabhängig davon, ob jemandem das gegenwärtige Klebefoliendesign der E 03 001 gefällt oder nicht, ob es zu Beginn der sechziger Jahre möglicherweise Überlegungen gab, eine künftige "Schnellfahrlok" im kobaltblau/beigen Rheingold-Farbkonzept dieser Jahre auszuführen oder nicht (was ich für meinen Teil übrigens sehr attraktiv gefunden hätte), bleibt es eine Illusion, die kein Museum nachträglich ins Leben rufen sollte. Wie Museumsbahnbetrieb in anderen Ländern stattfindet, ist dabei ebenso irrelevant wie die Tatsache, dass der zahlende, thematisch nicht selten un- bzw. nur wenig orientierte Ausstellungsbesucher solcherart Phantasiegebilde möglicherweise goutiert. Der Erhalt historischer Fahrzeuge ist, wie der jedes anderen Kulturgutes auch, mit einer nicht unerheblichen Verantwortung verknüpft, die reißerische Zurschaustellungen eines kurzlebigen Knalleffektes wegen generell ausschließen sollte. Der sattsam bekannte Tenor, musealer Eisenbahnbetrieb müsse aus sich selbst heraus finanzierbar sein, ist in diesem Zusammenhang mit Nachdruck zu verneinen, denn sonst käme jedweder absurde Phantasieanstrich an historischen Fahrzeugen hierfür als Beweggrund in Betracht- was ja leider auch nicht selten geschieht. Da Otto-Normalverbraucher, der nach gängiger Argumentation als Besucher oder Fahrtteilnehmer für den Museumsbetrieb aufkommen soll, im Allgemeinen ohnehin immer weniger Ahnung von der Eisenbahn hat, wären dem Wildwuchs an farblichen Verunstaltungen bald keine Grenzen mehr gesetzt. Im Gegenteil muss das betreute Kulturgut, in diesem Fall E 03 001, der Nachwelt optisch wie technisch korrekt präsentiert werden. Die Mona Lisa pönt man schließlich auch nicht um- oder beklebt sie mit farbigen Folien- um dem Louvre zusätzliche Besucherklientel zu verschaffen.

MfG

Re: Disney-Land

geschrieben von: IR_2982

Datum: 03.04.14 14:01

Der-Nürnberger schrieb:
-------------------------------------------------------

> Ach kleine Anmerkung am Rande. Heute Nachmittag
> ist an der Lok schon das "Rhein" des Schriftzuges
> "Rheingold" auf der einen Längsseite durch die
> Wärme der Sonnenstrahlen abgefallen. Etwa eine
> neue Variante...

gefällt mir :D

„Wir sind vom Erfolg unseres neuen Angebots überrascht“, sagte Joachim Trettin, Chef von DB Regio Nordost über den Interregio-Express.

Weiß die DB überhaupt, geschweige, interessiert es sie überhaupt was die Mehrheit der Kunden wollen? *sich sehr bedenklich fragt*
Umleiter schrieb:
-------------------------------------------------------
> Unabhängig davon, ob jemandem das gegenwärtige
> Klebefoliendesign der E 03 001 gefällt oder nicht,
> ob es zu Beginn der sechziger Jahre möglicherweise
> Überlegungen gab, eine künftige "Schnellfahrlok"
> im kobaltblau/beigen Rheingold-Farbkonzept dieser
> Jahre auszuführen oder nicht (was ich für meinen
> Teil übrigens sehr attraktiv gefunden hätte),
> bleibt es eine Illusion, die kein Museum
> nachträglich ins Leben rufen sollte.

Warum nicht? Diese "Was waere, wenn..."-Ueberlegungen bzw. nicht umgesetzte Planungen sind regelmaessig Bestandteil von Ausstellungen und Dokumentationen.

> Wie Museumsbahnbetrieb in anderen Ländern stattfindet,
> ist dabei ebenso irrelevant wie die Tatsache, dass
> der zahlende, thematisch nicht selten un- bzw. nur
> wenig orientierte Ausstellungsbesucher solcherart
> Phantasiegebilde möglicherweise goutiert.

Es hat niemand gesagt, "Die machen das, also muessen wir das auch!", sondern es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass solche Konzepte in anderen Laendern umgesetzt wurden und niemand Schaden genommen hat (im Gegenteil, es wurde/wird vom Publikum mit Interesse aufgenommen).

> Der Erhalt historischer Fahrzeuge ist, wie der jedes
> anderen Kulturgutes auch, mit einer nicht
> unerheblichen Verantwortung verknüpft, die
> reißerische Zurschaustellungen eines kurzlebigen
> Knalleffektes wegen generell ausschließen sollte.
> Der sattsam bekannte Tenor, musealer
> Eisenbahnbetrieb müsse aus sich selbst heraus
> finanzierbar sein, ist in diesem Zusammenhang mit
> Nachdruck zu verneinen, denn sonst käme jedweder
> absurde Phantasieanstrich an historischen
> Fahrzeugen hierfür als Beweggrund in Betracht- was
> ja leider auch nicht selten geschieht. Da
> Otto-Normalverbraucher, der nach gängiger
> Argumentation als Besucher oder Fahrtteilnehmer
> für den Museumsbetrieb aufkommen soll, im
> Allgemeinen ohnehin immer weniger Ahnung von der
> Eisenbahn hat, wären dem Wildwuchs an farblichen
> Verunstaltungen bald keine Grenzen mehr gesetzt.

Die Veraenderung erfolgt ja nicht dauerhaft, fuehrt nicht zu einem Einhgriff in die Substanz und wird auch nicht als "Regelfall" deklariert, sondern es wird ja ausdruecklich auf die Abweichung vom Normalfall (also dass es gerade nicht die Regel war) hingwiesen.

> Im Gegenteil muss das betreute Kulturgut, in
> diesem Fall E 03 001, der Nachwelt optisch wie
> technisch korrekt präsentiert werden.

Was ist "optisch und technisch korrekt"?
Beispiel der BR 38 im DTM Berlin: Der Zustand der Inbetriebnahme (P 8, preussisch gruen)? Das Leben bei DR bzw. DRG (BR 38, schwarz, ohne Indusi)? Das Leben bei der DR in der DDR (BR 038, schwarz, mit Indusi)? Oder der (gezeigte) Zustand als Heizlok?
Und wie jeweils hergerichtet: Frisch lackiert, seidig matt? Mit Betriebsspuren? Mit Fristen? Welche Ausfuehrung der Bremse?

> Die Mona Lisa pönt man schließlich auch nicht um- oder
> beklebt sie mit farbigen Folien- um dem Louvre
> zusätzliche Besucherklientel zu verschaffen.

Weil es dort erstens zu einem EIngriff in die Substanz kaeme und weil es zweitens nicht noetig ist - denn die Besucher stehen ohnehin Schlange. Bei Lokomotiven ist das anders, da gibt es den "Kenn' ich schon.."- bzw. "Hab' ich schon..."-Effekt.
Deswegen etwa aendern britische Museumsbahnen immer mal wieder die Lackierung von Loks (andere Epoche), um "alte Bekannte" wieder neugierig zu machen: Das Interesse an einer "eigentlich bekannten" Lok steigt wieder - und lockt Besucher (bzw. hier auch Kauefer) an.

Ich finde die Lok auch nicht so toll, dass ich sie als Modell kaufen wuerde, goenne aber den Kunden den Spass - es schadet doch niemandem! Und wenn jeder, der meckert, 50,00 Euro spenden wuerde, haetten Vereine das auch bald nicht mehr noetig, mit der Industrie zu kooperieren (denn die zahlt einen Obolus fuer diese Veraenderungen; vgl. 18 201 usw.).

Man muss nicht alles gut finden - Toleranz reicht manchmal schon (zumal es hier nicht zu dauerhaften Veraenderungen der Substanz kommt.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind.
Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.
Sinnvoll wäre, Museums-Loks unter Denkmalschutz zu stellen...

http://www.abload.de/img/signaturn7e1s.jpg

KBS 650 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sinnvoll wäre, Museums-Loks unter Denkmalschutz zu stellen...

Das sehe ich genauso.

MfG
Peter schrieb:
-------------------------------------------------------

> ...Man muss nicht alles gut finden...

Ich verspüre, ehrlich gesagt, nicht die geringste Lust, wieder einmal ein DSO-typisches "Zitat-Monster" durchzulesen, so als wüsste ich nicht mehr was ich vorgestern geschrieben habe, geschweige denn darauf zu antworten. Deshalb in aller Kürze und hoffentlich Deutlichkeit: Historische Fahrzeuge haben nach meinem unmaßgeblichen Dafürhalten in einem historisch korrekten Zustand erhalten zu werden. Dies bezieht sich sowohl auf die technische Ausrüstung, die Farbgebung wie auch auf den Allgemeinzustand. Wenn ein Fahrzeug sehr alt ist und dereinst sehr häufig gebaut wurde, umso besser. Dann bieten sich dem Eigentümer, wie im Fall der P 8, nicht selten diverse Alternativen einer authentischen Präsentation, und alle sind legitim.

MfG
KBS 650 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sinnvoll wäre, Museums-Loks unter Denkmalschutz zu
> stellen...


Hallo,

ich bin mir nicht sicher, ob damit dein Ziel erreicht werden kann, eher im Gegenteil. Auch der Reichstag stand unter Denkmalschutz, als Christo ihn verhüllte und damit ein Kunstwerk ohne Gleichen schuf. Ähnlich könnte man die kurzzeitige Verkleidung der 103 001 auch sehen.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob ein Denkmalschutz für eine Museumslokomotive möglich und sinnvoll ist. Dabei denke ich an Folgendes:

- Eine Museumslokomotive unterliegt bereits der Pflege eines Museums. Die Museumsleute sind in aller Regel gut ausgebildete Fachleute, die sich auf die Konservierung ihrer Objekte verstehen (ich habe selber einige Zeit in Museen gearbeitet und weiß, wie intensiv Museumsleute an der Konservierung arbeiten). Ein Denkmalschutz würde den Schutz der Objekte nur dann verbessern, wenn dadurch mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden können.

- Ein Denkmalschutz ist nicht automatisch für jede historische Lokomotive (jeden Oldtimer, jede alte Industrieanlage etc.) möglich. Das Objekt muss von herausragender Bedeutung sein und/oder besonders typisch für eine Epoche. Ob das für eine Prototyp-Lokomotive zutrifft, ist diskutabel, ich meine: nein. Eine Prototyplokomotive zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie nicht typisch ist und im Falle der 103.0 deutliche, auch optische Unterschiede zur typischen 103.1 trägt. Auch ist die 103 001 nicht von herausragender individueller Bedeutung, sie war ja nicht die erste E03, die abgeliefert wurde. Diese Ehre hatte die E03 002.
Wenn also eine Lokomotive der Baureihe 103 unter Denkmalschutz gesetzt werden sollte, dann sinnvollerweise eine 103.1.

- Der Denkmalschutz kann sich negativ auf den Einsatz von Museumslokomotiven auswirken. Bei der 103 001 ist das nicht mehr so relevant, da die Lok wegen fehlender HU nicht eingesetzt werden kann. Bei betriebsfähigen Loks kann das aber unangenehme Folgen haben, da die Auflagen, die mit dem Denkmalschutz verbunden sind, sehr strikt sein können. Zu erwarten ist, dass nur Originalbauteile bei Ausbesserungen verwendet werden dürfen, heute mit nicht-originalen Methoden und Materialien nachgebaute Teile sind tabu. Moderne Zusatzeinrichtungen wie PZB- oder LZB-Rechner sind gleichfalls tabu. Es kann sogar sein, dass die Denkmalbehörde zur Auflage macht, dass die Lok jede Nacht am selben Standort "übernachtet".
De facto kann ein strikter Denkmalschutz einen sinnvollen Einsatz einer Lok sehr erschweren oder gar unmöglich machen. Ich erinnere da nur an die Querelen, die Dampfplus mit der 18 201 hatte.

Die einzige zuverlässige Möglichkeit, zu vermeiden, dass die 103 001 so aussieht, wie man will, ist mit viel Geld dafür zu sorgen, dass der Besitzer die Lok so erhält, wie man möchte.

Schöne Grüße

Tobias

Btw: welche Farbgebung ist für die 103 001 jetzt eigentlich richtig? Mit oder ohne rot abgesetztes, silbernes Dach?

"Speedlined by Otto Kuhler"