DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 10 - Wagen-Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Das Wagen-Forum ist Bestandteil des Angebotes von www.revisionsdaten.de im Verbund von www.drehscheibe-online.de. Bitte auch Revisionsdaten von Wagen in diesem Forum unterbringen.
Moderatoren: allgäubahn - MWF
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -

Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: dooby

Datum: 10.03.15 20:29

Guten Tag!
Beim Frockler gibts ja die alten Übersichtszeichnungen vom Linz. Die sind aber nicht so ganz aussagekräftig. Also:

Linz Nr 1. Der bekannteste, späte Bauart mit durchgehendem Außenlangträger. Liliput-Modell und noch diverse Museumswagen erhalten.
Linz Nr.2. die frühe Bauart SGP mit innenliegendem Fischbauchlangträger. Mindestens ein Wagen ist noch bei der MEM Minden erhalten.
Linz Nr.3. Was ist das für ein Wagen??? Hat auch Fischbauchlangträger. Angeblich "Leichtbau". Bauzeitraum wohl zwischen Nr. 2 und Nr.1. Aber, ist der Fischbauchlangträger innenliegend, wie bei Nr.2 oder außenliegend, wie bei Nr.1 ?
Es gab mal einen grauslichen Umbausatz für den Liliput Wagen, der zeigte einen überdimensionierten Fischbauch. Sollte das diesen Typ darstellen?

Nr.1 hab ich ohnehin, Nr.2 hab ich mir gebaut und Nr.3 würde mich als Modell auch interessieren. Weiß jemand bescheid?
Danke!

Hinweis:Beitrag kann Tippfehler enthalten. Diese sind im allgemeinen unbedenklich und dienen der Kurzweil entsprechender Sucher.Sollten Sie dennoch Unwohlsein empfinden, kontaktieren Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Urheberrecht,§ 51 Zitate: Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:03:10:20:29:54.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: tuswa

Datum: 10.03.15 22:20

Hallo,

schau mal hier [de.wikipedia.org]
In SC gibt es ein Bild eines Wagens mit verstärkten Außenträgern die wohl sehr "robust" ausgefallen sind, sollte ein Einzelstück (?) sein...

mfg,
Tuswa

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: Kai Lahmann

Datum: 11.03.15 16:10

Also hiernach gab es alle drei in größerer Zahl:
[www.modellbahnfrokler.de]

78 ist die gerade Form; zwischen den beiden anderen sehe ich in den Zeichnungen auch keinen Unterschied.

Gruß Kai

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: dooby

Datum: 11.03.15 21:07

Hmmm...
100-077-omm32.jpgDieser Typ wird als geschweißte Bauart bezeichnet(RZA Blatt77)...
und
100-078-omm32-fischbauch.jpgdieser Typ wird als Fischbauch bezeichnet (RZA Blatt78).
Der einzige Unterschied zwischen beiden fällt beim Betrachten der Kastenunterkante auf. Der Wagen nach Blatt 78 könnte die bauart SGP sein. Deshalb vermute ich, daß der Wagen nach Blatt 77 außenliegende Fischbauchträger hat. Ich such noch Bilder zum SGP Wagen raus, damit deutlich wird, was gemeint ist. Klar dürfte sein, wenn das RZA für den Fischbauchwagen zwei Zeichnungsblätter herausgab, dann gab es auch zwei unterschiedliche Wagentypen (den Normal-Linz lasse ich hier mal völlig außen vor, der ist auf RZA Blatt 79 dargestellt).
Bis später...

Hinweis:Beitrag kann Tippfehler enthalten. Diese sind im allgemeinen unbedenklich und dienen der Kurzweil entsprechender Sucher.Sollten Sie dennoch Unwohlsein empfinden, kontaktieren Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Urheberrecht,§ 51 Zitate: Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

..."Normal-" Linz (m 1 Scan)...

geschrieben von: VB995

Datum: 11.03.15 23:01

...wurde bein der DR (der DDR) in einer vereinfachten Zeichnung für die Dienstvorschriften (z.B. DV 939...) dargestellt.

Zuständig war:
Deutsche Reichsbahn, Versuchs- und Entwicklungsstelle für die Wagenwirtschaft Delitzsch, Leitstelle für Standardisierung

Hier nun der Scan:
omm-linz-normal-zeichng-_1024x734.jpg

Viel Spaß beim Gucken

Beste Grüße
VB995

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: dooby

Datum: 12.03.15 21:48

Guten Tag!
So, ich hab nochmal gesucht und zeige mal ein Bild vom Linz der Bauart SGP mit innenliegenden Fischbauchträgern:
Omm32Linz.jpg

Und hier ist noch das RZA Blatt 79 mit dem Normal-Linz
100-079-omm32-aussen.jpg

Wenn ich jetzt die drei Zeichnungen mit dem SNCF Linz vergleiche, denke ich, RZA Blatt 78 zeigt diesen Typ, weilauf der Zeichnung die Unterkante des Wagenkastens tiefer liegt als die Langträgeroberkante, wie bei dem SNCF-Linz (das der bei der SNCF lief tut ja wohl nichts zur Sache.
Weiter-
Wenn ich RZA Blatt 79 (Normalbauart) und Blatt 77 (geschweißt) vergleiche, stelle ich fest, das beide Wagen in den zeichnungen die Kastenunterkante bündig mit der Langträgeroberkante haben. Das bedeutet für mich, das der Wagen in Blatt 77 ebenso wie der Normal Linz in Blatt 79 außenliegende Langträger hat, nur eben gekröpft!Von diesem Wagen scheint es keine handgebremste Ausführung gegeben zu haben.

Hallo tuswa! Erklär mir doch bitte, was die Quelle SC heißt. Oder scan mal das Bild von deinem genannten Wagen. Sonst kommen wir hier nicht weiter. Ist eine Wagennummer erkennbar usw. Nur an Wikipediea verweisen reicht nicht.

Der in Minden erhaltene Wagen entspricht dem gezeigten SNCF Linz. Bei der DB wurde diese Bauart schon in den 60er Jahren ausgemustert.

Bis später...

Hinweis:Beitrag kann Tippfehler enthalten. Diese sind im allgemeinen unbedenklich und dienen der Kurzweil entsprechender Sucher.Sollten Sie dennoch Unwohlsein empfinden, kontaktieren Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Urheberrecht,§ 51 Zitate: Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:03:12:21:54:27.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 13.03.15 07:59

dooby schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...
> Hallo tuswa! Erklär mir doch bitte, was die Quelle
> SC heißt.
> ...
> Bis später...

Das kann ich auch, SC ist Stefan Carstens (der unter diesem Kürzel hier im Forum schreibt), tuswa bezieht sich offenbar auf Band 3 der Buchreihe über Güterwagen, in dem sich auch ein Kapitel über den Omm Linz findet. Absolut empfehlenswert, nur falls Du die noch nicht kennen solltest.

Gruß
Wolfram

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: tuswa

Datum: 13.03.15 13:39

Genau!

Auf Seite 90 dieses Buches ist der Ommr32 802066 zu sehen, bei dem nach WK2 die Längsträger verstärkt wurden. Laut Unterschrift sollten einige Wagen auf dieser Art und Weise verstärkt worden sein.
Ich erinnere mich daß es in Miba(?) auch mal eine Beschreibung gegeben hat für eine Umsetzung im Modell (Basis Liliputmodell).

Mfg,
Tuswa.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: dooby

Datum: 13.03.15 21:19

Hallo tuswa und wolfram, Herzlichen Dank, an die andern natürlich auch!

Hinweis:Beitrag kann Tippfehler enthalten. Diese sind im allgemeinen unbedenklich und dienen der Kurzweil entsprechender Sucher.Sollten Sie dennoch Unwohlsein empfinden, kontaktieren Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Urheberrecht,§ 51 Zitate: Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: Kai Lahmann

Datum: 14.03.15 13:33

Leider auf dem Foto schlecht und der Zeichnung gar nicht zu erkennen: Wurde an Stelle des Fischbauches irgendwas von dem umfangreichen Sprengwerk weggelassen, oder war das nur zusätzlich?

Gruß Kai

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: dooby

Datum: 20.03.15 21:02

Hallo Kai Lahmann!
Das Sprengwerk beginnt auf der Innenseite des Langträgers. Wenn die DR-West/DB diesen mit angeschweißten L-Profil verstärkt hat, dürfte beim Sprengwerk nichts verändert worden sein.
Original Linze kann man noch im Rbf Dresden Friedrichstadt sehen. Sind dort Bergbremswagen. Oben rum haben sie einen Rekoaufbau bekommen, analog zum Villach mit verblechten Wänden unten rum noch original.
Der Rekoaufbau ist an den Kastenoberträgern in U-Profil Bauweise erkennbar. Bei den verblechten Villach der DR hatte man den original L-Träger verkehrt herum wieder eingeschweißt. Ist insgesamt schwächer.
In Dre Fri stehen auch mehrere Omm 42/43 der DB, die modernisierte Bauart vom Villach/Linz mit UIC Stahlaufbau, auch als Bergbremswagen.
Eigentlich sind die genannten Wagen was für ein Museum, alte O-Wagen gibt es kaum noch.

Hinweis:Beitrag kann Tippfehler enthalten. Diese sind im allgemeinen unbedenklich und dienen der Kurzweil entsprechender Sucher.Sollten Sie dennoch Unwohlsein empfinden, kontaktieren Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Urheberrecht,§ 51 Zitate: Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 10.10.16 15:14

tuswa schrieb:

Genau!

Auf Seite 90 dieses Buches ist der Ommr32 802066 zu sehen, bei dem nach WK2 die Längsträger verstärkt wurden. Laut Unterschrift sollten einige Wagen auf dieser Art und Weise verstärkt worden sein.
Ich erinnere mich daß es in Miba(?) auch mal eine Beschreibung gegeben hat für eine Umsetzung im Modell (Basis Liliputmodell).

Mfg,
Tuswa.


Hallo,

@ "verstärkte" äußere Langträger bei einigen Wagen des Gattungsbezirkes LINZ :

Zu dem Thema will ich in Kürze einen separaten Beitrag einstellen.
Zum einen gab es solche Wagen (zumindestens einen) auch bei der DR, was nicht für den alleinigen Umbau durch die DB
spricht. Ein entsprechender Bildbeleg liegt mir, leider ohne Rechte, vor.
Es existiert auch noch ein solcher Wagen. Aufgrund seines Aufenthaltsortes und seines Zustandes sowie seiner Ausrüstung
kommen bei mir aber berechtigte Zweifel auf ob es sich tatsächlich um einen DB Umbau handelt.
Natürlich kenne ich die Unterlagen von SC nicht die ihm bei der Manuskripterstellung zur Verfügung standen.
Umbauten durch die DB(oder die Westzonen-DR) , bzw. eher Rückbauten, waren das sicherlich, aber meinem
Verständnis nach betrafen die nicht die "verstärkten" äußeren Langträger.

In Kürze hier dazu mehr.

Gruß

Norbert

P.S. der "MIBA-Umbau" , sprich der Artikel darüber würde mich sehr interessieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:10:10:15:16:16.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 11.10.16 08:15

Hallo,

ich weiß nicht, welche Spur du bei deinen Nachforschungen verfolgst, hier kurz meine Erkenntnisse.

Die Linz mit dem nachträglich verstärkten Langträger sind keine Umbauten der DB, sondern Wagen die für Kriegszwecke an die Wehrmacht geliefert wurden. Sie dienten zum Aufbau von Radargeräten Würzburg-Riese, die zur Zielzuweisung für die Flak (oder auch Nachtjäger?) verwendet wurden. Über den Zweck kann man nur spekulieren. Einerseits kann die Meterlast der Wagen durch das massive Radargerät überschritten worden sein. Ich vermute aber eher, dass man damit eine exakte Nivellierung des Radars einschließlich Ausschaltung der Wagenfederung erreichen konnte (das Ziel wurde mit dem Parabolspiegel angerichtet und die Werte in die Artillerierechner übernommen).

Bildbelege gibt es auch, z.B.

hier (Transportstellung)

hier im Aufbau

und hier in Arbeitsstellung.


Das könnte bei der nächsten anstehenden Erweiterung des Güterwagen-Bandes 3 eingearbeitet werden. Oder erscheint irgendwann mal ein Sammelband über die Ableitungen für kriegerische Zwecke? Da gibt es z.B. die Stuttgart und Ulm als Flakwagen, Köln SS und SSla für die schwere Flak, SSt als Sauerstofftankwagen, um die bekannteste Exemplare zu nennen

Gruß
Wolfram
Wolfram D. schrieb:
Hallo,

ich weiß nicht, welche Spur du bei deinen Nachforschungen verfolgst, hier kurz meine Erkenntnisse.

Die Linz mit dem nachträglich verstärkten Langträger sind keine Umbauten der DB, sondern Wagen die für Kriegszwecke an die Wehrmacht geliefert wurden. Sie dienten zum Aufbau von Radargeräten Würzburg-Riese, die zur Zielzuweisung für die Flak (oder auch Nachtjäger?) verwendet wurden. Über den Zweck kann man nur spekulieren. Einerseits kann die Meterlast der Wagen durch das massive Radargerät überschritten worden sein. Ich vermute aber eher, dass man damit eine exakte Nivellierung des Radars einschließlich Ausschaltung der Wagenfederung erreichen konnte (das Ziel wurde mit dem Parabolspiegel angerichtet und die Werte in die Artillerierechner übernommen).

Hallo Wolfram,

das sind auch meine Erkenntnisse , diese Wagen waren Sockelwagen für das FuSE 65 (E), dem von Dir genannten Würzburg Riese(n), der auf Güterwagen montiert und verlastet wurde.
Bei einem Besuch in Belgien stieß ich, durch eine zufällige Suche, nach Bildern aus dem Atlantikwallmeum Raversijde bei Oostende auch auf dieses,
in dem Moment sehr elektrisierende Bild:
[www.tripadvisor.de]
Es existiert also noch eine äußerlich halbwegs komplette Einheit die das Museum in Belgien aus Frankreich übernommen hat.
mehr dazu:
[www.deutschesatlantikwallarchiv.de]

wie man hier sehen kann hat der Wagen jedoch kein Sprengwerk. Und das war wohl ab (Umbau-)Werk so.:
[www.adventureforlife.co.uk]

Die Aufbau- Dienstvorschrift gibt es auch im Netz:
[www.cdvandt.org]
[www.cdvandt.org]
[www.cdvandt.org]

dort wird auch über das Ausrichten des Wagens mittels der mitgeführten Winden und das unterlegen der Achlager geschildert.
Es wird auf penibles arbeiten hingewiesen um Einflüsse durch Windlasten zu unterbinden.
Das Marschgewicht entspricht sicherlich den zulässigen Achs und Meterlasten und beim Aufbau hatte man dann ja die Stützen.
Die untergeschweißten Blechträger dienen in erster Linie wohl der Abstützung/Justierung der Einheit
weiteres zum Thema auch hier, mit Bildern eines ganzen :

[www.gyges.dk]
[www.gyges.dk]

hier (2. Link)gibt es ein interessantes Zitat:
"Zur Einsatzführung der im Luftflottenbereich vorübergehend befindlichen Nachtjagdgruppe trafen im Juni [1943] fünf der neun vorhandenen Eisenbahn-Nachtjagd-Leitkompanien der II./Ln-Rgt. 42 (spätere Ln-Flugm.-Abt. (E) z. b. V. 21) aus dem Raum Berlin und Westeuropa ein. Diese "Nachtjagd-Eisenbahnzüge" verlegten auch vorübergehend mit Nachtjagdstaffeln in den Charkower Raum (Luftflotte 4)."
Zitat Ende.

Wenn diese Züge also jeweils 2 "Riesen" hatten dann wären das maximal 8 Sockelwagen.

Der Wagen in Raversijde, Li(nz) 14987 (auch auf dem Feuerschild lesbar) hat Rollenlager der Reichsbahnbauart und an einem Ende
auch noch beidseitig Panzerhaken.

Über weitergende Erkenntnisse oder gar Stückzahlen dieser Splittergattung würde ich mich freuen.

Gruß

Norbert

Edit: ein "a" ergänzt



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:21:16:00:42.

"Verstärkte" Linz (Wagennummer korrigiert)

geschrieben von: sc

Datum: 11.10.16 11:21

Hallo,

so ist das halt mit der Zugänglichkeit von Informationen. Wenn ich die Quellen, die mir heute zur Verfügung stehen, vor 25 Jahren schon gehabt hätte, hätte ich bestimmt vieles in meinen Büchern anders geschrieben. Das gilt z.B. auch für die Verstärkung von G Kassel und München, aber das ist ein anderes Kapitel …

Die "verstärkten" Linz sind definitiv keine nachträglich verstärkten Wagen.
Bildlich belegt sind bei der DB die Wagen 800 069, 800 722, 802 068, 803 204, 805 397, 805 945 sowie bei der DR der 42-69-85

Grüße aus HH
Stefan

edit: Falsche Wagennummer 42-49-85 in 42-69-85 geändert – Danke für den Hinweis auf den Tippfehler



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:10:13:08:59:11.

Re: Frage zu den drei Bauarten des Ommr Linz

geschrieben von: 86 182 Schwerte

Datum: 11.10.16 13:19

Hallo Tuswa,

der Umbau in Miba 8/98 Seite 78 (Linzer Variationen) ist von mir erstellt worden. Ich habe damals den besagten Wagen mit dem außenliegenden Langträger gebaut. Der Umbau war quasi nach Foto gearbeitet, da mir als Vorlage nur das Bild aus dem Carstens Band 3 vorlag.Als Material für die Träger habe ich Polysterolplatten verwendet, die Profilierung ist aus Evergreen/Plastruct Profilen gemacht. Heutzutage könnte man auch bei Krüger Modellbau einen Umbausatz aus Ätzteilen für diese Ausführung des Linz kaufen. Aus der Beschreibung in der Webseite ergibt sich nicht, was der Satz alles enthält (HO 98687). Sind das nur die Ätzteile oder wird ein passend bedruckter Wagenkasten mitgeliefert? Leider erschließt sich das, wie bei so vielen Produkten bei Krüger nicht aus der Webseite. Preisangaben sind dort auch nicht zu finden.

Der Umbau ist Ansicht recht einfach und Polystyrol als Baumaterial obendrein preiswert. Die zusätzlichen Veränderungen betrafen den Einbau von Rollenlagern in den Achslegern und vor allem die Montage neuer Profile auf der Stirnklappe. Die Beschriftung stammt von Gaßner, wobei die Wagennummer individuell zusammengeschnippelt wurde.

Wer den Umbau sucht, google hilft.

Viele Grüße

Joachim

Re: "Verstärkte" Linz

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 11.10.16 17:20

sc schrieb:

Hallo,

so ist das halt mit der Zugänglichkeit von Informationen. Wenn ich die Quellen, die mir heute zur Verfügung stehen, vor 25 Jahren schon gehabt hätte, hätte ich bestimmt vieles in meinen Büchern anders geschrieben. Das gilt z.B. auch für die Verstärkung von G Kassel und München, aber das ist ein anderes Kapitel …

Die "verstärkten" Linz sind definitiv keine nachträglich verstärkten Wagen.
Bildlich belegt sind bei der DB die Wagen 800 069, 800 722, 802 068, 803 204, 805 397, 805 945 sowie bei der DR der 42-49-85

Grüße aus HH
Stefan

Hallo Stefan,

Ich finde das aber nicht so schlimm. Es zeigt nur das es auch bei den vermeintlich abgeschlossenen Epochen noch viel zu entdecken und zu klären gibt. Nur wird leider der Interessentenkreis für so etwas immer kleiner...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Das ist doch nur Wissenserweiterung + 3 Bilderlinks

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 12.10.16 08:18

sc schrieb:

Hallo,

so ist das halt mit der Zugänglichkeit von Informationen. Wenn ich die Quellen, die mir heute zur Verfügung stehen, vor 25 Jahren schon gehabt hätte, hätte ich bestimmt vieles in meinen Büchern anders geschrieben. Das gilt z.B. auch für die Verstärkung von G Kassel und München, aber das ist ein anderes Kapitel …

Die "verstärkten" Linz sind definitiv keine nachträglich verstärkten Wagen.
Bildlich belegt sind bei der DB die Wagen 800 069, 800 722, 802 068, 803 204, 805 397, 805 945 sowie bei der DR der 42-49-85

Grüße aus HH
Stefan

Hallo Stefan,

Du hast es damals nicht besser gewusst, da wird niemand einen Vorwurf draus machen können oder wollen.
Ohne Güterwagen Band 3 wüsste ich am Ende noch nicht mal das es solche Wagen gab und den einen in Belgien noch gibt (übrigens frei zugänglich bis zum niedrigen Zaun).
Ich kenne niemanden der ein Buch gemacht hat das heute exakt genau so wieder machen würde, egal ob Text oder Bildband.
Das 1966er Güterwagenhandbuch ist in vielen Dingen mindestens verwirrend, in vielem überholt, unvollständig und auch schon mal einfach nur falsch.
Aber trotzdem blättere ich immer wieder gerne darin rum.

Aber es ist leider so wie Matthias geschrieben hat, es werden immer weniger die sich überhaupt für solche Exotenthemen interessieren.

Weil es hier ein Thema war
Bild vom Krüger Umbausatz:
[www.krueger-modellbau.de]

Bilder vom (kleinen) Würzburg Gerät (5000 gebaute Exemplare) auf einem R-Wagen :

[commons.wikimedia.org]
[commons.wikimedia.org]

Gruß

Norbert

Nachsatz:
Danke für die Nennung der belegten Waggonnummern, Stefan !



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:10:12:08:55:59.

Re: Das ist doch nur Wissenserweiterung + 3 Bilderlinks

geschrieben von: dooby

Datum: 12.10.16 20:19

Ich sag nur eines: HOCHINTERESSANT und wieder was gelernt!!!!!

Hinweis:Beitrag kann Tippfehler enthalten. Diese sind im allgemeinen unbedenklich und dienen der Kurzweil entsprechender Sucher.Sollten Sie dennoch Unwohlsein empfinden, kontaktieren Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Urheberrecht,§ 51 Zitate: Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

Re: "Verstärkte" Linz

geschrieben von: lbwettin

Datum: 12.10.16 22:26

Hallo Stefan,

das mir vorliegende Bild der DR zeigt 42-69-85 !

Eventuell nur ein Schreibfehler bei Dir oder doch ein anderer Wagen?

Viele Gruesse

lbwettin
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -