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Moderatoren: allgäubahn - MWF

Mc Donalds Speisewagen abgestellt in Rastatt

geschrieben von: HamburgStrabfan

Datum: 10.06.09 12:56

http://www.abload.de/img/img_0933dcej.jpg
Bis wann gabs den diese "Mc Trains" noch auf Deutschen Schienen im Linienbetrieb?

Grüße aus Karlsruhe
Mark

Mein flickr-Fotostream: [www.flickr.com]

Für eine Straßenbahn in Hamburg!!!

Re: Mc Donalds Speisewagen abgestellt in Rastatt

geschrieben von: dieters

Datum: 10.06.09 22:07

Tach,
in diesem Beitragsbaum finden sich weitere Infos:
[www.drehscheibe-foren.de]
Gruß Dieter

Re: Mc Donalds Speisewagen abgestellt in Rastatt

geschrieben von: Der Waldspecht

Datum: 12.06.09 21:59

Ich weiß gar nicht, wieso sich diese Geschichte nicht durchgesetzt hat?

Dabei wäre natürlich interessant zu wissen, womit die Züge, in denen dieser MCD-Wagen lief, sonst noch so bespannt waren?

Gab es im gesamten Zug verpflegungstechnisch nur diesen Wagen oder lief der als "Mitbewerber" des BordRestaurants mit (das wäre ja schön blöd gewesen von der DB)?

Gibt es eine Stellungnahme vom Burgerbrater, wieso der Betrieb dieser Wagen eingestellt wurde? Unrentabilität kann ich mir irgendwie kaum vorstellen... Insbesondere bei den moderaten Preisen im Vergleich zum Angebot des BordRestaurants. Und Fastfood war doch auch damals schon "in".

D.W.

http://www.negativkunst.de/nklogo_invkl.jpg

Da gesell ich mich mit...

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 12.06.09 22:04

...der Frage meines Vorredners einfach mal dazu!

Denn das seh ich auch so!

Soweit ich weiss war der Wagen im "Königsee-IC" anzutreffen.
(Berichtigt mich wenn ich falsch liege;-)

Leider sieht der Wagen sehr runtergekommen aus:-(
Grade auch von Innen!

Wem gehört der Wagen eigentlich?
Passiert mit dem mal was...?

Gruss Teckbahner der den Wagen gerne im besseren Zustand erlebt hätte...

Rentabilität

geschrieben von: dieters

Datum: 13.06.09 00:35

Tach,
der Wagen lief als einziger Speisewagen zwischen den beiden Wagenklassen.
Der am Platz-Service sollte den Umsatz steigern und sicherstellen weil ein überfüllter Speisewagen der potenzielle Kunden abhielt, somit nicht existierte. Anfänglich lief es auch recht gut wenn man den Pressemeldungen glauben schenken kann.
Die Inneneinrichtung des MC-Train entsprach in Form des Bistro eines InterRegio mit seinen Halbkreisen der Sitzbänke und zusätzlichen Barhockern ohne Lehne alles andere als einem klassischen Speisewagen. 27 Sitz- und 8 weitere Stehplätze. Ich vermute daß die meisten üblichen Speisewagenbesucher so nicht ihre Mahlzeit genießen mochten. Da konnten auch keine 2 zusätzliche angebotene Menüs und der am Platz-Service es ausgleichen. Es fehlte dem Stammbesucher etwas. MC Donalds Produkte mag auch nicht jeder. Zwar wird McDonald in meist jüngeren Bevölkerungskreisen etabliert gewesen sein, aber ich denke das man die Bahnkundschaft eines Intercity und die Reisekultur zur damaligen Zeit nicht miteinander gleichsetzen konnte.
Ein Beispiel zeigt es: Zum 1. Juli 1993 wurde der Speisewagen auf der IC-Linie 3 (Karlsruhe - Berlin) dichtgemacht und nur Speisen am Sitzplatz angeboten. Nach drei Monaten lies man das Projekt fallen weil die Kunden einen ordentlichen Speisewagen verlangten.
Wenn ich mich recht erinnere waren im "McTrain" mindestens 5 Personen an Personal tätig. Da braucht es bei McDonald's einen dauerhaften sehr guten Umsatzes wie es den stationären "Franchise-Restaurants" entsprechen muß.
Gruß Dieter

Re: Rentabilität

geschrieben von: BerlinAndré

Datum: 13.06.09 10:56

und die "Jugend von damals" ist heute älter, und fährt sicher nicht selten mit dem Zug. Also auf McDonalds! Das Projekt wiederbeleben, nicht zuletzt für die Fuzzys... :-)

Vorbildfotos? -> [www.FotoBahn.de]

Re: Rentabilität

geschrieben von: tbk

Datum: 13.06.09 11:26

Die 5 personen und ihre kosten werden das eigentliche problem sein, damit hatte der wagen mehr als doppelt so hohe personalkosten wie ein normaler 2-personen-speisewagen mit chefkoch und oberkellner (oder werkelten im WRmz 137 zunächst noch drei?)

Außerdem dürfte der speisewagen nicht die atmosphäre und das angebot geboten haben, das der "zahlungskräftige geschäftsreisende" sucht, wohl immer noch ein wichtiger umsatzbringer im speisewagen, wo stehts auch ein hochpreisiges menü angeboten wird, um diese clientèle zu bedienen.

Ein weiteres problem waren wohl die einwegverpackungen, die sich im zug verteilten, bzw. deren entsorgung unterwegs.

Persönlich sagt mir McDonald's nicht mehr so zu, mit 12 bis 14 jahren fand ich das mal gut, aber die zuggastronomie kann sich nicht nur an den wünschen der 12- bis 14-jährigen orientieren .....

Die kunst der speisewagengastronomie ist, ein sehr weit gestreutes bedürfnisspektrum (einige wollen frühstücken, manche wollen nur was trinken, manche kaffee und kuchen, manche sich schnell und billig sattessen und andere opulent dinieren) aus geringen ressourcen (kleine küche, begrenzte vorräte) zu bedienen. Und das in einer für den fahrgast vorhersehbaren zeit, denn irgendwann will er auch wieder aussteigen und sollte dann mit dem essen fertig sein. Das hat McD mit seinem konzept wohl nicht geschafft, es war nicht wirtschaftlich zu betreiben und wurde daher aufgegeben.

Was ist eigentlich aus den schweizer McDonald's-wagen geworden? Die wurden in coop-railshops umgebaut, eine art mini-supermarkt im zug, aber auch die sind offenbar nicht mehr im betrieb.

Re: Rentabilität

geschrieben von: dieters

Datum: 13.06.09 13:50

Tach,
das Interieur des Wagens kann man zwar dem Speisewagen anpassen, wobei zu berücksichtigen ist das wegen der großen Küche weniger Plätze vorhanden bleiben. Ob sich der Gast aber mit einem Publikum das, wenn auch ab und zu nur, nicht den ruhigen Gepflogenheiten des Speisewagenaufenthaltes entspricht, Stammkunde im McTrain bleibt?
Geschirr aus Porzellan ist sowieso ein Muß. Das bedeutet Bedienung und spülen.
Der hohe Personalstand bedingt durch das McDonald`s Konzept, wobei noch mindestens zwei Gerichte einer sogenannten traditionellen Mahlzeit, plus ein vegetarisches außer Pommes und Salate auf dem Speiseplan stehen müßte, käme nicht zum tragen.
Der Blick in eine McDonald`s Filliale zeigt das ständig Kunden an der Theke sind. Ein Waggon hat höhere Betriebskosten als ein vergleichbares stationäres Restaurant. Ein Problem bei allen Betreibern. Deswegen wurden Speisewagen bei den Bahnen als ein notwendiger Service betrachtet. So muß eine Versorgung der Reisenden durch ein Unternehmen das nur dort tätig ist und hohe Einnahmen erwartet sehr gut laufen. Ein am Platz-Service ist nicht nur geboten sondern muß auch gesichert sein. Ich schätze das langfristig pro Stunde mindestens 30 Mahlzeiten verkauft werden müssten. Und vermutlich noch zu niedrig geschätzt. Dieses ist mit Sicherheit nicht zu halten.
Gruß Dieter

Re: Rentabilität

geschrieben von: tbk

Datum: 14.06.09 14:01

In Österreich schafft es è-express, speisewagen (mit tischdecken, porzellan usw.) zu weniger stark nachgefragten zeiten mit nur einer person zu betreiben. Die speisekarte ist dann nur geringfügig kürzer und die wartezeiten bei vollem wagen geringfügig länger ....

Klar, geschirr muss wieder eingesammelt und in den geklirrspüler gestellt werden. Aber das ist auch nicht viel mehr arbeit als das einsammeln der überall herumliegenden einwegverpackungen bei einem richtig gut besuchten wagen nach "McDonald's"-konzept.

Re: Mc Donalds Speisewagen abgestellt in Rastatt

geschrieben von: E42_151

Datum: 16.06.09 21:42

Handelt es sich bei diesem Wagen um 61 80 88-94 001-9 oder um 61 80 88-94 002-7 ?
Oder ist das nicht mehr erkennbar? ^^

Re: Mc Donalds Speisewagen abgestellt in Rastatt

geschrieben von: trainsa1

Datum: 11.03.12 22:11

Der Waldspecht schrieb:
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> Ich weiß gar nicht, wieso sich diese Geschichte
> nicht durchgesetzt hat?
>
> Dabei wäre natürlich interessant zu wissen, womit
> die Züge, in denen dieser MCD-Wagen lief, sonst
> noch so bespannt waren?
>
> Gab es im gesamten Zug verpflegungstechnisch nur
> diesen Wagen oder lief der als "Mitbewerber" des
> BordRestaurants mit (das waere ja schoen blod
> gewesen von der DB)?
>
> Gibt es eine Stellungnahme vom Burgerbrater, wieso
> der Betrieb dieser Wagen eingestellt wurde?
> Unrentabilität kann ich mir irgendwie kaum
> vorstellen... Insbesondere bei den moderaten
> Preisen im Vergleich zum Angebot des
> BordRestaurants. Und Fastfood war doch auch damals
> schon "in".
>
> D.W.

Also...
Mein Onkel ist der Erfinder dieser Wagen gewesen.
Er heisst Holger Blaufuss und ist nun Franchise Chef bei Mc Donalds.
Die Wagen wurden abgesetzt da der Stromverbrauch zu hoch war.
Der meiste Strom wurde vom Rest des Zuges verbraucht
und man kann sich nicht mehr nehmen als es gibt.
Dies sorgte ofters zu kurzschlussen.
Da hielt der Zug schon mal auf freier Strecke.
Auch waren die Wagen nicht sehr beliebt.