Moin!
Die Links zu den bisher erschienen Teilen:
[GB] Sommer im Südosten (1/8)
[GB] Sommer im Südosten (2/8)
[GB] Sommer im Südosten (3/8)
Der vierte Teil enthält die letzten Tage an der Südküste.
07.08.2017
Heute stand Canterbury als touristisches Ziel auf dem Plan. Auf dem Weg dorthin habe ich aber noch schnell in Chartham geschaut. Dort gibt es einen ganz klassischen Bahnübergang, der bei Flickr häufiger zu finden ist. Und den wollte ich mir mal in der Realität anschauen.
Bei der Einfahrt in den Haltepunkt Chartham passiert 375 826 den Bahnübergang.
Als die Sonne mal kurz herauskam,. Wollte ich eigentlich nur ein Bild von dem Stellwerk mit dem Bahnübergang aus der Straßenperspektive anfertigen. Und genau passend dazu erschien der Herr der Gates und waltete seines Amtes.
Noch ein Bild mit Zug, jetzt 375 826
Und noch ein Bild ohne zu erwartende Zugfahrt
Höhepunkt des folgenden Besuchs in Canterbury war natürlich die Kathedrale.
Und dieses Bild zeigt den touristischen Nahverkehr in der Stadt.
Der Rückweg führte über Dover, wo zunächst noch ein Blick über den Zaun des Dover Transport Museum geworfen wurde.
Bei Sonne gehen Bilder nur von der Straßenseite und die ist tatsächlich nicht sonderlich attraktiv. Ein klassischer Fall einer blöd stehenden Denkmallok.
Dafür stand die Simplex jetzt frei. In was für einer Einrichtung befindet sie sich wohl?
Den restlichen Nachmittag haben wir dann mit Blick auf den Hafen verbracht…
Interessantes Baugerät war im östlichen Teil des Hafenbeckens zu beobachten. Dort entsteht im Bereich der früheren Hoverports neue Bebauung.
Noch mehr Baugerät
Bei den Fähren lief der Betrieb normal. Hier läuft die Côte Des Flandres in Richtung westliche Ausfahrt
Die European Seaway in der östlichen Einfahrt
Die Spirit of Britain auslaufend
Und die Delft Seaways, die nach Backbord gedreht hat, um dann rückwärts den Liegeplatz anzulaufen
Und zum Schluss noch ein etwas anderes Bild. An vielen Stellen hier wird einem die andere Bedeutung dieser Küste bewusst, nämlich die als Front in zwei Weltkriegen. Entsprechend begegnen einem einige Gedenkstätten, hier das Battle of Dunkirk Memorial am Hafen von Dover.
08.08.2017
Wenigstens einmal in den Tagen hier wollten wir am Tunnel schauen, dort, wo die Züge zum Festland fahren. Am Morgen entdeckte ich aber bei Realtimetrains, dass heute der Atomtransport zur Dungeness Power Station fahren sollte. Das war Grund genug, zunächst einmal dort an der außerhalb des Kraftwerks gelegenen Verladeanlage zu schauen.
Tatsächlich fuhr der Zug heute. Mir gelangen nach der Ankunft zwei Bilder beim Umsetzen, hier mit der bei der Ankunft hinteren Lok, der 37 602.
Und von der 37 609 gelang mir ein Bild unter dem Verladekran.
Danach waren keine großartigen Fotomöglichkeiten zu erwarten, so dass wir die grobe Richtung Tunnel einschlugen. Unterwegs kamen wir natürlich durch New Romney und dort habe ich noch kurz bei der kleinen Bahn geschaut, die ich in diesen Tagen irgendwie liebgewonnen habe. In der Lokhalle kam ich mit einem Mitarbeiter ins Gespräch und es ergab sich, dass die Black Prince irgendwann ohne ihre Tücher dastand.
Die 1937 bei Krupp gebaute 10 "Black Prince", die hier leider etwas umgebaut wurde. Einerseits wurde der Kessel höher gelegt, andererseits sollte sie ganz allgemein deutscher aussehen…
Und der Anblick des hinteren Endes
Dann sind wir zum Eurotunnel gefahren. Auf der Südseite des Bahnhofs vor dem Portal gibt es eine Stelle, wo man einen guten Blick auf das Depot für die Arbeitszüge und die vorbeifahrenden Shuttle hat. Brauchbare Fotos sind dabei dank der Zäune und Oberleitungen leider nahezu unmöglich, außer ich hätte mich zwei Engländern angeschlossen, die recht schmerzfrei Nachschüsse produzierten. Aber sie gaben mir den Tipp mit einem etwas weiter westlich gelegenen Standort, wo man vielleicht Züge von vorne ablichten kann. Ich suchte die Stelle auf. Die war allerdings sehr beengt und der Blick auch recht eingeschränkt.
Dann muss der Zaun eben als Motivbestandteil herhalten. Beeindruckende Maschinen sind die bei Brush für die Shuttle-Züge im Eurotunnel gebauten Maschinen mit je drei zweiachsigen Drehgestellen. Die 9823 hat hier einen Zug für den PKW-Transport am Haken und fährt auf den als Kehrschleife angelegten Gleisen vom Tunnel zum Terminal. Deutlich häufiger verkehrten die LKW-Züge, nur fahren die dummerweise auf dem rechten Gleis.
Da sich jetzt ein größeres Loch in der Wolkendecke gebildet hatte, habe ich noch einen etwas weiter westlich gelegenen Fotopunkt angesteuert.
Hier werden die verschiedenen Strecken verknüpft. Der Javelin 395 021 kommt aus Richtung Dover und Folkestone auf der konventionellen Strecke. Das Gleis links neben der zweigleisigen Strecke ist eins der beiden Gleise, die vom Eurotunnel zur HS 1 bzw. Channel Tunnel Rail Link führen. Und ganz links sind Teile des Anlagen des Güterbahnhofs Dollands Moor zu sehen.
Bekanntlich kommt nach dem Javelin der Regionalzug aus Dover, der hier von 375 827 angeführt wird.
Und kurz danach kam auch nebenan ein Zug vorbei, der Eurostar e320 mit der Nummer 4008.
Den weiteren Tag verbrachten wir dann im Bereich von Capel-le-Ferne, teils im Cliff Top Cafe, teils am Battle of Britain Memorial.
Und zum Tagesschluss ein Bild des Battle of Britain Memorial. Hier wird an die Opfer der Luftkämpfe des Jahres 1940 erinnert, als es um die Lufthoheit über Südengland ging.
09.08.2017
Unser Ab- bzw. Weiterreisetag hier im Süden. Der Morgen begann mit herrlichem Sonnenschein und vor der Abfahrt wollte ich noch Abschied von der RH&DR nehmen.
Im Bahnhof New Romney stand die Lok 9 "Winston Churchill" mit dem Zug nach Hythe bereit. Die Wartezeit bis zur Abfahrt wurde noch genutzt, die Lok zu putzen.
Und bei der Abfahrt gab es noch ein Bild ohne den Güterwagen, der die letzten Tage rechts gestanden hatte.
Den Zug südwärts übernahm heute eine Dampflok. Genau genommen hatte ich neulich den einzigen Tag erwischt, an dem diese Leistung von der Diesellok übernommen wurde. Es keimte die Idee, als Abschiedsbild das Kraftwerksmotiv mit Dampf zu versuchen, was keinen sonderlich großen Umweg erforderte.
Auf dem Parkplatz lief wieder die Bekohlung, jetzt der Lok 2 "Southern Maid".
Und auf der Dungeness erwartete ich dann den ersten Zug, der heute von der 2 "Northern Chief" gezogen wurde
Das vorgesehene und letzte Motiv dieser Bahn klappte dann auch wunderbar: Der gleiche Zug nach der Abfahrt vom Bahnhof Dungeness.
Und als Abschiedsbild von der Dungeness ein Bild des Prospect Cottage
Unsere Fahrt führte nordwärts, direkt dem schlechten Wetter entgegen. Als Unterwegsziel hatten wir uns Chartwell ausgeguckt, den Landsitz von Winston Churchill. Als wir dort ankamen, fing es leider an, kräftig zu regnen. Und das sollte sich auch die nächsten Stunden nicht mehr ändern.
Chartwell, das wir natürlich besichtigt haben. Schade war es um die mögliche Runde durch die Gärten, die bei dem Wetter wirklich kein Spaß gewesen wäre.
Es folgte der nervigste Teil des Urlaubs. Das heute noch zu erreichende Ziel lautete Norwich, wo wir eigentlich am späten Nachmittag angekommen wären. Durch die Kombination aus der Verkehrsdichte, dem Wetter, dem Zustand der Straßen und einigen Straßensperrungen verzögerte sich die Fahrt etwas. Und so benötigten wir schließlich drei Stunden länger als geplant und kamen in der Dunkelheit bei unserer Unterkunft an.
Im nächsten Teil geht es dann in die Broads.
Viele Grüße
Gunnar
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:26:19:28:50.