Moin!
Heute folgt der Schlussakt. Zuvor gibt es aber noch die Links zu den bisherigen Teilen:
[GB]Unser Vorstoß nach Norden (1/4)
[GB]Unser Vorstoß nach Norden (2/4)
[GB]Unser Vorstoß nach Norden (3/4)
19.04.2017
Auch wenn die Touristen hauptsächlich wegen der Landschaft nach Schottland kommen, gibt es hier eine umfangreiche Industriegeschichte. In der Region hier gab es umfangreichen Kohlebergbau und so ist das National Mining Museum Scotland in Newtongrange in den Gebäuden der 1982 stillgelegten Lady Victoria Colliery heimisch. Es gibt eine Ausstellung über die Geschichte des Bergbaus und ein paar originale Gebäude.
Die Dampffördermaschine, die bis zur Schließung der Grube in Betrieb war
Am längst verfüllten Schacht sind die Einrichtungen rund um das Fördergerüst erhalten geblieben.
Eine Außenansicht eines Teils der Gebäude mit dem leider völlig leeren Außengelände
In einer Halle werden diverse Maschinen aus dem Bergbau gelagert und können im Rahmen der Big Stuff Tour besichtigt werden. Diese Führung findet nur einige wenige Male am Tag statt und trotzdem waren wir ganz alleine mit dem Führer unterwegs.
Eine Hunslet, die einst Kohle von der Easthouses Colliery zur Kohlenwäsche der Lady Victoria Colliery zog
Eine Untertagelok von Clayton, mit Haftreifen!
Und die dritte in der Halle vorgefundene Lok, ebenfalls eine Clayton
Draußen steht auch noch eine Dampflok, allerdings extrem dämlich.
Am Nachmittag waren wir noch nördlich des Firth of Forth unterwegs. Auch hier wurde einst Kohle gefördert, unter anderem Mary Colliery im Örtchen Lochore.
Auf dem einstigen Zechengelände befindet sich heute der Park Lochore Meadows. An die industrielle Geschichte des Geländes erinnert ein stehengebliebenes Fördergerüst und daneben wurde eine Lok postiert.
Die Lok noch einmal bildfüllend, eine Barclay aus dem Jahre 1949
Und am späten Nachmittag gelang bei Burntisland noch eher zufällig ein Bild dieser Zugebegegnung.
20.04.2017
Die Morgensonne wurde für ein paar Fotos an der Forth Bridge genutzt, hier mit einem Triebzug der Class 158. Im Hintergrund stehen die inzwischen zwei Straßenbrücken.
Und mit einem Turbostar
Und hier sind auch wirklich beide Straßenbrücken zu erkennen.
Bevor die Wolken wieder Oberhand gewannen, gelang dann noch dieses Bild des 158 730 am Bahnhof Dalmeny, unmittelbar südlich der Brücke gelegen.
Den weiteren Tag haben wir dann auf der Südseite des Firth of Forth verbracht, mit dem Summerlee Museum of Scottish Industrial Life in Coatbridge als westlichem Wendepunkt. Das Museum hinterließ einen etwas gespaltenen Eindruck, einerseits eine moderne beeindruckende Anlage, in der es viel zu sehen gibt, andererseits wirkte die Sache etwas seelenlos. Vermarktung und Betrieb wirken etwas halbherzig und so gibt es nicht einmal eine leicht auffindbare richtige Internetseite. Eine ganz besondere Attraktion sind zweifellos die hinter der Halle befindlichen Ausgrabungen eines in den dreißiger Jahren stillgelegten und abgetragenen Hüttenwerks.
In der großen Halle gibt es diese zu sehen, 1898 bei Gibb and Hogg in Airdrie gebaut. Sie stand von 1968 bis 1988 im Pittencrieff Park in Dunfermline, bevor sie hier ins Museum geholt wurde. Sie ist die einzige Überlebende Lok dieses Herstellers.
Im Außengelände gibt es eine Straßenbahnstrecke, auf der dieser Triebwagen der Rheinbahn pendelte. Gegenüber den britischen Wagen hat er den Vorteil, dass er besser Rollstuhlfahrer transportieren kann. Die Anderen wären mir trotzdem lieber gewesen…
Ein paar Meter weiter steht diese Garratt, die 1956 von der North British Locomotive Company für Südafrika gebaut und für das Museum zurückgeholt wurde.
Auf dem hinteren Teil des Geländes ist ein kleines Bergwerk nachgebaut worden und an dessen Laderampe standen diese drei Loks.
Aber auch im übrigen Tagesprogramm gab es noch etwas Technik zu sehen.
Das Falkirk Wheel, ein Schiffshebewerk, mit dem die historischen Kanäle bei Falkirk wieder verbunden wurden. Heute dienen die Kanäle allerdings der Freizeitschifffahrt, nicht mehr dem Gütertransport.
Das Falkirk Wheel in Betrieb
21.04.2017
Der letzte Tag, den wir zunächst zur Besichtigung der Dungermline Abbey genutzt haben. Die Verbleibende Zeit bis zum Heimflug haben wir dann im Bereich South Queensferry verbracht, wo noch ein paar Bahnbilder abfielen.
158 714 bei der Einfahrt in Dalmeny
170 478 von der Fußgängerbrücke aus aufgenommen
Und 158 712 an derselben Stelle
Die wirklich letzten Bilder entstanden dann unten in South Queensferry, hier mit einem Turbostar.
Zwei Class 158 in Doppeltraktion
Und noch ein Turbostar
Zum Flughafen war es dann nicht mehr weit und nach der Rückgabe des Autos folgte die letzte Etappe.
Ich hoffe, es hat gefallen, auch wenn die Vielfalt der Streckenaufnahmen am Ende etwas abgenommen hat...
Viele Grüße
Gunnar