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Mit Volldampf durch China – Vier Wochen in den letzten Dampfparadiesen des Fernen Osten

Teil 7: Es gibt (ausgerechnet am 11.11.) kein Bier mehr in Xinjiang – dafür aber jede Menge Dampf


10.11. – 11.11.2010
Der letzte Bericht endete am Flughafen von Chengdu mit überteuerten Sandwiches von „Subway“. Jetzt geht die Reise weiter. Unser Flug nach Ürümqi (auf Pinyin Wūlǔmùqí) im tiefen Westen Chinas verlief planmäßig. Zum Sonnenuntergang setzte unsere Maschine bei Temperaturen um den Gefrierpunkt (ein Temperatursturz von mehr als 20 Grad im Vergleich zu Chengdu) am Flughafen von Ürümqi auf der Landebahn auf. Von dort ging es zunächst zum Abendessen in ein recht nobles Hotel. Scheinbar hatten die „Subway“-Sandwiches doch nicht so ein großes Loch in die Reisekasse unseres Reiseveranstalters gerissen.

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Bild 1: Das noble Yi Long Hotel in Ürümqi. Wie so oft in China: außen prächtig, innen etwas weniger prächtig und das Essen dann so lala. Lieber andersrum: außen total verdreckt, innen etwas weniger verdreckt und das Essen dann sehr lecker.



Hektik war im Gegensatz zu heute Morgen nicht angesagt, denn unser Zug Richtung Hami sollte erst um 23:08 abfahren. Trotzdem waren wir frühzeitig im modernen Bahnhofsgebäude von Ürümqi angekommen, die Reiseleitung wollte am heutigen Tag lieber nichts mehr riskieren. Das hätten wir uns aber sparen können, denn für unseren aus Kashgar kommenden Zug wurden bereits 90min Verspätung angezeigt. So machten wir es uns in den schon etwas abgewohnten Ledersesseln im 1.Klasse-Warteraum gemütlich. Ürümqi ist die Hauptstadt der muslimisch geprägten Provinz Xinjiang, folglich war die Nachschubbeschaffung von Bier eher schwierig. Das wurde nach und nach kritischer, denn aus 90min Verspätung wurden schließlich sogar mehr als 120min.

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Bild 2: Auf den ersten Blick sieht der 1.Klasse-Warteraum mit seinen schon etwas abgewetzten Ledersofas ja ganz gemütlich aus. Aber ohne Bier geht die Gemütlichkeit flöten, zumal der Zug, auf den wir warteten, erhebliche Verspätung hatte. Im Hintergrund werden momentan 90 Minuten Verspätung angezeigt, schlussendlich wurden es dann zwei Stunden.


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Bild 3: Dank der Verspätung blieb genügend Zeit für eine Inspektion des Warteraums. So ganz erschloss sich mir der Sinn dieses Schildes vor der Männertoilette nicht. Man möchte wahrscheinlich gerne, dass die Herrschaften ausschließlich in die dafür vorgesehenen Porzellanwaren pinkeln.



Immerhin mit dann nur zwei Stunden Verspätung traf der Zug am Bahnhof ein. Durstig bestiegen wir den neuen Dosto-Schlafwagen. Und was in Europa oftmals auf neue Bahnfahrzeuge zutrifft, gilt auch in China: fast alles ist unkomfortabler Schrott. Es gibt viel zu wenig Platz für das Gepäck, die nicht regulierbare Heizung lief auf Hochtouren und Fenster lassen sich in den neuen Wagen natürlich auch nicht mehr öffnen. Draußen hatte es zwar Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber da braucht man dann keine 35° im Zugabteil, erst recht nicht im Schlafabteil (oder verkehrt der Zug als Saunazug? Das würde ich aber höchstens in Finnland erwarten…).

Nachdem wir im Bahnhof schon unter akutem Flüssigkeitsmangel gelitten hatten, sorgte das überhitzte Schlafabteil für weiteren, eklatanten Flüssigkeitsverlust. Zum Glück kam direkt nach der Abfahrt des Zuges die mobile Verkäuferin vorbei, der wir gleich den gesamten Dosenbiervorrat abkauften. Geschäftstüchtig wie die Chinesen sind, witterte sie das große Geschäft und kam gleich nochmals vorbei, dann war aber auch ihr Vorrat erschöpft. Also nichts wie in den Speisewagen, schließlich hatten wir ja mittlerweile den 11.11. (zumindest nach chinesischer Zeit). Im Speisewagen war tatsächlich jemand anzutreffen, der nach anfänglichen Missverständnissen doch noch ein paar Flaschen Bier zutage förderte. Der Koch hatte seine Arbeit für heute schon beendet, saß am Nachbartisch und prostete uns anfangs noch zu, dann knallte sein Schädel aber auf den Tisch und er schlief ein. Um halb vier nachts waren die Biervorräte im Speisewagen dann auch geplündert und wir begaben uns zurück in unser Saunaabteil, um die aufgenommene Flüssigkeit wieder auszuschwitzen. Einziger Vorteil der Sauna: man muss nachts nicht so oft aufs Klo.

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Bild 4: Das Zuglaufschild unseres Zuges. Gestartet war der Zug im äußersten Nordwesten Chinas in Kashi (Kashgar), auf der Strecke bis nach Wūlǔmùqí (Ürümqi) handelte er sich gleich mal zwei Stunden Verspätung ein. Ohne weitere Verspätungen fuhren wir dann bis nach Hami (Kumul).


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Bild 5: Gerade mal vier Stunden Schlaf fanden wir in dem überhitzten Dosto-Schlafwagen im Hintergrund, bevor uns die Schaffnerin im Vordergrund rabiat aufweckte. Dabei waren wir doch ganz friedlich, andere Schaffnerinnen mussten da bei anderen Zugfahrten während unserer Reise weitaus mehr leiden (Berichte folgen noch).



Nach nicht einmal vier Stunden Schlaf wurden wir von der rabiaten Schaffnerin brutal aufgeweckt, dabei sollte es bis zur Ankunft in Hami (auf Uigurisch Kumul) noch über eine Stunde dauern. In der Morgendämmerung (auch hier tief im Westen gilt die chinesische Standardzeit, die sich eigentlich an der Ostküste ausrichtet. So geht die Sonne hier im Winter meist erst kurz vor neun Uhr auf) und bei eiskalten Temperaturen stiegen wir aus dem Zug und begaben uns zum Bus, der auf dem Bahnhofsvorplatz auf uns wartete.

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Bild 6: Morgendliche Ankunft am Bahnhof von Hami (Kumul). Das Bild ist auch schon wieder historisch. Den Bahnhof gibt es zwar noch, er ist aber nicht mehr wieder zu erkennen.


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Bild 7: Unsere Zuglok, Nummer 3152 der Baureihe DF4D, setzt am Bahnhof von Hami um. Schließlich geht es gleich wieder zurück Richtung Wūlǔmùqí (Ürümqi) und Kashi (Kashgar).


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Bild 8: Nix wie raus aus dem Bahnhof. Schließlich gibt es woanders ja noch viel interessantere Loks zu sehen!



Über die Landstraße ging es dann in Richtung Sandaoling. Am Bahnübergang der Anschlusstrecke von der Staatsbahnstrecke zum Tagebau unterbrachen wir kurz die Busfahrt, da sich ein Zug näherte. Nur ein Diesel, aber die überhitzten und leicht verkaterten Körper schrien sowieso nach frischer Luft. Also schnell den Bus verlassen und den vollgeladenen Kohlenzug aus Sandaoling Richtung Staatsbahnbahnhof ablichten.

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Bild 9: Laut röhrend zieht DF8B 0248 einen Kohlenzug aus Sandaoling in Richtung Anschlussbahnhof an der Staatsbahnstrecke …


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Bild 10: … und passiert dabei den Bahnübergang, an dem wir unseren Bus anhalten ließen. Die Baureihe DF8B wurde seit 1997 bei Qishuyan und Ziyang mit mehr als 1.000 Exemplaren gebaut. Die Loks der mit der Achsfolge Co'Co'-del haben eine Leistung von 3.680kW.


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Bild 11: Auch den Nachschuss, bei dem die Zuglänge zur Geltung kommt, möchte ich euch nicht vorenthalten.






Bevor es mit Dampfbildern aus Sandaoling weitergeht, ein paar Infos zur Kohlemine von Sandaoling. Sandaoling ist ein Kohletagebau mitten in der Wüste Xinjiangs knapp 100km nordwestlich von Hami. Soweit erst einmal nicht sonderlich spektakulär. Sowohl Deckgestein als auch Kohle werden/wurden größtenteils mittels Zügen aus der Grube abgefahren, die aber ausschließlich von Dampfloks gezogen werden. Dabei kommen hauptsächlich Dampfloks der Baureihe JS zum Einsatz. Sandaoling, war da nicht was? Stimmt. Vor einiger Zeit hatte ich euch ja hier im Forum schon recht ausführlich von meinen Besuchen in Sandaoling in den Jahren 2013 und 2016 berichtet:

2013:
Teil 4: Vom Rotlichtbezirk ins letzte Dampfparadies der Welt – Dicke Luft in Sandaoling
Teil 5: „Everybody dance“ – Der Inspektionstrupp aus Peking jagt mich kreuz und quer durch das letzte Dampfparadies
Teil 6: Endgültiger Abschied vom letzten Dampfparadies der Welt?!

2016:
Einschub: „Duìbùqǐ“ – Mein Entschuldigungsbericht


Und hier noch eine Übersichtskarte des Streckennetzes in der Kohlemine von Sandaoling. Die Schienen im Tagebau und auf den Abraumhalden sind nur schematisch eingezeichnet, das sich deren Lage naturgemäß ständig ändert:

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Bild 12: Übersichtskarte des Tagebaus von Sandaoling. Die Kohle wird mittlerweile per Förderband zur Kohleverladeanlage zwischen den Bahnhöfen Xikeng und Dongkuang auf halber Höhe der Grube transportiert. Dort erfolgt die Umladung in die Kohlenzüge, die dann in Form eines umgekehrten S über Kengkongzhan und Dongbolizhan („Ostbahnhof“) entweder zur Kohlewäsche nach Xuanmeichang oder zur Kohleentladestelle kurz vor dem Bahnhof Nanzhan („Südbahnhof“) fahren. Zwischen Dongkuang und Xibolizhan ist die Strecke zweigleisig. Nach erfolgter Kohlenwäsche erfolgt in Nanzhan die Umladung in Waggons der Staatsbahn, die beladenen Waggons werden dann mit Dieselloks abgeholt und zum Anschlussbahnhof an der Staatsbahnstrecke (außerhalb der Karte rechts unten) gebracht. In Nanzhan befindet sich auch ein größerer Rangierbahnhof.
Der Abraum aus den oberen Ebenen des Tagebaus wird direkt nach Xibolizhan („Westbahnhof“) gebracht, in den tieferen Ebenen müssen die Abraumzüge erst mit einer 180°-Kurve auf die andere Seite des Tagebaus in den Bahnhof Xikeng fahren. Dort machen die Abraumzüge Kopf und werden nach Xibolizhan geschoben. Die Strecke zwischen Xikeng und Xibolizhan ist ebenfalls zweigleisig. Hinter Xibolizhan verzweigt sich die Strecke auf mehrere Gleise hinauf zu den Abraumhalden westlich und südlich des Bahnhofs.
Auf der Verbindung zwischen Dongbolizhan und Xibolizhan verkehren nur Arbeits- und Arbeiterzüge zum Schichtwechsel.
In Jichangzhan befindet sich eine große Werkstätte. Die Bekohlung und das Wasserfassen erfolgen meistens in Dongbolizhan, obwohl die dortige Großbekohlungsanlage schon länger stillgelegt ist. Stattdessen erfolgt die Bekohlung meist einfach per Schaufellader.
In Yijing („erste Mine“) und Erjing („zweite Mine“) gibt es noch Untertageminen, die ebenfalls an das Schienennetz angeschlossen sind (Abzweig in Nanzhan).
2014 endete dann die Dampfherrlichkeit in weiten Teilen. Nordwestlich des Tagebaus wurden neue Untergrundminen erschlossen (links außerhalb der Karte). Die wurden zwar auch von Nanzhan ausgehend an das Bahnnetz angebunden, der Transport obliegt aber komplett Dieselloks (Strecke ist nicht in Karte eingezeichnet). Im Gegenzug wurde der weitere Abbau von Deckgestein im Tagebau eingestellt und das gesamte Schienennetz westlich von Dongkuang und Dongbolizhan abgebaut. Es wird jetzt lediglich die noch verbliebene Kohle im Tagebau mit Dampfloks abtransportiert, spätestens 2017 soll der Tagebau samt Dampfbetrieb dann komplett stillgelegt werden.



Um die nüchterne Karte eine bisschen mit Leben zu füllen und einen ersten Überblick zu bekommen, hier noch ein paar Impressionen von den einzelnen Örtlichkeiten in Sandaoling. Wir folgen dabei dem Prozessablauf: zunächst widmen wir uns dem Abbau und Abtransport des Abraums, dann geht es zum Kohletransport aus dem Tagebau zur Kohlewäsche und zum Abschluss schauen wir auch noch schnell in der Werkstatt und an den Untergrundminen vorbei. Zunächst geht es also in den Tagebau.

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Bild 13: Blick vom westlichen Ende des Tagebaus Richtung Osten. Ganz im Hintergrund kann man die blaue Kohleverladeanlage bei Dongkuang erkennen, noch weiter hinten liegt dann Sandaoling. Im Vordergrund schiebt eine JS gerade einen Abraumzug die letzten Meter aus dem Tagebau, in Kürze wird sie den Bahnhof Xibolizhan erreicht haben.


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Bild 14: Eine JS schiebt einen Zug mit leeren Waggons auf eines der Ladegleise, um dort neuen Abraum zu laden. Wenn die Waggons befüllt sind, zieht die Lok sie in einer 180°-Kurve auf die andere Seite des Tagebaus in den Bahnhof Xikeng. Von dort schiebt die Lok den Abraumzug dann in einer S-förmigen Kurve aus dem Tagebau heraus. Im Hintergrund erkennt man nochmals gut die Kohleverladeanlage bei Dongkuang, die wie der Bahnhof Xikeng auf etwa halber Höhe des Tagebaus liegt.


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Bild 15: Sandaoling heißt übrigens so übersetzt viel wie Drei-Farben-Streifen. Auf diesem Bild sieht man ganz gut, dass die Namenswahl gar nicht so verkehrt ist. Ein Zug mit leeren Waggons ist auf dem Weg, die nächste Fuhre Abraum zu holen. Die Gleise führen auf die einzelnen Stufen des Tagebaus, nur die oberste Strecke auf dem Bild führt zweigleisig aus dem Tagebau heraus in den Bahnhof Xibolizhan.


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Bild 16: Und nochmals Drei-Farben-Streifen. Diesmal blau-ocker-schwarz mit zarten Farbübergängen. Den blauen Himmel trennen die schneebedeckten Berge vom ockerfarbenen Deckgestein, das zunehmend grauer wird und schließlich im kohleschwarzen Grund des Tagebaus endet. „Störfaktor“ ist nur der schwarze Leerwagenzug, der quer durch die ockerfarbene Schicht Richtung Bahnhof Xikeng rollt. Dort wird er Kopf machen und in einer 180°-Kurve auf die andere Seite des Tagebaus wechseln, auf der ich stehe. Dort wartet der Schaufelbagger, links unten im Vordergrund gerade noch an den Umlenkrollen zu erkennen, um die leeren Waggons mit Abraum zu beladen.


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Bild 17: Im Tagebau wird mittels elektrisch betriebener Schaufelbagger der Abraum auf die Züge verladen.


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Bild 18: Auf den Gleisen zu den Abraumhalden herrscht auch zu abendlicher Stunde noch hektische Betriebsamkeit.


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Bild 19: Ein Zug mit leeren Waggons fährt in den Bahnhof von Xikeng ein. Nach dem Kopf machen wird er in eines der Abraumgleise auf der anderen Seite des Tagebaus fahren.


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Bild 20: Ein Abraumzug wurde gerade von einer Dampflok aus dem Bahnhof Xikeng in Richtung Xibolizhan herausgeschoben. Da die Züge abwechselnd gezogen und geschoben werden (volle Kohlenzüge werden aus dem Tagebau gezogen und wieder leer hinabgeschoben, volle Abraumzüge werden aus dem Tagebau geschoben und leer wieder hinunter gezogen), läuft am Anfang/Ende des Wagenzuges ein Kippwagen mit „angeflanschtem“ Führerhaus. Hier sitzt dann der Zugführer und gibt über die Form- und Lichtsignale auf dem Dach des Führerhauses dem Lokführer die entsprechenden Befehle.


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Bild 21: Panoramaansicht vom westlichen Ende des Tagebaus. Ganz im Vordergrund die zweigleisige Strecke, die aus dem Tagebau heraus in Richtung Bahnhof Xibolizhan führt.



Die Abraumzüge fahren aus dem Tagebau in den Bahnhof Xibolizhan, was ungefähr so viel wie „westlicher Rangier-/Betriebsbahnhof“ bedeutet. Von dort führen dann die Gleise auf die einzelnen Abraumhalden. Im Bahnhof Xibolizhan finden auch jeweils die Schichtwechsel statt, zu Spitzenzeiten stehen dann mehr als ein Dutzend Dampfloks im Bahnhof herum.

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Bild 22: Zwei Züge begegnen sich am westlichen Ende des Tagebaus. Links im Hintergrund kann man noch schemenhaft den Bahnhof Xibolizhan erkennen, rechts geht es hinab in den Tagebau. Auf der zweigleisigen Strecke zwischen Xibolizhan und Xikeng verkehren die Züge (wie in China üblich) im Linksverkehr. Der linke Zug schiebt seine Abraumladung aus dem Tagebau Richtung Xibolizhan und weiter hinaus auf die Abraumhalden, der rechte, verdeckte Zug zieht die leeren Waggons wieder in den Tagebau hinab.


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Bild 23: Sonnenuntergangsstimmung auf der Abraumhalde. Westlich von Xibolizhan verzweigen die Gleise auf die einzelnen Abraumhalden. Die beiden Signale sichern die Abraumgleise gegen die Einfahrt in den Bahnhof Xibolizhan.


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Bild 24: Sonnenaufgang in Xibolizhan. Der Personenzug aus Dongbolizhan trifft gerade ein und bringt die Arbeiter der Tagesschicht nach Xibolizhan. Links führen die Schienen hinab in den Tagebau. Der Bahnhof Xibolizhan mit mehr als zehn Bahnhofsgleisen liegt im Rücken des Fotografen.


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Bild 25: Morgenparade im Bahnhof von Xibolizhan. Zum Schichtwechsel treffen sich alle im Abraumverkehr eingesetzten Züge im Bahnhof Xibolizhan. Dabei waren meistens fast alle der über zehn Bahnhofsgleise mit dampfbespannten Zügen besetzt. Der Personenzug aus Dongbolizhan hat soeben die neue Schicht nach Xibolizhan gebracht und dampft jetzt aus dem Bahnhof in Richtung Tagebau, um dort die restlichen Schichtarbeiter abzusetzen.


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Bild 26: Nach und nach verlassen die Abraumzüge nach dem Schichtwechsel den Bahnhof Xibolizhan. Dieser Zug mit leeren Waggons macht sich auf den Weg Richtung Tagebau, um dort wieder Abraum zu laden.


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Bild 27: Kurz nach dem Schichtwechsel zum Sonnenaufgang verlässt ein leerer Abraumzug den Bahnhof Xibolizhan in Richtung Tagebau, um dort neuen Abraum zu laden.


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Bild 28: Der morgendliche Personenzug kommt aus dem Tagebau und fährt in den Bahnhof Xibolizhan ein.


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Bild 29: Ein leerer Abraumzug verlässt den Bahnhof Xibolizhan Richtung Tagebau, im Hintergrund die schneebedeckten, teilweise bis zu über 4.000m hohen „Himmelsberge“.


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Bild 30: Kurz nach dem morgendlichen Schichtwechsel stehen noch immer einige Abraumzüge im Bahnhof von Xibolizhan. Zum Schichtwechsel sind hier oft mehr als zehn Lokomotiven anzutreffen, alle unter Dampf natürlich.


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Bild 31: Um den Abraum, der direkt links und rechts neben die Gleise gekippt wird, besser zu verteilen, werden große Pflüge mit verstellbaren Schaufeln benutzt. Die Pflüge werden dabei von Dampfloks geschoben. Hier hat ein solches Gespann gerade seinen Einsatz auf einem Abraumgleis beendet und fährt in den Bahnhof Xibolizhan ein, um dort auf den nächsten Einsatz zu warten.


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Bild 32: Ein Abraumzug kehrt entladen von den Abraumhalden zurück und passiert die Signalgruppe an der westlichen Bahnhofseinfahrt von Xibolizhan. Im Hintergrund die bis zu 4.000m hohen Ausläufer des Tian Shan („Himmelsgebirge“).


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Bild 33: Abendstimmung an der Strecke zwischen den Abraumhalden und dem Bahnhof Xibolizhan.


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Bild 34: Sonnenuntergangsstimmung an der Verzweigung der Abraumgleise auf die einzelnen Abraumhalden. Auf der westlichen Abraumhalde im Hintergrund ist gerade das Pfluggespann unterwegs.



Damit ist das Thema Abraum ausreichend beleuchtet. Daher geht es jetzt Richtung Osten auf halbe Höhe des Tagebaus zur Kohleverladestelle beim Bahnhof Dongkuang. Hier wird die im Tagebau gewonnene Kohle auf die Züge verladen.

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Bild 35: Die Kohleverladung westlich des Bahnhofs Dongkuang auf halber Höhe des Tagebaus. Die Kohle wird entweder mit der blauen Verladeanlage im Hintergrund, oder mit Baggern in die Waggons verladen. Im Hintergrund zieht eine Lok gerade einen soeben mit Kohle beladenen Zug aus der Verladeanlage in Richtung Bahnhof Dongkuang, der sich im Rücken des Fotografen befindet.


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Bild 36: Ein Zug mit leeren Waggons wird von der Dampflok in Kürze in den Bahnhof Dongkuang geschoben, von wo aus es weiter zur Kohleverladung geht.


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Bild 37: Ein mit Kohle beladener Zug hat soeben den Bahnhof Dongkuang verlassen und macht sich jetzt auf den Weg Richtung Kengkongzhan.



Von Dongkuang aus überwinden die Züge in mehreren Kurven die Höhe bis zum Bahnhof Kengkongzhan. Dort verzweigt die Strecke entweder direkt zur Kohlewäsche in Xuanmeichang oder in den Betriebs-/Rangierbahnhof Dongbolizhan.

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Bild 38: Ein Kohlenzug befährt die Kurve zwischen den Bahnhöfen Dongkuang und Kengkongzhan. Die Hälfte des Weges aus dem Tagebau heraus hat der Zug schon hinter sich.


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Bild 39: Ein Kohlenzug in der Kurve zwischen den Bahnhöfen Dongkuang und Kengkongzhan.


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Bild 40: Im nordöstlichen Teil des Tagebaus ist die Abbruchkante schon stark erodiert. Hier begann man einst vor über 50 Jahren mit dem Abbau. Die Grube unterhalb der Bahnstrecke wurde bereits wieder mit Abraum aus anderen Teilen des Tagebaus wieder aufgefüllt.



Im Bahnhof Dongbolizhan („östlicher Rangier-/Betriebsbahnhof“) findet der Schichtwechsel für die Kohlezüge statt, zudem nehmen die Loks der Kohlenzüge hier auch Wasser- und Kohlevorräte auf (die Abraumzüge machen das normalerweise in Xibolizhan). Zwischen Dongbolizhan und Xibolizhan verkehren jeweils zum Schichtwechsel Personenzüge, wobei der Personenzug eigentlich nur aus einer Dampflok und geschlossenen Güterwagen besteht. Von Xibolizhan macht der Personenzug auch einen kurzen Abstecher hinunter in den Tagebau. Daneben erreicht man von Dongbolizhan aus auch die große Werkstatt in Jichangzhan sowie den Bahnhof Nanzhan („Südbahnhof“). Vom Südbahnhof aus ist das Streckennetz über eine Stichstrecke an die Staatsbahnlinie Lanzhou – Ürümqi angebunden, zudem verlaufen Stichstrecken zu den Untertageminen.

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Bild 41: Morgenstimmung am Bahnhof Dongbolizhan. Hier treffen sich morgens und abends die Loks, die die Kohle aus dem Tagebau holen. Die Großbekohlungsanlage im Hintergrund ist nicht mehr in Betrieb, die Kohle wird inzwischen mit Schaufelladern in die Tender gekippt. Der Wasserkran ist aber noch im täglichen Einsatz.


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Bild 42: Blick auf die westliche Ausfahrt des Bahnhofs Dongbolizhan. Das Gleis ganz rechts führt nach einer 180°-Kehre in den Bahnhof Jichangzhan und weiter nach Nanzhan. Links führt die Strecke nach Xibolizhan. Im Hintergrund sieht man noch den Wasserturm und die (stillgelegte) Bekohlung sowie ganz rechts den kleinen Bahnsteig für die Personenzüge.


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Bild 43: Eine Lok fasst nach dem Schichtwechsel im Bahnhof Dongbolizhan Wasser und Kohle.

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Bild 44: Zum Einsatz kommen in Sandaoling neben vereinzelten Exemplaren der Baureihe SY ausschließlich Loks der Baureihe JS. Hier steht JS 8173 im Bahnhof von Dongbolizhan.


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Bild 45: Zwischen Dongbolizhan und Xibolizhan verkehrt jeweils zum Schichtwechsel ein Personenzug. Allerdings hat der Personenzug anstatt Personenwagen nur geschlossene Güterwaggons der „vierten“ Klasse.



In Xuanmeichang wird die Kohle gewaschen und anschließen im Südbahnhof auf Ganzzüge verladen, die dann an die Staatsbahn übergeben werden. Neben der Kohlewäsche hat sich auch ein Betonwerk angesiedelt, das aber normalerweise nicht über die Schiene bedient wird.

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Bild 46: Ein Kohlenzug hat im Tagebau Kohle geladen und fährt jetzt in die Kohlenwäsche in Xuanmeichang ein. Hier wird die Kohle entladen, gewaschen und dann am Südbahnhof („Nanzhan“) in die Kohlewaggons verladen. Von dort bringen Dieselloks die Kohlezüge zum Anschlussbahnhof an der Staatsbahnlinie Lanzhou – Ürümqi.


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Bild 47: Ein Kohlenzug hat soeben die Entladestation an der Kohlenwäsche erreicht und beginnt gerade mit dem Entladen.


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Bild 48: Entladen der Kohle an der Kohlewäsche.



Zum Ende noch ein kurzer Blick zu den Untertageminen Yijing und Erjing, die über eine Stichstrecke an den Bahnhof Nanzhan angebunden sind. Die neue Untertagemine westlich des Tagebaus habe ich nie besucht, sie ist auch nicht in der obigen Karte eingezeichnet. Die Mine ist zwar ans Streckennetz angeschlossen, die Bedienung erfolgt aber ausschließlich per Diesellok.

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Bild 49: Die Mine Nr. 2 („Erjing“) in der Gesamtansicht. Eine Dampflok schiebt gerade die leeren Waggons unter die Verladeanlage.


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Bild 50: Ein Zug mit leeren Waggons kurz vor der Mine Nr. 2 („Erjing“).


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Bild 51: Während im Vordergrund eine Dampflok gerade leere Waggons in Richtung Mine Nr. 1 („Yijing“) schiebt, rangiert eine zweite Lok hinter dem vorderen Zug Waggons zur Beladung an der Mine Nr. 2 („Erjing“).


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Bild 52: JS 8314 zieht einen voll beladenen Kohlenzug aus dem Ladegleis der Mine Nr. 1 („Yijing“).



Zur Abrundung noch ein kurzer Blick in die Werkstatt.

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Bild 53: JS 8076 wartet in der kleinen Werkstatthalle auf ihre Reparatur.


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Bild 54: Bei JS 8080 haben die Reparaturarbeiten dagegen schon begonnen.


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Bild 55: Frisch revidiert und angestrichen wartet JS 8368 neben der Werkstatthalle auf ihren nächsten Einsatz. Auf den ersten Blick scheint es, als ob die Farbe für den vorderen Teil nicht gereicht hätte. Aber irgendwie sehen alle Loks in Sandaoling vorne so „vergammelt“ aus.



Zum Abschluss noch eine Liste aller angetroffenen Loks. Wie ihr wisst, habe ich es ja nicht so mit Loknummern. Die Liste basiert daher auf den erkennbaren Loknummern auf meinen Bildern sowie Volkers Liste:

Nr.Anmerkung
JS 6167in Betrieb
JS 6224in Betrieb
JS 6225in Betrieb
JS 6261in Betrieb
JS 6436in Betrieb
JS 8027in Reparatur
JS 8040in Betrieb
JS 8076in Reparatur
JS 8078in Betrieb
JS 8080in Reparatur
JS 8081in Betrieb
JS 8167in Betrieb
JS 8173in Betrieb
JS 8180in Betrieb
JS 8186in Betrieb
JS 8188in Betrieb
JS 8189in Betrieb
JS 8190in Betrieb
JS 8193in Betrieb
JS 8194in Betrieb
JS 8195in Betrieb
JS 8225in Betrieb
JS 8314in Betrieb
JS 8366in Betrieb
JS 8368Reparatur abgeschlossen
SY 1304in Betrieb
SY 1593in Betrieb
SY 1720in Betrieb



Ich hoffe, dass diese Vorspeise in Form einer ersten Übersicht euren Appetit geweckt hat und ihr die nächsten Gänge freudig erwartet. Im nächsten Gang (Bericht) geht es dann richtig los, der erste komplette Tag in Sandaoling steht an. Der Himmel war strahlend blau und die Dampfzüge verkehrten fast im Minutentakt. Es gibt also einiges zu genießen, vorausgesetzt ihr gönnt euch den nächsten Gang (Bericht).










Zugliste

Datum Zugnummer Von Nach km Traktion Spurweite
07.11. Zug 2 Shixi Huangcunjing 18 Dampf 762mm
07.11. Zug 4 Jioba Yuejin 10,3 Dampf 762mm
08.11. Zug 1 Yuejin Bagou 12,1 Dampf 762mm
08.11. Zug 4 Caiziba Mifengyan 1,9 Dampf 762mm
10./11.11. K9782 Ürümqi Hami 556 Diesel 1.435mm






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:29:12:16:15.

Wieder herrlich! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 29.11.16 13:33

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Hallo Florian,

besten Dank für den klasse Bericht! Eine Frage zu der interessanten Liste: Gibt es zufällig einen fotografischen Nachweis für die JF 6167 oder könnte es sich um eine Verwechslung mit der 8167 handeln, die sich laut Gibbons ([www.amazon.co.uk]) tatsächlich dort befand? (Nach "herrschender Lehre" gab es eine Lücke 6113 - 6200.)

Viele Grüße, Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:30:08:27:42.
Hallo Helmut,

vielen Dank für den Hinweis. Ich habe meine Liste gerade nicht zur Hand, vermute aber auch ganz stark, dass es ein Tippfehler ist. JS 8167 haben wir definitiv gesichtet. Als Diplom-Informatiker mit Nebenfach Mathematik habe ich es nicht so mit Zahlen...

Bezüglich JS-Nummerierungen liegen mir die folgenden Informationen vor (Quelle: chinesischer Eisenbahnfreund):

Nummer		Baujahr
5001 bis 6135	1956 bis 1965
6201 bis 6558	1981 bis 1986
8001 bis 8423	1986 bis 1988


Viele Grüße

Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:30:09:33:50.
Danke Florian!
Was für ein herrlicher Bericht und was für eine Bilderstrecke:umwerfend!
Diplom-Informatiker,Nebenfach Mathe:wer,auser"so Einem"könnte besser mit Zahlen umgehen?
Aber Einstein war ja auch im Rechnen in der Schule schon schwach,sollte Dir ein Trost sein:=)
Will ja jetzt die gute Stimmung nicht dämpfen.Wenn ich aber die viele Kohle sehe und dabei an Umweltverschmutzung
denke...dafür können wir nichts und ändern sowieso nichts.
Die Schweizer haben grade dem schnellen Ausstieg aus der Kernkraft nicht zugestimmt.Unter anderem,um nicht fehlenden Strom
aus deutschen Kohlekraftwerken zu bekommen.Oder gar aus China.
Nur,ohne Kohle auch keine Dampfloks(Öl ist ja auch nicht besser).Und die mögen wir halt:Zwiespalt!
Viele Grüsse
Olaf
Hallo Olaf,

44 115 schrieb:
Diplom-Informatiker,Nebenfach Mathe:wer,auser"so Einem"könnte besser mit Zahlen umgehen?

Informatiker kennen nur Nullen und Einsen, und im Mathe-Diplom hatte ich mich nur mit Differentialgleichungen und Numerik beschäftigt. Und echte Mathematiker sind der Meinung, dass Numerik keine Mathematik ist...


44 115 schrieb:
Aber Einstein war ja auch im Rechnen in der Schule schon schwach,sollte Dir ein Trost sein:=)

Der wa ja aber auch Physiker ;-)


44 115 schrieb:
Will ja jetzt die gute Stimmung nicht dämpfen.Wenn ich aber die viele Kohle sehe und dabei an Umweltverschmutzung
denke...dafür können wir nichts und ändern sowieso nichts.

Ich befürchte, dass da im weiteren Berichtsverlauf noch weitaus Schlimmeres kommt.


Viele Grüße

Florian
Hallo,

als "echter" Mathematiker sage ich nur: Er ist Numeriker, verbrennt ihn! ;-) (und vom Examen her noch: Differentialgleichungen- nein danke!)

Ich hätte eher mal eine Frage zum Doppelstock-Schlafwagen. Ist mir bisher noch keiner in China untergekommen, hast Du davon auch Innenbilder? Was ist so der große Unterschied zu den "normalen" Weichschläfern. (Möchte hier aber auch mal loswerden, dass nur die, die die kapitalistische Straße gehen, Weichschläfer reisen. Hartschläfer ist da schon viel proletarischer. ;-))

Liebe Grüße,
Dominik
>>>Ich befürchte, dass da im weiteren Berichtsverlauf noch weitaus Schlimmeres kommt. <<<

Ha! Dann bin ich aber die folgenden (Haupt) Gänge aber mehr als sehr erpicht *Händereib* ;)

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:30:19:24:31.
Hallo Helmut,

in meiner Liste taucht JS 8167 nicht auf, allerdings auf der Liste eines Mitreisenden. Vielleicht liest er ja mit.

@Volker: in deiner Liste ist für den 11.11. JS 6167 mit einem Leerzug bergab verzeichnet. Hast du die Leistung zufällig fotografiert?

Viele Grüße

Florian

Hallo Dominik,

Dominik86 schrieb:
als "echter" Mathematiker sage ich nur: Er ist Numeriker, verbrennt ihn! ;-)

Die Wahl für Numerik fiel damals aus rein pragmatischen Gründen. Die Überschneidungen mit Informatik waren so groß, zumal ich u.a. Bildverarbeitung, Datenkompression und Rechenalgorithmen als Schwerpunkte im Informatik-Hauptdiplom hatte. Und Differentialgleichungen haben sich da dann auch gleich angeboten. So kam ich mit minimalem Aufwand (Zwei Vorlesungen, ein Schein) zu maximalem Ertrag (Abschlussnote 1,0). Und ohne Numeriker gäber es keine Raumfahrt, keine Wettervorhersagen, keine Atomkraftwerke usw., denn bis heute können die echten Mathematiker ja nur sagen, ob eine Differentialgleichung keine, eine oder unendlich viele Lösungen hat (in der Praxis machen natürlich nur Differentialgleichungen mit einer Lösung Sinn), aber wie im Falle mit genau einer Lösung die exakte Lösung aussieht, können die echten Mathematiker nur in einfachen Fällen sagen...


Dominik86 schrieb:
(und vom Examen her noch: Differentialgleichungen- nein danke!)

Als ich fand die Vorlesung Differentialgleichungen die einfachste Mathe-Vorlesung...


Dominik86 schrieb:
Ich hätte eher mal eine Frage zum Doppelstock-Schlafwagen. Ist mir bisher noch keiner in China untergekommen, hast Du davon auch Innenbilder? Was ist so der große Unterschied zu den "normalen" Weichschläfern. (Möchte hier aber auch mal loswerden, dass nur die, die die kapitalistische Straße gehen, Weichschläfer reisen. Hartschläfer ist da schon viel proletarischer. ;-))

Leider keine Innenbilder. Wir waren im unteren Teil und da sahen die Abteile wie in den normalen Schlafwagen aus. Nur die Gepäckablage über dem Gang entfällt und somit gibt es praktisch keinen Platz für das Gepäck. Ich war damals der jüngste Teilnehmer der Reisegruppe und da die gesamte Gruppe im Softsleeper fuhr, musste ich mich anschließen. Normalerweise fahre ich auch lieber Hardsleeper, mit 70 sehe ich das dann aber vielleicht auch anders.

Viele Grüße

Florian
Joachim Leitsch schrieb:

>>>Ich befürchte, dass da im weiteren Berichtsverlauf noch weitaus Schlimmeres kommt. <<<

Ha! Dann bin ich aber die folgenden (Haupt) Gänge aber mehr als sehr erpicht *Händereib* ;)

Wir werden ja noch das Industrierevier von Lanzhou/Bayin besuchen. Das wurde 1998 von der UNO nicht umsonst zum schmutzigsten Ort der Welt gewählt...


Viele Grüße

Florian