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Gewidmet: Sören Heise

Wie Sören versprochen, gibt es nun von mir eine internationale Variante seiner beliebten Reihe „Verstehen Sie Bahnhof?“. Je nach Resonanz, werde ich diese Rubrik unregelmäßig fortsetzen.

Mein erstes Bahnhofsportrait entstand anlässlich meiner Sizilienreise im April 2016. Den Reisebericht werde ich hier in Kürze einstellen.

Und somit: Willkommen in Acireale!

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Kilometer 253+632 am Fuße des Ätnas: Der neue Bahnhof Acireale

Der Bahnhof
Die 50.000-Einwohnerstadt liegt ca. 20 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Catania. Einst verbanden beide Städte eine schmalspurige Überlandstraßenbahn, die bereits 1934 eingestellt wurde, da die Trasse weitestgehend neben der Staatsbahn verlief. Acireale wird auch als die sizilianische Barockstadt bezeichnet und verfügt über eine bekannte Therme. Ferner ist sie Hochburg des sizilianischen Karnevals.
1867 wurde der Bahnhof Acireale auf der Bahnstrecke Messina-Catania am zentralen Piazza Agostino Pennisi eröffnet. Durch den – im Jahr 1989 erfolgten – zweigleisigen Streckenausbaus zwischen Fiumefreddo und Catania wurde die alte Station geschlossen und der neue Bahnhof Acireale gute 1,5 Kilometer südlich des alten Bahnhofes neu errichtet. Der neue Standort des Bahnhofes ist jedoch sehr unglücklich gewählt, da er sich am Rande der Stadt befindet. Warum der zentrale Standort nicht beibehalten wurde, wird ein Geheimnis der Trenitalia und der Kommune von Acireale bleiben.

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Wir treten ein und bestaunen eine verschlossene Treppe ins Nichts. Was sich wohl auf der 1. Etage hinter den Pressspanwänden verbirgt?

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Der Zugang zur Unterführung.

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Liebevoll gestaltete Eigenwerbung Acireales im Treppenhaus.

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Der Blick von unten. Das Hinweisschild verbietet auch in der Unterführung, die berühmte „linea gialla“ (gelbe Linie) zu übertreten.

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Die Unterführung (ohne gelbe Linie).

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Zugang zu den Gleisen 2 und 3.

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Minuettoalarm! Schnell noch einige Bilder von fahrenden Objekten, bevor der Bahnhof wieder im Dornröschenschlaf verfällt. Der „regionale“ nach Messina ist soeben auf Gleis 2 eingetroffen.

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Links der „regionale“ nach Messina und rechts der „regionale veloce“ nach Siracusa.

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Der Minuetto nach Siracusa saust davon…

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…vorbei an einer, inzwischen, pensionierten Dampflokomotive, die sich am Gleis 1 langweilt.

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Die südliche Bahnhofsausfahrt Richtung Catania.

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Streckentrennung auf italienisch.

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Und noch einmal das Dampfross.

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Blick auf die Bahnsteige.

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Trinkwasserbrunnen (ohne Trinkwasser).

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Die Bahnhofsgastronomie am Hausbahnsteig.

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Es ist verboten, gelbe Linien zu überschreiten...

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...ok, darauf sitzen darf man.

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Hinter der linken Tür dürfte sich das Stellwerk befunden haben. Interessanterweise funktioniert nach wie vor das Läutewerk, dass den nächsten Zug aus Cannizzaro bzw. Guardia-Mangano ankündigt.

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Hier wird in meine Zukunft investiert.

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Km 253+786, Streckentelefon, kein Eingang und Palmen in Terrakottakübeln.

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Hinter Gleis 5 verbirgt sich noch eine weitere Treppe. Der dortige Weg wird rege als heimlicher Ostausgang genutzt.

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Gleis 5 wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt.

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Der Schleichweg endet an der ehemaligen Güterabfertigung. Vermutlich ein früherer Betriebsweg.

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Blick auf den Personenbahnhof aus nördlicher Richtung.

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Die geschlossene Güterabfertigung.

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Ein Container Staatseisenbahnen.

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Ein Zweiwegedingens.

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Nun aber zurück zum Bahnhof. Als Highlight nun endlich die landesweit berühmte „linea gialla“.

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In der Unterführung verkündet ein Monitor das weitere üppige Zugangebot am Sonntagvormittag.

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Es ist noch ein wenig Zeit bis zu den nächsten Zügen, also noch einmal ein paar Impressionen aus dem Stationsgebäude.

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Die, vermutlich bereits seit der Eröffnung, geschlossene Fahrkartenausgabe.

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Die einzige nichtpersonenbediente Verkaufsmöglichkeit. Flankiert von zwei öffentlichen Fernsprechern.

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Die Bahnhofsbar, der heimliche Warteraum.

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Der eigentliche und unmöblierte Wartesaal dürfte bereits seit Jahren verschlossen sein.

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Sauberer Bahnhof.

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Verhörzimmer?

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Der Intercity nach Rom wird angekündigt…

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…der dann auch mit einem garagengepflegten „Caimano“ und vier Wägelchen am Gleis 2 hineinkullert.

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IC 724 Siracusa-Roma Termini: Pünktlich auf die Sekunde! Glücklicherweise konnte vor Villa S. Giovanni wieder eine 30-minütige Verspätung aufgebaut werden.

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Nachdem der IC ausgefahren ist, ist es endlich an der Zeit, die Stadt zu erkunden. Der Ausgang zum Bahnhofsvorplatz.

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Die fleischfressende Palme wacht darüber, dass niemand verbotenerweise die elektrische Glastür benutzt.

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Der Stadtplan vor dem Empfangsgebäude.

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Vorbildliche Mülltrennung auf dem Bahnhofsvorplatz.

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Hinter einem Baum gegenüber des Empfangsgebäudes wurde dieser gutsortierte Fahrplankasten der Stadtbusse angebracht.

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Italien ist einfach verwirrend. Der Ätna grummelt im rechten Bildrand vor sich hin, laut Straßenschild geht es aber nach links zu ihm.

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Nun denn, hurtigen Schenkels in die Innenstadt.

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Wir passieren drei Zebrastreifen ins Nichts.

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10 Minuten später. Die Straße nimmt kein Ende.

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Das Ortsschild ist erreicht!

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Oberhalb der Betonwand.

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Der alte Bahnhof am Piazza Agostino Pennisi ist erreicht. Er beherbergt heute die Büros einer Autowerkstatt und eine Postfiliale.

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Markt auf dem alten Bahnhofsvorplatz.

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Optimale Ausnutzung der Verkaufsfläche.

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Von einer Fußgängerbrücke am alten Bahnhof erhalten wir einen erhöhten Blick auf den Piazza Pennisi.

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Von derselben Brücke wird noch ein Minuetto Richtung Messina erlegt.

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Pulsierendes Großstadtleben in den Seitengassen.

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Es wird Abend und allmählich geht es zum Bahnhof zurück.

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Sehr typisch sizilianische Straßenszene. Aber wir wollten ja zurück zum Bahnhof. Wo war er noch gleich?

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Für italienische Verhältnisse viel zu wenig Schilder auf dem Wegweiser. Im Hintergrund eine - offenbar - ehemalige Markthalle, die nun Winkekatzen und fernöstliche Lampions von begabten taiwanesischen Kinderhänden anbietet.

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Alter Bahnhof am Abend.

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Das Hotel „Excelsior Palace Terme“ offeriert Zimmer mit Blick auf die Staatsstraße SS 114 oder bietet, gegen Aufpreis, Luxussuiten zur Westseite mit Sonnenuntergang vor einer Armada von abgestellten Güterwagen an (nur im Romantik-Paket verfügbar).

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Mmmjaaa... Sieht zumindest interessant aus.

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Bauruine, Wegweiser zum Bahnhof, AST-Haltestelle (barrierefreier Haltestellenmast für Kleinwüchsige).

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Und da sind wir auch wieder, zuletzt eine Außenaufnahme von der Nord...

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...bzw. von der Südseite.

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Und das war's erstmal: Arrividerci Acireale, alla prossima volta!

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4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:05:10:00:19:06.

Ähnlichkeit mit dem Meister ist vorhanden

geschrieben von: rhein-ruhr

Datum: 21.04.16 23:52

Hallo PatrickBln,
ich wollte gerade fragen, ob du ein Schüler des großen Bahnhofsportrait Meisters Sören Heise bist - da sah ich, das du deinen Beitrag ihm gewidmet hast....
Natürlich kann nur der Meister selbst die Frage beantworten ob du dich mit ihm vergleichen darfst...
Aus meiner Sicht: Gut gemacht, eine gewisse Ähnlichkeit in der Präsentation mit dem Meister ist vorhanden und durchaus erwünscht. Es fehlen allerdings noch ein paar geschichtliche Details zum Ort und/oder seiner Sehenswürdigkeiten.
Sizilien ist irgendwie hier im Moment ziemlich angesagt, ist ja auch wirklich schön dort - und - von mir gibt es auch einen vierteiligen Reisebericht. Bischen Werbung in eigener Sache, hier ist die Folge in der es in die Nähe von Acireale gibt, allerdings ohne Fotos speziell von diesem Ort
[www.drehscheibe-online.de]
Aber du hast dir ja "etwas" vorgenommen. Du fängst bei Acireale vielleicht nicht ganz vorne im Alphabet an - und nun gutes Gelingen bis Zürich oder vielleicht irgend etwas anderes in Polen das evtl. mit Zy...anfängt, oder wie heißt der letzte europäische Bahnhof im Alphabet?
Gutes Gelingen wünscht
rhein-ruhr
Hallo!

Danke für den sehr interessanten Bericht, Acireale habe ich nur im vorbeifahren gesehen... :-)

Der Ätna ist aber schnell aufgetaut... ;-)

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Mille grazie!

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 22.04.16 15:00

Buongiorno Patrick,

mille grazie! Eine schöne Ergänzung der sizilianischen Vesper Wochen. Schön, daß Du die Idee des Bahnhofsportraits aufgreifst. Ich weiß natürlich nicht, wie Du die Resonanz mißt, aber von mir aus darfst Du die Serie gerne fortsetzen - ich weiß aber auch, wie lange man daran sitzt. Italien ist durchaus interessant, auch wenn ich es noch nicht weiter als Sorrent geschafft habe (Pozzano wäre eine nette Station, habe ich den Eindruck). Du hast einen guten Blick fürs Detail, wobei der Bahnhof in der Hinsicht wohl innen etwas ergiebiger war als von der Außenseite.


Fünf Gleise scheinen mir ein wenig überdimensioniert. Aber immerhin auch ein Ankunftsplan, den gibt es in meinem etwa gleichgroßen Heimatort nicht.
Schade, daß die Straße des Zitrusfruchtanbaus (agrumicoltura) vom Bahnhof wegführt. Obwohl, vielleicht lagen deshalb die armen Orangen auf Gleis 5.


@rhein-ruhr: Aachen habe ich ja schon abgehandelt. Davor dürfte es wenig geben. Fürs Ende wäre Żywiec eine Möglichkeit, Żywiec Sporysz als Vorortbahnhof. Żyźniewo hat leider keinen Reiseverkehr mehr. (Danke an den Eisenbahnatlas Polen.)


Viele Grüße
Sören

rhein-ruhr schrieb:
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> Es fehlen
> allerdings noch ein paar geschichtliche Details
> zum Ort und/oder seiner Sehenswürdigkeiten.
> Sizilien ist irgendwie hier im Moment ziemlich
> angesagt, ist ja auch wirklich schön dort - und -
> von mir gibt es auch einen vierteiligen
> Reisebericht.

Den habe ich gelesen, vielen Dank dafür. Das Zugmaterial im Regionalverkehr hat sich ja die letzten Jahre auf Sizilien drastisch verändert. Die ALe 841 wurden komplett durch die Minuetti ersetzt, ähnlich wie die ALn 668, die vermutlich auch bald der Vergangenheit angehören werden. In (Catania-)Bicocca stehen umzählige ausgeschlachtete Dieseltriebwagen, in Palermo-Brancaccio gammeln die Ale seit letztem Jahr vor sich hin während in Messina Scalo unzählige Reisezugwagen abgestellt wurden. Faszinierend fand ich die Wendezüge mit dem sehr modernen Wagenmaterial aus den alten UIC-X-Wagen. Hier fahren neuere FS-Regionalzüge auf der Insel als in Südtirol!

Da es die letzten Tage jetzt unzählig viele Reiseberichte von Sizilien gab, warte ich noch ein paar Tage, offenbar waren gerade 80 % der DSO-Auslandsforisten auf der liebevoll beknackten Vulkaninsel.

> Aber du hast dir ja "etwas" vorgenommen. Du fängst
> bei Acireale vielleicht nicht ganz vorne im
> Alphabet an - und nun gutes Gelingen bis Zürich
> oder vielleicht irgend etwas anderes in Polen das
> evtl. mit Zy...anfängt, oder wie heißt der letzte
> europäische Bahnhof im Alphabet?
Nee, das wird eine lose Reihe bleiben, macht echt viel Arbeit.


Roni schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo!
>
> Danke für den sehr interessanten Bericht, Acireale
> habe ich nur im vorbeifahren gesehen... :-)
>
> Der Ätna ist aber schnell aufgetaut... ;-)

Deine Reiseeindrücke waren auch phantastisch. Ragusa, Gela stehen im Herbst auf meinem Menuplan. Leider fahren ja Sonntags südlich von Siracusa keine Züge. Ich hoffe, dass im September auch wieder die Strecke Gela-Caltanissetta wieder offen ist.


Sören Heise schrieb:
-------------------------------------------------------
> Du hast einen guten Blick fürs Detail,
> wobei der Bahnhof in der Hinsicht wohl innen etwas
> ergiebiger war als von der Außenseite.

Das ist bei einigen Bahnhöfen aber auch nicht schwer. Acireale ist eben ein typisch süditalienischer Bahnhof, bei dem man bemerkt, dass dort kein Tourismus herrscht. Darum kommt einem vieles so herrlich skurril vor.


Nun, die nächsten Wochen gibt es dann noch ein paar Eindrücke von der Cicumetnea (zwischen Paternò und Randazzo), einem grauenvollen und einem neuen und gepflegten Straßenbahnbetrieb (Messina vs. Palermo) und einigen Streckenaufnahmen zwischen Catania und Messina.

Viele Grüße aus Berlin
Patrick

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Moin Patrick!

Zunächst vielen Dank für die Eindrücke.
Da weiss ich zumindest, wie uneser Zielort im September aussieht. ;-)
Die "vorbildliche Mülltrennung" und der äußerst "innovative" Aushangfahrplan des örtlichen Buskutschers lassen manchen Vergleich zu Rumänien erahnen.
Mal sehen, ob Du nächstes Jahr mit ins "Land Draculas" kommst!
Schön, das meine "persönlichen" Lieblinge, die "Caimanos" auf Sizilien noch regelmäßig im Einsatz sind.

Gruß

Ingo