Zu Teil 1
Zu Teil 2
Zu Teil 3
Zu Teil 4
Nach dem Besuch im Transport Museum ging es weiter abseits von Bahnlinien (bzw. ohne Zugsichtungen, falls doch eine in der Nähe war), bis wir am 11. Januar 2015 bei De Doorns an die Hauptstrecke Johannesburg - Kapstadt kamen, die hier durchs Hex River Valley verläuft. Die ursprüngliche Streckenführung über den Hex Pass wurde 1989 stillgelegt und durch vier Tunnel, darunter den mit 13,5 km längsten Eisenbahntunnel Afrikas, ersetzt. An sich wollte ich hier auf den Shosholoza Meyl aus Kapstadt (plan ab Worcester 13:30) warten, der hatte aber wohl reichlich Verspätung. Stattdessen kam aber aus der Gegenrichtung der "Pride of Africa" von Rovos Rail aus Pretoria.
Die beiden 18E 18670 (Serie 2, ex 6E1 Serie 5 Nr. E1570, UCW 1975) und 18711 (Serie 2, ex 6E1 Serie 5 Nr. E1610, UCW 1976)
Loungewagen mit Aussichtsplattform am Zugschluss
In Worcester selbst konnte ich von weitem einen Güterzug mit 3 weiteren 18E sehen, es war aber nicht heranzukommen. Beim Suchen nach einer Zufahrt fand ich aber einen Weg zum Güterbahnhof und Depot, von dem aus ein paar Fahrzeuge zu sehen waren.
Abgestellter alter Packwagen
Class 33-400 Nr. 33-501 (General Electric U20C 36629/1969) abgestellt
Auch eine Dampflok war dabei, Class 25NC Nr. 3407 "Pauline" (North British Locomotive Co. Ltd. 27293/1953)
Nach 3 in der Schweiz gebauten Vorseienmaschinen der Reihe 14E wurden die 10 "Serienloks" der Class 14E1 in Südafrika produziert. Hier 14110 und 14108 (UCW 1994)
Class 14E1 Nr. 14110
Class 14E1 Nr. 14108 - die Zweisystemloks wurden bis vor einiger Zeit auch für den "Blue Train" benutzt, um die Lokwechsel in Beaufort West und Kimberley zu sparen, mittlerweile laufen sie jedoch nur noch vor Güterzügen
Class 35-400 Nr. 35-411 (General Electric U15C 40530/1976) wartet hinter Büschen im Depot
Nach einer weiteren Übernachtung in Stellenbosch ging es dann in einem Bogen über Franschhoek und Sir Lowry's Pass hinunter zum Kap der guten Hoffnung. Hier stand zunächst die
Winetram in Franschhoek auf dem Plan - das kuriose dieselgetriebene Gefährt ist Teil einer Weingut-Besichtigungstour, fährt nur 2 Haltestellen weit und verteilt die Besucher auf Kleinbusse, mit denen sie zu den Weingütern gefahren werden
Die Winetram in Franschhoek
Winetram an der Station Rickety Bridge
Winetram an der Station Rickety Bridge
Direkt neben dem südwestlichsten Punkt Südafrikas, dem Kap der guten Hoffnung (nicht die Südspitze Afrikas - die befindet sich ca. 200km östlich am Kap Agulhas!) liegt die Klippe vom Cape Point mit dem Leuchtturm, der den Schiffen den Weg ums Kap weist. Hoch auf die Klippe geht es mit einer Standseilbahn mit dem schönen Namen "The Flying Dutchman" (Fliegender Holländer).
Cape Point Standseilbahn
Blick herab von der Seilbahn
Wagen 1 kommt uns bergauf an der Ausweiche entgegen
Nach 2 Übernachtungen in Kapstadt stand nun am 14. Januar das größte Abenteuer an (zumindest was die Bahn angeht): eine Fahrt nach Johannesburg mit dem "Shosholoza Meyl". Planmäßige Fahrzeit gut 26 Stunden, Strecke etwas über 1500 Kilometer. All das im Schlafwagen bei Zweierbelegung für umgerechnet gut 55 Euro - ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man im "Blue Train" für die nur wenig längere Strecke bis Pretoria schlappe 1100 Euro berappen darf!
Im Shosholoza Meyl werden auch Autos mitgenommen - Autoverladung am Bahnsteig in Kapstadt
Viererabteil. Wir hatten auf der ausgehängten Liste hinter unseren Namen Wagen 8, Abteil B gelesen und uns schon über das "Upgrade" gefreut, bis sich herausstellte, dass es ein Vertipper war und wir 2 Türen weiter ins Abteil "D" mussten, ein Zweierabteil. Es war dennoch bequem, etwas geräumiger als die T2-Abteile beispielsweise im CNL nach Paris. Das Beste: die Fenster lassen sich öffnen!
Nachdem das Abteil bezogen war, blieb noch Zeit bis zur Abfahrt, die für einen Gang an die Zugspitze genutzt wurde. Auf dem Nachbargleis wartete die 6E1 Serie 5 Nr. E1605 (UCW 1975) mit einer Schwestermaschine auf neue Einsätze
Unsere Zuglok war die 6E1 Serie 7 Nr. E1818 (UCW 1978)
Als meine Fotografiererei bemerkt wurde, wurde ich sofort in den Führerstand eingeladen - mir wurde gar eine Mitfahrt angeboten, die ich jedoch dankend ablehnen musste, da meine Freundin ja hinten im Zug auf mich wartete und vermutlich einen Herzkasper bekommen hätte, wenn ich nicht aufgetaucht wäre ;-)
Fabrikschild an der Fronttür
Zweite Lok am Zug war die 6E1 Serie 5 Nr. E1592 (UCW 1974)
Leider etwas verdeckt einer der 1989-91 in Japan produzierten 8M-Züge von Metrorail, die auf der Linie nach Khayelitsha eingesetzt werden
Standard sind rund um Kapstadt die 10M3-Garnituren
Auch 5M2A-Triebwagen gibt es hier noch
Noch ein 10M3
Und noch einer neben dem Containerlager in Maitland
Bye-bye Cape Town! Blick aus unserem Zug nach hinten - der Zug bestand aus sage und schreibe 21 Wagen: Generatorwagen, 9 Sitzwagen, Speisewagen, Küchenwagen, 6 Schlafwagen, Gepäckwagen und 2 Autotransportwagen
Warnschild in 7 der 11 offiziellen Landessprachen
Ein 5M2A in Bellville
Die erste Bergkette ist erreicht: Unser Zug im Tulbaghkloof
Der Zug windet sich um enge Kurven durch eine fantastische Landschaft
Güterzug mit 6E1 Serie 7 Nr. E1813 (UCW 1978), E1813 (ebenfalls Serie 7, UCW 1978) und E1597 (Serie 5, UCE 1875) in Worcester, blöderweise unter der Brücke geparkt
Worcester: 18E Serie 1 Nr. 18522 (2009 aus 6E1 Serie 7 Nr. E1773, UCW 1977), 18E Serie 2 Nr. 18691 (2012 aus 6E1 Serie 6 Nr. E1733, UCW 1977) und 18E Serie 2 Nr. 18682 (2012 aus 6E1 Serie 3 Nr. E1323, UCW 1973)
Einfahrt ins Hex River Valley
Im Hex River Valley
Gegen Ende des Tals
Kreuzung mit einem Güterzug, bespannt mit 14108 und 14107, in Matjiesfontein
Einfahrt in Laingsburg
Es geht in die Great Karoo
Unsere Zugloks
Wieder eine Kreuzung, diesmal 18E Serie 1 Nr. 18163 (2005 aus 6E1 Serie 6 Nr. E1742, UCW 1977) und 18E Serie 2 Nr. 18706 (2012 aus 6E1 Serie 3 Nr. E1331, UCW 1973)
Unser Zug nochmal in "voller Fahrt" kurz vor Beaufort West
In Beaufort West geht es dann im nächsten und letzten Teil weiter.
Zu Teil 6
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