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Spülmaschinensalz, Schnaps und Spione

Teil 5: Mit der Ding Ding durch die Hochhausschluchten von West nach Ost



Was bisher geschah:
  • Teil 0: Bahnhofsrätsel mit Weihrauch
  • Teil 1: Spülmaschinensalz, Schnaps und Spione – Nur wo bleiben die Züge?
  • Teil 2: Die Geschichte der Eisenbahn in Hong Kong
  • Teil 3: Ein Besuch in Hong Kong mit ein paar Impressionen vom Bahnbetrieb und weiteren Sehenswürdigkeiten
  • Teil 4 Klein, aber (recht) fein – Ein Besuch im Eisenbahnmuseum von Hong Kong


  • Wie im letzten Bericht versprochen folgt nun mit einiger Verspätung der nächste Bericht über die Straßenbahn von Hong Kong. Der Grund für die Verspätung sind unter anderem die "Húshuo Badào Railways", denen ich in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Es handelt sich dabei um eine neue entdeckte Industriebahn mit Dampfbetrieb im tiefen Südwesten Chinas! In der Wüstenregion rund um Húshuo Badào gibt bzw. gab es reiche Vorkommen an seltenen Erden, daher war Ausländern der Zutritt zu dieser Region lange Zeit verboten. Erst vor kurzem schloss die Bahn ein Joint-Venture mit der deutschen FloRCH-Gruppe (FlorianRailwayConsultingHattersheim), die mir den Besuch bei dieser einzigartigen Eisenbahn ermöglichte. Bevor ich euch die Bilder zeige, vorab aber noch ein paar Fakten zu den "Húshuo Badào Railways".

    Die "Húshuo Badào Railways" binden die einzelnen Minen, in denen die seltenen Erden gefördert werden, an die Industriebetriebe in der Stadt Badào an. Dort erfolgt die Aufarbeitung und Konzentration der seltenen Erden, das Konzentrat wird dann an weiterverarbeitende Industriefabriken in ganz China verteilt. Im Güterverkehr werden hauptsächlich die Erze abtransportiert, die Minen mit notwendigem Material versorgt sowie die Industriebetriebe mit Brennstoffen versorgt, zudem wird das Konzentrat am Übergabebahnhof den Chinesischen Staatsbahnen übergeben. Daneben wickelt die Bahn im Personenverkehr auch den Nahverkehr in Badào ab, zusätzlich werden im Werksverkehr vereinzelt Personenwagen für die Arbeiter mit eingestellt. Während der Personentransport komplett verdieselt ist (u.a. ein dreiteiliger Dieseltriebwagen und eine Diesellok mit Achsfolge B samt bunten Personenwaggons, die einst bei den Chinesischen Staatsbahnen liefen), wird der Gütertransport fast ausschließlich mit Dampfloks besorgt, nur eine Diesellok ist sporadisch vor Güterzügen im Einsatz. Neben vier B-Kupplern gehören auch zwei Schlepptenderloks mit Achsfolge 1'C bzw. C‘1 zum Bestand der "Húshuo Badào Railways".

    Trotz der relativ geringen Anzahl an Fahrzeugen verfügt die Bahn über ein weit verzweigtes Streckennetz. Als Besonderheiten zu erwähnen sind mehrere Brücken, darunter auch ein längeres Viadukt mit Klappbrücke in der Mitte, mehrere Kreuzungen sowie zwei längere Tunnel. Aufgrund des einen langen Tunnels wurden auch zwei Dampfloks (ein B-Kuppler und eine C‘1-Lok) mit einem weltweit wohl einzigartigen Akkuantrieb ausgestattet. Kurz vor Einfahrt in den Tunnel kann der Lokführer auf Akkubetrieb umschalten und vermeidet so, dass unnötig viel Dampf und Rauch in den Tunnel geblasen wird. Nach Ausfahrt stellt der Lokführer wieder auf Dampfbetrieb um, die Akkus werden während dem Dampfbetrieb dann wieder aufgeladen. Damit sind die beiden Loks wohl die einzigen Hybrid-Dampfloks weltweit! Leider ist der Bahnbetrieb in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Von der einstigen Blütezeit zeugen noch die beiden Rundlokschuppen (ein fünf- und ein dreiständiger Lokschuppen) sowie die umfangreichen BW-Hallen, die heute allerdings nur noch über eine Drehscheibe, drei Abstellgleise in der Halle und drei Abstellgleise im Freigelände verfügen.

    Leider konnte ich zur Geschichte der Bahn praktisch keinerlei Informationen bekommen, die älter als zwei Jahre sind. Erst über die letzten beiden Jahre kann ich euch ein paar Informationen geben. Die "Húshuo Badào Railways" heißen eigentlich Badào Railway for Industry and Komuter Express Authorities, kurz BRIKEA (die Chinesen stehen mit dem Englischen noch ein bisschen auf Kriegsfuß, deswegen sind die Übersetzungen etwas holprig). Sie entstand 2012 aus der Fusion der beiden Eisenbahnen Badào Railways for Industry and Ore Transport (kurz BRIO-T), die den Transport des Erzes und den Güterverkehr der Industriebetriebe abwickelte, und der Húshuo Industry and Kommuter Express Authority (kurz H-IKEA), die für den Personentransport im Nah- und Werksverkehr zuständig war. Trotz der 2012 erfolgten Fusion tragen die Loks oft noch die Beschriftungen der alten Gesellschaften. Neben den BRIO- und IKEA-Beschriftungen findet sich oft auch noch der Zusatz „Made in Sweden“. Mir sind allerdings keine Exporte von schwedischen Dampfloks nach China bekannt. Das muss ich mal zur Klärung im HiFo einstellen, Helmut Philipp oder andere Experten haben da sicher eine Antwort.

    BRIO-T und H-IKEA haben leicht unterschiedliche Gleissysteme, trotzdem verkehrten auch schon vor der Fusion Züge der einen Gesellschaft auf dem Netz der jeweils anderen Gesellschaft. Das führt des Öfteren zu Entgleisungen bei den Zügen, die von den Lokführern aber mit wenigen, routinierten Handgriffen wieder eingegleist werden. Leider kann ich euch nicht mit Streckenaufnahmen dienen, da die Züge sowohl im Güter- wie auch im Personenverkehr äußerst unregelmäßig verkehren. Der Fahrplan richtet sich nach Lust und Laune der meist noch minderjährigen Lokführer, oft haben die nach wenigen Minuten keine Lust mehr und lassen den Zug einfach auf freier Strecke stehen (und das obwohl keiner von ihnen GDL-Mitglied ist!), um sich anderen Aktivitäten zum Zeitvertreib zu widmen. Bitte jetzt aber hier keine Diskussionen wegen Kinderarbeit oder GDL-Mitgliedschaft starten, schließlich sind wir hier in einem Eisenbahnforum für ausländische Bahnen!

    Ein Besuch bei den "Húshuo Badào Railways" gestaltet sich äußerst schwierig. Die Anreise ist aufgrund der Verwüstungen oft nur mit Umwegen möglich. Es empfiehlt sich auf alle Fälle das Tragen von festem Schuhwerk, ansonsten können die dicht verstreuten Auto- und Holzteile zu schweren Verletzungen an den Füßen führen. Zudem neigt der Chef der Eisenbahn zu Jähzorn, die in Wut- und Schreianfällen gipfeln. Linderung ist dann oft nur durch die reichliche Gabe von Gummibärchen möglich. Der Chef der Eisenbahn wacht auch eifersüchtig darüber, dass kein Fremder seiner Eisenbahn zu nahe kommt („Guck ma. Meine Eisebah. Du weg gehen. Meine.“). Wer den Anweisungen nicht Folge leistet, muss mit körperlichen Angriffen (Beiß- und Kratzattacken) rechnen. Zugang zum Chef der Eisenbahn bekommt man am besten durch das Mitbringen von Gastgeschenken. Besonders beliebt bei ihm sind aktuell Modelle von Baufahrzeugen der Marke Siku. Anbei noch zwei Bilder, mit Streckenaufnahmen kann ich euch ja wie gesagt nicht dienen.

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    Bild -1: Von einem nahe gelegenen Hügel hat man einen guten Überblick über das Streckennetz der BRIKEA. Vorne ist übrigens die Dampfakkulok mit der Achsfolge C‘1
    Und der noch alten BRIO-Beschriftung zu sehen, die Dampfakkulok mit der Achsfolge B steht vor dem fünfständigen Lokschuppen. Der Chef der Eisenbahn befand sich zum
    Zeitpunkt der Aufnahme übrigens schon im Bett, deswegen konnte ich relativ ungestört fotografieren, der Zugverkehr ruhte zu diesem Zeitpunkt allerdings daher schon.



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    Bild 0: Beim Abflug aus Badào gelang mir noch dieser Schnappschuss aus dem Flugzeug heraus.



    So, jetzt aber genug von der BRIKEA-Eisenbahn, widmen wir uns der Straßenbahn in Hong Kong. Im letzten Bericht hatte ich vom Besuch des Hong Konger Eisenbahnmuseums in Tai Po berichtet. Nach einem herrlichen Mittagessen machte ich mich von Tai Po wieder in Richtung Innenstadt auf, um rund um den Bahnhof Hung Hom Streckenaufnahmen zu machen (siehe vorletzter Bericht). Die schwülen Temperaturen von über 30 Grad sowie eine heftige Erkältung gepaart mit Durchfall nach einem Essen in einem verdreckten Hinterhof-Hawker-Center am Vorabend sorgten aber schnell dafür, dass ich auf weitere Streckenaufnahmen verzichtete und mich per U-Bahn nach Central auf Hong Kong Island begab. Dort sorgen die eng stehenden Hochhäuser für Schatten und angenehme Temperaturen. Da ich sehr schwach auf den Beinen war, bestieg ich die nächste Straßenbahn, suchte mir im oberen Stock einen Platz ganz vorne und rumpelte zwei Stunden lang durch die Hochhausschluchten Hong Kongs. Zunächst ging es bis zum westlichen Endpunkt der Straßenbahn in Kennedy Town und von dort zurück in östlicher Richtung bis nach Happy Valley. Also wie der Titel schon sagt: „Mit der Ding Ding durch die Hochhausschluchten von West nach Ost.“. Dabei entstanden auch ein paar Fotos, wobei der Schwerpunkt der Fahrt einfach im Genießen und Erholen lag.

    Bevor ich euch die Bilder zeige noch ein paar Infos zur Straßenbahn auf Hong Kong Island (Quelle Wikipedia). Eigentlich ist die „Tram“, die im Volksmund aufgrund ihrer Klingel auch gerne „ding ding“ genannt wird, mit ihren alten Doppeldeckerwagen in der ganzen Welt bekannt und ein Symbol für Hong Kong. Bereits 1881 gab es erste Vorschläge zum Bau einer Straßenbahn entlang der nördlichen Küstenlinie von Hong Kong Island. Aber erst 1903 begann man mit dem Bau einer Strecke von Kennedy Town nach Causeway Bay, später wurde die Strecke bis Shau Kei Wan verlängert und eine 3km lange Schleife zur Pferderennbahn in Happy Valley eröffnet. Die Straßenbahn hat eine Streckenlänge von 13km bei 30km Gleislänge, verkehrt auf Kapspur (1.067mm) und war von Anfang an elektrifiziert (750V Gleichstrom). Anfangs fuhren noch einstöckige Wagen, 1912 folgten offene Doppeldeckerwagen und 1925 kamen dann die geschlossenen Doppeldeckerwagen, deren Design bis heute die im Einsatz befindlichen Fahrzeuge prägt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Hktram1930s.jpg
    Bild 1: Historische Aufnahme der Straßenbahn von Hong Kong aus den 1930er Jahren (Quelle Wikipedia)


    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/6/64/Hong_Kong_Tramways_map.png
    Bild 2: Streckenplan der Straßenbahn von Hong Kong (Quelle Wikipedia).



    Nachdem die Instandsetzungen infolge des Zweiten Weltkriegs abgeschlossen waren, folgte 1949 der zweigleisige Ausbau des Abschnitts „Kennedy Town“ – „Shau Kei Wan“, die Schleife nach „Happy Valley“ ist bis heute eingleisig. Seit 1950 baut die Betreibergesellschaft ihre Wagen selbst. Große Veränderungen gab es seither nicht. Trotz der seit 1985 parallel verkehrenden U-Bahnlinie bleibt die Straßenbahn bei Einheimischen und Touristen beliebt, 2002 fuhren im Schnitt 240.000 Fahrgäste pro Tag mit der Straßenbahn. 2009 wurde die Betreibergesellschaft komplett von Veolia Transport übernommen. Es gibt immer wieder Pläne zur Einführung moderner, einstöckiger Triebwagen, bis jetzt liegen sie aber noch immer in den Schubladen. Stattdessen wurden zwischen 2009 und 2012 neue Wagen gebaut bzw. alte Wagen aufbereitet. Dabei blieb es bei einem Rahmen aus Teakholz, der mit Aluminium verkleidet ist.

    Die Straßenbahnen verkehren ohne festen Fahrplan. Oft fahren mehrere Triebwagen direkt hintereinander. Es gibt sieben Linien, die jeweils immer überlappende Teilstücke des Streckennetzes befahren (siehe Bild 2), es gibt keine durchgehende Tram vom Anfangspunkt „Kennedy Town“ zum Endpunkt „Shau Kei Wan“, stattdessen muss man unterwegs umsteigen. An mehr als zehn Zwischenstationen können die Trams wenden, zudem gibt es zwei Depots. Aktuell besitzt die Gesellschaft 163 Doppelstöcker und zwei Wartungsfahrzeuge.

    Die Fahrt mit der Straßenbahn ist ein einmaliges Erlebnis und ein Muss für jeden Hong Kong Besuch, zumal die Fahrpreise im Gegensatz zu fast allem anderen in Hong Kong außerordentlich günstig sind. Eine Fahrt kostet gerade mal 2,30HK$ (umgerechnet 0,20€!), egal ob man nur eine Haltestelle oder die gesamte Linie fährt. Sobald man aussteigt, muss man bezahlen. Entweder per Münzen beim Fahrer oder seit 2001 mit der elektronischen Octupus-Card, die im gesamten Nahverkehr von Hong Kong einsetzbar ist. Am besten steigt man in der Nähe eines der Endpunkte ein, dort ist die Chance am Höchsten, dass man im ersten Stock den Panoramaplatz ganz vorne bekommt. Dann genießt man einfach die Fahrt solange, bis man am Endpunkt rausgeschmissen wird oder einfach vorher genug hat und aussteigt.

    Jetzt aber genug der Worte, lassen wir die Bilder sprechen. Sie sind chronologisch geordnet, genaue Aufzeichnungen zu den Örtlichkeiten habe ich leider nicht gemacht:

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    Bild 3: Auf dem Weg von der U-Bahnstation zur nächsten Straßenbahnhaltestelle fuhren mir in Gegenrichtung die beiden Triebwagen 64 und 91 vor die Linse.


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    Bild 4: Auf vielen Baustellen in Hong Kong findet man noch Baugerüste, die komplett aus Bambus hergestellt sind. Selbst Gehwege werden mit
    solchen Gerüsten überdacht. Zwischen den Bambusstangen eines solchen Gerüsts fällt der Blick auf Wagen 137, der Werbung für einen Lippenstift macht.


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    Bild 5: An einer Haltestelle stauen sich die Wagen 163, 23 und 161. Direkt rechts daneben steht die Buskonkurrenz, im Hintergrund eines der typischen Baugerüste aus Bambus.


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    Bild 6: Endlich habe ich eine Haltestelle und einen Wagen gefunden, bei dem die vorderste Sitzreihe im ersten Stock frei war. Nun geht
    es Richtung Kennedy Town. Als erstes kommt mir dabei in der Hochhausschlucht mit den zahlreichen Werbeschildern Wagen 131 entgegen.


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    Bild 7: Kurz darauf kommt mir im Sonnenlicht Triebwagen 90 entgegen, der sich ein Wettrennen mit dem Minibus rechts liefert.


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    Bild 8: Und weiter geht die Fahrt Richtung Kennedy Town. Je weiter man sich vom Zentrum entfernt, desto weniger glamourös
    werden die Häuser entlang der Straße, was die Atmosphäre aber umso schöner macht. Uns entgegen kommt Wagen 82.


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    Bild 9: Kurz vor dem Endpunkt in Kennedy Town kam mir in einer S-Kurve noch Wagen 120 entgegen.


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    Bild 10: An der Endstation musste ich aussteigen. Die Wartezeit bis zur Abfahrt der nächsten Tram in Gegenrichtung nutzte ich zum Ablichten von Wagen 91 und 173,
    die sich in einer engen Gasse begegnen. Während 173 schon einen modernen, digitalen Richtungsanzeiger besitzt, ist Wagen 91 noch mit analogem Richtungsanzeiger ausgestattet.


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    Bild 11: Die nächste Tram lässt nicht lange warten und so geht es nun Richtung Happy Valley. In Kennedy Town
    dominieren noch die traditionellen Kleingeschäfte, in der engen Gasse kommen mir Wagen 142 und 59 entgegen.


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    Bild 12: Am Wendepunkt und Depot Whitty Street müssen wir zunächst Wagen 48 die Einfahrt in die Wendeschleife gestatten, bevor wir unsere Fahrt nach Happy Valley fortsetzen können.

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    Bild 13: Und weiter geht die Fahrt durch die Hochhausschluchten. Neben Wagen 10 sieht man hier auch
    sehr gut die Aufhängung der Oberleitung sowie rechts ein weiteres, typisches Baugerüst aus Bambus.


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    Bild 14: An der nächsten Kreuzung müssen wir ebenso wie der Gegentriebwagen
    15 an der roten Ampel warten und den kreuzenden Verkehr passieren lassen.


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    Bild 15: Die Ampel ist auf Grün gesprungen, was dem Fahrer des Gegentriebwagens früher aufgefallen ist.


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    Bild 16: Die Hochhäuser und Bambusgerüste bleiben, dafür rückt der hellblaue Wagen 100 ins Bild.


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    Bild 17: An der Wendeschleife am “Western Market”.


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    Bild 18: An der Haltestelle “Western Market” stehen Wagen 112 und 37, im Hintergrund das im Kolonialstil errichtete Gebäude des Western Markets.

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    Bild 19: Wir nähern uns der Innenstadt und die alten Hochhäusern mit ihren traditionellen Geschäften weichen mehr
    und mehr den glitzernden Bürotürmen. Zwischen Wagen 159 und 97 schiebt ein Mann noch Pakete über die Straße.


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    Bild 20: Vereinzelt gibt es in der Innenstadt auch noch Bäume am Straßenrand, die hier Wagen 132 und 94 einrahmen.


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    Bild 21: Im entgegenkommenden Wagen hat jemand die genau gleiche Idee wie ich ;-)


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    Bild 22: Wir sind noch immer an der fast genau gleichen Stelle. An der Haltestelle in Gegenrichtung wartet Wagen 55.


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    Bild 23: Schnell noch über die Straße, bevor Wagen 166 wieder anfährt.


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    Bild 24: Als nächstes kommt uns Wagen 84 Richtung “Kennedy Town” entgegen.


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    Bild 25: Wagen 136 habe ich nur wegen der Werbung fotografiert. Was hat Marc’O Polo eigentlich mit deutschem Bier zu tun?
    Hat er neben den Spaghetti-Nudeln auch das Bier aus China nach Bayern gebracht? Fragen über Fragen, wer hat Antworten?


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    Bild 26: Direkt hinter Wagen 140 wechselt eine Palette schnell die Straßenseite.


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    Bild 27: Gleich danach kommt uns Wagen 98, eingerahmt von Luxuskarossen, entgegen.


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    Bild 28: Unsere Weiterfahrt verzögert sich, weil ein Sattelschlepper in eine Baustelleneinfahrt zurücksetzen muss.


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    Bild 29: Schon lange keine Bambusbaugerüste mehr gesehen. Hier kommt wieder eins, direkt daneben fährt Wagen 131 vorbei.


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    Bild 30: Kurz danach begegnet uns Wagen 82.


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    Bild 31: Aus der Schleife nach „Happy Valley“ biegt Wagen 43 wieder auf die Hauptstrecke ein.


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    Bild 32: Es ist Samstag und viele Einwohner sind zum Shopping in der Innenstadt unterwegs. Wir und der
    Gegentriebwagen 110 Richtung „Western Market“ müssen an der Ampel warten und den Fußgängern den Vortritt lassen.

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    Bild 33: Unsere Tram hat mittlerweile auch die Hauptstrecke verlassen und zuckelt jetzt auf der eingleisigen Schleife Richtung „Happy Valley“.
    An der Haltestelle direkt vor uns räumen die Bauarbeiter noch schnell die Strecke, damit unsere Tram weiterfahren kann.
    Besonders effektiv kann man hier tagsüber nicht arbeiten, verkehren die Trams um diese Tageszeit doch im Minutentakt.


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    Bild 34: Noch vor dem Endpunkt in Happy Valley steige ich aus und gehe zu Fuß zurück zur nächsten U-Bahnstation. Dabei kam mir noch Wagen 61 entgegen.


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    Bild 35: Wagen 142 vor dem Hintergrund einer typischen Häuserfassade aus den 50er/60er-Jahren,
    als in Hong Kong der erste große Hochhausboom stattfand, war mir auch noch ein Foto wert.


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    Bild 36: Auch Wagen 154 fährt in Richtung “Happy Valley”.


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    Bild 37: Auch an der Baustelle aus Bild 32 habe ich nochmals vorbeigeschaut. Dort stand gerade Wagen 65 an der Haltestelle.


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    Bild 38: Wagen 65 fährt los und liefert sich ein Wettrennen mit einem Porsche. Der hat zwar eine bessere
    Beschleunigung wie die Tram, was ihm aber im dichten Verkehrsgetümmel in Hong Kong nicht wirklich nützt.


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    Bild 39: Wagen 88 biegt gerade von der Hauptstrecke Richtung “Happy Valley” ab.


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    Bild 40: Auf der Hauptstrecke fährt Wagen 115 Richtung „Shau Kei Wan”, dicht gefolgt von Wagen 6.


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    Bild 41: Kurz bevor ich in die U-Bahn abtauchte, fuhr mir noch Wagen 117 vor die Linse.



    Damit endet die Fahrt mit der „Ding Ding“ von West nach Ost. Ich hoffe, dass euch der Ausflug ein bisschen gefallen hat, auch wenn Straßenbahnen nicht mein „Spezialgebiet“ sind. Im nächsten Bericht geht es dann wieder zurück nach China. Vorerst werde ich mich aber wieder intensiv mit der BRIKEA-Eisenbahn und ihrem Chef beschäftigen. Daher kann es wieder eine Weile dauern, bis ihr hier wieder von mir hört. Ich hoffe, dass ihr dann trotzdem alle wieder dabei seid.

    Super - und gemein! ;-) (o.w.T)

    geschrieben von: Roni

    Datum: 19.09.14 17:20

    (Dieser Beitrag enthält keinen Text)
    lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
    http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

    Wundervoll

    geschrieben von: Dominik86

    Datum: 19.09.14 17:25

    Hallo,

    ein herrlicher Bericht, besonders der Teil über die BRIKEA-Eisenbahn und Ihren Chef, erst bei den Bildern ist mir gekommen, um was es da eigentlich geht.


    Ich glaube, der Eisenbahnchef sollte mal etwas respektvoller gegenüber seines Vorsitzenden sein, ansonsten würde ich die Partei "Menschen am Meisten aufheitern" zur Unterstützung anfordern. ;-)

    Die Bilder von Hong Kong waren spitze.

    Danke sehr,
    Dominik

    Re: Wundervoll

    geschrieben von: Flo1979

    Datum: 19.09.14 22:08

    > ein herrlicher Bericht, besonders der Teil über
    > die BRIKEA-Eisenbahn und Ihren Chef, erst bei den
    > Bildern ist mir gekommen, um was es da eigentlich
    > geht.
    >

    He, he, hättest du mal deine chinesische Freundin gefragt, was Húshuo Badào heißt, dann hätte es vielleicht früher Klick gemacht ;-)

    Viele Grüße

    Florian

    ich danke für die Erinnerungen

    geschrieben von: Dieter Buddrus

    Datum: 20.09.14 16:54

    Wir waren 1996 Ende Juni - Anfang Juli einige Tage in Hongkong. Unser Hotel "The Metropol" in der "Waterloo Road" war damals weltweit für sein weltbestes und weltweit umfangreichstes Frühstücksangebot bekannt. Leider wurde dieses Hotel im März 2003 auch als der internationale Verbreitungspunkt der SARS-Epidemie weltbekannt und hat danach nie wieder zu seiner Klasse zurück gefunden. Zur Insel sind wir damals mit der berühmten Ferry rüber und mit der U-Bahn zurück. Und auf der Insel sind wir damals 2 Stunden mit der Straßenbahn umher gefahren. Bevor wir dann u.a. auch die damals angeblich längste Rolltreppe der Welt benutzt haben. Hongkong ist schon eine Reise wert. Zumal für jeden echten Computer-Spezi-Fan die großen Computershoppingcenter Yau Ma Tei und Mong Kok mit mehr als 70 oder gar 120 Spezialläden in einem einzigen Gebäude einfach nur traumhaft waren oder vielleicht auch noch sind.

    1. edel sei der Mensch, hilfreich und gut
    2. ein Freund, ein guter Freund - das ist das Beste was es gibt auf der Welt
    3. wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.