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[BE] Eine Woche Flandern 2013 - Teil 4 (Brugge)

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 09.02.14 15:56

Die bisherigen Teile:
Teil 1: Brüssel (Straßenbahnmuseum)
Teil 2: Gent
Teil 3: Kusttram

4. September 2013: Ausflug nach Brugge

Heute steht der Ausflug nach Brugge auf dem Programm. Wie üblich gehen wir zu Fuß zum Gare du Nord. Da der heutige Ausflug wenig Bahnbilder und gar keine Straßenbahnbilder bringen wird, werde ich zum Schluss einen Rückblick auf die Eisenbahn in Belgien zwischen 1972 und 1996 machen (meine Bilder von früheren Reisen). Doch zunächst sind wir in Brugge (Brügge):

Brugge: die schönste Stadt in Belgien
Natürlich ist das ein subjektiver Eindruck, auch Gent war sehr schön, aber Brugge gefällt mir von allen belgischen Städten, die ich gesehen habe, am besten. Das wird auch nach dem Besuch in Antwerpen so bleiben. Die Fahrt dahin ist schon Routine, die Strecke kennen wir ja schon zur Genüge. Wir benötigen im IC etwas mehr als eine Stunde für die 96 Kilometer. Bevor wir den Bahnhof verlassen, schauen wir uns ein wenig um.

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Lokomotiven der Serie 1800 sieht man heutzutage am häufigsten. In Brugge kann man diese Baureihe vor den häufig verkehrenden IC-Doppelstockzügen mehrmals pro Stunde sehen.

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Die Vielfalt der früheren Verschublokomotiven ist vorbei, man sieht heute hauptsächlich die Serie 7700/7800 von Siemens.

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Der Bahnhofsvorplatz: schlicht aber schön. So kann auch unaufdringliche Architektur schön wirken.

Interessant wird es sofort nach dem Bahnhof. Wir spazieren über Parkwege Richtung Begijnhof, und zwar immer am Wasser entlang. Es scheint sich um Kanäle zu handeln. Beim Poertoren schauen wir uns um, hier gibt es schöne Ausblicke von einer Brücke und auch einige alte Gebäude (ein Wehr?). Eine Reisegruppe kreuzt unseren Weg, und wir lassen sie passieren, denn in deren Nähe ist es nicht gar so angenehm (und auch laut). Weiter am Wasser entlang gelangen wir schließlich zum „Begijnhof Ten Wijngaerde“. Es leben hier natürlich auch keine Beginen mehr, aber seit 1927 sind hier Benediktinerinnen ansässig, die auch die Kirche betreuen, und damit ist alles hier besonders gepflegt und ordentlich. Der Hof ist hier wirklich sehr ruhig, Schilder mahnen allerdings auch zur Ruhe und man soll die Grünflächen meiden. Man fühlt sich hier wirklich von Ruhe umgeben, und das heißt in einer Touristenstadt wie Brügge schon was. Wir besuchen die Kirche und beim Ausgang Richtung Innenstadt entdecken wir ein Begijnhof-Museum, in dem eine Wohnung der früheren Beginen originalgetreu erhalten (oder errichtet) wurde. Sehr interessant anzusehen, vor allem auch wegen der Art und Weise, wie Menschen damals in Flandern gelebt haben. Da gibt es ja doch immer wieder deutliche Unterschiede zu (beispielsweise) den Alpenländern.
Gleich nach dem Tor, das den Ausgang aus dem Beginenhof markiert, kommt man in ein kleines Viertel, das wegen der Wasserflächen und der kleinen alten Häuser sehr schön anzuschauen ist. Es gibt Wasservögel hier, niedrige alte Häuser, Pflasterstraßen und dann kommt auch noch ein Pferdefuhrwerk vorbei. Ein alter Brunnen wird heute noch als Wasserspender für die Tränke der Pferde verwendet. Man fühlt sich hier augenblicklich in alte Zeiten versetzt. Beim Blick zurück auf das Tor zum Beginenhof sehe ich die Jahreszahl über dem Tor: 1776. Wenn nicht die rohen Ziegelmauern wären, würde man sich im alten Wien wähnen. Die barocken Teile, die verputzt sind, sehen aus wie die Anlagen in Schönbrunn oder beim Belvedere.

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Von der Brücke hat man einige sehr schöne Ausblicke Richtung Begijnhof/Beginenhof.

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Das Innere des Beginenhofes.

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Ausgang mit Brücke, einer der schönsten Plätze in der Stadt.

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Auch die „ganz normalen Gassen“ strahlen ein besonderes Flair aus.

Der weitere Weg führt durch lauter kleine Gassen, vorbei am Walplein, auf dem uns die Einfahrt zur einzigen Innenstadtbrauerei der Stadt auffällt: „De Halve Maan“ (Der Halbmond). Auch die weiteren Gassen gefallen uns sehr und ich finde sie viel schöner (und älter) als jene von Gent. Irgendwo probiere ich die berühmten belgischen Waffeln mit Kirsch und Schlag, ist zwar im Prinzip sauteuer für das, was man bekommt, aber einmal möchte ich es doch probiert haben! Auf manchen Häusern sieht man Jahreszahlen in schmiedeeisernen Ziffern, z.B. 1614. Als wir wieder eine der zahlreichen Brücken über einen der Kanäle überqueren, stelle ich entschlossen fest, dass ich auf jeden Fall eine Rundfahrt auf den Kanälen machen möchte. Die Stadt vom Wasser zu sehen muss sehr schön sein, und Boote sieht man jede Menge.

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Langsam werden auch die Touristen mehr. Wir kommen dem Zentrum immer näher.

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Wevershof heißt dieser idyllische kleine Platz. Man erreicht ihn nur durch Hausdurchgänge.

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Wieder eine nette kleine Gasse.
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Und immer wieder viele Brücken über die zahlreichen Wasserläufe.

Als nächstes gehen wir in das ehemalige Hospital Oud Sint Jan hinein, es hat einen netten Innenhof, die Kirche kann man allerdings nicht betreten. Gleich gegenüber ist aber eine berühmte Kirche, die wir uns natürlich anschauen: Onze-Lieve-Vrouwekerk.

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Innenhof des Hospital Oud Sint Jan.

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Hinter den Dächern sieht man den Turm der Liebfrauenkirche (Onze-Lieve-Vrouwekerk).

Onze-Lieve-Vrouwekerk (Liebfrauenkirche)
Von außen hat die Kirche natürlich ein für uns eher ungewohntes Aussehen: ziemlich dick und unförmig, mit Ziegeln erbaut, unverputzt, so wie hier eben üblich. Wegen der Lage von außen kaum zu fotografieren, innen jedoch reich an verschiedenen Einrichtungen. Die Anfänge der Kirche reichen in das frühe 13. Jahrhundert zurück, und sie wurde im Stil der Brabanter Gotik errichtet. Vorne im Presbyterium finden sich zwei große Grabmäler mit bronzenen Figuren oben auf (die die Hände nach oben gefaltet haben). Es sind die Gräber von Karl dem Kühnen (+1477) und dessen Tochter Maria von Burgund (+1482). Die beiden wurden nicht sehr alt (er 44, sie 25), durch die Heirat von Maria mit einem Habsburger fiel allerdings das Burgund an das Haus Habsburg, dadurch ist sie für Österreicher vielleicht auch ein wenig wichtig. Für mich aber nicht, weil ich mich in alter Geschichte sowieso nicht auskenne.
Die Decke, in der man alte Ziegelsteine sehen kann, beeindruckt mich mehr als sie mir gefällt. Hier erkennt man, was für Künstler die Baumeister schon damals waren, als es noch so wenig Hilfsmittel gab. Besonders beeindruckend finde ich die Kanzel, und das gilt eigentlich für alle Kirchen in Belgien. Sie sind fast immer aus Holz und fast immer in schwungvollem Barock gestaltet. Überrascht bin ich, hier eine Madonna von Michelangelo aus 1503 vorzufinden. Sie war eigentlich für den Dom von Siena bestimmt, Michelangelo verkaufte sie aber an flämische Kaufleute, die die Statue dem Dom zu Brügge schenkten. Zu Mittag gab es eine kurze Andacht in mehren Sprachen für die anwesenden Touristen.

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Flügelaltar und die Gräber von Karl dem Kühnen und Maria von Burgund.

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Innenraum mit Altarbereich und den gotischen Spitzbögen aus Ziegeln.

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Eine von den vielen schönen geschnitzten Kanzeln in Belgien.

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Auf dem Weg zur nächsten Kirche kommen wir an hübschen alten Häuserzeilen vorbei.

Sint-Salvatorskathedraal
Ganz anders wirkt die Salvator-Kathedrale, die nur wenige Schritte weiter zu sehen ist und die wir auch besuchen. Sie ist im Inneren eher so, wie wir Kirchen gewohnt sind. Es ist seit 1834 die Bischofskirche. Erstaunlich die wechselhafte Geschichte in dieser Region (viele Zerstörungen), von der wir in Österreich kaum eine Ahnung haben: Der heutige Kirchenbau geht auf das Jahr 1275 zurück, allerdings dürften damals schon Fundamente oder Mauern einer seit dem 9. Jahrhundert bestehenden Kirche mitverwendet worden sein. 1559 wurde das erste Bistum gegründet, doch damals war die Donatian-Kathedrale Bischofskirche. 1580-82 wurde die Einrichtung der Salvatorkirche durch Calvinisten völlig zerstört. Im 17. Jahrhundert erfolgte die neue Innengestaltung im Barockstil. Nachdem die alte Bischofskirche während der Französischen Revolution zerstört worden war und das Bistum 1801 aufgelöst wurde, wurde 1834 die Salvator-Kathedrale neue Bischofskirche des wiedererrichteten Bistums. Wenn man bedenkt, wieviele Zerstörungen von heiligen Stätten es in den vergangenen Jahrhunderten gegeben hat, kommt einem erst zu Bewusstsein, wie klein eigentlich unsere heute als so riesig empfundenen „Probleme“ in Wahrheit sind. Die Kirche hat das alles immer überstanden.

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Die Sint-Salvatorskathedraal ist eine Kirche, die innen für uns nicht ungewöhnlich aussieht.

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Außen ist sie für uns zwar ungewohnt, aber man kann zumindest einen Teil von ihr fotografieren.

Zum Markt
Auf dem Weg zum zentralen Platz „Markt“ kommen wir durch weitere schöne Gassen mit interessanten Häusern und ebensolchen Geschäften. Hier muss ich mir vor der Rückfahrt die berühmten belgischen Pralinen kaufen, einfach nur, um sie einmal gekostet zu haben. Auch an einem kleineren Platz kommen wir vorbei (Simon Stevinplein), und an einigen Restaurants, sodass wir schon überlegen können, wo wir heute essen gehen könnten. Und wir finden auch etwas, das wir uns merken wollen und das relativ billig scheint. Es ist nur wenige Schritte vom Markt entfernt in einer kleinen ruhigen Gasse.

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Diese Gasse merken wir uns: „Oude Burg“ - hier werden wir später mittagessen.

Der Markt ist dann wirklich wieder etwas besonders Schönes, einfach toll! Der Platz wird dominiert vom Belfried (um 1300). Das zugehörige Gebäude bildet einen netten Innenhof, den wir uns anschauen. Es sind auch einige sehr hübsche alte Häuser auf dem Platz, aber die Restaurants hier gefallen uns nicht so sehr, sodass wir schließlich zurückgehen in die Straße „Oude Burg“ und dort in dem zuvor entdeckten Lokal endlich unsere Mosselen essen.

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Ein schönes Gebäude auf dem Marktplatz ist der Provinciaal Hof.

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Auf der anderen Seite findet sich eine hübsche Häuserzeile, allerdings durch die Markisen und die darunterliegenden Lokale irgendwie ins Abseits gedrängt.

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Der Belfort ist vom Platz aus wegen dem Gegenlicht leider nicht gut zu fotografieren. Daher hier ein Bild aus dem Innenhof.

Mosselen
Das Lokal ist gar nicht überlaufen, aber es gefällt uns. Das ist quasi so ein „Muss“ in Belgien: einmal Muscheln zu essen. Es handelt sich eh um ganz normale Miesmuscheln, aber die Belgier machen das angeblich besonders gut und das Menü um 17,50 Euro ist im Vergleich zu anderen Lokalen günstig und auch recht gut. Man kann aus diversen Vorschlägen sein Menü zusammenstellen. Ich nehme Visterrine (Fischterrine, sehr gut) als Vorspeise, dann Mosselen und frites (und da ist noch irgendein Gemüse dabei, Stengel von Sellerie vielleicht?), Danach ein Dessert. Dazu nehme ich ein „Straffe Hendrik“, das ist eines der sehr guten Biere hier. Überhaupt sind die Biere hier sehr gut und sehr vielfältig. Da schmeckt nicht leicht eines wie das andere, also ganz anders als bei uns daheim. Es sind wirklich Geschmackserlebnisse.

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Vorspeise: Visterrine.

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Und dann endlich die ersehnten Mosselen (Muscheln).

Bootsrundfahrt und Burg
Nach dem Essen habe ich schon Sorge, dass uns der Tag zu kurz werden könnte. Aber auf keinen Fall wollen wir die Bootsfahrt auslassen. Wir spazieren dann durch ein Haus durch und kommen zu einer Brücke und Abfahrtsstelle für Bootsrundfahrten. Und die ist auch wirklich wunderschön. Das Wetter zeigt ja heute auch von der besten Seite: sonnig und warm. Wir fahren durch die Kanäle, also zuerst Richtung Süden bis zum Beginenhof, und dann zurück nach Norden bis in eine „Sackgasse“ beim Jan Van Eyckplein.

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Blick auf die Abfahrtsstelle eines Anbieters für Rundfahrten im Kanalnetz von Brugge.

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Es gibt zahlreiche Brücken, darunter einige sehr alte, wie uns der Führer erklärt. Details hab ich mir jedoch nicht gemerkt.

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Unterwegs gibt es auch wieder einen Blick auf den Turm der Onze-Lieve-Frouwekerk.

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Das Gebäude rechts war einmal (oder ist noch?) - wenn ich mich richtig erinnere - ein altes Krankenhaus.

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Es gibt immer wieder schöne Blicke in die Umgebung vom Boot aus. Hier (vermutlich) die Koningsbrug.

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... oder schöne Uferstraßen.

Nach der Bootsfahrt gehen wir zu Fuß Richtung Jan Van Eyckplein, den Platz, den wir vom Boot aus gesehen haben, allerdings nicht direkt, sondern durch ein anderes Viertel, manchmal auch am Kanal entlang. Auf dem Weg dahin kommen wir auch zur „Burg“, einem weiterer Platz ganz in der Nähe des Marktes. Wunderschöne Gebäude, darunter das Stadhuis und das Amtsgericht. Und mein Freund entdeckt plötzlich eine Heiligblut-Kapelle im ersten Stock eines Eckhauses. Es ist ein zweistöckiges Gotteshaus: im unteren Geschoß ist eine romanische Kapelle, wirkt wie eine Krypta und stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Da drin zu sein ist schon irgendwie beeindruckend und man fühlt sich tatsächlich um Jahrhunderte zurückversetzt. Die obere Kapelle darüber ist in einem ganz interessanten Stil gehalten (Frührenaissance-Umgestaltung von 1534) und beherbergt eine Heiligblut-Reliquie in einem Silberschrein von 1617.

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Auf dem Spaziergang kommen wir natürlich auch wieder über verschiedene Brücken und genießen schöne Ausblicke.

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Unterwegs auch ein Blick auf den Belfried.

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Der Eingang zur Heilig-Blut-Kapelle. Innen ist Fotografieren verboten.

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Auf dem „Burg“-Platz steht das Stadhuis (Rathaus).

Sint-Walburgakerk und Sint-Jacobskerk
Nach diesem beeindruckenden Besuch spazieren wir weiter zur Sint-Walburgakerk. Diese Kirche wurde 1619-41 in Barockstil erbaut als Klosterkirche der Jesuiten und war weltweit die erste Kirche, die dem heiligen Franz Xaver geweiht war. Nach Aufhebung der Jesuiten 1773 wurde die Kirche geschlossen. Der Name Walburgakirche kommt daher, weil an dieser Stelle früher eine Kapelle gestanden ist, die durch die heilige Walburga gestiftet worden sein soll (745). Die alte Pfarrkirche der Walburga-Pfarre zwei Ecken weiter war schon so baufällig, dass man 1777 die Jesuitenkirche zur neuen Pfarrkirche machte und die alte Kirche abriss. Der Name Walburgakirche ging – weil es eben die Pfarrkirche der Walburga-Pfarre war – auf die Jesuitenkirche über. Auffallend ist beim Auferstehungsbild auf dem Hochaltar, dass Jesus keine Wundmale trägt.
Entlang eines Kanals, auf dem wir vor kurzem mit dem Boot gefahren sind, kommen wir zum Jan Van Eyckplein mit dem gleichnamigen Denkmal.

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Das Denkmal von Jan van Eyck. Im Hintergrund die „Sackgasse“ im Kanal, wo unser Boot gewendet hat.

Auf dem kleinen Platz befindet sich auch das Tolhuis (Zollhaus), ein Gebäude aus dem (mindestens) 12. Jahrhundert. In den Gassen dahinter kommen wir an einem Theater (Stadsschouwburg) vorbei. Und schließlich kommen wir noch bei einer weiteren Kirche vorbei, die noch offen ist: Sint-Jacobskerk. Diese ist wieder ganz anders als alle übrigen Kirchen, hat einen massiven Turm mit quadratischem Grundriss. Die frühgotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert ist im Inneren barock eingerichtet, aber die Raumaufteilung erscheint mir sehr ungewohnt. Derzeit ist in der Kirche gerade eine Ausstellung über die Begräbnisriten der letzten Jahrzehnte bzw. die Veränderungen dabei und überhaupt über den Umgang mit dem Tod. Eigentlich sehr interessant, doch wir wollen uns ja auch wieder nicht zulange hier aufhalten. Das Lesen dauert natürlich seine Zeit, denn manche niederländischen Sätze muss man schon öfter durchlesen, um sie zu verstehen.

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Auch viele Nebenstraßen - völlig ohne Touristen - sind sehr sehenswert. Die Häuser schmuck und mit vielen Verzierungen.

Auf dem Rückweg kommen wir wieder an der Liebfrauenkirche vorbei und ich schaue, dass ich das Schokoladegeschäft wieder finde, das ich schon entdeckt habe und mir merken wollte. Hier kaufe ich mir eine kleine Schachtel handgemachter Pralinen (16 Stück um 5 Euro), die bei der Ankunft in Brüssel dann bereits verspeist sind. Es gäbe noch viele Bilder, aber ich will nicht langweilen. Es sollen ja auch noch Eisenbahnbilder drankommen.

Brouwerij De Halve Maan
Bevor wir aber zum Bahnhof zurückgehen, kommen wir an der Brauerei De Halve Maan (Halbmond) vorbei und nicht nur das, wir gehen auch hinein, um dort ein typisches hiesiges Bier zu trinken. Es ist eine kleine Brauerei in einem Hof, es gibt Flaschenbier und Schankbier (ich wähle natürlich letzteres) und wir haben außerdem Glück, denn wir kommen gerade 15 Minuten vor der Schließung. Die Brauerei wurde 1564 gegründet und befindet sich nun seit 1856 in Familienbesitz. Ich habe leider keine Ahnung mehr, welches Bier ich hier getrunken habe. Es gibt Brugse Zot (Blond, 6 %), Brugse Zot Dubbel (Bruin 7,5 %), Straffe Hendrik Tripel (Blond, 9 %), Straffe Hendrik (Bruin, 8,5 %), Straffe Hendrik Quadrupel (11%). Straffe Hendrik hab ich zu Mittag beim Essen genossen (ohne zu wissen, dass wir diese Brauerei noch besuchen werden). Ich vermute daher, dass ich ein anderes gewählt habe.

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Blick in den Brauereihof. Hier genießen wir zum Abschied ein echtes Brugger Bier.

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Auf dem Weg zum Bahnhof finden sich immer wieder neue sehenswerte Ecken.

Warten auf die Heimfahrt
Auf dem Weg zum Bahnhof kommen wir wieder am Begijnhof vorbei und durch die schönen Gärten. Wir lassen zwei Züge fahren, weil sie so überfüllt sind und warten daher länger auf dem Bahnhof. Immerhin kann man hier Züge beobachten, vor allem Güterzüge wären interessant, denn hier fahren ja auch private Loks. Wir sehen aber leider nicht viel, lediglich eine Baureihe 28 (E186) im Anstrich von Angel-Trains, die zwar die 2800-Nummer groß angeschrieben hat, die UIC-Bezeichnung heißt aber 186 und die Reihennummern sind nicht ident mit den 2800-Nummern. Die Loks scheinen also gemietet oder geleast zu sein. Immerhin kommt dann wenigstens eine Class 66 von Crossrail durch (266 284 D-XRAIL), die auch die Aufschrift DE6314 trägt.

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Das einzige Bild, das halbwegs herzeigbar ist von der Wartezeit in Brugge ist dieses der Crossrail-Lokomotive DE6314 (266 284).

Wir nehmen dann den nächsten Zug, der zwar auch gut besetzt ist, aber nicht so überfüllt wie die vorherigen. Da es in diesem Bericht so wenig Eisenbahnbilder gibt, zeige ich zum Abschluss des heutigen Tages einige Bilder von meinen früheren Belgienreisen (bitte die schwache Qualität zu entschuldigen, es sind Scans von Dias):

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1972 oder 1974 bin ich mit dem Benelux-Zug von Amsterdam nach Brüssel oder umgekehrt gefahren. Damals gab es noch diese Triebwagen (901). Das Bild entstand in Bruxelles.

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1972 oder 1974 entstand bei einem Amsterdam-Besuch das Bild der belgischen Dreisystemlok 1504 vor einem TEE-Express mit Inox-Wagen in Amsterdam C.

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1972 oder 1974 entstand das Bild der 2244, vermutlich irgendwo zwischen Brüssel und Oostende.

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Am 9. Juli 1987 in Luxembourg: EC Iris von Bruxelles nach Basel fährt ein. Hinter der 2018 schweizerische Wagen in der damals propagierten Europa-Lackierung.

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20. August 1988: Farblich ist das Bild nicht besonders gut, aber der Inhalt hat es in sich: Viersystemlok 1803 fährt in Paris Nord ein - und zwar mit dem Viking-Express (Helsingør-Paris). Damals gab es noch solche Langläufe!

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Am 6. Mai 1989 war ich in Liège und konnte die 2347 vor ehemligen TEE-Wagen fotografieren.

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Am 5. Juni 1989 fuhr in Liège auch die Viersystemlok 1601 noch, im Hintergrund ist die viel ältere 2342 zu sehen, die vermutlich von einem Nachschiebedienst zurückgekehrt ist. Leider ist das Bild unscharf, aber ein noch älteres Bild einer 1600er (ohne Gelbe Flächen) ist noch schlechter.

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Am 5. Juni 1989 gab es zwar schon die Baureihe AM80, damals aber noch im bordreauxroten Anstrich. Da muss ich zugeben, dass mir der neueste Anstrich doch am besten gefällt! Die Aufnahme entstand in Liège.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/U2013/U13_9902.jpg
Am 20. Juli 1996 war ich kurz in Brüssel. Nur in wenigen Ländern gab es die orange-farbenen Eurofima-Wagen, die in Europa ein einheitliches Bild bieten sollten: die Lok 2610 zieht diesen Zug (Brüssel Nord).

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/U2013/U13_9905.jpg
20 Juli 1996: eindeutig die schönsten Beneluxzüge waren jene bordeauxrot/gelben Garnituren mit belgischen Loks der Serie 1180 und niederländischen Wagen. Leider hat das Bild einen Farbstich, die Farbe war in Wirklich viel schöner. (Brüssel Nord)


Danke für das Interesse!
Am nächsten Tag steht ein Besuch Antwerpens auf dem Programm.

LG Gustav
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:18:43:29.

Re: [BE] Eine Woche Flandern 2013 - Teil 4 (Brugge)

geschrieben von: rhein-ruhr

Datum: 09.02.14 16:39

Hallo tokkyuu,
danke für diese vielen tollen Bilder aus dem wunderschönen Brügge. Ich persönlich finde es auch immer wieder sehr schön, wenn nicht nur Eisenbahnen zu sehen sind, sondern auch sonstige Sehenswürdigkeiten, wie in deinem Bericht. Das wichtigste in Brügge hast du auch gemacht - eine Grachtenbootfahrt.
Aber auch ein paar Anmerkungen zu deinen Bildern:
Bild 20.8.88 Paris-Nord: Bist du sicher zum Zuglauf Stockholm-Paris? Meines Wissens fuhr der Viking-Express "nur" Kopenhagen-Paris
20.7.96: das ist Bruxelles-Noord
letztes Bild: da würde ich eher auf Bruxelles-Midi/Zuid tippen

Nochmals vielen Dank
rhein-ruhr

Danke und ein paar Korrekturen

geschrieben von: schoki41

Datum: 09.02.14 16:40

Hallo tokkyuu,
danke für den schönen Bericht, der mit Bildern der Vergangenheit gewürzt ist. Ich hätte da aber noch ein paar Anmerkungen:
-das Bild mit dem belgischen Triebwagen sieht irgendwie stark nach Brüssel Nord aus
-sowohl die Wagen des Iris als auch die weiter unten gezeigten Wagen sind keine klassischen Eurofimawagen - sie haben lediglich bestimmte Eigenschaften geerbt
-Lok 2347 zieht den Zug nicht, sie drückt ihn die Rampe nach Ans hoch. Das wird heute noch im Winter mit den von dir gezeigten Dieselrangierloks gemacht, da die ICs der Linie A (Eupen-Oostende) 11 Wagen haben.
-das letzte Bild könnte auch aus Brüssel Zuid sein, ich bin mir aber nicht sicher.

Soweit meine 2 Cents, allerdings bin ich kein Spezialist, so dass Fehler nicht auszuschließen sind.

schoki41

Edit: Was den Iris betrifft: Ich habe noch mal genauer nachgeschaut, zumindest der zweite Wagen ist ein Eurofimawagen. Allerdings hast du dich ja ohnehin nur auf die Lackierung bezogen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:16:42:54.

Fortsetzung in gewohnter Qualität

geschrieben von: D 2027

Datum: 09.02.14 16:41

Gallo Gustav,

es macht richtig Freude mit Dir auf Reisen zu gehen und ich wundere mich gerade weshalb ich noch nie in Brugge (und auch noch nicht in Gent) war. Aber den straffen Hendrik kenne ich natürlich und es findet sich sogar ein Glas in meiner Sammlung... Ach ja; die alten Bilder gefallen natürlich auch sehr.

Vielen Dank
Erik

Wer in Deutschland das öffentliche Eisenbahnwesen benutzt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld, 1933 - 2019, ehem. Modeschöpfer)

Re: Fortsetzung in gewohnter Qualität

geschrieben von: Bremer1897

Datum: 09.02.14 17:04

Kennt hier wer den Film "Brügge sehen und sterben" ? Seitdem ich diesen Film gesehen habe, möchte ich dorthin. Danke Gustav für die vielen schönen Fotos aus dieser absolut sehenswerten Stadt. Der Wille auch mal nach Brügge zu fahren ist dadurch mit Sicherheit nicht kleiner geworden.

Grüße
Jan

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Fußball und Eisenbahn funktioniert !

Wunderbar!

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 09.02.14 17:16

Hallo Gustav,

auch von mir ein sehr herzliches Dankeschön für den Bericht. Daß er Lust auf einen eigenen Besuch macht, muß ich wohl nicht erwähnen. Muscheln und Bier lasse ich aber für Dich - das ist nichts für mich.


Das Empfangsgebäude in Brugge wurde 1939 eingeweiht, es sieht freundlich aus.

Die älteren Aufnahmen sind von der Qualität in Ordnung, finde ich.

> http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/U2013/U13_9901.jpg

Hier würde ich mein Augenmerk auf den Wagen an der Lok richten. Der orange Streifen weist ihn, wenn ich nicht völlig falsch liege, als Rheingold-Wagen aus. 1989 gab es wohl keine TEEs in Deutschland mehr.


Auf dem Folgebild mit der 1601 könnte es sich um den EC 22 "Memling" Frankfurt - Oostende handeln, die Datenbank Fernverkehr - [grahnert.de], dort in Schnellsuche mit Zug-ID die 19880100023 eingeben - hat leider keine Wagenreihung. Vom Wetter her könnten die beiden Aufnahmen sogar vom selben Tag (und vielleicht Zug?) sein, aber die Aufnahmedaten sagen etwas anderes.
Zwecks vertiefter Zugidentifizierung könnte sich bei Interesse eine Einstellung der entsprechenden Aufnahmen ins HiFo lohnen, nicht jeder von dort liest hier mit.


Viele Grüße
Sören





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:17:17:06.

Re: Fortsetzung in gewohnter Qualität

geschrieben von: petit_hund

Datum: 09.02.14 17:18

Bremer1897 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kennt hier wer den Film "Brügge sehen und sterben"
> ?

Wie erst seit dem klasse Film willst nach Brugge?

Zu dem Benelux Hundekop, klasse Bild was auf alle Fälle Brussel ist.

Die Anderen bilder sind aber auch wieder klasse.

Gruss, Torsten

http://european-train.eu/bilder/logo-www.png




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:17:18:46.

VIKING-EXPRESS und MOLIERE

geschrieben von: Rolf Kirchberg

Datum: 09.02.14 18:29

Hallo !

Zwei "Cents" von mir zur Identifizierung:

Der VIKING-EXPRESS fuhr zumindest zu Beginn bis Helsingør und hatte einen SNCF-Liegewagen nach Stockholm C, mit Ordnunx-Nr.121. Ich weiß aber nicht, wie das 1988 noch war.

Der Zug mit den TEE-Wagen könnte der EC MOLIERE Paris Nord - Dortmund sein, der hatte am Anfang immer drei TEE-Wagen (113-111). Der Mai liegt noch in der Winterperiode, also könnte er noch am Schluss die ganze Schlafwagenkette für OST-WEST- und NORD-EXPRESS gehabt haben und kam dann manchmal auf 15 Wagen.

Tschüß aus GE
Rolf Kirchberg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:18:30:01.

Re: VIKING-EXPRESS und MOLIERE

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 09.02.14 18:38

Vielen Dank für die schnellen Reaktionen und Anmerkungen.
Habe im Fernfahrplan der DB 1988 nachgeschaut: tatsächlich fuhr der Zug in zwei Gruppen: Stockholm-Rødby und Helsingør-Paris. Die Fahrgäste aus Stockholm usw. konnten zwischen Helsingør und Rødby in einen anderen Wagen wechseln. Von einem durchgehenden Liegewagen steht beim Viking-Ex im Kursbuch nichts.

Werde die 10 historischen Bilder ins HiFo stellen...

Re: VIKING-EXPRESS und MOLIERE

geschrieben von: Rolf Kirchberg

Datum: 09.02.14 20:09

Hallo !

Und jetzt brauchen wir noch die Zugbildung zwischen Rødby und Helsingør, die wäre ja richtig lustig ! Halb Franzose, halb Schwede ?

Tschüß
Rolf Kirchberg

Sehr schön, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 09.02.14 22:40

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
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Brügge gehört für mich

geschrieben von: MichaelM

Datum: 10.02.14 13:57

zu den schönsten Städten Europas ...

MM

Re: Brügge gehört für mich

geschrieben von: wattman

Datum: 10.02.14 20:50

Schöne Archivbilder der SNCB!