Schon den Überblick verloren ? Falls das so sein sollte, hab ich mal alle Teile für euch zusammengefasst.
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Weiter gehts im 5.Teil. In diesem Teil können sich im übrigen Spuren von Eisenban und Ironie befinden. Wer diese findet möge sich bitte darüber freuen sie gefunden zu haben ;)
23.04.
Ich schlafe hervorragend, nur gestört durch die kurzen, harmlosen, Grenzkontrollen. Das war bei den Serben aber auch schon mal anders. 15min vor Podgorica werde ich geweckt und schaue nach draußen. Schon eine tolle Lanschaft, die ich noch vom letzten Jahr kenne, aber das Wetter ? Regen für den Vor- und frühen Nachmittag ist angekündigt. Anschließend klart es sich auf. Die Hauptstadt Montenegros empängt mich mit leichtem tröpfeln, was sich sogleich zu einem hübschen Regenguss entwickelt. Erstmal rette ich mich unters Dach und kann so die ersten Fotos des Tages schießen. Auf die Uhr geschaut und festgestellt, das der Zug auf die Minute pünktlich in Podgorica eingetroffen ist. Na sowas hätte ich jetzt hier nicht unbedingt erwartet.
Gleis 3 der Nachtzug nach Bar, Gleis 2 der 7.00 Zug nach Niksic und von Gleis 1 gehts nach Bijelo Polje
Es sieht nicht so aus, als ob es auch in wenigen Miuten aufhören würde, also begebe ich mich auf zu meinem gebuchten Hotel. Frühes einchecken ist kein Problem. Einige von euch dürften es schon kennen und im selben Zimmer übernachtet haben. Und allein bei der Zimmernummer 128 sollten einige schon wissen wo es hingeht. Den Tip hab ich im übrigen durch das Forum bekommen. Mir gefällt es, und das liegt vermutlich nicht nur an der Lage und meinem Zimmer mit Ausblick.
Es ist natürlich das Hotel Evropa
Letztes Jahr hab ich mich mit Bussen und Zügen fortbewegt. Ist zwar schön, aber wirklich viel sieht man abseits der Hauptstraßen auch leider nicht und so entscheide ich mich für die nächsten 4 Tage einen Mietwagen zu nehmen. Sixt bietet eine kostenlose Hotelzustellung an. Da kann man nicht nein sagen. Da dieser erst um 10.00 gebracht wird, hab ich noch etwas Zeit den Tag zu planen. Um 17.00 hätte ein Basketballmatch in Podgorica sein sollen (KK Buducnost Voli). Das ist schon mal auf morgen verschoben worden. Ein weiteres findet in Niksic statt. Allerdings sind auf der Homepage keine Zeiten angegeben und auch das Telefonat durch die Rezeption mit dem Verein bringt mich nicht weiter. Es wird später entschieden wann es losgeht. Na von mir aus. Bin ich doch sowieso in der Gegend und werde mich dann vor Ort umfragen.Denn nachdem ich den Mietwagen (einen neuen, weißen, Dacia Sandero) in Empfang genommen habe, geht es Richtung Niksic. Tagesziel für heute: Ostrog Kloster (Hintergrundwissen können andere besser liefern.Und bevor ich irgendwas abschreibe, das hat schon anderen das Genick gebrochen, setze ich einen Link für euch ein [
www.magisch-reisen.de] --> sehr informativ !). Um sich etwas besser an die Straßen und an das Auto zu gewöhnen (Isch habe gar kein Auto), benutze ich nicht die direkte Schnellstraße nach Niksic, sondern die etwas kleinere über Spuz und Danilovgrad.
Die Moraca wird mich die Tage noch öfters begleitern.
Ich fahre zunächst nach Spuz. Denn für den kommenden Sonntag möchte ich auch hierhin fahren. Eine Zweitligapartie ist angesetzt. Ich weiß nur 2 Dinge. Das Stadion liegt direkt am Bahnhof, und dieser befindet sich direkt an einem markantem Berg. So schwer wird es doch wohl nicht sein. In Spuz hab ich die Wahl. Links oder rechts. Also erstmal links.
Knapp daneben. Rechts wäre besser gewesen.
Der Bahnhof wurde gefunden. Als ich fotografiere werde ich sofort angesprochen, warum ich denn den Bahnhof ablichte. Ich gebe mich als Kollegen zu verstehen und meine Begeisterung für die Eisenbahn und die Landschaft. Dummerweise versteht der gute Mann nicht was ich will. Meine paar Brocken Serbokroatisch sind dafür einfach zu schlecht. Englisch spricht er leider auch nicht. Na egal. Umschauen darf ich mich, und dann gehts auch schon weiter.
Blickrichtung Podgorica
Richtung Niksic
Und direkt gegenüber befindet sich das Stadion des FK Zora Spuz.
Weiter geht es nach Danilovgrad, wo ich allerdings den Bahnhof nicht so recht finde. Zugegeben, richtig gesucht hab ich dannach auch nicht. Von dort kommt man dann allerdings automatisch auf die Schnellstraße nach Niksic. Auch hat man teilweise von dort einen fantastischen Blick auf die parallel verlaufende Strecke nach Niksic.
Die Richtung stimmt. Der Bahnhof Ostrog. Das Kloster ist aufgrund der doch sehr dichten Wolkendecke nicht zu sehen.
Unten die Parallelstraße oben die Eisenbahnstrecke.
Jetzt befinde ich mich auf der anderen Seite in der Anfahrt auf Ostrog. Blickrichtung Danilovgrad.
Eine neue, geteerte Straße, führt den Weg hinauf.
Auf der Anfahrt nach Ostrog die einzige Kreuzung zwischen Schiene und Straße.
Ein paar schöne Fotopunkte würden sich bei besserem Wetter sicherlich ergeben. Leider kommt kein Zug.
Da oben muss es doch irgendwo sein.
Man kann auch hochlaufen, die Stufen führen Quer zur Straße. Im Sommer spenden Bäume angenehme kühle. Die braucht es heute nicht. Im Kloster bzw auf dem Gelände ist fotografieren nicht gestattet. Daher nur diese Fotos.
Ich bin kein gläubiger Mensch. Auch bin ich der einzige, der sich vor den Toren der kleinen Kapelle, wo die Gebeine des heiligen Vasilje liegen, nicht bekreuzigt. Dennoch gehe ich hinein und bleibe kurz stehen und überlege. Was mache ich eigentlich. Dennoch trete ich vor und betrachte ehrfurchtsvollden kleinen Raum und bleibe auch kurz den mumifizierten Gebeinen stehen. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl. Es hört sich vielleicht merkwürdig an, aber irgendwas konnte man in diesem Raum spüren...Ich gehe nach draußen und betrachte ein wenig die Landschaft bis es anfängt zu Regnen. Zeit für mich zum Aufbruch. Zurück geht es über die gleiche Straße die ich gekommen bin.
Die Straße nach Niksic befindet sich auf der anderen Seite.
Nicht überall ist die Strecke so gut. Im Winter würde ich fast sagen, unbefahrbar.
Mittlerweile meldet sich der Hunger zu Wort und da es auch in strömen gießt, entscheide ich mich für einen Restaurantbesuch. Davor steht auch ein Reisebus. Na, wenn die hier essen...Im Restaurant bemerke ich das diese Reisegruppe aus Deutschland kommt (Die scheint es auch irgendwie überall zu geben). Nach einem deftigen Schnitzel geht es direkt weiter nach Niksic.
In Niksic angekommen führt mich der erste Weg zum Sportzentrum. Dort befinden sich neben den beiden Stadien von Celik und Sutjeska auch die Sporthalle. Eine Frage nach Basketball folgt dem Ergebnis das alle Spiele auf morgen verlegt sind. Also kein Basketball in Montenegro. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Stadion von Celik
Da Niksic nicht sonderlich schön ist, fahre gleich weiter zum Bahnhof und mache ein paar Fotos. Harsch werde ich vom Chef der Station zurechtgewiesen das dies nicht erlaubt sei. Angeblich wegen Terroranschlägen. Ahja...In Montengro...
Mittlerweile macht sich auch verbreitet die Sonne bemerkbar. Dies bietet für mich zahlreiche möglichkeiten die Lanschaft entsprechend einzufangen.
Kurz vor Podgorica entschließe ich mich noch kurz einen Abstecher Richtung Cetinje zu machen. Allerdings fahre ich nicht weit.
Montenegros Hauptstadt von oben. Die Millenniumbrücke links ist gut zu erkennen.
Anschließend gehts zurück zum Hotel.
Ein Notschuss, leider auch etwas unscharf.
Für den ersten Abend gönne ich mir dann doch ein leckeres Essen auf der Hotelterasse. Die Wolken sind mitlerweile verschwunden. Es ist recht warm geworden.
Es geht noch mal kurz zum Bahnhof. Der Tageszug aus Belgrad ist pünktlich eingetroffen.
Für den Nachtzug nach Belgrad ist es mittlerweile viel zu dunkel geworden.
So beschließe ich den Abend mit Fussball und dem berauschenden 4-0 der Bayern gegen den FC Barcelona.
Morgen gehts dann weiter an die Bucht von Kotor.
Cheers.
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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:05:28:22:37:49.