Teil 3
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22.04.
Leider sind die Möglichkeiten des Grenzübertritts zwischen Rumänien und Serbien auf dem Schienenweg doch sehr eingeschränkt. Die letzte direkte Zugverbindung nach Serbien fiel nach dem letzten Fahrplanwechsel leider auch weg, sodass man nurmehr mit Umstieg in Vrsac nach Belgrad kommen kann. Ich hatte in den letzten 2 Jahren noch das Glück den Nachtzug von Belgrad über Timisoara nach Bukarest bzw von Vrsac nutzen zu können. Hoffentlich wird es diesen Zug irgendwann wieder geben. Alternativ wäre da noch der Weg über Jimbolia/Kikinda und Zrenjanin. Die frühstes Verbindung würde allerdings einen längeren Aufenthalt in Zrenjanin bedeuten und eine Ankunft am späten Nachmittag in Pancevacki Most bedeuten. Da ich für die weiterreise nach Montenegro am Abend noch keine Reservierung hatte, fiel diese Option schon von vornherin weg.
Zur Abwechslung darf es dann auch nach Serbien mal wieder ein Desiro sein. Naja, für die kurze Strecke wirds schon gehen. Die Auslastung war übrigens sehr gering. Wenns hoch kommt waren es 10 Fahrgäste die in Vrsac den Zug verließen.
Muss wohl etwas besonderes in Rumänien sein. Könnte die Wege verkürzen, aber nee, man geht lieber bis zum Bahnsteigende und dann über die Gleise. Hab in den ganzen Tagen niemanden gesehen der diesen Weg benutzt hätte ...
Pünktlich wird Vrsac erreicht. Zeit sich umzuschauen ist genug da.
Die Denkmallok hat auch schon mal bessere Tage gesehen.
Pünktliche Ankunft des Zuges aus Belgrad. Der Zug ist sehr gut besetzt, und bevor man einsteigen darf wird noch eben mal kurz durchgewischt. Aber es ist eh noch ausreichend Zeit. Da hetzt ja keiner.
Bei den Serben stimmt die Anzeige.
Macht schon was her. Auch der Zug füllt sich kurz vor Abfahrt recht Ordentlich. Bei der Ankunft in Belgrad werden einige Fahrgäste sogar stehen müssen.
In Vladimirovac. Kennt jemand die Bedeutung? Die Inschrift in kyrillisch kann ich wohl lesen. "Kolektiv Zel. Stanice Narody"
Pünktlich erreichen wir am Außenbahnsteig Pancevacki Most. Direkt gegenüber sehe ich einen Bus der Linie 33 stehen der bis zum Slavia Trg fährt. Soll mir reichen. Hab mir zwar vorher gedanken gemacht, wie man weg kommt, aber so soll es mir auch recht sein. Vom Slavia Trg gehts dann mit der Straßenbahn runter zum Bahnhof. Kurz nach 12 wird dieser dann erreicht. Erstmal das Geld gewechselt, Gepäck abgegeben und dann zum Wasteels Schalter. Eine Reservierung für den Nachtzug nach Podgorica soll es sein. Die Reservierung im Double erhalte ich auch. Allerdings gibt es nur noch ein Bett für oben. Na ist mir auch egal. Hauptsache schlafen. Anschließend gibts das erste Pljeskavica der Reise. Ich liebe diese Dinger. Wenn dann noch das Brot frisch aus dem Ofen kommt *träum*. Und wer gut isst der soll auch ruhn, oder tausend Schritte tun. Ich entscheide mich für letzteres. Erstes Ziel einer jeden Belgradbesuches ist für mich jedes mal der Kalemegdan. Wahrlich schön. dort oben.
Totentanz zur Mittagszeit. Nix los in Belgrad.
Mit großem Eifer bei der Sache. Es ist übrigends sehr warm. Falls ihr es noch nicht wusstet...
Auf diesem Bild versteckt sich ein Gleis der Hafenbahn ;)
Über die Knez Mihailova und den Trg Republike geht es dann ins Böhmische Viertel (Skadarlija). Hier tut sich irgendwie eine völlig andere Welt auf die sich so von Belgrad unterscheidet, das man gar nicht glauben man das man sich tatsächlich hier befindet. Die letzten beiden Jahre bin ich daran komplett vorbeigelaufen.
Festes Schuhwerk ist hier allerdings vonnöten.
Das Ende der Ulica Skadarska.
Wer nicht laufen mag, der kann vom Bahnhof auch mit der Straßenbahn vorfahren.
Und da auch die 10 dort lang fährt gehts schnell nochmal zur größten Kirche Südosteuropas. Dem Tempel des heiligen Sava oder auch Dom oder auch Kathedrale. Je nachdem wie man es nennen möchte. Zwischenzeitlich hat es sich ganz schön bedeckt und es sieht irgenwie nach Regen aus.
Von außen monumental und von innen ein Rohbau. Schon einige Meter vor dem inneren der Kirche weht einem eine eisige Kühle entgegen.
Dann geht es langsam zurück über den Slavia Trg zum Bahnhof. So langsam beginnt es zu tröpfeln, und es wird windig. Gar nicht schön, wenn man die lange Hose im großen Gepäck hat.
Nicht nur Fleisch können die Serben ...
In der ferne sind Blitze zu sehen.
Wenn man schon mal die 3 vor der Nase hat, dann kann man auch mal einsteigen. Glück gehabt. Mit den ersten schweren Tropfen bin ich in der Bahn und fahre erstmal mit. Und wenn man schon in Rakovica ist. Dann kann man sich auch gleich den wunderschönen Bahnhof mit anschauen.
Nachts möchte ich hier nicht unbedingt ankommen.
Ein Blick auf den Fahrplan verrät das in kürze de Zug aus Skopje nach Belgrad einfährt. Die Frage nach dem Zug bei der Aufsicht verheißt nix gutes. Er meint "Ten o Clock". Das wären ja 4 Std! Solange wollte ich dann doch nicht warten. Also wieder zur Straßenbahn. Als meine Tram kommt fährt im selben Moment auch ein Zug Richtung Belgrad ein. Ich bleibe in der Straßenbahn. Am Bahnhof sehe ich dann den Zug aus Skopje auf Gleis 1 stehend. Er ist es also doch gewesen. Hatte nur 10 Minuten Verspätung. Egal.
Auf diesem Bild haben sich 3 Nachtzüge versteckt ;)
Der Regen hat sich verzogen und die Sonne kommt ein letztes mal heraus.
Nach einer großen Pizza im Bistro "Peron" (Letztes Jahr war ich begeistert, dieses Jahr dauert es ewig bis das Essen kommt und es schmeckt auch eher nicht.) hole ich mein Gepäck und und begebe mich zu meinem Nachtzug. Eine gute Dreiviertelstunde vor Abfahrt beziehe ich mein Abteil. Ich habe einen Wagen der ZS erwischt.
Gut das es nicht mehr regnet. Meiner befindet sich weiter vorne.
Von außen so naja...
...von innen auch eher so naja. Wenigstens ist das Bett bequem.
Gute Nacht Belgrad.
Ab dem nächsten Teil folgt dann die volle Ladung Montenegro. 6 Tage werde ich dann dort sein. 4 Tage mit dem Auto. Und eines der Highlights, die Rückfahrt mit dem Tageszug nach Belgrad gibts dann bei bestem Wetter. Freut euch schon drauf.
Schönen Abend wünsch euch
Jan
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:05:28:22:36:00.