Teil 1
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Während ich gerade meinen Tourbericht für diesen Teil fertige, fällt mir auf das Rumänien ja nicht zum Balkan gehört. Aber wie überall zählt schließlich der Weg. Und der Weg ist bekanntlich das Ziel. Also geht es weiter im Teil 2 nach Kronstadt, oder eher bekannt als Brasov.
Eisenbahnkarte von Ungarn. Aushang im Schlafwagen.
Ich schlafe relativ unruhig. Die Betten sind zwar bequem, aber es ist verdammt warm im Abteil, sodass ich immer wieder das Fenster öffne. Zwischendurch werde ich immer wieder wach. Unter anderem in Oradea und in Cluj Napoca. Fahrgäste steigen weder zu noch aus. Die Bahnhöfe sind, nahezu komplett, verwaist. Da wir auch immer wieder irgendwo, auch außerhalb von irgendwelchen Bahnhöfen zum halten kommen, haben wir schon an der Rumänischen Grenze ordentlich Verspätung aufgebaut.Die Kontrollen an den Grenzen bereiten keine Probleme. Kurzer Blick in den Pass und das war es auch schon.
Oradea
Cluj Napoca. Hier haben wir schon 70 Minuten Verspätung
Der unruhige Schlaf hat allerdings auch sein gutes. So werde ich am Morgen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Es ist zwar recht kühl, aber das tut der Stimmung absolut keinen abbruch.
Um halb 8 wird die Nacht für beendet erklärt. Schlafen kann ich eh nicht mehr. Dafür gucke ich einfach zu oft nach draußen auf die zwar flache, aber nichtsdestotrotz, interessante Landschaft. Und da der Magen knurrt gönne ich mir im Speisewagen ein Omelette mit allem.
Beim durchlaufen des Zuges fällt sofort auf das dieser fast leer ist. Viele Abteile sind frei. Die Liegewagen haben sicherlich ebenfalls schon eine bessere Auslastung gesehen. Der Zug führt zudem Großraumsitzwagen und Abteilwagen. Diese sehen recht bequem aus und stellen durchaus eine Alternative für die Nachtreise dar. In der Ferne sind derweil die Ausläufer der Karpaten zu sehen. Besonders beeindrucken die schneebedeckten Gipfel. Ein schöner Blick. Allerdings dauert es noch eine ganze weile bis wir diesen näher kommen.
Der letzte Halt vor Brasov. Sfintul Gheorge oder auch Sfantu Gheorge. Hier steigen weitere Fahrgäste aus und der Zug fährt nahezu komplett leer nach Brasov weiter.
Vor Brasov kommt uns dann dieser Zug entgegen.
Anschließend zweigt der Zug von der Hauptstrecke ab und fährt durch den Güterbahnhof durch nach Brasov. Warum das so ist kann ich nicht erkennen, so ergeben sich aber ein paar schöne Möglichkeiten den Zug in seiner ganzen Länge zu fotografieren.
Ankunft in Brasov am hintersten Bahnsteig. Dieser hat keine Treppen. Also einmal mit dem Gepäck über die Gleise und schnell ein Foto gemacht. Ankunft hier mit etwa 60 Minuten Verspätung. Macht aber alles nix. Der Tag ist eh lang genug und der Nachtzug am Abend fährt eh erst um 21.18. Also erstmal Gepäck wegbringen und die Reservierung für den Nachtzug bei Wasteels geholt. Dieser befindet sich in der Halle direkt neben den Fahrkartenschaltern.
Links neben der Treppe befindet sich der Fahrkartenschalter. Oben gibt es Sitzmöglichkeiten und zwischen den Treppen geht es zu den Bahnsteigen. Da das Stadtzentrum sich etwas weiter weg befindet, gibt es einige Möglichkeiten Zentrum zu kommen. Es fahren neben Minibusen und normalen Stadtbussen auch auf einigen Strecken O-Busse. Eine Fahrkarte für den Stadtverkehr kostet gerade einmal 2 Lei (also etwa 45 Cent). Also in den Bus und ab in die Stadt. Mittlerweile bin ich doch recht lauffaul geworden. So beschließe ich im laufe des Tages mir ein paar neue Schuhe zu kaufen. Meine aktuellen drücken überall und irgendwo hat sich auch schon eine Blase zu Wort gemeldet. An der Haltestelle Livada Postei lasse ich mich aus dem Bus werfen und beginne meinen Stadtrundgang.
Damit auch jeder weiß wo man ist und von überall gut sichtbar. Der Schriftzug auf dem Tampa, dem Hausberg Brasov´s.
Altes Rathaus auf dem Piata Sfatului. Hier befindet sich auch eine Touristinformation.
Weiter südlich befindet sich am Piata Unirii die Biserica Sf. Nicolae oder auch Sankt Nikolaus Kirche
Eines der Stadttore. Hier die Porta Schei.
Nun soll es mit der Seilbahn auf den Tampa gehen. Dieser bietet eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.
Die Bastion im Vordergrund ist die Weberbastei. Sie diente zur Verteidigung der Stadt.
Die Bisceria Negra ,oder die schwarze Kirche. Das bekannteste Bauwerk in Brasov. Praktisch nicht zu übersehen.
Rechts oben auf dem Berg ist noch ein kleiner Teil der Festung zu sehen.
Tja. Der Wille war zwar da, aber es wollte wohl keiner. Die Seilbahn hat geschlossen. Schade. Wäre der Ausblick bei diesem Wetter doch absolut genial geworden. Dann eben nicht. Also wieder zurück in die Stadt zum Piata Sfatului. Dort gibt es zahlreiche Cafe´s und Restaurants die zum verweilen einladen und leckeres Essen für wenig Geld anbieten. Anschließend werden in der schönen Innenstadt, die wirklich zahlreiche Schuhgeschäfte bieten kann, neue Treter für die nächsten 3 Wochen an Land gezogen.
Am Ende der Fußgängerzone befindet sich die Präfektur.
Nebenan befindet sich der zentrale Park in dem es sich bei gutem Wetter ebenfalls schön aushalten lässt. Aber mit neuem Schuhwerk lässt es sich doch gleich besser laufen, allerdings nicht zur Festung auf dem Schlossberg. Da bin ich ja bei den Temperaturen doch ein wenig faul. Da zufällig ein Taxi bereitsteht wird dieses kurzerhand bestiegen und ich lasse mich hinauffahren. Bietet dieser doch einen ebenfalls wunderschönen Blick über die imposante Altstadt.
Das Gebäude mit dem weißen Turm ist das alte Rathaus, rechts daneben wieder die schwarze Kirche.
Der Blick Richtung Osten ist jetzt nicht sooooooooooo schön.
Ein kurzer Rundgang durch die Festung muß dann auch sein.
Runter geht´s dann wieder per Pedes.
Nun soll es zum Stadion gehen. Leider ohne Spiel. Dabei kommt man am wunderschönen Theater vorbei.
Natürlich hätte man auch direkt von der Innenstadt zum Stadion fahren können, aber irgendwie fuhr der Bus über den Bahnhof 10 Minuten eher. Muß man nicht verstehen ;)
Leider kein reinkommen möglich. Alles zu. Trainiert wird aber. Nach einem weiteren Gang durch die schöne Innenstadt und einem eher weniger leckeren essen im Irish Pub mache ich mich dann wieder auf zum Bahnhof. Zwar ist noch Zeit, aber ich bin müde geworden und möchte die schöne Stimmung des Sonnenuntergangs im Bahnhof genießen. Hätte zwar sicher vom Festungsberg besser gewirkt, aber so hab ich wenigstens was schönes für euch eingefangen ;)
Mein Nachtzug nach Satu Mare ist angeschlagen. Allerdings werde ich nicht bis zum Endbahnhof fahren. Ich werde schon vorher aussteigen. Den Bahnhof kenne ich zumindest schon von einem nächtlichen Halt.
Nicht viel los hier. Als es dunkel ist mache ich mich auf zum Bahnsteig. Er ist nur schwach beleuchtet,sodass Fotos leider nicht lohnen. Motive gäbe es sicher. Aber das ist auch nicht weiter schlimm. Der Nachtzug fährt ein. Ich habe wieder Double gebucht, bin aber nicht alleine, was aber absolut nichts ausmacht. Ich bin so müde das ich sofort einschlafe. Um Halb 7 werde ich geweckt. Wir sind gleich in...
Oradea. Wir sind pünktlich, sodass dies 1,5 Std Aufenthalt bedeutet bis es weiter geht. Zeit ein wenig den Bahnhof anzuschauen. Aufgrund des Gepäcks und der vielen herumstreuenden @#$%& (fühlt sich durch dieses Wort hier jemand auf den Schlips getreten ?) bleibt mein Radius eher beschränkt. Die Stadt werde ich ein anderes mal besuchen.
Einer von zwei Schlafwagen.
Ein Regionalzug nach Arad. Leider nur von hinten, aber das Bild im Gegenlicht ist nicht vorzeigbar.
Hätte ich den Regionalzug nach Arad mal genommen. Der anschließende Zug (IR 1535) ist leider keine wirklich bequeme Alternative. Es ist ein Desiro. Hart Sitze, extrem unbequem. Die nächsten 3 Std sind wahrlich kein Vergnügen. Es geht weiter nach Timisoara.
Achja in Oradea gibt es ein Gleis/Bahnsteig 0 ;) Hallo Sören ;)
IR 1535 in Timisoara. Das kann man doch wirklich niemandem zumuten.
Bahnhof Timisoara Nord.
Mein Hotel ist das Hostel/Hotel Nord und befindet sich direkt gegenüber. Einmal über die Straße über die Straßenbahnschienen und man ist da. Aber was sehe ich denn da ? Da werden ja gleich die heimatlichen Gefühle wach...
Mein Hotel für die nächsten 3 Nächte. Ich habe die Wahl und entscheide mich statt eines Zimmers mit Bahnhofsblick auf eines mit ruhiger Atmosphäre. Manch einer hätte es anders gemacht. Woanders habe ich mich anders entschieden. Wo das genau sein wird, erfahrt ihr in einem der nächsten Teile
Schönes Wochenende wünscht euch
Jan
Weiter mit Teil 3
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5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:05:28:22:33:27.