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Hallo Welt

Auch hier bin ich bereits beim zweitletzten Teil. Es ist nur ein Tag und was wir genau reissen war äusserst ungewiss. Es hätte auch gar nichts sein können. Aber schaut selber ....

Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] --> auf nach Lima!
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] --> es wird gedreht!
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] --> rauf auf den Berg
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] --> nichts ausser Sonne
Teil 5: [www.drehscheibe-foren.de] --> in die Höchste Stadt der Welt
Teil 6: [www.drehscheibe-foren.de] --> was machen die da bloss so lange?
Teil 7: [www.drehscheibe-foren.de] -->Es reicht, ab in den Süden!
Teil 8: [www.drehscheibe-foren.de] --> die zweite Eisenbahn.
Teil 9: [www.drehscheibe-foren.de] --> wir drehen eine grosse Runde




Donnerstag 01. November 2012

Ilo-Eisenbahn, ein Thema für sich. Von Ilo führt eine Eisenbahn zu einer /zwei Minen in der Wüste. Was da genau läuft war äusserst unklar. Wir haben von "rollendes Förderband" über "1 Zug pro Tag" bis zu "was, da läuft noch etwas?" alles gehört bei der Vorbereitung. Die Eisenbahngesellschaft hat sich auf unsere Anfragen überhaupt nicht gemeldet. Kein gutes Zeichen!
Ausgehend von einem Zug pro Tag als „realistisches Szenario“ braucht man natürlich einiges an Zeit um etwas machen zu können, und auch nur wenn der Zug per Zufall auch zu einer Fotogenen Zeit fährt und kein Nebel ist - und man ihn auch findet auf der Strecke.
Nur fehlt uns diese Zeit. Die Runde über Puno war in der ersten ganz groben Planung für den Urlaub nicht vorgesehen. So blieben uns für die Ilo-Bahn nicht mal 24 Stunden. In einigen Planungsstadien in den letzten Tagen fiel diese Bahn sogar ganz raus ... .
Wir fuhren trotzdem hin, aber mit dem schlechten Gefühl in der Magengegend gar kein Zug zu sehen. Innerlich stellten wir uns darauf ein.
Aber bevor wir die Strecke überhaupt erreichen konnten lagen (mal wieder) die Anden zwischen drin. Diese meistern wir am Vormittag (die 50km lange angekündigte Dreckpiste liess die Zeitschätzung etwas hin und her pendeln, von 100 bis 10 km/h ist auf solchen Strassen alles möglich) bis wir dann am frühen Nachmittag die Bahn erreichen. So die Theorie.

Aufgestanden sind wir um kurz nach 7 Uhr. Wir hatten vor der Abfahrt noch ein bisschen Programm. Die Stadt im Tageslicht anschauen anschauen, etwas Touristenshops plündern und den Markt wollten wir uns auch ansehen.
Doch ganz am Anfang steht das mit dem Zimmer gekaufte Frühstück. Und als Daniel aus dem Zimmer trat und auf das Buffet blickte welches zwei Geschosse unter uns im Innenhof aufgebaut war, glänzten seine Augen bis ins Zimmer zurück. Uii, dass sah aus! Das beste am ganzen war der Koch welcher direkt neben dem Buffet Omeletts und Rühreier nach Wunsch brutzelte. Hmm! Frische Früchte usw.. kann man dieses Buffet auch mitnehmen? ;). Wir liessen uns richtig viel Zeit, was kein Problem war, denn neben uns waren noch ganze zwei andere Gäste im Hotel. Nicht so die Saison.
Der Markt (welcher leider noch halb geschlossen war) und die Tourimeile (welche leider noch gar nicht geöffnet war) meisterten wir schneller als geplant und so kamen wir bereits gegen 9:30 Uhr raus aus der Stadt (diesmal sogar ohne die Einbahn vor dem Hotel falsch rum zu befahren ;)).

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Der Tag begann mit einer Runde durch Puno. Der Markt war natürlich Pflicht dabei.

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Blick zurück auf die Stadt Puno am Titicacasee. Eine Lebendige und wahrlich schöne Stadt in den Anden – auf Bald!

Das Wetter war bereits heute früh wieder naja, Sonne und Wolken wechselten sich ab und je nach Richtung sah man auch schon die ersten Regenschauer. Durch solches Wetter fuhren wir dann auch. Erst die Anden hinauf, dann wieder hinunter und schon kam die Strasse von Bolivien rein. Moment, dazwischen müsste doch der ungepflasterte Abschnitt sein? Der ist nicht mehr! Positive Überraschung. Es beschleunigte unsere Zeitrechnung. Denn statt mit einem geschätzten 30er Schnitt gab es auf der Hauptstrasse ein guten 90er, mal ohne die Fotohalte für die Fauna abgesehen. Noch ist dieses Stück kostenlos zu befahren, wir konnten die sich im Bau befindliche Bezahlstation über eine Dreckumfahrung rechts liegen lassen. Bald wird man für dieses Stück aber sicher auch 3.9 Soles bezahlen müssen - den Einheitspreis in dieser Gegend ;).

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[maps.google.com]
Wir fahren nach Südwesten und überqueren dabei wieder die Anden.

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[maps.google.com]
In den Anden wurde das Wetter, wie irgendwie immer, schlechter.

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[maps.google.com]
Doch je weiter man nach Süden kam desto besser wurde das Wetter ... die Atacama Wüste lag vor uns.

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[maps.google.com]
Lamas, erst noch im Hochland und auf dem zweiten Bild, nur wenige Minuten später, bereits „mitten in der Wüste“.

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[maps.google.com]
Das „letzte schlechte Wetter“ hängt in den Bergen.

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Und wieder nur kurz später, keine Wolken mehr nirgends. Dafür wieder das erste Leben seit Puno.

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Der Berg wie auf dem Bild oben nach der Abfahrt von der anderen Seite.

Nach einer guten Stunde kurbelei durch die Berge und dem umfahren von dutzenden schleichenden Bolivianischen LKW's erreichten wir Moquegua, der ersten Stadt in dieser Gegend. Sie liegt in einem grünen Tal wo allerhand angebaut wird, unter anderem Trauben zur Pisco Herstellung (wir waren da auch auf der Ruta de Pisco ;)). In diesem Ort war gerade Fest (oder Demo) und wir mussten "aussen drumrum". Das war alles etwas sehr auf verdacht, aber am Schluss waren wir wieder auf der Hauptstrasse.
Einer der eindrücklichsten Abschnitte kam dann. Die Strasse geht gerade durch die grüne Landschaft, Felder säumen die Strasse und Bäume stehen überall verteilt. Dann steigt man in der geraden steil hinauf und da im Gefällsknick wechselt der Landschaftscharakter schlagartig. Man kommt in eine Sand / Stein / Felswüste mit schroffen Kanten und blickt nach wenigen Metern in einen Canyon der auch im mittleren Westen der USA stehen könnte. Wasser bedeutet Leben, ohne Wasser - kein Leben.

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[maps.google.com]
Eindrücklich, im Flusstal ist alles grün und es lebt, sobald es aus dem Tal hinaus geht beginnt die Stein und Sandwüste.

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[maps.google.com]
Nun waren wir wirklich wirklich drin, in der Atacama Wüste, ganz im Süden von Peru!

Nochmal 20 min später waren wir dann an dem an navigierten BÜ der Ilo-Bahn in der Wüste. Die Gleise lagen zu unseren Füssen - die Gleise der Southern Copper Company. Wir parkten gleich am BÜ und ich holte mir als allererstes eine Orange von hinten - auf diese hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut, die war jetzt nötig ;). Und wie sahen die Gleise aus? Nun, nicht unbefahren - aber da fährt kein Dutzend Züge am Tag drüber, einer vielleicht. Die Vorhersage "da fährt gar nichts mehr" war also sicher schon mal falsch (phu!).
Der Staub und Dreck auf dem Gleis verriet uns aber: Heute fuhr da noch nichts drüber, wenn ein täglicher Zug fährt müsste er noch kommen (wenn er den nicht in der Nacht oder doch gleich gar nicht fährt).
Die einzige Chance es heraus zu finden war das beobachten der Strecke. Dies ist zur Küste runter möglich, da führt die Bahn meist der Strasse entlang. In die Berge hinein folgt der Bahn keine Strasse – auch auf dem Google Luftbild welches wir dabei haben ist da abschnittsweise gar nichts zu erkennen.
Also zur Küste. Auf einer Sandpiste welche in diesem Abschnitt direkt an der Bahn entlang führt folgten wir ihr auf vielleicht einem Kilometer, und erspähten dann eine Draisina. Draisina kann (aber muss nicht) = Zug bedeuten! Die Büchse stand gerade an der Weiche einer Ausweichstelle und es wurde etwas gewerkelt. Ehe wir die Kiste erreichten fuhren die Hombres aber weiter. Wir, frech wie wir sind, sahen keinen anderen Weg an Infos zu kommen ausser: Haaaalt, bitte *wink*. Dem Wunsch wurde statt gegeben und nach dem obligatorischen Händeschütteln kam unsere Frage: Zug, ja / nein?
Das Resultat war erfreulich, teilweise. Nicht so gut war das wir ohne Genehmigung eigentlich keine Fotos machen dürften (aha). Positiver war der Verkehr. Ein Zug folgte der Draisina und war sogar schon zu sehen, ein zweiter Zug sollte 30min darauf in die selbe Richtung kommen.
Morgen kommen dann beide Züge zurück, so gegen 7 Uhr an dieser Stelle – die Informationen wechselten den Besitzer. Etwas suboptimal (damit noch gemerkt ist) ist der Lichtstand um diese Zeiten. Die Bahn verläuft Ost - West, die Sonne ist eigentlich immer falsch.

Ich sage es mal so, auf diese Autorisazion verzichteten wir, mit der Gefahr ein Problem zu bekommen. Wir haben versucht die Bahngesellschaft per Mail vor der Reise zu erreichen, es ist aber nicht mal eine Antwort gekommen. Und der Draisina Mann sah jetzt nicht so aus als ob er uns gleich verpfeifen würde.
Wir nahmen uns mal vor die beiden Züge je einmal zu Fotografieren und auf die Reaktion des Personals zu warten, je nach dem ob man winkt oder funkt starten wir eine Verfolgung oder eben nicht.
Der erste Zug war im Anmarsch und wir bestiegen am BÜ auf der Hauptstrasse unseren Pick Up, die 2m Bringens in der platten Wüste ;). Der Lokführer schaute grimmig raus grüsste aber, ebenso tat es der "Caboose Man". Soweit so gut, die haben kaum etwas gegen unser tun.

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[maps.google.com]
Eine Windhose, wohl nicht viel Stärker als sonst, dank dem feinkörnigen Sand aber besser sichtbar ;)

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[maps.google.com]
Eisenbahnverkehr, wir hatten einfach nur Glück! Die Southern Copper Company betreibt Minien im Hinterland und bediente diese mit der Eisenbahn von Ilo aus.

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[maps.google.com]
Richtige Caboos, und natürlich besetzt!

30min Zeit bis zum zweiten Zug! Wir fuhren ihm über die Sandpiste entgegen und hofften bis zu einem zweiten HauptstrassenBÜ zu kommen, da würde das Licht passen. Es reichte natürlich nicht, 1km vor dem Ziel bog der Zug ums Eck. Also zurück und ihm vor fahren bis zu einer ersten möglichen Stelle.
Husch auf eine Anhöhe gekraxelt (und schon die Schuhe voller Sand) warteten wir auf den Zug. Reaktion des Personals? Verhalten, ein Gruss kam, die Blicke waren etwas fragend.

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Dem ersten Zug folgte mit etwa 20min Abstand ein zweiter, der Verkehr war dankbar und wir hefteten uns dran.

Also los, hinterher! Bis zum BÜ hatten wir den Zug eingeholt und wir folgten auf der parallelen Sandpiste der Strecke. Wie weit der Weg geht und befahrbar ist wussten wir schlicht nicht, wir würden dann schon irgendwo verenden ;). Die alternative wäre gewesen über die Hauptstrasse aussen rum zu fahren und erst nach über 50km wieder auf die Bahn zu treffen (also eigentlich keine Alternative).

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[maps.google.com]
Ein Weg der parallel der Gleise führt diente uns dazu den Zug verfolgen, und somit mehrmals Fotografieren, zu können.

Eigentlich hatten wir zur Navigation in diesem Moment ja das Luftbild dabei (wie geschrieben), aber das Tablet auf welchem sich dieses Bild befindet war Akkulos und das Ladekabel iiiirgendwo in einem Rucksack hinten drin verstaut;). Aber die Erinnerung sagte: Fahrspuren überall, keine nachvollziehbaren Wege oder Strassen. Augen auf und Hoffen.
Der Zug wurde an einer zweiten Stelle und an einer dritten Stelle Fotografiert. Und die Reaktion des Personals wurde immer freundlicher, der Daumen wanderte nach Oben und aus dem neutralen Gesicht wurde ein Lachen (und das obwohl wir die Lokführer bei jeder vorbeifahrt wieder komplett einstaubten). Der Weg entlang der Strecke blieb ganz in Ordnung, das Tempo des Zuges war locker zu halten. Erst als wir in den ersten Talabstieg kamen war für uns fertig, dachten wir.

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Und da hatten wir ihn schon wieder ;)

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[maps.google.com]
Ich mag unser Auto, deshalb durfte es, weil es ganz artig war, auch noch mit aufs Bild ;)

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[maps.google.com]
Bis dahin war der Weg immer rechts der Bahn, in diesem Abschnitt wechselt er aber ständig von links nach rechts ...

Der Weg führt die ganze Zeit mit der Bahn am Hang entlang, mal links mal rechts der Gleise. Die Wechsel folgen sich teilweise innert weniger Meter. So war der Zug natürlich nicht zu überholen, man kommt gar nie genug weit vor.
Als an einer Stelle die Bahn über einen Damm abkürtzt und der Weg dem alten Trasse am Berg entlang folgt kamen wir immerhin einmal bis auf Höhe der Loks. Doch der nächste BÜ war zu sehen, keine Chance vor dem Zug drüber zu kommen. Aber der Zug wurde langsamer und der Lokführer winkte raus, wir sollen vorbei, loslos!

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... eine Verfolgung ist daher nur noch mit hinterherfahren möglich. Um überholen zu können benötigt man ...

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[maps.google.com]
... einem äusserst positiv gesinntes Lokpersonal welches uns an dieser Stelle vorbei fahren liess. Die klaren Handzeichen waren unmissverständlich. Der Lokführer wusste weshalb er uns vor gelassen hat.

Und der Lokführer wusste genau weshalb er uns vorbei gelassen hat, in der nächsten Kehre lag eine grandiose Stelle mit Talblick!

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[maps.google.com]
Ohne das vorlassen wäre dieses Foto nicht möglich gewesen!

Der Abstieg in dieses Tal war fast zu Ende, aber drüben folgte gleich wieder der Anstieg auf die nächsten Hügel. Dies durch mehrere grosse Kehren, von weitem zu sehen. Und da drin war auch der vorausfahrende Zug zu erkennen. Er war nicht ganz so schnell unterwegs "wie unserer".
Im letzten Teil des Abstiegs war nichts mehr zu wollen, der Weg endete. Wir versuchten im Blindflug und nur mit unserer Spürnase über einen anderen Weg die Bahn im Aufstieg wieder zu erreichen. Runter kamen wir gut, dann aber folgten die Fahrspuren einem Flusslauf in die falsche Richtung. Zum Glück kam bald etwas links raus aus dem Flussbett und dann gings zurück zur Bahn.
Die Sandwüste hat sich da zu einer Stein und Felswüste verändert, die Wege waren daher deutlich ungemütlicher zu Fahren. Bei diesen Wegen war es nur eine Frage der Zeit bis wir uns den nächsten Plattfuss holen, so war nach jedem Halt die kurze optische und akustische Radkontrolle Pflichtprogramm - "spüren" dürfte man den Platten auf diesen Wegen nicht.
Wir hatten unserem Zug gute 5min abgenommen mit der direktfahrt über den Talboden, aber wirklich eilig hätten wir es nicht gehabt, der Zug stoppte in der Senke. Er war wohl zu nah auf den vorausfahrenden aufgelaufen und die Loks kühlten auf dem tiefsten Punkt etwas aus. Wir taten es ihm gleich und leerten ein paar Wasserflaschen in uns hinein.
Im Aufstieg erwischten wir ihn drei mal, er brauchte in den Kehren drin immer ganz schön Zeit und wir nahmen ihm auf dem direkten Weg Strecke ab. Vom Tempo her wäre er aber schneller als wir gewesen!

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[maps.google.com]
Von den Sandpisten mussten wir runter ins Flusstal, und da war es dann eine Steinwüste. Man wurde geschüttelt ;)

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Der Zug brauchte natürlich seine Zeit und wir nutzten sie um eine nächste Stelle zu finden.

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[maps.google.com]
Und nochmal eine ..., Dank dem Weg welcher gerade durch geht und der Bahn die über grosse Kehren an Höhe gewinnt ist ein ständiges Überholen kein Problem – schaut euch das Luftbild an. Mit diesem Luftbild haben wir navigiert in der Ecke, gar nicht sooo einfach.

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Und die nächste ;)

Oben angekommen war zum richtigen Zeitpunkt das Tablet mit Luftbild einsatzbereit (Zeit zum Kabel suchen hatten wir genug). Es folgte ein Abschnitt der Bahn den wir nicht erreichen konnten mit unseren knappen Zeitreserven, aber hinter dem nächsten Hügel waren wir wieder dran. Und da reicht es uns sogar noch auf den ersten Zug! Der stand irgendwo in der Steigung und dampfte wie ein grosser grummelnd stehend vor sich hin. Den Loks war es wohl etwas zu anstrengend. Sog gab es ein Bild vom ersten Zug. Viel Zeit zum zweiten blieb aber nicht, der ist auf Sichtdistanz auf den ersten aufgelaufen und kam natürlich gleich hinterher.

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Verehrte Interessenten, ihre zukünftige Reiseleitung stellt sich vor! Profitieren Sie von unseren Kenntnissen vor Ort und erleben Sie die Eisenbahn in Peru hautnah! Wir sorgen für einen geeigneten motorisierten Untersatz (siehe Bild) und für abwechslungsreiche Fotomöglichkeiten vor Ort. Kommen Sie mit uns – für nur blablabla.
Nein, ich verkaufe meine Touren nicht, aber ein Foto zum zweitletzten Teil von zwei Pappnasen soll sein ;)


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[maps.google.com]
Was fällt auf? Richtig, es ist wieder der erste Zug auf dem Bild! Er stand irgendwo rum und hat sich (schaut mal ganz rechts hinten) vom zweiten Zug einholen lassen.
Sehen Sie, was Sie mit uns alles erleben können, ein Bild - zwei Züge, für nur blablabla :-D


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[maps.google.com]
Und hier noch die reguläre Durchfahrt des ersten Zuges.

Und dann verendeten wir ein erstes mal auf einem Weg. Die Strecke führt durch eine 180° Kehre in einen Einschnitt herein. Ein Weg durch das Flussbett gibt es, er endet aber an einem 3m tiefen und 5m breiten Graben. Drüben geht der Weg weiter, aber dazwischen ist nichts. Tjaa, dass ist die Gefahr.
Also schossen wir den zweiten Zug nicht da oben sondern weiter vorne wo es halt ging.

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Natürlich dicht gefolgt vom zweiten. Ein tiefer Graben in einem ausgetrockneten Flussbett verunmöglichte die Fahrt zu einer gesehenen Stelle, so blieb es bei dieser Notschlachtung.

Wie weiter? Durch das Flussbett oder Grossräumig um die Hügel? Der Lokführer gab uns die Antwort. Er deutete bei der vorbeifahrt an das wir hinten rum fahren sollen um wieder an die Strecke zu kommen. Jawohl Sir!
Bis zum Sonnenuntergang gab es noch einige Bilder von beiden Zügen, jedoch immer nur noch von weiter weg über die Täler hinweg. Der Sonnenstand vertrug sich nicht mehr mit der Streckenführung.

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Ahh, und nach den ganzen Lok in gross Bildern noch der Fernblick. Erst auf Zug 1.

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[maps.google.com]
Und dann noch auf Zug 2, bei dem das Caboose besser in die Lücke gepasst hat ;)

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[maps.google.com]
Die Sonne war kurz vor dem Ende als uns, bereits ein Seitental weiter, nochmal ein Blick auf die Bahn gewährt wurde. Es blieb der letzte ...

Beim Sonnenuntergang um 18 Uhr waren wir auf der Asphaltierten Strasse zur Mine und genossen die Aussicht auf die Bergwelt.

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[maps.google.com]
So gut wie auf diesem Bild ist der Weg übrigens nur gaaaanz am Schluss.
Erleben Sie mit uns nicht nur phantastische Eisenbahnen sondern fahren Sie mit dollen Kisten über dolle Wege. Spass muss sein! Und alles für nur blablablabla ;)


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Sonnenuntergang in den Anden

An diesem Nachmittag lief alles, aber auch wirklich alles, nach Plan. Wären wir nur eine Stunde später am BÜ gewesen, wir hätten keinen einzigen Zug mehr gesehen und uns den Abend in Ilo um die Ohren geschlagen. Wir hätten nichts von der Existenz der Züge gewusst.

Ilo war das Ziel heute Abend, die Stadt an der Küste und Ausgangspunkt dieser Eisenbahn. Über den Asphalt und durch die Dunkelheit brachte uns Camionetta bis ans Meer. Der Lonley Planet kannte ein Hotel welches uns passte und wir steuerten zielsicher darauf zu (Vorsicht Einbahnen). Natürlich war das VIP Hotel aber voll. Eine Alternative liessen wir uns gleich Empfehlen: Gleich einen Block weiter wäre ein ganz neues Hotel, wir sollen doch da hin, es sei gut - aber nicht ganz so gut wie das eigene, wurde extra betont ;).
Wir beäugten es, es war ganz OK. Obwohl "ganz neu" war der Lack schon etwas ab, aber es war um Welten besser als auch schon gesehenes und wir sind ja schmerzfreier als auch schon (nach der letzten Nacht sowieso).. Nur eine Cochera war nicht wirklich da. Also eigentlich schon, direkt auf der anderen Seite der Kreuzung. Aber die Besitzerin da war extrem uninteressiert an einem Geschäft, man habe eh keinen Platz bis der Bus da weg wäre .. um 20 Uhr, vielleicht.
Und wie wäre es wenn wir das Auto vor dem Hotel stehen lassen? Das hätte uns ja super gepasst, das Personal verneinte den Wunsch aber. Es sei viel zu gefährlich, da sollte man kein Auto stehen lassen über Nacht! Hmm ... üble Gegend? Sieht gar nicht so aus ;). Aber wenn nicht mal ein Peruaner sein Auto da stehen lassen würde sollte uns das ernsthaft zu denken geben?
Wir verbrachten die Zeit bis 20 Uhr im Zimmer mit Duschen und ruhen, der Sand der Wüste musste runter.
Um kurz nach 20 Uhr ging es wieder ums Auto - wieder zur Cochera von vorhin. Frau wurde nicht motivierter ... wer also kein Geschäft man will der will nicht. Zum Glück kannte der Hotelbesitzer noch jemanden dessen Tante eine Cochera hat. Ganz durchgeblick haben wir nicht, aber da wurde unser Camionetta freundlich aufgenommen und zu Artgenossen gestellt. Die 5min Fussweg zum Hotel waren uns da egal.
Abendessen: Im Hotel empfahl man uns ein Lokal X am Hauptplatz, dummerweise hatten wir den Namen vergessen ehe wir da ankamen. Warum man uns nicht das am Hotel angegliederte Restaurant empfohlen hat spricht auch klare Worte ;).
Nach zwei Platzrunden um den Park kam uns der Name für das Restaurant noch immer nicht in den Sinn und wir gingen ins grösste - 5 Stockwerke und sogar ein Fahrstuhl, ein mächtiges Teil.
Wir dinierten im 4 Geschoss mit wunderbarem Blick auf den Hafen (hm, es war dunkel). Ich holte mir eine Pizza, mit dem Risiko auf die Beilagen der Kollegen ausweichen zu müssen. Pizza und Südamerika verträgt sich nicht unbedingt und man muss damit rechnen etwas ungeniessbares erhalten. Aber meine Pizza war schwer in Ordnung! Das halbe Händel von Daniel ebenfalls, nur Philippe hat mit seinem Grillteller etwas daneben gegriffen. Die Herkunft der Fleischteile waren etwas undefiniert und anscheinend mehrheitlich grässlich. Pizza = gute Wahl!
Da wir morgen wieder mal früh raus wollen beliessen wir es bei dem einen Bier und gingen gleich zurück ins Hotel.
Und vor dem Hotel an der Kreuzung stand noch immer der „ArequiArequiArequipa“ Mann der Lauthals seine Fahrkarten für Busse oder Collectivos (oder was auch immer) verkaufen wollte - Abends um 23 Uhr auf der praktisch Menschenleeren Strasse. Gn8!




Und ob am nächsten Tag um 7 Uhr tatsächlich zwei Züge zur Küste runter kamen?
Wir werden es im letzten Teil sehen, ebenso wie der Ausflug in das einst beste Hotel von Lima. Es wird toll ;)

Grüsse aus der Schweiz,
Nil



Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Super schick, wie auch schon alle Teile davor! :-)

LG Yannick

10564-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.10.15 18:29

Irgendwie m.M. der beste Teil. Die Züge machen was her. Und so eine SD50 ohnehin.
Wo kann man nun gegen etwas Blablabla buchen? :-)
Wie die letzten Teile auch, wieder Klasse Bilder. Schade das die Camionetta Geschichten mit dem nächsten Teil aufhören werden.
Bist du dir sicher mit SD 50? Ich dachte es wären SD 70. 2 Stück mit den Nummern 60 und 61 soll SPCC besitzen.
ET165 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bist du dir sicher mit SD 50? Ich dachte es wären
> SD 70. 2 Stück mit den Nummern 60 und 61 soll SPCC
> besitzen.

Weder noch. SDs sind das schonmal nicht, da 4-achsig, als eher GPs. GP38 und GP39 kommen nicht in Frage, die haben nur 2 Kühlerlüfter. Die jüngeren GP60 haben geänderte Machinenraumhauben und GP70 gibt es nicht. Ich tippe daher mal auf die allgegenwärtigen GP40, GP40-2 oder eventuell ne seltene GP50, die kann man äüßerlich ja nicht weiter voneinander unterscheiden. Ist halt nur die Frage, welche davon?

https://i.ibb.co/fM6Zwzj/20210626-161808-1.jpg
Nur echt mit Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren!

Wieder mal ein herrlicher Teil und endlich denke ich auch mal wieder dran, mich zu bedanken! Wenn es überall auf der Welt so aussehen würde, wären wir wohl der Mars... - hihi.
Vielen Dank, daß Ihr uns mitnehmt auf solche Reisen!!
Dieselpower schrieb:
-------------------------------------------------------

>
> Weder noch. SDs sind das schonmal nicht, da
> 4-achsig, als eher GPs. GP38 und GP39 kommen nicht
> in Frage, die haben nur 2 Kühlerlüfter. Die
> jüngeren GP60 haben geänderte Machinenraumhauben
> und GP70 gibt es nicht. Ich tippe daher mal auf
> die allgegenwärtigen GP40, GP40-2 oder eventuell
> ne seltene GP50, die kann man äüßerlich ja nicht
> weiter voneinander unterscheiden. Ist halt nur die
> Frage, welche davon?

Schau dir bitte Nummer 60 nochmal genau an, und bitte nicht nur auf deinem iphon. Ich würde sagen ET165 hat Recht. Seh ich das richtig, dass die SD70 direkt an die SPC geliefert wurden?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:04:16:20:15:30.
Dieselpower schrieb:
-------------------------------------------------------
> ET165 schrieb:
> -------------------------------------------------------
> > Bist du dir sicher mit SD 50? Ich dachte es wären SD 70. 2 Stück mit den Nummern 60 und 61 soll SPCC besitzen.
>
> Weder noch. SDs sind das schonmal nicht, da 4-achsig...

Beim "ersten" Zug führt eine sechsachsige Lok.
Und ET165 hat natürlich Recht: Es ist eine SD70.
Die vierachsigen sind GP40-2 oder -3.

Das hier ist auch noch "funky"; Eine kleine U23 vor der SD:
[www.railpictures.net]


Thomas



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:04:16:20:16:10.

Ich vergebe eine 10,0 (o.w.T)

geschrieben von: Re465

Datum: 16.04.13 20:34

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß, Ralf
Hallo,

geniale Bilder !
Danke auch für den 10. Teil dieses Reiseberichtes auf höchstem Niveau !

Gruß, Martin
Genial! Und wann kommt das Buch? Titel: "Rails on Mars"

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de (temporär offline) + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.
Zitat:
Das hier ist auch noch "funky"; Eine kleine U23 vor der SD:

Gefällt mir! Klick! Um mal die Facebook "Sprache" anzuwenden. Die beiden SD 70 wurden fabrikneu nach Peru geliefert, die anderen Maschinen sind GP 40-3.
bedstadt schrieb:
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>> Schau dir bitte Nummer 60 nochmal genau an, und
> bitte nicht nur auf deinem iphon. Ich würde sagen
> ET165 hat Recht. Seh ich das richtig, dass die
> SD70 direkt an die SPC geliefert wurden?

Die SD70 hab ich glatt übersehen. ;-) Und der Rest modernisierte SD40-3, sehr schick!

https://i.ibb.co/fM6Zwzj/20210626-161808-1.jpg
Nur echt mit Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren!

Dieselpower schrieb:
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> Und der Rest modernisierte SD40-3, sehr schick!

Nein, eben nicht! Der Rest sind, wie Du richtig bemerkt hast, vierachsige Loks. Und deshalb GP40-3.
J.M. Frybourg bezeichnet einige der Loks in seinen Peru-Bildern aus [www.railpictures.net] als "GP40-2". Gut möglich, dass einige noch nicht auf Dash 3-Standard modernisiert wurden.


Thomas


P.S. Ja jetzt wüten hier wieder diese Lok-Bezeichnungs-Freaks. Das soll aber die Freude an schönen Bilder nicht schmälern. ;-)
Moin Nil!

Wirklich ein sehr eindrucksvoller Teil des Reiseberichtes. Manchmal muss man eben auch mal Glück haben. Herausgekommen sind tolle Bahn & Landschaftsansichten.

Viele Grüße,
Jan

Hast ja recht. War nen Schreibfehler meinerseits, mehr nicht. Sind natürlih GPs.

https://i.ibb.co/fM6Zwzj/20210626-161808-1.jpg
Nur echt mit Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren!

Mittlerweile gibt's auch schon eine SPCC 70: [sphotos-a.xx.fbcdn.net]

Die Lok soll ex-UP sein.

Thomas
tkautzor schrieb:
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> Mittlerweile gibt's auch schon eine SPCC 70:

Wieder etwas aus dem Raritäten-Kabinett. Toll!
Es handelt sich mit grosser Wahrscheinlichekit um eine seltene GP40X. Also eine GP40, welche mit schräggestellten Lüftern (flared radiators) à la SD45 ausgestattet wurde. Die UP hatte solche in ihrem Bestand.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:04:18:15:29:37.
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