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[CZ] Bahnurlaub in Tschechien - Sommer 2012 (Teil 7)

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 11.03.13 19:44

Bahnurlaub in Tschechien - Sommer 2012 (Teil 7)


Teil 7: Freitag, 27. Juli 2012: Karlštejn und Prag

Bisherige Teile:
Teil 1: Von Zwickau über Cheb nach Chomutov
Teil 2: Von Chomutov zur Fichtelbergbahn und zurück
Teil 3: Karlsbad und Brüx
Teil 4: Rundfahrt über Sebnitz/Dolní Poustevna
Teil 5: Zwei Strecken zwischen Böhmen und Zwickau
Teil 6: Über Leitmeritz nach Prag


Für heute haben wir einen Ausflug zur Burg Karlštejn geplant, der Rest des Tages gehört dann wieder Prag.

Fahrplan:
09:20 ab Praha Smíchov (S7: Os8822)
09:52 an Karlštejn
13:06 ab Karlštejn (S7: Os 8833)
13:38 an Praha Smíchov
66 Bahnkilometer

Das Früshtücksbüffet ist reichhaltung und die 100 Kronen wert. Es gibt auch ausreichend Gemüse, außerdem gefällt es mir, dass die Marmelade im Glas angeboten wird und nicht als Mini-Portionen mit großem Müllfaktor. Wir sind sehr zufrieden. Nebenbei läuft der Fernseher, sodass wir die Frühstücksnachrichten (trotz Sprachbarriere) auch einigermaßen mitbekommen. Interessant ist für uns allerdings im Urlaub nur das Wetter.

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Auf dem Weg muss es wieder mal ein Straßenbahnbild sein: links ist unser Hotel zu sehen, im Hintergrund ein Schenkel des Gleisdreiecks: die Verbindung hlavní nádraží - Smíchov.

Besuch in Karlštejn
Den Zug nach Karlštejn wollen wir in Smíchov besteigen, wir fahren daher mit der Linie 7 bis „Na Knižecí“, dort schauen wir uns einen Zug der Linie S65 an. Im Vorjahr war gerade kein Verkehr, weil Wochenende war. Jetzt kann ich also die Brotbüchse ausgiebig fotografieren. Dieses Stück auch zu befahren haben wir später schlicht und einfach vergessen.

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810 334 als S65 in der Endstation Na Knížecí.

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Die Station sieht noch immer provisorisch aus. Das erinnert mich an so manche frühere Wiener S-Bahn-Haltestelle.

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Ein paar Meter Fußweg und man ist auf dem Autobusbahnhof.

Weiter geht es dann zwei Stationen mit Linie 14 bis Bahnhof Smíchov. Von hier nehmen wir einen Doppelstock-Zug (City-Elefant) der Lnie S7 nach Karlštejn. Es steigen ziemlich viele Leute dort aus und wir spazieren bei prächtigem Wetter Richtung Burg. Meine Erinnerungen an meinen ersten Besuch hier im Jahr 1973 sind sehr dünn. Einerseits war es damals November (nebelig), andererseits war es die Zeit des tiefsten Kommunismus. Beides Gründe, dass damals eher wenig Touristen hier waren. Schon der Weg hinauf ist recht hübsch, damit meine ich nicht die zahlreichen Standln und das Zeug, das man hier kaufen könnte, sondern das Ambiente der Häuser an sich bzw. die Landschaft.

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Der Doppelstockzug der S-Bahn in neuester Lackierung abfahrbereit in Karlštejn zur Weiterfahrt Richtung Beroun.

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Das wunderschöne Bahnhofsgebäude von Karlštejn.

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Ein schöner Weg Richtung Burg.

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Durchaus ein imposanter Anblick: Burg Karlštejn (Karlstein).

Bei der Burg erfahren wir, dass es um 11:10 Uhr eine deutschsprachige Führung geben wird. Eine Tour, die auch die Heilig-Kreuz-Kapelle mit einschließt, ist allerdings nur auf Tschechisch möglich, außerdem muss man da etwa ein Monat vorher reservieren. Grund ist, dass die Zahl der Besucher beschränkt werden muss, um Schäden zu vermeiden (vermutlich Luftfeuchtigkeit u.ä.). Ich kann mich nun gar nicht erinnern, ob ich 1973 diese Kapelle gesehen habe oder nicht. Wir melden uns jedenfalls für die deutsche Tour an und merken dann, dass wir die zwei einzigen sind. Es gibt natürlich auch Führungen in anderen Sprachen. Trotzdem ist der Führer sehr bemüht und wir erfahren viel und ich staune, wie bemüht der junge Bursch ist, der uns alles zeigt und sehr höflich ist. Auch die Ausblicke von der Burg in die Umgebung sind recht hübsch, wir halten uns auch nach der Führung noch ein wenig dort auf.

Den Rückweg treten wir dann über einen anderen Weg an, kommen sozusagen von hinten wieder zum Fluss Berounka zurück. Auch an einigen Gaststätten kommen wir vorbei, wir bleiben dort aber nirgends, denn in Prag finden wir sicher genügend Lokale zum Essen, die auf jeden Fall billiger sein werden – und vielleicht auch besser. Lediglich ein kolác s mákom (Mohnkuchen) wechselt den Besitzer. Auf dem Bahnhof kommt bald ein Zug daher, sodass wir kaum warten müssen.

Mittagessen „u potrefená husa“
Beim Bahnhof Smíchov in der Nähe von Andel gibt es ein Lokal namens „U potrefená husa“. Die Übersetzung ist schwer, ich finde es erst nach längerer Suche: die getroffene Gans (oder totgeschossene Gans). Es ist ein Kettenrestaurant der Brauerei Staropramen (=Altquelle). Wir sitzen im Garten und wie nicht anders zu erwarten, ist das Essen köstlich: kurecí polévka (Hühnersuppe, mit Gemüse und vielen Nudeln), Bramborácek mit zelí, also Erdäpfelpuffer mit Sauerkraut. Diese Speise steht unter „Kleinigkeiten zum Bier“. Was ist dann groß?

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Die Schleife beim Bahnhof Smíchov wird im Linienbetrieb nicht benutzt, manchmal findet man aber Sonderwagen hier stehen und auf einen Einsatz warten.

Langer Spaziergang von der Kleinseite in die Alstadt
Nach dem köstlichen Essen machen wir einen längeren Spaziergang. Wir gehen entlang der Straßenbahnstrecke Richtung Újezd. Wir finden dann, dass es endlich Zeit für einen Kaffee mit Zugabe wäre und gehen in das uns vom Vorjahr schon bekannte „U knoflicku“, wo wir wieder auf „unserem“ Tischchen sitzen und nebst Kaffee ein Mürbgebäck genießen.


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Ein kleines Café ist nicht nur in Wien, sondern auch in Prag immer ein Erlebnis!

Danach spazieren wir zurück, um über die most legií (Brücke der Legionen) in die Altstadt hinüber zu gehen. Das národní divadlo auf der anderen Moldauseite ist halb eingerüstet, aber von unserer Seite kann man es dennoch fotografieren. Auch ein schöner Blick auf die Karlsbrücke ist von hier möglich. Auf dem weiteren Weg am Moldauufer entlang fällt uns ein (neu)gotischer Brunnen auf (Krannerova kašna, also Kranner-Brunnen). Der Brunnen zeigt ein Reiterstandbild Kaiser Franz I., gefertigt 1845 nach einem Entwurf von Joseph Kranner (erster Dombaumeister des Veitsdoms nach der Wiederaufnahme der Bauarbeiten im 19. Jahrhundert). Diese Informationen finde ich natürlich erst daheim im Internet.

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Trotz Fassadenarbeiten ein imposanter Eindruck: národní divadlo von der Brücke der Legionen aus gesehen.

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Um die Karlsbrücke machen wir diesmal einen großen Bogen: wir kennen das schon...

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Dass der Kranner-Brunnen eine so interessante Geschichte hat, erfahren wir erst daheim aus dem Internet.

Wir bleiben am Moldauufer an der Straßenbahnstrecke, weil ich die zweite Hausdurchfahrt sehen möchte, die im Vorjahr wegen Bauarbeiten nicht befahren wurde. Beim Križovnické námestí (Kreuzherrenplatz) befindet sich diese Durchfahrt, wo ich versuche, halbwegs brauchbare Bilder zu machen, was wegen dem starken Autoverkehr (mit Stau) nicht einfach ist. Die Bilder sind jedenfalls authentisch und gefallen mir trotz Autos.

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Hier verlassen wir das Moldauufer und die Straße verengt sich stark. Im Hintergrund ist schon die Hausdurchfahrt zu erahnen.

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Das Bild erfüllt natürlich nicht strenge Schönheitskriterien, ich mag jedoch lebendige Bilder, die die Wahrheit vermitteln. Anders ging es hier außerdem gar nicht mit vertretbarem Zeitaufwand.

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Und von der anderen Seite gelingt dann doch noch ein fast autofreies Bild!

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Links - das muss wohl die Kreuzherrenkirche sein. Wir haben sie im wahrsten Sinn des Wortes links liegen gelassen.

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Auch wenn das Rudolphinum sicher häufig fotografiert wird: ein Bild mit Straßenbahn soll auch hier nicht fehlen!

Die Kreuzherrenkirche besichtigen wir jedoch nicht, sondern spazieren weiter Richtung Rudolphinum, ein wunderschönes Gebäude (Konzert. und Galeriegebäude im Stil der Neorenaissance) am Moldauufer, das nach seinem Schirmherrn Kronprinz Rudolf und dessen kunstliebendem Vorfahren Kaiser Rudolf II. benannt wurde. Der Platz vor dem Gebäude, das 1884 fertiggestellt wurde und dessen Fassade an die Dresdner Semperoper erinnert, heißt Jan Palach-Platz (Námestí Jana Palacha). Unsereiner weiß ja noch, wer Jan Palach war. In der neugegründeten Tschechoslowakei wurde das Gebäude 1920 zum Abgeordnetenhaus, unter den Nazis wurde es ab 1938 seinem ursprünglichen Zweck zugeführt. Eine lustige Begebenheit aus dieser Zeit: Die Nazis wollten die Statue des (jüdischen) Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy entfernen, die tschechischen Arbeiter entfernten jedoch bewusst jene von Richard Wagner! Als der „Irrtum“ aufflog, wurden für den weiteren Rückbau nur mehr deutsche Arbeiter eingesetzt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude nochmals als tschechisches Parlament, seit 1946 dient es aber wieder als Konzert- und Ausstellungstätte. Die „Tschechische Philharmonie“ nützt den größten Saal im Gebäude (Dvorák-Saal) als Heimstätte.

Endlich in die Parížská
Die Parížská (Pariser Straße) die quer durch das jüdische Viertel verläuft, verbindet den Altstädter Ring mit der Moldaubrücke Cechuv most. Ich wollte sie immer schon mal sehen, hatte aber noch nie Gelegenheit dazu, obwohl ich mir keine Vorstellung machen konnte. (Jetzt weiß ich: man muss sie nicht unbedingt gesehen haben) Der moderne Boulevard, der schon in seinem Namen auf den Stil der französischen Metropole verweist, wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der Sanierung des ehemaligen jüdischen Ghettos geplant. In kurzer Zeit entstanden auf beiden Straßenseiten luxuriöse Mietshäuser, deren Architektur historisierende Baustile mit dekorativen Elementen des Jugendstils verbindet. In den Erdgeschossen dieser Häuser befinden sich heute überwiegend Geschäfte mit Luxusgütern und mondäne Restaurants. Ihre „Pariser“ Atmosphäre hat sich diese lebendige Kommunikationsader des alten Prag bis heute erhalten (angeblich). Es ist also die exklusivste und teuerste Einkaufsstraße Prags. Aber das Flair der Mariahilfer Straße oder Kärntner Straße (Wien) erreicht sie meiner Meinung nach bei weitem nicht.

Über kleine Gassen zum Masaryk-Bahnhof
Wir zweigen also bald ab und kommen in ein mir bisher unbekanntes Gebiet, finden die Spanische Synagoge und landen schließlich auf einem Platz, bei dem die Haštalská beginnt. Hier fällt mein Blick sofort auf ein barockes Hoftor in einer sehr hübschen Gasse mit zwei Ebenen (die rechte Häuserzeile ist erhöht und daher gibt es eine Geländestufe, Bäume sind hier, das ganze Ambiente hat was, das mich an Wien erinnert. Die Gasse heißt „U obecního dvora“, das müsste sowas ähnliches heißen wie „Beim Gemeindehof“ oder so. Dann geht es weiter durch kleine Gässchen und wir kommen sogar an der Kirche Svatý Haštal vorbei. Nach diesem uns völlig unbekannten Heiligen ist wohl die Gasse benannt (nein: drei sind nach ihm benannt: Haštalská, Za Haštalem und K Haštalu). Auf Deutsch heißt der Heilige übrigens Kastulus und nach ihm sollen die Katakomben benannt worden sein (er war ein römischer Märtyrer). Und natürlich ist der „Unbekannte“ in Bayern bekannt. Aber da über sein Leben sowieso nur Legenden existieren, lassen wir es mit diesen Informationen.

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Schöne Gründerzeithäuser in der Gegend um die Kirche Svatý Haštal.

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U obecního dvora: eine hübsche kleine Gasse, die mich an Wien erinnert.

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Restaurant „zum roten Rad“ - kaum zu glauben, aber das ist mitten in Prag!

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Auch dieses Eck erinnert mich irgendwie an Wien, vielleicht Mariahilf.

Nach einem Rundgang über mehrere Gassen und auch kurz zur Moldau, weil es dort einen Blick in den Hof eines aufgelassenen Klosters gibt, kommen wir wieder auf eine Straßenbahnstraße, und zwar auf die Revolucní, die uns direkt zum námestí Republiky führt. Wir kommen dann zum Masaryk-Bahnhof, den ich für mich immer noch „Stred“ nenne. Die Halle ist schon fertig renoviert (im Vorjahr waren Arbeiten zu sehen).


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Blick vom námestí Republiky in die Straße Revolucní Richtung Moldaubrücke.

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Die renovierte Front des Masaryk-Bahnhofs.

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Wer weiß, wie lange man die Baureihe 451 noch erleben kann?

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Drei Lackierungsvarianten des City-Elefanten auf einem Bild!

Wir nehmen nun die Linie 24 und fahren damit ohne Umsteigen zum Hotel zurück. Wir kommen auf der südlichen Strecke unter der großen Nusle-Brücke durch, steigen aber nicht erst bei der Otakarova aus, sondern schon bei der Haltestelle Divadlo Na Fidlovacce (ach, diese herrlichen Zungenbrecher-Namen: „fidlowatsch-tze“!! - Immer wieder eine Freude, die Ansagen im Zug zu hören, die sehr deutlich sind), denn wir wollen den Weg hintenherum zum Hotel suchen und finden ihn auch. Über die Gasse Závišova, auf der man mit dem Auto nicht durchfahren kann, geht es ein Stück entlang der Bahnstrecke (ein Schenkel des Gleisdreiecks) und unter dieser hindurch und schon sind wir beim Hotel.

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Die große Nusle-Brücke wirkt von jeder Seite beeindruckend. Im Inneren der Brücke fährt die U-Bahnlinie C.

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Aus dem dritten Stock eines Wohnhauses blickt man noch unter der Brücke durch!

Der Abend klingt bei Bier in einem Gastgartenlokal aus: ein Liter kostet übrigens 2,16 Euro, während ein Liter Mineralwasser mit 3 Euro zu Buche schlägt!

Fortsetzung: Teil 8: Prag Straßenbahnmuseum Strešovice

LG Gustav
HIER sind meine Reiseberichte zu finden!




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:05:05:18:21:33.
Danke für den wie immer guten Bericht.

Die Station sieht noch immer provisorisch aus. Das erinnert mich an so manche frühere Wiener S-Bahn-Haltestelle.

Erinnert sehr an "Wien-Hausfeldstraße"!

Gruß aus Wien

"Ohne Skepsis und Zweifel würden wir heute noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe".
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

(Immanuel Kant)