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Hallo Welt

Dieser Tag ist etwas kürzer als sonst und eigentlich wollte ich wieder zwei Tage in den Teil packen, aber die liebe Zeit.
Dieser Tag war Wettertechnisch etwa das beste was wir in dieser Region bekommen haben ... aber Sonne alleine ist für die Ausbeute nicht entscheidend.

Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] --> auf nach Lima!
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] --> es wird gedreht!
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] --> rauf auf den Berg




Dienstag 23. Oktober 2012

Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker das erste mal und im Zimmer war es bereits hell. Um 7 Uhr, als wir dann raus sind, war es sogar sehr hell. Das konnte eigentlich gar nicht sein, den laut Wetterbericht sollte es Regnen und mies sein. Wie es wirklich ist sahen wir aber noch nicht, das Zimmerfenster ging genau in den Innenhof und drei Geschosse über dem Hof lag ein Plastedacht - da sah man nicht raus. Aber das da draussen die Sonne scheint war irgendwie klar.
Wir eilten also ein wenig und schleppten unser Gepäck runter. Unser Auto stand noch da, wie beruhigend ;). Im Treppenhaus lag unser Reserverad und sogar unsere Wasservorräte (welche einfach hinten drauf liegen) hat der Wachmann gestern Abend noch rein geholt. Bestens, nur waren wir dummerweise völlig zugeparkt, die Ambulanz war beim Frühstücken.
Wir waren noch nicht ganz fertig mit dem Aufladen, die Koffer waren gerade in der Plane drin und die Ambulanz wieder weg, da tröötete es. Die Bahn liegt an dieser Engen Stelle zwischen den Felswänden direkt hinter der nächsten Häuserzeile an der Felswand, nicht zu überhören. Dieser Zug war der erste den wir heute überhaupt hörten. Schnell vorweg. Das Gepäck fertig verschnüren können wir auch später noch. Wir schmissen alles hinten rein als der Zug direkt bei uns vorbei fuhr. Sehr zu unserer Freude war es ein Bergfahrer = Perfekter Start in den Tag!
Nachdem ich unsere Camionetta aus dem engen Parkplatz gedreht hatte starteten wir die Verfolgung. Aber „sachte mit die junge Pferde“, unserem Diesel mussten wir noch etwas Zeit geben, der hatte noch kalt ;). Die Nacht brachte Minustemperaturen über La Oroya (erklärt die kälte im Zimmer heute Naht).
Das Wetter war bombig, der Himmel blau und an einigen Berggipfeln lagen noch einige Wolkenreste, von Regen war aber weit und breit nix zu sehen.
Von dem Zug gab es vier Bilder in der Morgensonne, dass letzte um kurz vor 8 Uhr.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5587k.jpg
[maps.google.com]
Die Sonne lacht uns schon am Morgen ins Gesicht als wir eilig aus La Oroya raus fuhren. Zu sehen ist „die Vorstadt“, die aus nur einer Häuserzeile besteht.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5591k.jpg
[maps.google.com]
Vor Santa Rosa de Sacco ist dieser Zug, auf dem Weg in die Berge, das erste mal kurz in der noch tiefstehenden Sonne zu sehen.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5592b.jpg

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5594b.jpg
[maps.google.com]
Bei Santa Rosa de Sacco ist dieser Querschuss über den Fluss möglich. Für uns gab es keine Chance den Fluss zu überqueren, es gibt im ganzen Abschnitt keine einzige Brücke.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5602b.jpg
[maps.google.com]
Und noch ein Bild hinter Santa Rosa de Sacco ;). Die Strasse gewinnt etwas an Höhe und das Tal wird enger.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5611b.jpg
[maps.google.com]
Lok 1016 hat eine etwas „langweiligere“ Lackierung der FCCA. Es ist die einzige Lok die wir in dieser Lackierung überhaupt gesehen haben.

Dann drehte die Strecke aus der Sonne und wir hätten wieder den „üblen Weg“ fahren müssen, genau den, den wir gestern Abend schon probiert hatten. Das lohnte sich nicht, weil kein Bild mit vernünftigem Seitenlicht drin gelegen wäre auf den nächsten paar Kilometern. Wir liessen den Zug daher ziehen und parkten etwas oberhalb (an der Hauptstrasse) mit Blick in den ganzen Talkessel um zu sehen was da so herumgeistert und rollt. Der Zug zog unter uns durch und verschwand in den Minensiedlungen.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5615b.jpg
[maps.google.com]
Vor einigen Kilometern hat die Carretera Central die Bahn überquert und steigt in die Höhe. Die Bahn, die erst am Pass wieder an der Hauptstrasse ist, verlässt durch ein Seitental den Strassenverlauf. Die Loks werden den Zug, wenn er den nicht in den angesiedelten Mienen bleibt, nur bis zum Bahnhof vor dem Passtunnel ziehen und da wird dann gewechselt.

Wir schnürten unsere Koffer fest und warteten in der Sonne ob vielleicht etwas in die Gegenrichtung auf die Strecke geschickt wird. Ein Spitzenlicht welches durch das Tele erkennbar war schürte diese Hoffnungen. Aber es waren wohl nur die Bauzüge. Aja Bauzüge: Entlang der Eisenbahn wird aktuell eine Wasserleitung gebaut, mit der Bahn. Per Wagen werden die Röhren zur Baustelle geliefert und mit einem Kranwagen abgeladen. Das ergibt zwei Züge die wohl den ganzen Tag irgendwo unterwegs sind auf der Ostseite des Passes (vielleicht). ICH wäre ja ins Tal hinab gefahren um die da stehenden Loks zu Fotografieren, aber ich wurde überstimmt.
Die Passhöhe auf 4800 Meter lockte, zurecht, die Landschaft da oben ist atemberaubend und der Zug von „vorhin“ müsste ja irgendwann da oben sein! Die zu erwartende Zugfahrt war Argument genug gegen das stehende Grödel.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5617b.jpg
[maps.google.com]

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5617bb.jpg
[maps.google.com]

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5616b.jpg
[maps.google.com]
Der Weg zum Pass gestaltet sich Abwechslungsreich. Nur, unberührte Natur sucht man vergebens. Überall sind die Spuren der Mienen zu sehen.
Die Laguna Huascocha macht dabei den idyllischsten Eindruck, ob man da aber wirklich Baden will? Vermutlich eher nicht ...


Wir fuhren also hoch und was sahen wir bei der Ankunft gleich? Natürlich ein Zug - Lok 701 stand am Tunnelportal und wartete auf irgend etwas. Auf eine Kreuzung leider nicht, denn diesseits des Passtunnels gibt es keine Ausweichstelle. Wie lange der Zug wohl schon da stand? Vermutlich ja noch nicht lange ... schade! Kurz nach unserer Sichtung fuhr er los.
Ob es der Zug war den wir gestern verfolgt haben? Die hätten ja arg lange gebraucht ;).
Hätten wir doch *arg*, ach egal, der Gegenzug kommt sicher bald aus dem Tunnel. Ob es den „unser Zug“ wäre? Keine Ahnung wie lange das der Zug für die 1000 Höhenmeter braucht, vielleicht 2 Stunden, 3 Stunden? Der Zug würde auf jeden Fall vor dem Mittag kommen, so lange kann er auch nicht brauchen. Es war 9 Uhr als wir diese Vermutungen von uns gaben und der Zug seit einer Stunde "unterwegs".
Am Parkplatz der Passhöhe wollte ich kurz anhalten, kaum weg von der Strasse rannten die anwesenden fliegenden Händler mit ihren getrockneten Knabbereien schon in unsere Richtung. Ja tatsächlich, man roch ein Geschäft. Aber danke, wir brauchen nichts. Ich war mal gemein und fuhr gleich wieder los.
Etwas weiter unten platzierten wir uns dann geschickt am Strassenrand. Damit wir sowohl das Tunnelportal wie auch die Strecke vom Tal her einsehen konnten. Dass uns so etwas durch die Lappen geht war schlicht unmöglich. Und es begann das grosse Warten. Wir sassen im Auto und unterhielten uns über dies und das, gingen über zu den Tablets (nerd) und zum Essen.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5618b.jpg
[maps.google.com]

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5619b.jpg
[maps.google.com]
Auf dem Pass warten wir, das Wetter passte lange .. nur kam nichts :(. Wobei das warten bei dieser Aussicht ein gemütliches Vergnügen war. Urlaub halt! Nichts tun, über Stunden. Ob ich dabei am Strand liege oder auf 4800 Meter über Meer, egal!

Es war 14 Uhr als wir die Stelle wieder verliessen ... ohne (Eisenbahn)Bild. Und wir sassen fast die ganze Zeit in der Sonne. Das war insofern erstaunlich, dass es um uns herum fast komplett zugezogen hatte. Es begann schon um 10 Uhr mit den Wolken und um 13 Uhr war es dicht. Nur über der Passhöhe hielt sich das blaue Loch, und es gab sich Mühe. Trotz Sonne war es aber zu kalt um draussen zu warten, so blieb das Auto unser wohlig warmes Zuhause ;). Und beim Plappern, Essen und sich beschäftigen bitte das Atmen nicht vergessen, Sauerstoff auf 4800 Meter ist Mangelware.
Bevor wir die Stelle verliessen merkten wir erst, dass die Sonne wenn den ein Zug kommen würde gar nicht mehr wirklich passt. Also verschoben wir uns an eine andere Stelle gleich nebenan abseits der Hauptstrasse. Da wartete es sich genau so gemütlich und mit den Podcasts auf meinen iPad hatten wir auch da weitere Unterhaltung. Bis sich gegen 15 Uhr das blaue Loch über uns schloss und auch wir fortan nur noch unter den Wolken sassen.
Das war ja mal ein Murks, von 9 bis 15 Uhr kein Zug auf dem Pass. Wo blieb den bloss unser Zug? Der konnte unmöglich so lange für die Strecke brauchen. Der ist wohl irgendwo stehen geblieben und die Peruaner verblubbern endlos viel Zeit mit irgendwelchen (für aussenstehende) sinnbefreiten Rangiermanövern, wie immer halt ...

Wir waren das warten Leid und fuhren auf der Westseite vom Pass runter. Wir wollten uns eine Ecke anschauen welche wir gestern „nicht mehr geschafft“ haben. Die Bahn durchfährt kurz vor dem Pass in einem Seitental abseits der Carretera Central eine offene 180° Kehre und müsste dabei doch auch zu Fotografieren sein. Natürlich ist die Stelle einfach nur atemberaubend. Die im Tal ansässigen Minengesellschaften machen das ganze auch nur spannender (Motiv). Auch wenn man an der Stelle dann vielleicht besser nicht mit Fotoapparat um den Hals baumelnd Stundenlang auf einen Zug wartet.
In diesen Minuten im Tal wurde bei einer Pinkelpause auch entschieden was wir morgen machen wollen. Wir hatten zwei Pläne im Kopf. 1) Nach Cerro de Pasco fahren um die Strecke von da nach La Oroya besichtigen. Dafür sprach der Wetterbericht von heute früh, der für da hinten mehr oder weniger schönes Wetter vorhersagte. Übernachten irgendwo vor Cerro de Pasco. 2) Hier bleiben und sich um die Strecke kümmern, wie gehabt. Übernachten wieder in San Mateo (da mit dem Wasser ;)). Mittels Internet über Daniels Handy (Peruanische Simkarte) wollten wir das Wetter nochmal checken, was nicht klappte. Irgendwie haben die Handymasten hier diese Funktion nicht, keine Ahnung. So blieben wir infolos und entschieden uns für die Variante 2, dem blieben vor Ort. Den der Wetterbericht lügt eh, nach diesem hätten wir heute ab 10 Uhr im Regen sitzen müssen, und wie lange war nochmal Sonne? Bis 15 Uhr, also!
"Schade" blieben wir hier, denn der Schotterweg auf dem wir gerade waren führte immerhin mal in die richtige Richtung. Genre wäre ich da weiter gefahren um heraus zu finden, wohin er wirklich führt (an der Abzweigung der Carretera Central war ein Ort angeschrieben den wir auf der Karte finden, nur eine Strasse soll es dahin nicht geben :-)).
Mit dem angebrochenen Nachmittag hatten wir nicht mehr viel vor, wir fuhren daher gleich runter zum bekannten Motel am Platz in San Mateo. Da schnappten wir uns wieder ein 3-Bett Zimmer (welche es ja irgendwie immer gibt in Südamerika). Wieder kostete das ganze 65 Soles. Bahnblick hatten wir auch bei diesem Zimmer auf der andere Gebäudeseite nicht, dass habe er leider nicht, antwortete der Hombre als wir ihn danach fragten ;).
Es war 17 Uhr und wir suchten in der Dämmerung noch einmal Matucana als Ziel heraus. Bei der Fahrt runter nahmen wir die Zeit um für morgen früh, je nach dem, einen Anhaltspunkt zu haben wenn wir erst da hin wollten. Wir brauchten fast 30min für die Strecke, was der ewigen Schleicherei hinter LKWs und Bussen geschuldet war. Da war auch noch ein Schwertransport unterwegs zum Pass welcher die Strasse blockierte und sich gerade unter der 4.5m Hohen Eisenbahnbrücke durchzwängte (mit Luft ablassen kam er unten durch ;)).
In Tamboraque sichteten wir den zweiten Zug des Tages. Es war wieder ein Bergfahrer und er war gerade am basteln. Dieses Gebastel immer, nur weil die Züge ein paar Meter zu lange sind. Wichtig aber zu sehen: Es war noch etwas los, wir hatten ja schon an Streckensperre oder ähnliches gedacht.
Auf der Schleicherei runter begann es zu Regnen, in Matucana war es aber noch trocken und sogar Sonnig, wäre die Sonne den nicht bereits hinter den Bergen (alt bekanntes Problem an diesem Bahnhof).
Der Bahnhof war einfach nur leer. Es standen zwei "Bergloks" da und ein paar einsame Wagen. Aber die drei Hauptgleise waren leer. Tallok war ebenfalls keine Anwesen. Langweilig! Immerhin begann die anwesende Lok 1008 das Rangieren und sorgte noch für etwas Betrieb. Die HDR Funktion der Kamera durfte dabei mal zeigen was in ihr steckt, den sonst wäre das gar nichts geworden ;). Lok 1008 ist das „schönste“ aller Exemplare bei der FCCA, sie hat etwas „Portrellos Charakter“, wobei man noch die rote Grundfarbe erkennt.

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5620b.jpg
[maps.google.com]
Lok 1008 auf der Drehscheibe in Matucana. Das Licht an diesem Abend war merkwürdig, die Sonne strahlte die Wolken an und die ganze Umgebung leuchtete in einem warmen Farbton.



http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5626b.jpg

http://bahnpics.com/nil/12.11%20Peru/12.10.23%20Anden/N12_5628b.jpg

Die Lok wurde gedreht und setzte sich an einen kurzen Zug im Bahnhof.
Rechts steht übrigens noch ein Auto des Comisaria, welches direkt daneben liegt ... ;)


Die Rangiererei wurde irgendwann langweilig und wir fuhren wieder hoch zum Hotel in San Mateo. Der Regen war dabei mittlerweile recht stark und auch der gesichtete Schwertransport war auf der Fahrt zum Berg auch noch im Weg. Die vorher gemessenen 30min hatten wir schon auf halber Strecke „drauf“. Ich umfuhr ihn aber „gekonnt“ durch eine Abkürzung als der LKW eine Serpentine ausfuhr. Den Graben der da meine tolle Abkürzung durchquerte sah ich in der Dunkelheit nicht, Daniel schon - seine laute und deutliche Warnung kam zu spät und im nächsten Moment rumpelte es gewaltig (hey, unser Auto kann fliegen ;)). Ich fand die Aktion als einziger lustig ... diese Spassbremsen ;). Tjaa, und warum haben wir den so ein Auto wenn so etwas nicht erlaubt ist? Für die 2500 Franken soll man auch etwas Spass bekommen.
Pünktlich als wir am Motel waren begann es noch stärker zu Regnen und wir verschoben das Aufschnüren unseres Kofferpakets auf später, wir brachten uns erstmal selber in Sicherheit. Der Regenschauer verwandelte sich nämlich in ein veritables Gewitter und die Blitze schlugen nicht weit entfernt von unserem Motel, begleitet durch Donner der das ganze Tal zu uns runter rollte und.
Schon 5min später war der starke Regen vorbei und wir holten unsere Gepäckstücke die noch fehlten hinauf. Wieder blieb in der Plane drin alles wunderbar trocken, ich kann nur wiederholen, dass das ein tolles System ist ;).
Um unsere heute am Pass verfressenen Vorräte aufzufüllen liefen wir kurz in einem Minimarket gegenüber und kauften da ordentlich ein, Wasser, Cola, Knabberein (z.B. Deutsche Salzstangen). Blöd sind wir nicht gefahren, denn beim Weg zurück zum Motel wurden wir ganz schön verregnet.
Im Zimmer machten wir uns erst frisch bevor wir zum Essen runter wollten. Ich stand gerade eingeseift unter der Dusche da machte es klack und es war dunkel. Aus dem mehr oder weniger starken, aber immerhin lauwarmen, Wasserstrahl wurde ein kaltes Rinnsal und ich stand ziemlich blöd da. Stromausfall, und nicht nur bei uns sondern im ganzen Ort. Ich liess mir die Stirnlampe reichen ;).
Der Strom kam ca. 15min später wieder, aber nur bei uns. Tjaa, ein gutes Motel hat einen Dieselgenerator ;). Es ist jetzt 3h nach Ausfall und der Ort ist noch dunkel, aber der Generator brummt noch fröhlich vor sich hin. Zum Glück ist unser Zimmer am weitesten weg von dem Ding, das Teil ist laut, aber nützlich.
Da mit Gas gekocht wird bekamen wir ohne weiteres unser Abendessen. Welches begossen mit etwas Bier und Limonada (verdünnter Limettensaft mit Zucker, gereicht im 1 Liter Krug) gleich doppelt so lecker schmeckte. Nur der Pisco Sour, welcher ich wegen meiner Flugeinlage spendieren wollte, gab es nicht - kein Pisco hier .... schade!
Jetzt im Zimmer, es ist kurz vor 22 Uhr, ist schon Zeit fürs Bett. Die wollen morgen um 6 Uhr raus ... phuu!




Der nächste Teil dann bald ... wie immer, auf diesem Kanal.

Grüsse aus der Schweiz,
Nil



Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Danke für die Fortsetzung.

Wie unterscheidet ihr eigentlich eine "Tallok" von einer "Berglok", an der Nr.? Sind die Loks alle vom selben Typ und nur unterschiedlich eingestellt?

Thomas.

SCANIA-Hauber

geschrieben von: Jan Olaf Heiland

Datum: 14.01.13 01:14

Hallo zusammen,

sehr schön ist auch der SCANIA-Hauber auf dem ersten Bild. SCANIA und VOLVO-Hauber sieht man noch öfters in Peru. VOLVO ist dort sehr stark traditionell vertreten aufgrund einer Niederlassung. Langsam sinkt jedoch der Stern der älteren Baureihen. Die Baureihen aus den 70ern (Frontlenker und Hauber) sieht man jedoch noch öfter im Straßenbild. Hier wären diese schon längst Youngtimer.

xx scania - Kopie.JPG
Scania L 110

XX volvo 3.JPG
VOLVO N 12

XX VOLVO.JPG


Viele Grüße von Jan Olaf, der sich neben Bahnen auch an alten Trucks erfreut.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:01:14:01:18:48.
Hoi,

nein, es sind ganz andere Loks. Für die Details haben wir hier die Spezialisten ;).

Bei den Nummern scheint es für mich, ohne es genauer betrachtet zu haben, eine relativ "wilde Sache" zu sein. Einzig die Bergloks scheinen von 1001 bis 1009 durchnummeriert zu sein. Die 701 macht in dem System dann wieder weniger Sinn. Aber ich denke mal es gibt niemanden der der Bahn irgend ein System vorschreibt.

Der Unterschied zwischen Bergloks und Talloks ist ausserdem das Lichtraumprofil. Die Grossen Talloks passen nicht durch den Tunnel, habe ich gehört. Ob das stimmt weiss ich allerdings nicht (wie kamen die denn sonst überhaupt nach La Oroya). Die Einstellung der Motoren dürfte ebenfalls nicht identisch sein, die einen Loks werden für 0 - 2000 Meter und die anderen für 2000 - 4800 Meter benutzt.

Grüsse
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Lichtraumprofil in Peru

geschrieben von: Jan Olaf Heiland

Datum: 15.01.13 00:19

Hallo zusammen,

mich wundert sowieso, dass die ex US-Diesel gebaut für US-Lichtraumprofil in Peru eingesetzt werden. Hatten doch die Diesel in Peru bisher immer annährendes europ. Lichtraumprofil, seien es die alten ALCO/MLW, GEs oder die Verandas gewesen. Auch die Dampfloks hatten nie nordamerikanische Abmessungen.

Bei der Gelegenheit - was verkehren den für Loks nach Huancavelica auf der FCHH? Da gibt es nämlioch auch einige wenige Tunnel. Verkehren da noch die alten ALCO/MLW oder fahren da keine lokbespannten Züge mehr?

Viele Grüße von Jan Olaf

Wieder sehr schön! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 15.01.13 01:57

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 15.01.13 12:00

Nil schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hoi,
>
> nein, es sind ganz andere Loks. Für die Details
> haben wir hier die Spezialisten ;).
>
> Bei den Nummern scheint es für mich, ohne es
> genauer betrachtet zu haben, eine relativ "wilde
> Sache" zu sein. Einzig die Bergloks scheinen von
> 1001 bis 1009 durchnummeriert zu sein. Die 701
> macht in dem System dann wieder weniger Sinn. Aber
> ich denke mal es gibt niemanden der der Bahn
> irgend ein System vorschreibt.
>
> Der Unterschied zwischen Bergloks und Talloks ist
> ausserdem das Lichtraumprofil. Die Grossen Talloks
> passen nicht durch den Tunnel, habe ich gehört. Ob
> das stimmt weiss ich allerdings nicht (wie kamen
> die denn sonst überhaupt nach La Oroya). Die
> Einstellung der Motoren dürfte ebenfalls nicht
> identisch sein, die einen Loks werden für 0 - 2000
> Meter und die anderen für 2000 - 4800 Meter
> benutzt.
>
> Grüsse
> Nil

Buenos días

Darf ich erst mal an Nil die Frage richten, wie ihr die Begriffe "Tallok" und "Berglok" definiert habt?

Mit den "grossen" Loks sind wohl die von NS erworbenen GE C39-8 gemeint, die bei FCCA mit den Nummern 1012 bis 1018 bezeichnet sind. In den bisherigen Teilen des Berichtes sind Loks dieser Serie sowohl westlich wie auch oestlich des Scheiteltunnels zu sehen, womit das Lichtraumprofil offensichtlich nicht als Unterscheidungsmerkmal taugt.

Die Nummern 1000 bis 1004 sind von MPI in Mexico zum Typ GE C30M-3 umgebaut worden und waren die ersten von FCCA erworbenen Loks. Zwei GE B39E, von denen ich die FCCA-Betriebsnummern leider nicht zur Hand habe, wurden 2006 erworben, konnten aber damals wegen Gewichtsbeschraenkungen nur zwischen La Oroya und Galera bzw. Cerro de Pasco eingesetzt werden.

Die Loks 1005 bis 1011, soweit diese bisher zu sehen waren, sind unverkennbar GE-Loks, aber welchen Typs und Herkunft?

Ich denke, die Unterscheidung hat mir der Einstellung der Motoren zu tun mit dem Hintergrund der Kraftstoffeinsparung.

Saludos,
Don Pedro

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: SD40-2XR

Datum: 15.01.13 13:30

Don Pedro schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Loks 1005 bis 1011, soweit diese bisher zu sehen waren, sind unverkennbar GE-Loks, aber welchen Typs und Herkunft?

Zuerst hätte ich gedacht, dass es sich um ebenfalls aus den USA improtierte C30-7 handelt, bei denen - vermutlich wegen dem Lichtraumprofil - die hinteren Lüfter umgebaut wurden. Allerdings scheinen die Loks bei nährer Betrachtung kleinere Exportmodelle zu sein.
J.M. Frybourg bezeichnet sie auf den Bildern seines Peru-Trips als "C30M-3":
[www.railpictures.net]

Aus Nordamerika importierte Loks werden wir sicher auch noch in weiteren Teilen des bis jetzt vorzüglichen Berichts zu sehen bekommen. Besitzt doch die Southern Peru Copper Co. GP40-3 und SD70.


Thomas



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:01:15:13:31:50.

Re: Lichtraumprofil in Peru

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 15.01.13 21:37

Jan Olaf Heiland schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo zusammen,
>
> mich wundert sowieso, dass die ex US-Diesel gebaut
> für US-Lichtraumprofil in Peru eingesetzt werden.
> Hatten doch die Diesel in Peru bisher immer
> annährendes europ. Lichtraumprofil, seien es die
> alten ALCO/MLW, GEs oder die Verandas gewesen.
> Auch die Dampfloks hatten nie nordamerikanische
> Abmessungen.
>
> Bei der Gelegenheit - was verkehren den für Loks
> nach Huancavelica auf der FCHH? Da gibt es
> nämlioch auch einige wenige Tunnel. Verkehren da
> noch die alten ALCO/MLW oder fahren da keine
> lokbespannten Züge mehr?
>
> Viele Grüße von Jan Olaf

Nach meinen Informationen faehrt der "Tren Macho" mit 3 Zugspaaren pro Woche als lokbespannter Zug. Die alten Alco/MLW wurden umgespurt.

Saludos,
Don Pedro

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 15.01.13 21:58

SD40-2XR schrieb:
-------------------------------------------------------
> Don Pedro schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Die Loks 1005 bis 1011, soweit diese bisher zu
> sehen waren, sind unverkennbar GE-Loks, aber
> welchen Typs und Herkunft?
>
> Zuerst hätte ich gedacht, dass es sich um
> ebenfalls aus den USA improtierte C30-7 handelt,
> bei denen - vermutlich wegen dem Lichtraumprofil -
> die hinteren Lüfter umgebaut wurden. Allerdings
> scheinen die Loks bei nährer Betrachtung kleinere
> Exportmodelle zu sein.
> J.M. Frybourg bezeichnet sie auf den Bildern
> seines Peru-Trips als "C30M-3":
> [www.railpictures.net]
> 7&nseq=6
>
> Aus Nordamerika importierte Loks werden wir sicher
> auch noch in weiteren Teilen des bis jetzt
> vorzüglichen Berichts zu sehen bekommen. Besitzt
> doch die Southern Peru Copper Co. GP40-3 und
> SD70.
>
>
> Thomas

Auf railpictures.net habe ich als Betriebsnummer 1006 eine GE B39-8 entdeckt. Als vierachsige Lok ist der Achsdruck westlich von Galera zu hoch. Vielleicht haben Nil & Co eine der beiden Loks als "lucky punch" erwischt und zeigen sie uns noch...

So stelle ich mal folgende These betreffend Lokliste auf:

1000 bis 1004 GE C30M-3
1005 bis 1006 GE B39-8
1007 bis 1011 GE C30M-3
1012 bis 1018 GE C39-8

Das waeren 19 GE-Loks plus die 701 - 20 Streckenloks muten doch irgendwie bescheiden an! Die aelteren, aus ENAFER-Bestaenden stammenden Einheiten verschiedener Fabrikate (Alco/MLW, GM/EMD) wurden an den Staat zurueckgegeben oder in untergeordnete Dienste versetzt (z.B. Rangierdienst).

Ergaenzungen und Korrekturen natuerlich erwuenscht und willkommen!

Saludos,
Don Pedro

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: tkautzor

Datum: 16.01.13 01:49

Don Pedro schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> 1000 bis 1004 GE C30M-3
> 1005 bis 1006 GE B39-8
> 1007 bis 1011 GE C30M-3
> 1012 bis 1018 GE C39-8
>
> Das waeren 19 GE-Loks plus die 701 - 20
> Streckenloks muten doch irgendwie bescheiden an!
> Die aelteren, aus ENAFER-Bestaenden stammenden
> Einheiten verschiedener Fabrikate (Alco/MLW,
> GM/EMD) wurden an den Staat zurueckgegeben oder in
> untergeordnete Dienste versetzt (z.B.
> Rangierdienst).
>
> Ergaenzungen und Korrekturen natuerlich erwuenscht
> und willkommen!

Auf der RRDC Seite werden für die FCCA für 2011 28 Loks angegeben (http://www.rrdc.com/op_peru_fcca.html).

In seinem Bericht gibt JM Frybourg Lok 1009 als C30-7 an (http://www.rrdc.com/article_04_2010_fr_railfan_fcca_LT.pdf).

Ich habe mal Phil Wormald's Fotos von 2004 durchgearbeitet(http://locopage.piwigo.com/index?/category/122-2004_07b_peru), es ist interessant zu sehen das damals neben den fotografierten FCCA 1001/3/4 (MPI de Mexico C30M-3 01-2002) noch jede Menge ex-ENAFER Loks fuhren (normal, die FCCA gebraucht-GEs kamen ja erst nach 2006):

412 (MLW DL-532B) Depot Callao;
FVCA 413 (MLW DL-532B) Rangierdienst Callao;
FVCA 533 (Villares G22-CW) Rd. Chosica;
FVCA 539 (Villares G22-CW) Rd. La Oraya;
5xx (Villares G22-W) HU Callao;
FVCA 602 (ALCO DL-560) Depot Callao;
FVCA 608 (ALCO DL-560) Streckendienst;
FCC 613 (ALCO DL-560B) Depot Callao;
701 (Villares JT26CW-2B) Depot Callao;
FVCA 702 (Villares JT26CW-2B) Depot Callao;
FVCA 705 (Villares JT26CW-2B) Depot La Oraya.

Laut der Bilder wird auch klar das es sich bei der aktuellen 701 eigentlich um die 706 handelt, von der ursprünglichen war wie auf der letzten Seite zu sehen nur noch ein gebogener Rahmen + Führerstand im Bw Callao übrig. Daneben waren dort noch eine Anzahl Schrott-ALCO/MLWs abgestellt (411, 434, 436, 607, 617). Andere kleine ALCO/MLWs waren damals auf Schmalspur umgespurt auf der FCHH zu finden. Einige dieser Loks wurden also seitdem wieder auf Normalspur umgespurt.

Ich bin mal gespannt auf was noch kommt.

Thomas Kautzor.

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 16.01.13 17:12

tkautzor schrieb:
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>
> Auf der RRDC Seite werden für die FCCA für 2011 28
> Loks angegeben
> (http://www.rrdc.com/op_peru_fcca.html).
>
Da sind wohl alle Einheiten gezaehlt, auch die noch vorhandenen ex-ENAFER-Loks.

Die Villares-Lok 703 haben wir uebrigens im Chile-Bericht von Nil gesehen; sie ist nun bei Ferronor als Nr. 601 auf der Vallenar-Division (neuaufgebaut und auf Meterspur umgespurt bei Tracfer in Argentinien) taetig.

Don Pedro

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Philippe

Datum: 16.01.13 22:06

Hier noch eine Liste aller Loks, die wir während den paar Tagen an der Strecke beobachtet haben. Gemäss unseren Beobachtungen wurden sowohl in Matucana als auch in Galera konsequent die Loks gewechselt, die Loks verkehren also immer nur in einem Abschnitt.

Lima - Matucana: 1010, 1012, 1015
Matucana - Galera: 701, 1001, 1007, 1008, 1009
Galera - La Oroya: 1016, 1022
La Oroya - Cerro de Pasco: 1005 (Vierachser)

Wenn ich mir die Liste so anschaue, dann fällt mir auf, dass wir eigentlich immer die selben paar Loks fotografiert haben...

Philippe

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 17.01.13 13:27

Philippe schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hier noch eine Liste aller Loks, die wir während
> den paar Tagen an der Strecke beobachtet haben.
> Gemäss unseren Beobachtungen wurden sowohl in
> Matucana als auch in Galera konsequent die Loks
> gewechselt, die Loks verkehren also immer nur in
> einem Abschnitt.
>
> Lima - Matucana: 1010, 1012, 1015
> Matucana - Galera: 701, 1001, 1007, 1008, 1009
> Galera - La Oroya: 1016, 1022

Aha, da ist also gegenueber den mir zur Verfuegung stehenden Daten etwas dazugekommen! Ich gehe davon aus, dass die Betriebsnummern in anschliessender Reihenfolge verteilt wurden; mit 1022 waeren also mindestens 4 Loks mehr im Park. So naehern wir uns der von RDC erwaehnten Zahl von 28 Einheiten langsam an...

> La Oroya - Cerro de Pasco: 1005 (Vierachser)

Somit bestaetigen sich die Betriebsnummern 1005 und 1006 fuer die beiden B39-7. Duerfen wir ein Bild von 1005 sehen, bittebitte?

>
> Wenn ich mir die Liste so anschaue, dann fällt mir
> auf, dass wir eigentlich immer die selben paar
> Loks fotografiert haben...

Und wir stellen fest, dass es Talloks, Steilstreckenloks und Hochlandloks gibt.
>
Danke an Philippe fuer die Angaben!

Don Pedro

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Philippe

Datum: 17.01.13 22:12

Don Pedro schrieb:
-------------------------------------------------------
> Philippe schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Hier noch eine Liste aller Loks, die wir
> während
> > den paar Tagen an der Strecke beobachtet haben.
> > Gemäss unseren Beobachtungen wurden sowohl in
> > Matucana als auch in Galera konsequent die Loks
> > gewechselt, die Loks verkehren also immer nur
> in
> > einem Abschnitt.
> >
> > Lima - Matucana: 1010, 1012, 1015
> > Matucana - Galera: 701, 1001, 1007, 1008, 1009
> > Galera - La Oroya: 1016, 1022
>
> Aha, da ist also gegenueber den mir zur Verfuegung
> stehenden Daten etwas dazugekommen! Ich gehe davon
> aus, dass die Betriebsnummern in anschliessender
> Reihenfolge verteilt wurden; mit 1022 waeren also
> mindestens 4 Loks mehr im Park. So naehern wir uns
> der von RDC erwaehnten Zahl von 28 Einheiten
> langsam an...

Wobei, wenn man die Bilder von Jean-Marc Frybourg auf Railpictures.net durchschaut, auch nicht allzu viel mehr Nummern entdeckt, als dass wir fotografiert haben. Kann gut sein, dass diverse Loks abgestellt sind...

> > La Oroya - Cerro de Pasco: 1005 (Vierachser)
>
> Somit bestaetigen sich die Betriebsnummern 1005
> und 1006 fuer die beiden B39-7. Duerfen wir ein
> Bild von 1005 sehen, bittebitte?

Kommt sicher in einer von Nil's nächsten Folgen

> > Wenn ich mir die Liste so anschaue, dann fällt
> mir
> > auf, dass wir eigentlich immer die selben paar
> > Loks fotografiert haben...
>
> Und wir stellen fest, dass es Talloks,
> Steilstreckenloks und Hochlandloks gibt.

Jean-Marc Frybourg schreibt bei der Bildbeschreibung eines seiner Bilder, dass die "Hochlandloks" auf Grund des Lichtraumprofils nicht durch den Scheiteltunnel kommen. Und ich auch keien Fotos von den Hochlandloks von der Strecke Matucana-Galera gefunden habe. Umgekehrt finden sich Fotos von 1007-1010 von der Strecke nach Cerro de Pasco, was mit der Theorie mit dem Lichtraumprofil des Scheiteltunnels ja auch Sinn macht. Nur, wie sind dann die "Hochlandloks" da hin gekommen? Wir haben zwar auf der Carretera Central allerlei Schwertransporte gesehen, von dem her würde mich Nichts mehr überraschen.

> Danke an Philippe fuer die Angaben!

Bitte. Ich hoffe, Nil macht bald weiter mit dem Bericht unserer Tour
Philippe

> Don Pedro

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: danielwipf

Datum: 18.01.13 10:08

Nun.... es gab ja mal eine Strecke, die oben rum führte und nicht durch den Scheiteltunnel......
Stellt sich nur noch die Frage, ob die Loks da oben waren, bevor die Strecke abgebaut wurde.... =)

Re: Talloks vs Bergloks

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 18.01.13 11:09

danielwipf schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nun.... es gab ja mal eine Strecke, die oben rum
> führte und nicht durch den Scheiteltunnel......
> Stellt sich nur noch die Frage, ob die Loks da
> oben waren, bevor die Strecke abgebaut wurde....
> =)

Die Strecke "obenrum" war schon laengst abgebaut, als die "Hochlandloks" ankamen.

In der Tat sind, auch bei anderen Bildautoren, die ex-NS-Loks (ab Nr. 1012) nur zwischen Lima und Matucana resp. oestlich von Galera zu sehen, waehrend zwischen Matucana und Galera die C30M-3 (1000...1004) und C30-7 (1007...1011) sowie die 701 durchs Bild fahren. Das erhaertet die These mit dem Lichtraumprofil der Tunnels. Der Transandino-Tunnel von Rio Blanco nach Arapa, etwas oestlich von Yauli, soll diese Huerde eliminieren. Aber bis dahin wird es noch eine kleine Weile dauern, die 23,2 km mit einem Hoehenunterschied von ca. 500 m sind nicht so einfach zu bauen.

Zum Transport der Loks (C39-8 und B36-7) ins Hochland kann ich mir nichts anderes als den Strassentransport vorstellen. In einer Zeitschrift habe ich ein Bild von J-M Frybourg gefunden, das 1012 bei La Oroya zeigt - nun ist diese Lok zwischen Lima und Matucana eingesetzt. Da ist FCCA auch eine Einnahmenquelle fuer das Strassentransportgewerbe...

Don Pedro