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? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: MP

Datum: 21.11.12 11:18

Wer hat eine Erklaerung fuer folgende Beobachtung (bei Online-Buchung, alles fuer ein und dasselbe Datum): Fuer Koeln-Poznan gab es fuer den EN447 kein Europa-Spezial mehr. Fuer Bonn-Koeln-Poznan gab es mit NV-Vorlauf Bonn-Koeln und Koeln-Poznan im EN447 ebenfalls kein Europa-Spezial mehr. Fuer Bonn-Koeln-Poznan mit ICE-Vorlauf Bonn-Koeln und Koeln-Poznan im EN447 gab es dann ploetzlich Europa-Spezial. Alles wohlgemerkt fuer ein und denselben Termin. Welche Erklaerung gibt es hierfuer, dass das Europa-Spezial nur dann erhaeltlich ist, wenn man einen Fernverkehrsvorlauf an den grenzueberschreitenden Zug anbaut?

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: Timodore

Datum: 21.11.12 11:55

MP schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wer hat eine Erklaerung fuer folgende Beobachtung
> (bei Online-Buchung, alles fuer ein und dasselbe
> Datum): Fuer Koeln-Poznan gab es fuer den EN447
> kein Europa-Spezial mehr. Fuer Bonn-Koeln-Poznan
> gab es mit NV-Vorlauf Bonn-Koeln und Koeln-Poznan
> im EN447 ebenfalls kein Europa-Spezial mehr. Fuer
> Bonn-Koeln-Poznan mit ICE-Vorlauf Bonn-Koeln und
> Koeln-Poznan im EN447 gab es dann ploetzlich
> Europa-Spezial. Alles wohlgemerkt fuer ein und
> denselben Termin. Welche Erklaerung gibt es
> hierfuer, dass das Europa-Spezial nur dann
> erhaeltlich ist, wenn man einen
> Fernverkehrsvorlauf an den grenzueberschreitenden
> Zug anbaut?


Ich habe kürzlich bei der Buchung eines SP eine ähnliche Erfahrung gemacht:

ICE Köln -> Richtung Basel als SP für 79 EUR für Köln buchbar. Die selbe Verbindung bereits ab Düsseldorf mit S-Bahn bis Köln ebenfalls für 79 EUR. Mit IC Düsseldorf - Köln und dann dort in denselben ICE kostete nur noch 69 EUR. Es kann also sein, dass günstigere Kontingente eine Vorläuferzugs auf den Hauptzug weitergegeben werden. Habe dafür aber noch keine richtige Regel herausgefunden...

Gruß
Thomas

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: Martin Kop.

Datum: 21.11.12 12:34

Liebe Leute,

es hat keinen Sinn, sich tiefergehende Gedanken über Logiken der DB-Kontingentsteuerung zu machen, da eine solche oftmals nicht vorhanden ist.

Nur so viel: "Eigene Kontingente" besitzt kein Zug, sondern nur Preiskoeffizienten, anhand welcher die letztendlich gewährte Ermässigung gegenüber dem Normalpreis berechnet wird. Dabei hat jeder Fernverkehrszug einen eigenen, je nach Verkehrstag, Buchungslage, Sonnenstand und gesundheitlicher Verfassung der nächsten Verwandtschaft des eingeplanten Zugpersonals variablen Wert. Bei Nahverkehrsvorläufen ist dieser Koeffizient immer derselbe, d.h. es geht vom Fahrschein de facto rechnerisch immer derselbe Anteil in die Kasse "Nahverkehr".
Die Koeffizienten aller Fernverkehrszüge interagieren miteinander, aus diesen wird ein Gesamtkoeffizient aller Fernverkehrszüge gebildet, danach spielen dann noch die nicht-variablen Komponenten, wie bspw. eben Nahverkehrs- und Auslandsanteile eine Rolle.
Wenn nun einmal ein Fernverkehrszug einen (aus Kundensicht) sehr "guten" Koeffizienten hat, und alle anderen Fernverkehrsvor- und nachläufe ebenfalls, ist es einzelnen Fällen möglich, dass insgesamt ein niedrigerer Preis dabei herauskommt, als in Verbindung mit einem nicht-variablen Nahverkehrsanteil.

MfG
Martin

-----------------------------------
Fahrscheine, Reiseberatung, Kursbücher international:
[www.bahnagentur-schoeneberg.de]
[DB-,ÖBB-,SNCF-,Trenitalia-,RZD-Agentur und noch Einiges mehr]
-----------------------------------

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: Jesuskind

Datum: 21.11.12 13:14

Grüss Dich,

es könnte höchstens sein, dass jemand sein ES zurückgegeben hat und dadurch für den Jan Kiepura wieder eines frei wurde. Andererseits kann es sein, dass die Zugmanager sahen, dass dieser Zug schlecht läuft und dadurch wieder Kontingente hinzugefügt haben. Ansonsten aber habe ich auch keine Erklärung dafür. Auf der anderen Seite sind vereinzelt schon Sachen vorgekommen, dass es für längere Strecken einen niedrigeren Preis gab als für Kürzere. So hatte ich neulich auch mal ein ES Warschau-Witten gekauft, Hinfahrt mit Jan Kiepura bis Wuppertal, ab Wuppertal mit NV bis Witten. Zurück ab DO mit ICE bis B und zwei Tage später weiter mit BWE nach Warschau. Das ganze hatte die Verkäuferin für die Hinfahrt zuerst mit Umstieg in DO gebucht. Es sollte hin&retour 1.Kl mit BC 25 156€ kosten. Ich wollte aber etwas länger schlafen und bat bei der Hinfahrt über Wuppertal hineinzutun. Da kostete es dann auf einmal nur noch 141€. Keine Ahnung, warum. Aber ich habe natürlich es dann dankbar für 141€ über Wuppertal genommen.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: pm

Datum: 21.11.12 13:17

Martin Kop. schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bei Nahverkehrsvorläufen ist
> dieser Koeffizient immer derselbe, d.h. es geht
> vom Fahrschein de facto rechnerisch immer derselbe
> Anteil in die Kasse "Nahverkehr".

dies stimmt auch nicht- ich wohne fast genau an der Stadtgrenze und die 1000 M mehr Entfernung S-Bahn zum nächsten Haltepunkt beeinflussen öfters die Preiskategorie oder auch nicht. Auf identischer Strecke.

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: Martin Kop.

Datum: 21.11.12 13:45

pm schrieb:
-------------------------------------------------------
> Martin Kop. schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Bei Nahverkehrsvorläufen ist
> > dieser Koeffizient immer derselbe, d.h. es geht
> > vom Fahrschein de facto rechnerisch immer
> derselbe
> > Anteil in die Kasse "Nahverkehr".
>
> dies stimmt auch nicht- ich wohne fast genau an
> der Stadtgrenze und die 1000 M mehr Entfernung
> S-Bahn zum nächsten Haltepunkt beeinflussen öfters
> die Preiskategorie oder auch nicht. Auf
> identischer Strecke.

Da hast Du was falsch verstanden - der Nahverkehrskoeffizient variiert natürlich anhand der zurückgelegten Strecke und im Zusammenhang mit den Fernverkehrskoeffizenten. Nicht variabel ist er jedoch bezüglich Reisedatum oder Buchungssituation.

Beispiel, nicht realistisch, nur um die Systematik zu verdeutlichen, die Bezeichnungen dürften anders sein:
(und zur Klarstellung: ich weiss da nichts Genaues, es ist nur eine Vermutung und mathematische Spielerei aus jahrelanger Erfahrung in Verbindung mit Informationen, die frei zugänglich in der (Fach-)Presse sind)

EuropaSpezial Düsseldorf-Wien:
variable Koeffizienten:
Fernverkehrszug Köln-Passau variabel bspw. zwischen 1 und 10
ggf. Fernverkehrszug Düsseldorf-Köln variabel bspw. zwischen 1 und 10

Der variable Fernverkehrs-Koeffizient berechnet sich aus Gesamtfahrtstrecke, Verkehrstag und Buchungszeitpunkt. Kann am Ende zwischen 1 und 10 liegen.

Dazu kommen dann die nicht-variablen (bzgl. Buchungslage und Verkehrstag) Koeffizientenanteile:
ÖBB-Anteil Passau-Wien
ggf. Nahverkehrsanteil

Daraus wird ein Gesamtkoeffizient gebildet, aus dem im Vergleich zum Normalpreis die gewährte Ermässigung festgelegt wird, also bspw. für Düsseldorf-Wien bis Gesamt-Koeffizient 4 = 49 €, bis Gesamt-Koeffizient 6 = 69 €, usw. Noch einmal: Die genannten Preise sind nicht real.

Wenn nun der variable Fernverkehrs-Koeffizient so niedrig ist, dass bis zur nächsten Preisstufengrenze noch "Platz" ist für einen Nahverkehrsvorlauf, dann beeinflusst das den Preis nicht, wenn weniger "Platz" ist, dann kann es sein, dass der Nahverkehrsvorlauf den Preis in die nächste Stufe rutschen lässt.

Beispiel:
Fernverkehrskoeffizient insgesamt 3
Nahverkehrskoeffizient fest bspw. bis 50 km "1", bis 100 km "2"
insgesamt 5

Wenn nun die Preisstufengrenze beim Koeffizienten "4" liegt, ist eine Nahverkehrsstrecke bis 50 km noch möglich, 100 km würden den Fahrschein verteuern. Bei einem Fernverkehrskoeffizienten 5 würde jeglicher Nahverkehr den Fahrschein verteuern.
Da die Fernverkehrskoeffizienten völlig variabel sind, kann in Einzelfällen der alleinige Fernverkehrskoeffizient geringer sein, als in Verbindung mit Nahverkehr.

MfG
Martin

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Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: MaxSchmied

Datum: 21.11.12 15:39

Zitat:
Dazu kommen dann die nicht-variablen (bzgl. Buchungslage und Verkehrstag) Koeffizientenanteile: ÖBB-Anteil Passau-Wien

Bei einigen Ländern (auf jeden Fall Schweiz und Niederlande, Österreich vielleicht auch, Polen definitiv nicht) ist der Auslandsanteil nicht nur von der Entfernung innerhalb dieses Landes abhängig, sondern auch vom DB-Kontingent. Beispiel: Im günstigsten Fall bekommt man eine Fahrkarte Europa-Spezial Schweiz Flensburg - Andermatt für 39 €. Hierbei beträgt der SBB-Anteil ca. 23 € (habe den genauen Wert jetzt nicht vorliegen). Natürlich wird die SBB aber nicht beliebig viele Fahrkarten Basel Bad Bf - Andermatt für 23 € verkaufen wollen, sondern nur eine Handvoll. Wenn jetzt das DB-Kontingent für die bis zur Grenze benutzten Züge nicht ganz so günstig ist und die Fahrkarte Flensburg - Andermatt z. B. 109 € kostet, dann bekommt hiervon die SBB auch entsprechend mehr, also nicht 23 € sondern z. B. 36 €.


------------
Max Schmied

Kontingente im Jan Kiepura

geschrieben von: MaxSchmied

Datum: 21.11.12 15:46

Unabhängig von dem eigentlichen Problem im Ursprungsbeitrag: Ist denn hier noch niemandem aufgefallen, dass die Kontingente für den Jan Kiepura ab Fahrplanwechsel im gesamten Vorausbuchungszeitraum völlig fehlkonfiguriert sind? Warszawa - Köln im EN 446 gibt es an allen Tagen nur für 89 € und Köln - Warszawa im EN 447 an allen Tagen ausgenommen Freitag und Sonntag ebenfalls für 89 €, freitags und sonntags skuriller Weise jedoch für 39 €.

Das Problem besteht schon seit über einem Monat seit Erscheinen des neuen Fahrplans und DB AutoZug sieht offenbar keinen Bedarf, die Kontingente an die Nachfrage und die Werbeaussagen in Prospekten anzupassen. Ich sehe da schon erhebliche Fahrgastverluste für die kommenden zwei Monate, denn bei weitem nicht alle Reisende sind bereit, für 89 € mitzufahren. Immerhin gibt es ja noch die Preisstufen 39 €, 49 €, 59 € und 79 €.



------------
Max Schmied



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:11:21:15:47:52.

Re: Kontingente im Jan Kiepura

geschrieben von: Timodore

Datum: 21.11.12 15:59

MaxSchmied schrieb:
-------------------------------------------------------
> Unabhängig von dem eigentlichen Problem im
> Ursprungsbeitrag: Ist denn hier noch niemandem
> aufgefallen, dass die Kontingente für den Jan
> Kiepura ab Fahrplanwechsel im gesamten
> Vorausbuchungszeitraum völlig fehlkonfiguriert
> sind? Warszawa - Köln im EN 446 gibt es an allen
> Tagen nur für 89 € und Köln - Warszawa im EN 447
> an allen Tagen ausgenommen Freitag und Sonntag
> ebenfalls für 89 €, freitags und sonntags
> skuriller Weise jedoch für 39 €.


Nachdem ich letzte Woche bei CNL darauf hingewiesen habe, hat man mir gestern zugesagt, den Fehler zu beheben, denn bisher gab es gar nichts unter 79 EUR (bis Poznan) bzw. 89 EUR bis Wwa. Seit gestern gibt dann günstigere Kontingente an vereinzelten Tagen in homöopathischen Dosen. Ich weiß jetzt nicht, ob das schon alles gewesen sein soll oder ob die Disposition noch immer dran ist...

Mag sein, dass man jetzt mit der Reservierungslage abgeglichen hat und - v. a. für die Weihnachtstage - zu dem Ergebnis gekommen ist, dass man gar nicht so weit mit dem Preis heruntergehen muss.

Gruß
Thomas

Re: Kontingente im Jan Kiepura

geschrieben von: MaxSchmied

Datum: 21.11.12 16:51

Zitat:
Nachdem ich letzte Woche bei CNL darauf hingewiesen habe, hat man mir gestern zugesagt, den Fehler zu beheben, denn bisher gab es gar nichts unter 79 EUR (bis Poznan) bzw. 89 EUR bis Wwa. Seit gestern gibt dann günstigere Kontingente an vereinzelten Tagen in homöopathischen Dosen. Ich weiß jetzt nicht, ob das schon alles gewesen sein soll oder ob die Disposition noch immer dran ist...

Und was gab DB AutoZug als Grund für die jetzigen Kontingente an? Immerhin sollte es eigentlich nicht Aufgabe des Kunden sein, dem Unternehmen mitzuteilen, zu welchen Preisen es seine Leistungen erbringen soll. Yield Mangement funktioniert normalerweise anders... In Ost-West-Richtung habe ich bisher auch in homöopathischen Dosen keine anderen Kontingente als für 89 € gefunden.


Zitat:

Mag sein, dass man jetzt mit der Reservierungslage abgeglichen hat und - v. a. für die Weihnachtstage - zu dem Ergebnis gekommen ist, dass man gar nicht so weit mit dem Preis heruntergehen muss.

Es ging mir jetzt nicht um die Weihnachts- und Neujahrstage, da mag die Nachfrage für einen Startpreis von 89 € groß genug sein, sondern insbesondere um den Zeitraum 10.12. - 20.12. und dann ab Anfang/Mitte Januar bis Mitte Februar.

Die Kunden, die fahren wollten und denen die 89 € an allen Tagen zu teuer waren, kommen jedenfalls so schnell nicht mehr wieder.


-----------
Max Schmied



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:11:21:16:53:13.
Hallo und schönen guten Abend,

da darf ich mich mit einer ähnlichen Frage zur gleichen Problematik gleich mal dranhängen.

Wenn ich eine Strecke von Warszawa nach Berlin oder darüber hinaus für eine Fahrt an einem beliebigen Sonntag bei bahn.de eingebe, erhalte ich stets die Auskunft, dass keine Sparpreise verfügbar seien. Diese Auskunft bekomme ich aber nur für Fahrten an Sonntagen. Ändere ich das Datum z.B. auf Samstag oder Montag, bekomme ich problemlos eine Fahrpreisauskunft und teilweise sehr günstige ES-Preise angeboten. Die gleiche Auskunft habe ich auch schon von der Verkaufsstelle meines Vertrauens erhalten. Haben die EC-Züge an Sonntagen in der Lastrichtung PL -> D keine Kontingente, stimmt etwas mit der Schnittstelle zu PKP IC nicht oder woran könnte dies hängen. Sicher, ich könnte auch eine Normalpreiskarte mit BC 50 und Railplus nehmen, aber wenn's auch billiger gänge ... ;-)

Vielen Dank für evtl. Infos.

Viele Grüße
Der Fahrgast

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: OnTrack

Datum: 21.11.12 18:37

Ich kenne aus beruflichen Gründen das Yield-Management in der Luftfahrt sehr gut und kann daher die Preissystematik der DB halbwegs durchschauen. Vieles in den vorangegangenen Artikeln auf die eigentliche Anfrage ist absolut richtig. Beim Europa-Spezial gibt es jedoch eine Besonderheit: Die Preisanteile für die Auslandsbahnen sind fix, d.h. - als Beispiel - selbst bei einem Kooperationszug wie dem ICE nach Dänemark bekommt die DSB immer den gleichen Anteil. Der ES-Preis an sich hängt von der Nachfrage auf der grenzüberschreitenden Auslandsstrecke UND der Nachfrage auf einem Anschlußzug in Deutschland ab. Und daher kann man den Preis beachtlich drücken, wenn man sich einen schwach nachgefragten Fernverkehrszug im deutschen Inland mit einer möglichst sehr langen Strecke aussucht. Diese Kombination senkt den Preis in der Regel auf den Mindestwert.

Bei den deutschen Nachtzügen vermute ich, daß die Kontingente immer noch per Hand (!) gesteuert werden. Früher war das sehr schön sichtbar: Man konnte nämlich im Internet auf der alten CNL-Buchungsseite zum Spaß reservieren, aber die Buchung nicht abschließen. Diese "Kontingente" wurden erst um Mitternacht wieder frei, zum alten Preis!
Der Fahrgast schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo und schönen guten Abend,
>
> da darf ich mich mit einer ähnlichen Frage zur
> gleichen Problematik gleich mal dranhängen.
>
> Wenn ich eine Strecke von Warszawa nach Berlin
> oder darüber hinaus für eine Fahrt an einem
> beliebigen Sonntag bei bahn.de eingebe, erhalte
> ich stets die Auskunft, dass keine Sparpreise
> verfügbar seien. Diese Auskunft bekomme ich aber
> nur für Fahrten an Sonntagen. Ändere ich das Datum
> z.B. auf Samstag oder Montag, bekomme ich
> problemlos eine Fahrpreisauskunft und teilweise
> sehr günstige ES-Preise angeboten. Die gleiche
> Auskunft habe ich auch schon von der
> Verkaufsstelle meines Vertrauens erhalten.

Hm. Das wundert mich etwas. Ich bin eine Woche vor Ostern von Warschau nach Berlin-Kaulsdorf gefahren. Ich hatte ein Billett Lublin-Berlin-Kaulsdorf hin und retour gelöst. Die Hinfahrt erfolgte an einem Sonntag. Ich bezahlte 58,50€ hin und zurück. Da ich mit dem 17h Zug ab Warschau fuhr, bekam ich es für 29,25€. Wäre ich mit dem 14h-Zug gefahren, hätte ich es für 36,75€ bekommen, wohlgemerkt an einem Sonntag. Von daher wundert mich dieser Tatbestand etwas.


Haben
> die EC-Züge an Sonntagen in der Lastrichtung PL ->
> D keine Kontingente, stimmt etwas mit der
> Schnittstelle zu PKP IC nicht oder woran könnte
> dies hängen. Sicher, ich könnte auch eine
> Normalpreiskarte mit BC 50 und Railplus nehmen,
> aber wenn's auch billiger gänge ... ;-)

Das sollte nichts mit der Schnittstelle zu PKP IC zu tun haben, da die Kontingente für ES einzig bei der DB liegen, die Kontingente für SparNight/SparDay hingegen einzig bei PKP IC. Einmal hatte ich den Fall, dass ich bei der DB kein ES mehr bekam, jedoch bei PKP IC noch ein Sparbillett in der 1.Klasse für den gleichen Zug.
>
> Vielen Dank für evtl. Infos.

Gerne, aber wirklich weiterhelfen konnte ich Dir auch nicht.
>
> Viele Grüße
> Der Fahrgast

Danke, herzliche Grüsse zurück.
Martin
Zitat:
Haben die EC-Züge an Sonntagen in der Lastrichtung PL -> D keine Kontingente

Das ist richtig, für die ersten beiden Züge am Tag hat DB Fernverkehr einfach keinerlei Europa-Spezial-Kontigente bereitgestellt, sicherlich versehentlich. Der dritte Zug am Sonntag hat hingegen Europa-Spezial-Kontigente. Die PKP hat damit nichts zu tun.



------------
Max Schmied



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:11:21:22:09:01.

Zugmanager

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 21.11.12 22:50

"dass die Zugmanager sahen, dass dieser Zug schlecht läuft und dadurch wieder Kontingente hinzugefügt haben."

Hallo,

glaubt ihr wirklich, dass da eine Armada von "Zugmanagern" vor irgendwelchen Tabellen hockt und ständig die Auslastung aller weißen Züge über 90 Tage Buchungsvorlauf beobachtet, Zeitfristen berechnet und Nachfrageentwicklungen bis zum Verkehren des Zuges prognostiziert, Kontingente für den Zug X zugibt oder herausnimmt, Europa-Spezial-Anteile mit den innerdeutschen Anteilen vergleicht undunudnd?

Nach Martins anschaulicher Schilderung (danke dafür!!!) dürfte das alles mehr oder weniger automatisch nach einem hochkomplexen Algoritmus laufen. Und zwar läuft das alles so fürchterlich automatisch, dass sich das System mit der Vielzahl der Züge, Fahrwege und Kombinationen immer wieder selbst ad absurdum führt (längere Strecken und höherwetige Produkte sind, wie im Ursprungsbeispiel dargestellt, mitunter billiger als kürzere mit viel Nahverkehr).
Und dass es uns Freaks ermöglicht, mit Tricksen, Probieren und den-Umstiegspunkt-von-Hannover-nach-Göttingen schieben, auch am Ferienende oder am Freitag Nachmittag noch günstige Preise zu bekommen. Auch, wenn dann statt des eigentlich gewünschten "Hamburg - Nürnberg" eben "Buxtehude - Prag" auf der Fahrkarte steht.
Das alles natürlich nur, wenn man sich auf die Geißel des modernen Bahnfahrens einlässt:
die Zugbindung.
Vor 2002 hätte es diese Diskussion nie gegeben.

Gruß

heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wagen-kl.jpg

Re: Zugmanager

geschrieben von: Jesuskind

Datum: 22.11.12 09:13

Der Zeuge Desiros schrieb:
-------------------------------------------------------
> "dass die Zugmanager sahen, dass dieser Zug
> schlecht läuft und dadurch wieder Kontingente
> hinzugefügt haben."
>
> Hallo,
>
> glaubt ihr wirklich, dass da eine Armada von
> "Zugmanagern" vor irgendwelchen Tabellen hockt und
> ständig die Auslastung aller weißen Züge über 90
> Tage Buchungsvorlauf beobachtet, Zeitfristen
> berechnet und Nachfrageentwicklungen bis zum
> Verkehren des Zuges prognostiziert, Kontingente
> für den Zug X zugibt oder herausnimmt,
> Europa-Spezial-Anteile mit den innerdeutschen
> Anteilen vergleicht undunudnd?
>
> Nach Martins anschaulicher Schilderung (danke
> dafür!!!) dürfte das alles mehr oder weniger
> automatisch nach einem hochkomplexen Algoritmus
> laufen. Und zwar läuft das alles so fürchterlich
> automatisch, dass sich das System mit der Vielzahl
> der Züge, Fahrwege und Kombinationen immer wieder
> selbst ad absurdum führt (längere Strecken und
> höherwetige Produkte sind, wie im
> Ursprungsbeispiel dargestellt, mitunter billiger
> als kürzere mit viel Nahverkehr).
> Und dass es uns Freaks ermöglicht, mit Tricksen,
> Probieren und
> den-Umstiegspunkt-von-Hannover-nach-Göttingen
> schieben, auch am Ferienende oder am Freitag
> Nachmittag noch günstige Preise zu bekommen. Auch,
> wenn dann statt des eigentlich gewünschten
> "Hamburg - Nürnberg" eben "Buxtehude - Prag" auf
> der Fahrkarte steht.
> Das alles natürlich nur, wenn man sich auf die
> Geißel des modernen Bahnfahrens einlässt:
> die Zugbindung.
> Vor 2002 hätte es diese Diskussion nie gegeben.

Ich denke mal, es ist sowohl das Eine, wie auch das Andere. Zugmanager gibt es schon, die die Kontingente steuern. Aber wieviele das sind, und ob sie ständig nachsteuern, weiss ich nicht. Auf der anderen Seite gibt es wirklich wie Du schreibst, dieses System, dass Automatisch die Kontingente und Angebote berechnet, mit allen seinen Ecken und Kanten.
>
> Gruß
>
> heiko

Herzliche Grüsse
Martin

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: RheinNiersExpress1975

Datum: 23.11.12 01:51

MaxSchmied schrieb:
-------------------------------------------------------
> Dazu kommen dann die nicht-variablen (bzgl.
> Buchungslage und Verkehrstag)
> Koeffizientenanteile: ÖBB-Anteil Passau-Wien
>
> Bei einigen Ländern (auf jeden Fall Schweiz und
> Niederlande, Österreich vielleicht auch, Polen
> definitiv nicht) ist der Auslandsanteil nicht nur
> von der Entfernung innerhalb dieses Landes
> abhängig, sondern auch vom DB-Kontingent.
> Beispiel: Im günstigsten Fall bekommt man eine
> Fahrkarte Europa-Spezial Schweiz Flensburg -
> Andermatt für 39 €. Hierbei beträgt der SBB-Anteil
> ca. 23 € (habe den genauen Wert jetzt nicht
> vorliegen). Natürlich wird die SBB aber nicht
> beliebig viele Fahrkarten Basel Bad Bf - Andermatt
> für 23 € verkaufen wollen, sondern nur eine
> Handvoll. Wenn jetzt das DB-Kontingent für die bis
> zur Grenze benutzten Züge nicht ganz so günstig
> ist und die Fahrkarte Flensburg - Andermatt z. B.
> 109 € kostet, dann bekommt hiervon die SBB auch
> entsprechend mehr, also nicht 23 € sondern z. B.
> 36 €.
>
>
> ------------
> Max Schmied

Bei den ES nach den Niederlanden sind die Koëffiziente
doch nicht von HiSpeed-Enrfernung abhänglich?
Ich habe noch nicht gesehen, dass eine ES-Fahrkarte
München-Leeuwarden teurer würde als München-Arnhem
(beide mit ICE-Nützung, also mit einem Koeffizient,
wobei Es-Fahrkarten wegen starke Nachfrage ziemlich
schnell teurer werden. Leeuwarden-Arnhem ist im Inlands-
verkehr 176 Tarifeinheiten, (eine Tarifeinheit ist nicht
dasselbe als ein Kilometer).

NS-HiSPeed wirkt wohl mit unterschiedliche Preiststufen
beim ES, abhänglich von vieviel Km in den Niederlande
abgelegt werden. Köln-Nijmegen z.B. ist bei uns schon
für EUR 12 erhältich, (Es heisst bei hispeed Super-
discount und ist bis 14 Tage vor Abfahrt erhältlich),
Köln-Utrecht kostet ab 16 Euro und Amsterdam-Köln
(und weitere NL-Entfernungen kosten ab 19 Euro.
Sind die 12 Euro-Fahrkarten ausverkauft, denn wird
der Preis 16 Euro und denn 19 Euro usw., dassselbe auch
mit den 16-Euro Fahrkarten (nach 19 euro, denn 23 Euro
usw.). Fahrkarten sind aber nicht zurückzugeben oder
umzutauschen. Eine Sitzplatzreservierung ist
erforderlich, aber kostenlos im Preis einbegriffen.
Die Reservierung ist zusammen mit der ES-Fahrkarte
vorzuzeigen, (bei Online-tickets auf derselben Seite
integriert), ohne Reservierung ist die Fahrkarte nicht gültig.

Aber leider nicht buchbar für wer kein Bankonto in den
Niederlanden besitzt, (oder einfach jemand fragen
wer dort wohnt ob er/sie ein buchen will). Leute wer ein
Bankkonto,aber kein Wohnsitzland in NL hat, kann wohl ein
Ticket postlagernd (Poste-Restante) nach einen Postagentur
schicken lassen und diese innerhalb von 2 wochen dort abholen
(lassen). Zahlungen mit Kredietkarte kosten EUR 2,50 mehr,
Postsendungen innerhalb den Niederlanden sind dagegen kostenlos!

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: Polo der schlaue

Datum: 23.11.12 17:52

RheinNiersExpress1975 schrieb:


>
> Aber leider nicht buchbar für wer kein Bankonto in
> den
> Niederlanden besitzt, (oder einfach jemand fragen
> wer dort wohnt ob er/sie ein buchen will). Leute
> wer ein
> Bankkonto,aber kein Wohnsitzland in NL hat, kann
> wohl ein
> Ticket postlagernd (Poste-Restante) nach einen
> Postagentur
> schicken lassen und diese innerhalb von 2 wochen
> dort abholen
> (lassen). Zahlungen mit Kredietkarte kosten EUR
> 2,50 mehr,
> Postsendungen innerhalb den Niederlanden sind
> dagegen kostenlos!

Das ist ja interesannt, aber hier rummeckern wenn man mit einem ungarischen Personalausweis kein online Ticket nutzen kann.

Also liebe DB, bitte ändern, Online Tickets aus den Niederlanden nur mit deutscher Bankverbindung bzw. deutscher Kreditkarte und Anschrift.
Gleichbehandlung für alle.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:11:23:17:53:57.

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: MaxSchmied

Datum: 26.11.12 15:52

Zitat:
Bei den ES nach den Niederlanden sind die Koëffiziente
doch nicht von HiSpeed-Enrfernung abhänglich?

Richtig, bei den Niederlanden gibt es nur eine Entferungsstufe für Europa-Spezial, aber meherere Preisstufen (kontingentgesteuert). Polen z. B. hat dagegen drei Entfernungsstufen, hier aber keine kontingentabhängigen Preise.



------------
Max Schmied

Re: ? Kontingente Europa-Spezial Polen

geschrieben von: MP

Datum: 26.11.12 16:02

Ist das eigentlich normal, dass im Kiepura keine Online-Tickets eingelesen und abstempelt werden? Weder im ICE-Vorlauf Bonn-Koeln noch im Kiepura wurden vom DB-Personal mein Online-Ticket eingelesen. Als ich es am naechsten Morgen wiederbekam, war nur ein polnischer Stempel angebracht.

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