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[RS] Urlaub in Serbien (1) m17B

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 01.10.12 18:42



Moin!

Serbien. Was verbindet man spontan mit dem Namen "Serbien"? Positives? Hier im Forum war in letzter Zeit häufiger von Serbien die Rede. Von der Bahn in Serbien. Ich habe in meinem letzten Reisebericht von verkeimten Wagen geschrieben, einige von Euch mussten immer wieder von Zugausfällen berichten und vom desolaten Zustand der Bahn.

Somit wurde es von uns fast als lästige "Pflichterfüllung" empfunden, die bahnfotografische Lücke zwischen Kroatien / Bosnien einerseits und Griechenland / Kosovo andererseits ein wenig zu schließen.

Was rauskam, war das Kennenlernen eines wunderschönen Landes. Serbien hat sich uns in beeindruckenden landschaftlichen Gegensätzen gezeigt. Natürlich ist all das, was wir vorher im Forum über die serbische Bahn gelesen haben, punktuell (!) richtig. Aber in Serbien ist uns erst so richtig bewusst geworden, dass das Land mal ein "ganz großes" Bahnland gewesen ist. Mehr möchte ich als Einleitung gar nicht sagen. Vielleicht habt Ihr Lust, mit uns ein wenig Serbien erkunden.

Viel Spaß!
Jan




Urlaub in Serbien (1)

Schon länger hatten Nil und ich die letzte Septemberwoche für eine gemeinsame Tour geblockt. Bezüglich des Ziels entschieden wir uns allerdings kurzfristiger. „Urlaub“ sollte es sein und Entspannung, da waren wir uns einig. Skandinavien, Kroatien irgendsoetwas stellten wir uns vor. Irgendwas Bekanntes und Stressloses. Doch dann erwuchs in uns die Erkenntnis, dass man sich angesichts der drohenden Wolken über den Bahnen des Balkans vielleicht doch mal zumindest ansatzweise um Länder wie Serbien oder Mazedonien kümmern sollte. Na gut, dann also Urlaub in Serbien! Gunar schloss sich kurzfristig auch noch an, so dass wir zu dritt waren.

Einen Motivationsschub erhielt die Idee auf unserer Bahnreise von Hamburg nach Montenegro (siehe [www.blockstelle.de]. Vom Zug aus waren im südserbischen Abschnitt Uzice - Priboj zahlreiche Motive in wunderschöner Gebirgslandschaft notiert worden. Da musste man unbedingt hin. In den Wochen zwischen beiden Touren recherchierte ich nun so einiges. Es handelte sich um das Bergland von Zlatibor. Je nach Kartenmaterial gab es Wege an die Bahn ran oder auch nicht. Allerdings ist die Gegend touristisch erschlossen. Ein Stück abseits der Bahn liegt der Ferienort Zlatibor malerisch an einem Bergsee. Es gibt hier sogar Skihänge mit Liftanlagen. Zlatibor ist Luftkurort und Heilbad gleichzeitig. Auf letzteres deuten auch die zwei anderen Ortsnamen hin, die Zlatibor mal trug und die man immer noch gelegentlich liest: Partizanske vode (Partisanenwasser) und Kraljeva vode (Königswasser). Wir waren nun sehr gespannt, was uns hier erwarten wird.

Ein Satz noch zum Graffiti: Dass serbische Reisezugwagen und z.T. auch Triebwagen stark graffitiverschmiert sind, war uns bekannt. Das haben wir in Kauf genommen, obwohl wir alle keine Freunde des Geschmiers sind. Deshalb werde ich auf der ersten Hälfte der Reise, in dem es zu beschmierten Zügen so gut wie keine Alternativen gab, bewusst nicht weiter auf das Thema eingehen. Denn wir waren festen Willens, uns davon nicht runterziehen zu lassen. Das hat mit diesem gedanklichen Ansatz dann auch ganz gut geklappt.

Samstag, 22.09.2012

Auf der Fahrt zum Flughafen tappte ich natürlich voll in die 20-Min-Takt-Falle. Ich war 10 Min früher als geplant fertig und fuhr mit dem Bus zum Bahnhof. Dort erkannte ich, dass ich offenbar die letzte Taktlücke vor Beginn des 10-Min-Taktes erwischt hatte. Bis zum Hbf kam ich noch mit dem 6.33 Metronom, doch dort durfte ich 20 Min bei Croissant und Kaffee auf dem S-Bahnsteig warten. Weiter ging es zusammen mit den Übriggebliebenen der Nacht. Ein illustres Publikum, um es mal sehr freundlich auszudrücken. Das ganze Check-in Prozedere klappte bis auf einmal abtasten reibungslos.

LH 007 Hamburg 8.30 - Frankfurt 9.30-30

In strömendem Regen ging es los. Der Flug war sehr angenehm, der Platz neben mir blieb frei. In der Reihe hinter mir hatte jemand Geburtstag. Zwei Besatzungsmitglieder gratulierten ihm und er bekam einen Extra-Keks. Den angebotenen Sekt schlug er allerdings aus. Na gut, um 9 Uhr muss das vielleicht auch nicht sein:-) Beim Landeanflug hatte man einen schönen Ausblick auf den Main, die Brücken und die Stadt. In Frankfurt dackelte ich erstmal durch den langen Tunnel zum anderen Terminal. Dort aß ich die vermutlich früheste Nudelpfanne, die ich je beim Asiaten gegessen habe. Aber irgendwie hatte ich bei dem Geruch Appetit auf Nudeln mit Hähnchen bekommen. Und ich hatte Zeit. Dann machte ich mich auf, um am Gate Gunar zu treffen.

LH 1406 Frankfurt 11.40 - Belgrad 13.25

Erstaunlicherweise war eine größere Gruppe Deutscher älteren Semesters mit im Flugzeug. Ha! Urlaub in Serbien ist am kommen! Dennoch hätte mich ja mal interessiert, was denn deren Urlaub genau beinhaltete. Außer Wandern in den Zlatibor Mountains fiel mir grad nichts passendes ein. Anhand von Namensetiketten und Gesprächen kam es allerdings bald heraus. Es handelte sich um eine Gruppe von 'Biblisches Reisen' und man würde die nächste Nacht in einem Kloster bei Novi Sad verbringen. Die Landschaft um Novi Sad sei auch sehr schön, wurde verkündet. Hmm, da muss mir zwischen zwei Maisplantagen wohl was entgangen sein.
Auch in diesem Flug blieb der Platz neben mir frei. Das war angenehm. Der Blick auf die schon von Neuschnee eingepuderten Gipfel der Alpen war hoch eindrucksvoll. Danach fiel der Blick auf den Wörtersee, auf Klagenfurt und die Karawanken. Es wurde immer klarer. Vinkovci war deutlich zu sehen. In der Ferne schlängelte sich die Save, unter einem beeindruckte das gigantische Strichcodemuster der Felder. Hätte gar nicht gedacht, dass das Maisfeld Wien-Belgrad von oben so vielfältig aussehen könnte;-)

http://www.blockstelle.de/hr16/120922-04.jpg
Das Muster der Felder beim Landeanflug auf Belgrad.

Das Empfangsgebäude des Flughafens war frisch renoviert, teils waren auch noch Arbeiten zugange. Nun mussten wir noch büschen auf Nil warten, dann schritten wir zum Sixt-Schalter. Wir bekamen einen schönen Renault Megane, der für uns guten Platz bot. Gegen 15 Uhr konnten wir los.

Wir mussten nun nicht durch Belgrad hindurch, sondern konnten die Großstadt auf einer Umgehungsstraße südwestlich umgehen. Parallel führte auch der Güterring, auf dem wir sogar einen Zug überholten. Dann zweigten wir auf die Straße 22 Richtung Süden ab. Es ging mit weiten Ausblicken über den Höhenzug, der von der Bar-Bahn im Tunnel unterfahren wird. Bei Vreoci mussten wir den 14.30 Bummelzug überholt haben. Nach vergeblicher Erkundung eines Feldweges vor Lajkovac steuerten wir hinterm Bahnhof einen BÜ an. Gerade überlegten wir, wieviel Verspätung der Zug wohl haben mag, da schaltete sich der BÜ ein. Wie jetzt - kommt noch ein Güterzug vorweg? Statt dessen oder statt der im August auf dieser Linie gesehenen lokbespannten Regiogarnituren tauchte eine Elektritschka auf. Und zwar eine saubere! Ich schaute erstmal nach, ob das noch irgendwas Verspätetes gewesen sein kann, aber die ZS-App vermeldete, dass nur der von uns erwartete Pt 2123 anstand, und zwar pünktlich!

http://www.blockstelle.de/hr16/120922-09.jpg
Unsere erste Begegnung mit einem serbischen Zug fiel gänzlich anders aus als erwartet: Die Elektritschka war sauber und äußerst pünktlich!

Diese saubere Elektritschka durfte es nochmal mehr sein. Das passte uns gut, da wir dieselbe Richtung hatten. Im Bf Slovac hatte der Zug Kreuzung. So gingen hier und direkt vorm Hp Mladjevo weitere Schüsse.

http://www.blockstelle.de/hr16/120922-16.jpg
Und nochmal etwas seitlicher kurz vor Mladjevo.

Bis Valjevo war das Licht nun ziemlich spitz. Hinter Valjevo ging es ins Gebirge. Die Bahn führt durch ein tief eingeschnittenes Tal. Hier kam die tief stehende Sonne nicht mehr hin. Aber hinterm Pass gelang uns noch eine Sonnenszene im Bahnhof Razana.

http://www.blockstelle.de/hr16/120922-22.jpg
In Razana wartet eine junge Frau mit altem Golf (geklärt: Muss wohl ein Yugo sein) auf einen Fahrgast aus Pt 2123.

Danach sahen wir zu, dass wir vorwärts kamen. Zwischen Pozega und Uzice kam uns ein Güterzug entgegen, der mit ziemlicher Sicherheit aus Montenegro kommen musste. Das besondere an diesem Zug war, dass er mit einer 661 bespannt war, und zwar mit einer niedrignasigen und richtig rum. Schade, den Zug hätte man gern im Gebirge gehört und fotografiert!

Gegen 19 Uhr landeten wir im letzten Licht der Dämmerung in Zlatibor. Ziel erreicht. Hier hatten wir allerdings die Qual der Unterkunftswahl. Und wir entschieden uns prompt nicht ganz so glücklich. Das Hotel Palisad ist einer der größten und sicher auch nobelsten Schuppen des Ortes. Es war im Foyer (helle Eingangshalle) und den öffentlichen Bereichen toll und geschmackvoll eingerichtet. Bequeme Sitzecken luden zum Verweilen ein, Kunstwerke hingen an den Wänden. Das alles machte einen sehr guten Eindruck, so dass wir bereit waren, 40€ pP im Dreierraum zu bezahlen. Doch leider erwies sich unser Zimmer als enges Zweibettzimmer, in dem ein Sofa als drittes Bett aufbereitet war. Wir hatten kaum Platz für unser Gepäck. Und der Wohntrakt konnte auch nicht ganz verhehlen, dass es sich um einen Bau aus sozialistischer Zeit handelte. Für serbische Verhältnisse waren die 120 € fürs Zimmer somit schon ziemlich übertrieben. Zum Glück hatten wir erstmal nur eine Nacht geordert. Wir hatten jetzt keine Lust, ein Drama draus zu machen und weiterzusuchen. Aber bei der einen Nacht würde es wohl bleiben; die Auswahl im Ort ist schließlich unermesslich.

In dieser Hinsicht waren wir bei der Restaurantwahl zum Glück etwas konsequenter. Wir versuchten es in dem Restaurant gegenüber des Hotels. Der Ober reichte uns auf unsere Bitte nach englisch- oder deutschsprachigen Karten eine einzelne (wir waren immer noch zu dritt!) in kyrillischer Schrift. Gut, mein mesamo meso konnte ich noch entziffern, aber irgendwie wars trotzdem doof. Als dann noch eine Riesenfamilie den kleinen und viel zu dicht gestellten Nachbartisch okkupierte, ergriffen wir ohne Bestellung die Flucht. Nein, wir haben im Prinzip gar nichts gegen Kinder, aber fremde Kinder beim Essen auf Tuchfühlung um sich rumkrabbeln und -schreien zu haben, ist dann doch was anderes. Und auf zu dicht gestellte Vierertische für sechs oder mehr Personen und kyrillische Speisekarten hatten wir auch keine Lust. Die Entscheidung war goldrichtig. In einem anderen Restaurant im ersten Stock oberhalb des zentralen Platzes konnten wir topp sitzen und herrlich speisen. Der gemischte Grillteller war allerdings viel zu reichhaltig... Danach gab es eine Runde um den See. Der Ort war gut belebt und nett angelegt mit seinen zwischen den licht stehenden Pinien und Kiefern verstreut liegenden Hotels und Restaurants. Ich bin gespannt, wie das alles morgen bei Tageslicht aussieht.

Sonntag, 23.09.2012

Am Strahl sah man es nicht, doch das Wasser, welches sich in der Duschwanne sammelte, sah ganz schön braun aus. Und zwar, bevor ich drunter stand. Na ja, vermutlich gutes Hochmoorwasser irgendwo aus den Bergen. Während des Duschens wurde allerdings durch eine ausgeklügelte klempnerische Schaltung immer mehr 'normales' Wasser beigemischt. Jedenfalls nahm das Braun im Duschverlauf eindeutig ab. Hmmm. Sooo wahnsinnig viele Leute waren auch anscheinend nicht in unserem Gebäudetrakt... Frühstück gab es in einem nett und modern eingerichteten Restaurant Stück unterhalb des Hotels. Ein Buffet gab es nicht, die Ham and Eggs waren aber lecker.

Um kurz nach 8 saßen wir im Auto. Erstes Ziel für das Morgenbummelzugpaar war die Präriefläche östlich des Bf Branesci. Zunächst versuchten wir, über das Dorf Jevimovritsi an die Bahn zu kommen, doch hörte alle Asphaltierung hinterm Dorf auf. Also Hauptstraße weiter und kurz vor der Vereinigung mit der M5 links abgebogen. Der Abzweig war auf OSM (Open Street Maps, die ich offline auf dem Handy habe und mit der App „Osmand“ anzeigen lasse) auch völlig falsch dargestellt. Es ging eine schöne Asphaltfahrbahn in die kahlen Hügel hinan, die sich automatisch in eine Bahnfotopanoramastraße verwandelte.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-01.jpg
Unser Mietwagen in der "Prärie" auf der Bahnpanoramastraße.

Auf dem Hügelrücken oberhalb der Bahn verlaufend ergaben sich zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Hier gab es Pt 2131 mit den Häuschen von Joknio Vrelo im Hintergrund. Der Zug war mit -5 unterwegs!

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-03.jpg
Der Zug aus Belgrad kommt deutlich früher als erwartet um's Eck. Aber wir waren bereit! Die Hütten hinterm Zug gehören zu der kleinen Ausflugsgaststätte Joknio Vrelo an einem See.

Der Gegenzug Pt 2100 hatte immerhin Wagen in der alten gelben Farbgebung, die mir ja deutlich besser gefällt. Auch diesen leicht vor Plan verkehrenden Zug setzten wir schön um.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-08.jpg
Der Gegenzug. Im Hintergrund ist rechts oberhalb der Lok der Bahnhof Branesci zu sehen.

Danach beschlossen wir, am Bf Branesci nach Güterzugfahrzeiten zu fragen. Ich ließ auf dem Rückweg zur Hauptstraße GPS mitlaufen, um den korrekten Straßenverlauf aufzuzeichnen. Jetzt muss ich nur noch kapieren, wie man diese Daten OSM zur Verfügung stellen kann...

Dass der Bahnhof Branesci örtlich besetzt sei, wussten wir aus DSO, da sich ein Kollege aus dem Auslandsforum vom Fdl eine Taxe hat bestellen lassen. Ansonsten sind die Bahnhöfe dieser erst 1976 fertiggestellten Strecke nämlich unbesetzt und ferngesteuert. Auf OSM fehlt die Bahnhofszufahrt vollkommen, die wurde auch erstmal mit GPS aufgezeichnet. Der Bahnhof machte einen wunderbar renovierten, aber verlassenen Eindruck. Oder halt! Regte sich da nicht was? Tatsächlich kam ein Eisenbahner zur Tür und fragte nach unserem Begehr. Wir sagten unser Sprüchlein auf, und ob denn mit Güterzügen zu rechnen sei. Ja, meinte er, 12 einer hoch, 14 Uhr einer runter, alles sehr verspätet und alles nur ungefähr. Gleich käme aber ein Arbeits VT rein. Während wir so sprachen, hatte sich auf seinem Stelltisch im Hintergrund eine Einfahrt von Uzice nach Gleis 3 eingestellt. Die Strecke wird aus Pozega ferngesteuert.

Wir stellten uns raus für den Arbeitstriebwagen, doch bald kam der Kollege raus und meinte, das dauert noch ne Stunde, weil unterwegs an der Fahrleitung gearbeitet wird. Dafür lud er uns zum Kaffee ein. Das Gespräch war halt etwas mühsam, paar Brocken englisch seinerseits und paar Vokabeln kroatisch unsererseits (heißt 'vlak' auf serbisch 'voz'?) reichten nicht weit. Zu fragen, was denn nun genau seine Aufgabe auf diesem ferngesteuerten Bf sei, trauten wir uns natürlich auch nicht. Aber wir durften den Bildfahrplan abfotografieren. Ein Zugmeldebuch wird hier auch geführt. Wir durften drin blättern. Hatten wir uns eben noch über Gz-Zeiten aus dem Bildfahrplan gefreut, kam nun die Ernüchterung. Bei den Güterzügen stand immer sowas vermerkt wie '+427', '+712' usw... Mit anderen Worten: Die komm', wie se wolln'. Da wir den 'örtlichen Mitarbeiter' so verstanden hatten, dass nach Ankunft des TVT ein Gz nordwärts kommen solle, machten wir uns nochmal auf den Weg zur Panoramastraße. Dort konnte man einfach gut 'sein', es war herrlich dort. Schöne Ausblicke, feiner Duft der Gräser, wunderschön! Leider kam nur der TVT, das mit dem Güterzug war wohl ein Missverständnis.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-14.jpg
Der TVT kehrt zurück, ohne mit einem Güterzug gekreuzt zu haben.

Zu den Mittagszügen wollten wir an einen Viadukt, den ich im August bei der Mitfahrt notiert hatte, zu dem aber auf praktisch keiner Karte eine Zuwegung verzeichnet war. Auf Google Earth konnte man eine weiße Schlängellinie dorthin erkennen, die aber auch ein Bachbett sein konnte. Allerdings ist daneben direkt der Haltepunkt Ribnica Zlatiborska. Da müsste doch was hinführen. Eine grobe Karte des Urlaubsgebietes Zlatibor, die ich im Internet gefunden hatte, wollte nun tatsächlich etwas von einem Weg dorthin wissen. Also: Da geht was, hin da!

An einer Tanke in Zlatibor deckten wir uns mit Proviant ein. Ein Stück hinterm Ort zweigten wir auf die Straße 253 ab, die u.a. in die Abfahrtskigebiete führt. Nach einigem Hin und Her fanden wir hinter Ribnica Dorf den richtigen Abzweig. Eine gut befahrbare Schotterpiste führte immer tiefer in ein Tal hinein. Dieses Tal nahm bald Schluchtcharakter an. Man durchquerte Steinbrüche und kam an offenen Stolleneingängen vorüber. Gelegentlich musste mal ein Stein weggeräumt werden, aber im großen und ganzen kam man vorwärts. Bis zu der Stelle, an der auf dem Luftbild der Weg wesentlich dünner wurde. Tja, ab da war's nämlich tatsächlich nur noch das Bachbett. Die weitere Schlucht sah nun auch ganz und gar nicht mehr begehbar aus. Pech, also zurück.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-16.jpg
Die Schlucht könnte glatt als Kulisse für den nächsten Winnetou Film dienen...

Mit großem Bogen über Jablanica gäbe es paar Bahnkilometer weiter eine auf OSM kartierte Möglichkeit an die Bahn zu kommen. Zum Glück hatten wir Zeit, die jetzt allerdings gewaltig schrumpfte. Übrigens war unsere Steinbruch-Sackgasse genau auf OSM kartiert, so weit sie führte. Die Fahrt nach Jablanica führte durch wunderschöne, meist offene Gebirgslandschaft. Was für ein abgeschiedenes Leben hier!

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-17.jpg
Das Bergland von Zlatibor. Von Mitteleuropäern unentdeckt, mit seinen offenen Weiten aber wunderschön!

Bald hatte man von hoch oben einen weiten Ausblick über das einsame Dorf. In langen Serpentinen führte die Asphaltfahrbahn hinab nach Jablanica. Eine noch sehr neu aussehende Asphaltstraße ging nun nordwärts nach Donja Jablanica und weiter einen Hügel hoch.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-19.jpg
Ein abgeschiedener Bauernhof in Donja Jablanica.

Dort nahm die Asphaltstraße bald eine nicht kartierte Richtung und ging in Schotter über. Wir fuhren Stück zurück und folgten dem alten Wegverlauf. Und dann sahen wir ihn von einem Bergrücken aus: Den ersten der 'gelben Viadukte', tief unter uns. Prompt läutete der erste nordfahrende Bummel das Mittagsprogramm ein. Alle Nahverkehrszüge kreuzen Stück weiter im Bahnhof Zlatibor. Uns kam es nun auf den Gegenzug, den Pt 2131, an. Der leuchtete auf der Brücke wunderbar.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-23.jpg
Bummelzug nach Priboj auf dem Ribnica II Viadukt.

Jetzt wollten wirs aber doch mal wissen, ob man denn von hier an den tollen großen Viadukt am Hp Ribnica herankommt. Dazu befuhren wir einfach mal die Schotterpiste weiter, wo wir vorhin gedreht hatten. Irgendwann gabelte sich der Weg. Runter ging es wohl zu den Häusern unterhalb der eben fotografierten Brücke. Und halbrechts? Dass wir uns in die richtige Richtung bewegten, erfuhren wir gleich darauf. Hier, mitten im Wald, im Nichts, kam uns eine Frau mit Einkaufstaschen entgegen! Die musste vom gesuchten Haltepunkt kommen! Der Bummelzug war nun schon 15 Min durch, entsprechend weit muss sie schon gegangen sein. So hatten wir wohl noch ein Stück zu fahren. Irgendwann führte der Weg neben das Bahngleis und parallel zu diesem sogar durch einen Tunnel! Es handelte sich um einen jener dreigleisigen Tunnel, die man häufiger auf Gebirgsstrecken in ex Jugoslawien antrifft; offenbar war Ribnica mal Ausweichbahnhof. Ein Stück weiter folgten Hp und Viadukt. Letzteren konnte man von Wiesenhängen topp einsehen, ein echtes Hauptmotiv! Bald stand der 'Tara', der Tageszug nach Bar, an. Er kam mit montenegrinischer Lok, sehr schön!

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-27.jpg
Der B 431 "Tara" von Belgrad nach Bar quert den Ribnica I Viadukt.

Nun hofften wir noch auf den versprochenen Güterzug. Das bedeutete, dass wir eine Weile die herrliche Stille genießen konnten. Ein wunderbares Plätzchen für einen Urlaub! Was allerdings nicht kam, war der Güterzug. Auch der nordfahrende 'Tara' ließ lange auf sich warten und hatte dann kein so rechtes Seitenlicht mehr. Pt 2130 folgte dem verspäteten Schnellzug auf dem Fuße. Wir nahmen ihn 'innovativ' bei der Einfahrt in den Kombitunnel.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-32.jpg
Blick auf den in den Tunnel einfahrenden Bummelzug aus Priboj. Liebe Kinder, das darf man nur machen, wenn ein Fahrweg neben der Bahn durch den Tunnel führt ;-)

Im Tunnel kamen uns mehrere Fußgänger entgegen, die zum Hp liefen. Am Hp hatten schon drei Leute gewartet. Na ja, die Bahn ist für diesen abgelegenen Erdenfleck wirklich konkurrenzlos schnell. Den Gegenzug Pt 2101 nahmen wir uns mit gegenläufiger Blickrichtung, so dass man schön die Einfahrt in den Kombitunnel sehen konnte.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-37.jpg
Der Gegenzug kommt aus dem "Kombitunnel" raus.

Dann fuhren wir die lange Stichstraße wieder zurück. Dabei mussten wir allerdings immer wieder anhalten, denn die im Abendlicht daliegende Bergwelt Zlatibor sah wunderschön aus. Zlatibor heißt 'Goldne Kiefern'. So wie es sich uns präsentierte, müsste es 'Gold und Kiefern' heißen, denn die grünen Kiefern oder auch mal einzelne Wacholdergruppen waren der Kontrast zur golden daliegenden Landschaft.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-42.jpg
Wacholderwiese oberhalb von Jablanica.

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-43.jpg
Weiter Blick in Richtung Westen. Dort geht irgendwann das Zlatibor-Gebirge in das Tara-Gebirge über.

Wir hatten uns ausgerechnet, dass man am längsten noch an 'unserer' Präriestrecke bei Joknio Vrelo Sonne hätte. Das erwies sich als richtig. Die Strecke lag schön frei für eine Streiflichtaufnahme vor uns. Als wir gerade geparkt hatten, hörten wir allerdings aus der anderen Richtung einen Güterzug nahen. Mit dem ging immerhin eine Notverarztung über den kleinen See herüber. Dieses Joknio Vrelo ist ein allerliebstes Ensemble mit schönem Restaurant an dem kleinen Angelsee. Schade, dass wir nach Sonnenuntergang erstmal wieder eine Unterkunft suchen mussten...

http://www.blockstelle.de/hr16/120923-46.jpg
Unerwartet gelang uns noch ein spätes Bild von einem Güterzug am See von Joknio Vrelo.

Wir suchten jetzt mal auf dem südlichen Pinienhügel von Zlatibor nach einer Unterkunft. Hier waren die Pinien wirklich Pinien und keine Fichten. Und so fanden wir im lichten Pinienwald zwischen all den großen Kästen die Villa Pina. Die lag etwas für sich und machte einen topp gepflegten Eindruck. Zunächst fanden wir niemanden an der Rezeption oder sonstwo im Haus. Es wirkte, als sei nach dem Wochenendtroubel die langersehnte Ruhe eingekehrt. Bei einem Gang ums Haus entdeckte ich Leben im Kellergeschoss. Tatsächlich war gerade eine junge Frau mit einem Berg Wäsche beschäftigt. Auf meine Frage, ob sie englisch spräche, kam wie aus der Pistole geschossen 'No!' mit mindestens drei Ausrufezeichen. Erst als sie verstand, dass wir Zimmer suchen, hellte sich ihr Blick auf und sie kam mit zur Rezeption. 50 Euro das Zimmer, ok. Wir durften es uns vorher sogar ansehen. Es handelte sich um ein ganzes Appartment. Da es allerdings nur ein französisches Bett und ein Sofa hatte, entschieden wir uns, zwei solcher Appartments zu nehmen. Nun also wieder runter für die Formalitäten. Dabei zeigte sich die junge Dame nun ob der Sprachbarriere wieder etwas genervt. Sie meinte immer, Passport gäbe es später und wir könnten aufs Zimmer gehen, aber ich hatte meinen Schlüssel noch gar nicht, was sie wieder nicht verstand. Zur Übersetzung rief sie sogar jemanden an. Als sie hörte, was mein Problem war, reagierte sie vollends genervt. Oder fast vollends. Vollends kam erst, als Nil sie später nach dem WLAN Passwort fragte. Das hatte sie uns allerdings schon aufgeschrieben. Da wussten wir bloß nicht, was sie uns aufgeschrieben hatte. Tja, so entstehen Missverständnisse. Schade war nur, dass sie darüber nicht lachen konnte. Aber jeder Mensch reagiert anders bei Unsicherheit. Ansonsten waren die Appartments allerdings absolut topp, wirklich guter "Weststandard". Was für ein Unterschied zu unserer engen Behausung letzte Nacht. Wir nahmen erstmal zwei Nächte mit Option auf eine dritte. Zum Abendessen gab es einen schönen Spaziergang durch den Pinienwald hinunter in den Ort, wo noch einiges los war. Wir aßen im selben Restaurant wie gestern.


Edit: Versch. kleinere Satzumbauten.





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:02:14:12:59.

Re: [RS] Urlaub in Serbien (1) m17B

geschrieben von: FANTOMAS

Datum: 01.10.12 18:48

... sehr schöne Bilder, Danke. Das erste Bild mit den "Handtüchern" sieht ja toll aus. Felder in Genossenschaften sind aber größer und wirtschaftlicher gewesen. Die DDR hat sich ja vor einigen Jahrzehnten bei der Geflügelhaltung Ratschläge bei Tito geholt.


Grüße

FANTOMAS

Danke!

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 01.10.12 19:32

Moin Jan,

das geht ja vielversprechend los. Besten Dank!
Da im Zlatibor scheint ihr Pionierarbeit zu leisten, was die Eisenbahnfotografie betrifft. Wobei die eisenbahnlosen Bilder so aussehen, daß es da auch ohne Eisenbahn wunderschön ist.

Du schreibst oben: Die Landschaft um Novi Sad sei auch sehr schön, wurde verkündet. Hmm, da muss mir zwischen zwei Maisplantagen wohl was entgangen sein.

Südlich der Save bei Novi Sad hat das Maisfeld eine Störung. Die heißt Fruška Gora und ist ein kleines Gebirge mit dem ein oder anderen Kloster.


Viele Grüße, Sören





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:01:19:34:09.

Re: [RS] Urlaub in Serbien (1) m17B

geschrieben von: Roni

Datum: 01.10.12 20:28

Hallo!

Wunderbar! :-)

Klar heißt "vlak" "voz", und zwar ab inklusive Bosnien.

Zu Tourismus in Serbien: naja, dass man etwas besichtigen könnte, darf man nicht vergessen... ;-)

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Dankeschön für den tollen Bericht..

geschrieben von: EC Vindabona

Datum: 01.10.12 20:32

und die tollen Bilder,auch von der Landschaft.
Hoffe mich verschlägt es nächstes Jahr auch einmal auf den Balkan.
Nochmals Vielen Dank

Gruß EC aus DFR :-)

Re: Dankeschön für den tollen Bericht..

geschrieben von: 1216 950

Datum: 01.10.12 22:12

Hallo,
absolut geniale Bilder, Wildwest-Feeling mitten in Europa.

Zum (Golf) der jungen Frau, ich glaube es ist in Lada Niva.

Mfg 1216 950

Re: [RS] Urlaub in Serbien (1) m17B

geschrieben von: Theijs

Datum: 02.10.12 03:14

die ZS-App vermeldete, dass nur der von uns erwartete Pt 2123 anstand, und zwar pünktlich!
Um welchem App handelt es hier?
Danke, Theijs

ZS-App

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 02.10.12 07:32

Moin moin!

Die App für Android heißt ganz simpel "Red Voznje ZS" und ist auch vollkommen simpel:
Startbf, Zielbf und Datum eingeben, und er spuckt Dir alle an dem Tag zwischen den beiden Bahnhöfen fahrenden Züge aus. Bei aktuellen Zugläufen wird die Verspätung mit angezeigt.

Außerdem bekommst Du etwaige Verkehrseinschränkungen angezeigt.

Danke auch für die anderen Ergänzungen!

Viele Grüße,
Jan





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:02:07:32:58.

Re: [RS] Urlaub in Serbien (1) m17B

geschrieben von: MP

Datum: 02.10.12 12:08

Schoener Bericht. Wenn der verlangte Preis und der erste optische Eindruck vom Beherbergungsbetrieb nicht so recht zusammenpassen wollen, dann lasse ich mir immer erst das Zimmer zeigen, bevor ich bezahle. Wenn der Preis jenseits von Gut und Boese ist, dann schaue ich mir die Zimmer erst gar nicht an und suche mir gleich was anderes. Gerade mit dem Auto seid ihr doch voll und ganz flexibel, so dass da eigentlich kein Grund bestand, derartig teuere Unterkuenfte auszuwaehlen. Sobe = Zimmer, sieht man oft an den Haeusern angeschrieben.

Unbeschmierte und zudem auch puenktliche Zuege in beeindruckender Landschaft kann man uebrigens auch nebenan bei der Schmalspurbahn Mokra Gora erleben.

Re: [RS] Urlaub in Serbien (1) m17B

geschrieben von: Timodore

Datum: 02.10.12 12:27

Jan vdBk schrieb:
-------------------------------------------------------

> Verspätetes gewesen sein kann, aber die ZS-App
> vermeldete, dass nur der von uns erwartete Pt 2123


Womit seid ihr mobil ins Internet gegangen? Die Tarife unserer Handyanbieter sind ja im EU-Ausland ziemlich schmerzhaft...


> Dass der Bahnhof Branesci örtlich besetzt sei,
> wussten wir aus DSO, da sich ein Kollege aus dem
> Auslandsforum vom Fdl eine Taxe hat bestellen
> lassen.


Das waren wir. Freut mich, dass diese Info hilfreich für euch war.


> Zu fragen,
> was denn nun genau seine Aufgabe auf diesem
> ferngesteuerten Bf sei, trauten wir uns natürlich
> auch nicht. Aber wir durften den Bildfahrplan
> abfotografieren. Ein Zugmeldebuch wird hier auch
> geführt.


Seine Funktion habe ich auch nicht verstanden. Anders als ein vollwertiger Fdl. trugen die jeweils Diensthabenden nämlich keine rote Mütze sondern eine blaue, und die Abfertigung der Züge erfolgte durch die jeweiligen Schaffner. Wenn ich mich richtig erinnere, bekamen manche Lokführer von den Diensthabenden Zettel hereingereicht.

Wie dem auch sei, wir waren damals ziemlich froh, dort jemanden anzutreffen: [www.drehscheibe-foren.de] (dort von mir noch als "FDL" bezeichnet).


Danke für den Bericht über einen meist unbeachteten Abschnitt der Strecke Beograd - Bar. Ich war diesen Sommer dort sechsmal unterwegs und bin froh, dabei auch zweimal den Abschnitt Branesci - Bijelo Polje bei Tageslicht gefahren zu sein.

Viele Grüße
Thomas

Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 02.10.12 12:53

Hallo Thomas,

vor unserer Tour hatte ich Euren Dialog und Deine Geschichte nochmal genau durchgelesen. Deshalb konnte ich mich gut dran erinnern. Der Bahnhof liegt ja wirklich ziemlich im Nichts. Da war der "Örtliche Mitarbeiter" wohl wirklich eine Rettung.

Zu den Handytarifen: Ich bin da mit meiner ganz normalen Medion-Prepaid-Karte (also "Aldi Talk") rangegangen, die ich auch in Deutschland verwende. Im europäischen Nicht-EU-Ausland zahle ich für 1 MB 2,49 Euro. Die einzelne Zugabfrage hat 6 KB Datenvolumen erzeugt und kostete mich somit 0,015 Euro bzw 1,5 Cent. Das kann man mal investieren ;-)

Sehr kostensparend sind dabei diese kleinen Apps. Da sind alle Daten zum Aufbau der Seite offline auf dem Handy verfügbar und es werden wirklich nur die Roh-Fahrplan- und Verspätungsdaten abgerufen.

Bei der August-Tour hatte ich einen ungewöhnlich hohen Datenverbrauch, vermutlich durch die mobile Internetseite von Wetter.com. Da hat mich eine Wetterabfrage schon mal 2,50 gekostet. Jetzt habe ich deren App und die einzelne Abfrage muss nicht mehr irgendwelche Sonnen- oder Regensymbole herunterladen. Nun kostet eine Wetterabfrage ähnlich viel wie eine ZS-Fahrplananfrage :-)

Wegen der hohen Kosten im August habe ich mir auch erstmal die App "My Data Manager" gezogen, die mir genau aufschlüsselt, welche App wieviele Daten gezogen hat (und dank derer ich Dir oben sagen konnte, dass die ZS-App am 22.09. genau 6 KB gezogen hat). Es kann im Ausland nicht schaden, das ein wenig unter Beobachtung zu haben.

Viele Grüße,
Jan

Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 02.10.12 13:28

Hallo Jan,

wunderschön. Die Berge des Balkan sind ein Genuss. Mir persönlich gefällt die Gegend um Sadine so gut, Olivenbäume (ich bin leidenschaftlicher Olivenfutterer) die Berge, das Meer, Palmen... Nächstes Jahr wollen mein Kumpel und ich es auch mit Serbien versuchen, uns hat es die GM-lastige Strecke Nis-Dimitrovgrad angetan. Angestachelt wurden wir durch Nils Bericht vor 2 Jahren. Gibt es da Hotelempfehlungen in der Gegend um Nis? Wie habt ihr es mit dem fotografieren gemacht? Hattet ihr eine Fotogenehmigung, oder braucht man sowas in Serbien nicht mehr?

Gruß, 219 003-1, FAUR-Power aus Rumänien für die DR-das U-Boot!!!

toller Bericht, ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.

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.....DIE Seite mit Sound !!!

Re: Dankeschön für den tollen Bericht..

geschrieben von: Schwandorfer

Datum: 02.10.12 13:51

> Zum (Golf) der jungen Frau, ich glaube es ist in
> Lada Niva.

Nein, das ist ein Yugo ([de.wikipedia.org]).

@Jan: Traumhaft schöne Bilder aus einem Land, das man eigentlich nicht kennt. Bin schon gespannt auf mehr!

Viele Grüße

Tobias


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Re: Dankeschön für den tollen Bericht..

geschrieben von: Yannick S.

Datum: 02.10.12 15:08

Da kann ich mich nur anschließen, der erste Teil macht richtig Lust auf mehr! :)

10564-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.10.15 18:29

Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 02.10.12 19:38

Hallo Matthias,

zu den Hotels muss Nil vielleicht besser was sagen können. Wir waren nicht in Nis.

Eine Fotogenehmigung hat sich als vorteilhaft erwiesen (dazu kommt noch was *g*), schon allein weil Serbien von der Verständigung halt nicht Kroatien ist und man deutlich seltener auf englisch- oder deutschsprachige Menschen trifft. Du kannst sie einfach über die Kontaktadresse der ZS-Seite beantragen. Das dauerte nur paar Tage. Passnummer und Anschrift mit angeben! Außerdem Zeitraum und gewünschte Strecken, wobei unser "Gesamtnetz" auch akzeptiert wurde.

Viele Grüße,
Jan

Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: MP

Datum: 02.10.12 19:45

Jan vdBk schrieb:
-------------------------------------------------------

> Eine Fotogenehmigung hat sich als vorteilhaft
> erwiesen (dazu kommt noch was *g*), schon allein
> weil Serbien von der Verständigung halt nicht
> Kroatien ist und man deutlich seltener auf
> englisch- oder deutschsprachige Menschen trifft.
> Du kannst sie einfach über die Kontaktadresse der
> ZS-Seite beantragen. Das dauerte nur paar Tage.
> Passnummer und Anschrift mit angeben! Außerdem
> Zeitraum und gewünschte Strecken, wobei unser
> "Gesamtnetz" auch akzeptiert wurde.


Mir wurde eine Fotogenehmigung fuer das Gesamtnetz verweigert. Ich bekam die Antwort, dass ich gefaelligst genau auflisten soll, an welchem Tag ich welchen Bahnhof und welche Strecke zu besuchen gedenke - bei den chaotischen Zustaenden bei der serbischen Eisenbahn und den nach Zufallsprinzip verkehrenden Zuegen natuerlich ein absolut sinnloses Unterfangen. Habe dann ohne Fotogenehmigung fotografiert, woran sich niemand gestoert hat.

Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: MP

Datum: 02.10.12 19:47

219 003-1 schrieb:
-------------------------------------------------------

> Gibt
> es da Hotelempfehlungen in der Gegend um Nis?


Falls auch die Strecken um Zajecar besucht werden sollen: In Zajecar ist das Hotel Hamburg sehr empfehlenswert (mitten im Zentrum).

Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 03.10.12 02:16

Jan vdBk schrieb:
-------------------------------------------------------

Hallo Jan,

vielen Dank. Da werde ich mal Nil anschreiben. Zu eurer grinsenden Knipserlaubnis bin ich mal neugierig *gg*

Gruß und lasst uns nicht zu lange warten, ich bin gespannt wie Flitzebogen. Am kommenden Montag fahren wir runter nach Yugoslawien. Bei Gracac steht mitten in der Landschaft ein Panzer aus dem Krieg, mal sehen, ob man den mit Zug umsetzen kann.

Gruß, 219 003-1 FAUR-Power aus Rumänien für die DR-das U-Boot!!!

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Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 03.10.12 02:24

MP schrieb:
-------------------------------------------------------
> 219 003-1 schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
>
> > Gibt
> > es da Hotelempfehlungen in der Gegend um Nis?
>
>
> Falls auch die Strecken um Zajecar besucht werden
> sollen: In Zajecar ist das Hotel Hamburg sehr
> empfehlenswert (mitten im Zentrum).

Hallo MP,

Danke, aber wir wollen uns ausschließlich mit der Dieselpiste beschäftigen, wir sind schaef auf die slovenischen Spankas, und die Kennedis.

Gruß, 219 003-1, FAUR-Power aus Rumänien für die DR-das U-Boot!!!

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Re: Zugabfrage per Internet im Ausland

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 03.10.12 08:12

Bei Gracac steht mitten in der Landschaft ein Panzer aus dem Krieg, mal sehen, ob man den mit Zug umsetzen kann.

Ah, Du meinst Kresimir. Den haben wir irgendwie nicht mit Zug umgesetzt. Keine Ahnung, vielleicht trauten wir uns dort nicht so in die Botanik. Bin gespannt, ob Ihr eine Möglichkeit findet.

Viele Grüße,
Jan

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