Da die obligatorische Woche Graubünden im September mittlerweile zu teuer geworden ist, gab es als Ersatz eine Woche Tschechien.
Zuerst war ich ein paar Tage im Muldental bei Freunden und am Sonntag ging es dann von dort nach Zwickau und mit der Vogtlandbahn bis Sokolov für 8.50 Euro….
…Sokolov wurde pünktlich und mit wundem Hintern von den „bequemen“ Sitzen erreicht…
…interessant hier im Bahnhof, dass es außer den aktuellen Fahrplanrollen auch historische aus den Siebzigern gibt…
…ein kurzer Besuch der Stadt…
…bevor es dann wieder zum Bahnhof ging, denn ab hier fuhr unser WL „nach Böhmen“.
Ein Blick zum Wagenstandsanzeiger sagt uns, dass der Wagen gleich nach der Lok hängt…
…und pünktlich auf die Minute kommt der Zug aus Cheb eingefahren…
…und ein alter Bekannter öffnet die Tür- Unser Betreuer Arad-Varna und Varna-Praha vom Juli….
…wir haben ein FIP-Ticket bis zur slowakischen Grenze und die Reservierung wegen des Double bis Bratislava, wollen aber schon in Breclav aussteigen…
…und nun kam etwas, was man nicht so einfach beschreiben kann:
Ich kam in den Wagen und fühlte mich plötzlich wie daheim in der guten Stube.
Gut, ich hatte natürlich auch WL-Entzugs-Erscheinungen seit Juli. Aber dieses prickelnde Gefühl hatte ich das erste Mal in einem WL. Vermutlich liegt es an der langen Juli-Tour.
Da ist wohl irgendetwas bei mir passiert, so dass ich mich ab jetzt wahrscheinlich in jedem WL wirklich wie zu hause fühle. Zu welchem Arzt geht man da?
Genug geschwatzt, hier nun die obligatorischen Innenfotos…
…und hier die aktuelle Speise- und Getränkekarte des Wagens…
…wie schön kann man doch bei geöffnetem Fenster und gutem Wetter den Abend genießen…
…und dann rechtzeitig ins Nest, denn morgen ist zeitiges Aufstehen angesagt.
Am Morgen erwache ich dann auch kurz vor fünf ohne Wecker.
Wir stehen schon länger in Breclav und steigen hier aus…
…für mich neu ist, dass der Schlafwagen bereits in Breclav an den R371 gehängt wird, welcher durchgehend aus modernem klimatisiertem Material besteht…
…dann wollen wir mal schauen, was es auf dem Bahnhof um diese Zeit zu entdecken gibt.
Zunächst die Rutsch´n nach Znojmo…
…und da stand um viertel nach fünf noch der D407 mit der Planabfahrt um 04.51 Uhr…
Ich habe allerdings nur die WL abgelichtet, hier die aus Moskau…
…der aus Warszawa…
…aus Krakow…
…und der WL aus Berlin…
…für uns geht´s mit dem Pendlerzug SP1770 nach Brno weiter…
…es gibt hier Gepäckautomaten und auffallend goldene Fahrplanrollen…
…sowie Eigenumbauten von Tatrabahnen…
…aber nun endlich nach Böhmen mit dem R660, dem zwei Brillen vorgespannt sind.
Links übrigens die Rutsch´n nach Jihlava, die bis dorthin allein eine Stunde länger braucht….
…inzwischen halten auch hier moderne Rangierloks Einzug, aber auch die ältere Fraktion ist noch vertreten…
….in einem modernisierten Y-Wagen führt die Fahrt…
…zunächst bis Jihlava, dort ist Fahrtrichtungs- und Tfz- Wechsel.
Weiter geht es elektrisch…
…zwischen Horni Cerekev und Veseli wurde die Strecke letztes Jahr erneuert..
…die Schmalspurbahn in Jindrichuv Hradec…
…in Veseli nad Luznici wurde der Zug zwecks Besuchs der Bahnhofswirtschaft verlassen (unbedingt empfehlenswert!)…
…das Stück bis Ceske Budejovice überbrückten wir mit Os8207, der aus unmodernisierten Y-Wagen bestand…
…und nach kurzem Aufenthalt von Budweis im R203 bis Rybnik…
…dort stand schon der Pendel Rybnik- Lipno, der uns nach Vyssi Brod Klaster brachte…
…ein ganzes Großraumabteil wird als „Dienstabteil“ beansprucht…
…in Vyssi Brod war in der Pension Inge direkt an der Moldau nahe des Klosters reserviert…
…es folgten einige schöne entspannte Tage bei Wandern…
…Schwammerl suchen (und finden)…
…Züge schauen…
…hier im PID-Design :-) …
…der durchgehende Pendlerzug aus Budweis…
…die tägliche Übergabe mit Güterzugbegleitwagen…
…Besuch der ortsansässigen Minibrauerei…
…am Freitagmorgen ging es nach sehr gutem ausgiebigem Frühstück in Richtung Cheb, hier war noch ein Hotel gebucht.
Am Bahnhof kam zuerst die Übergabe für´s Heizwerk..
..danach unser Zug nach Rybnik…
….von da mit Sp1930 nach Ceske Budejovice…
…und weiter mit R924 bis Plzen…
…unterwegs fielen die geöffneten Bahnhofswirtschaften auf, hier in Protivin…
…dann in Strakonice…
…und schließlich in Horazdovice…
…die Ankunft war pünktlich in Plzen…
…der Bahnhof hat sich seit dem letzten Besuch vor 3 Jahren sehr zum Positiven verändert.
Er ist renoviert und Geschäfte sind auch wieder ansässig…
Aber das Beste ist hier:
…eine Selbstbedienungs-Gaststätte mit preiswertem und gutem Essen…
…und Trinken…
…weiter ging es gestärkt mit R758 bis Cheb…
…nach dem Einchecken im Hotel ging´s erst mal wieder zum Bahnhof.
Der WL nach Moskau stand abfahrbereit…
…seitlich stand ei Zug abgestellt, der wohl aus Schadwagen bestand.
Im Zug waren 2 WL und 2 Bc sowie Sitzwagen mit verschiedenen Zuglaufschildern…
…wenn man über die Fußgängerbrücke geht, hat man eine schöne Aussicht auf den ganzen Bahnhof…
…abends dann noch ein Bummel durch Cheb…
…der zufällig in einer wunderschönen Wirtschaft endete, die nur von Einheimischen besucht wird…
…am nächsten Morgen dann war der Kurzurlaub auch schon zu Ende.
Die Wege trennten sich, der eine fuhr mit der Vogtlandbahn nach Zwickau…
…und der andere über Marktredwitz und Nürnberg nach München…
Das war’s, mal schauen, was das Jahr noch so bringt.
Gruß
Karli
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:09:25:18:39:06.