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Hallo Welt,

Dies ist bereits der letzte Teil dieser (kleinen) Serie. Wir hatten noch einen halben Tag in Montenegro und die Fahrt nach Hause vor uns. Viel Spass auch bei diesem letzten Teil!

Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] >> USA und Start in den Balkan
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] >> In Bosnien rund um Doboj
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] >> ein Tag in Bosnien und weiter bis nach Montenegro
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] >> Wiedersehen im Kosovo
Teil 5: [www.drehscheibe-foren.de] >> Vollbetrieb im Kosovo und in den Bergen von Montenegro

Texte innerhalb des Berichts welche in einer [ECKIGEN KLAMMER] stehen sind Kommentare vom Herrn Jordi, die lassen wir einfach mal stehen.




Donnerstag 29. März 2012, Virpazar - Knin

Nicht früher als 8 Uhr aufstehen hiess es gestern Abend. Und so war es auch, es wurde sogar 8:15 Uhr bis wir uns aus den Betten wälzten, Jordi ging vor und ich hatte noch ein paar Minuten *schnarch*. Die Sonne schien in das Zimmer und liess keinen Zweifel am Wetter aufkommen, es war schön und schön und ... schön.
Frühstück im Pelikan gibt es von 9 bis 11 Uhr, also schön spät. So spät, dass das Frühstück schon fast als Mittagessen durchgehen könnte. Da wir genug Zeit hatten verschoben wir es auf später und wollten erstmal ein paar Fotos machen. Für den IC der um halb 10 Uhr kommt wollten wir auf den Damm, da bestand kein Zweifel, aber was wollen wir mit dem Regio davor machen? Wir überlegten ein bisschen und probierten dann direkt im Ort drin eine Stelle mit Wasser und Booten im Vordergrund zu finden. Das scheiterte aber am Bewuchs nächst der Strecke. Oha, ja, Vegetation. Vor 4 Tagen war Braun die vorherrschende Farbe im Unterholz, heute ist es grün. Der Regen vom letzten Sonntag hat die Vegetation weiter gebracht, die Berghänge sind jetzt bunter. Eine erfreuliche Erkenntnis!
Der Versuch im Ort drin etwas an Höhe zu gewinnen, um über das Kraut hinweg zu kommen, misslang bei einer unnötigen Kletterpartie auf einen Hügel (wo ziemlich sicher auch ein Weg hin führt ;)). Am Schluss drückte der Regio so stark, dass wir ihn hinter dem Ort fast am Bahndamm dran erwarteten und nachschossen. Leider war wieder die total eingesaute Garnitur unterwegs. Wie wärs mal mit etwas Abwechslung?

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[maps.google.com]
Im Regionalverkehr zwischen Podgorica und Bar war auch an diesem Tag wieder der selbe Triebwagen im Einsatz wie immer … diese ranzige Kiste. Hier direkt bei Virpazar.

Es war 8:50 Uhr und bis zum IC blieben uns gute 40min, mehr als genug Zeit um den Felsen bei Vranja zu besteigen. Wir fuhren rüber, parkten auf unserem Baumschattenparkplatz und stiegen durch die Steine auf unseren Hügel hoch - vor uns immer ein Stock um die Spinnnetze, welche zwischen Bäumen, Sträuchern und Gräsern gebaut wurden, zu räumen.
Oben wartete es sich vorzüglich auf den IC und das bibbern um den Strassenverkehr ging zu dem Zeitpunkt los als der Zug das erste Mal zu sehen war. Es klappte fast ... kein Grund zum meckern. Wenn man bedenkt dass auch ein LKW mit Kolonne im Bild sein könnte hatten wir schweinisches Glück.

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[maps.google.com]
Der Schnellzug von Bar nach Belgrad auf dem grossen Damm bei Vranja. Das erste Bild ist ein Teleschuss auf die Gerade hinter Virpazar.

Beim letzten Besuch am Damm kam nach dem IC relativ bald eine leerfahrende Lok von MonteCargo. Kontinuität in der Sache, gewohnt aus dem Kosovo, liess uns auf dem Felsen sitzen bleiben und zuwarten ob die Lok heute auch kommt und evlt. sogar Güterwagen dabei hat?
Güterzug kam natürlich keiner, dafür Baugerödel oder etwas in der Art, ziemlich langweilig. Um 10 Uhr verliessen wir den Affenfelsen und kletterten behutsam den Felsen runter bis wir wieder festen Tritt unter den Füssen hatten. [Tja, da machte es sich bezahlt, dass Klein Jordi als Kind von seinen Eltern immer wieder zu Touren in die Alpen mitgeschleppt wurde ;-)]
Jetzt: Frühstück! Es war zwar schon halb 11 Uhr bis wir am Auto waren, aber im Hotel hat jemand etwas von 11 Uhr erzählt, also bitte, her damit ;). Wir fuhren zurück nach Virpazar und gerade als wir auf den BÜ fahren wollten beginnt dieser zu bimmeln. Aha, Zug, von hinten kann nicht - dann von vorne? Ich fuhr zum Wenden etwas nach vorne und überfuhr dabei gerade den BÜ Auslösenden Zug. Es war eine normale 461er mit einem Wagen hinten dran. Es gibt Länder da ist das normal und ein richtiger Regio, es gab also keinen Grund den Zug einfach ziehen zu lassen. So eilten wir zum Damm zurück um ihn da direkt von der Strasse bzw. dem Parkplatz aus zu schiessen. Zum Glück bemerkte ich die Polizeikontrolle am Damm (die auf den 60er Abschnitt auf dem Damm schaute, mit dem Radar) schon beim Losfahren vorhin und konnte meine Fahrweise entsprechend passiver gestalten. Bis vor dem Damm hatten wir genügend Vorsprung heraus gefahren um dann gefahrlos bis an die Stelle zu rollen.

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[maps.google.com]
Diesel Zug ist eine Überführung von Lok und / oder Wagen und kein Regionalzug. Wir sahen ihn per Zufall vor dem Frühstück noch und fuhren noch mal schnell zur Stelle.

Der Regio / Güterzug war durch und wir wollten jetzt echt einfach mal Essen fahren.
Um viertel vor 11 betraten wir das Hotel wieder und wurden gleich schon willkommen geheissen. Frühstücken, ja? Ja! Auf der Terrasse hinter dem Hotel, gleich neben der Strecke (damit wir die Züge die wir verpassen auch ja sehen beim "Frühstück"). Ungefragt wurde das Frühstück gereicht, welches den Abschluss in deliziösen Omletten mit Käse fand. Dazu türkischer Kaffee *mmmh*.
Im Hotel wollten wir danach nur unsere Sache zusammenräumen und bezahlen. Bevor wir das Hotel verliessen schauten wir uns auf die freundliche Einladung noch das kleine Museum im Dachgeschoss an. Es zeigt wie die Häuser in der Region vor 200 Jahren eingerichtet waren und hat einen noch funktionsfähigen Feuerplatz (auf welchem Fisch für spezielle Anlässe gegrillt und geräuchert werde *mmmh*). Interessantes Detail am Rande: Letztes Jahr war der See so stark gefüllt, dass der ganze Ort Virpazar über 2m unter Wasser stand. Aufgrund dessen hat man das Flussprofil des Abflusses (auf der Albanischen Seite) soweit ausgebaggert, das so etwas nicht so schnell wieder passieren kann. Das ist der Grund weswegen der Wasserstand aktuell sehr tief sei, so tief wie seit 100 Jahren nicht mehr ... sieht man auch auf den Bildern. Man erwartet aber auf die einsetzende Schneeschmelze in den Bergen wieder deutlich mehr Wasser. [Und Schnee liegt nach diesem harten Winter ja wahrlich genug, davon hatten wir uns ja selbst überzeugen können.]
Dann waren wir aber wirklich weg. Danke! Und wir halten das Hotel in guter Erinnerung, dass nächste Mal in Montenegro wissen wir wohin!
Es fehlte jetzt eigentlich nur noch ein Zug und dann wären wir zufrieden mit dem Vormittag: Der Lokbespannte Regio welcher uns letzte Woche etwas überrascht hatte am Damm. Es gäbe einige Stellen um Virpazar, wir liebäugelten aber mit dem kleinen Damm in Vranja, von der Gegenseite im Ort. Beim kurzen Drübergucken erkannten wir zwar nicht auf Anhieb wo man da gut in die Berge kommt, aber Querfelsein klappte es auch ganz gut. Unterwegs trafen wir natürlich auf einen „guten“ Weg - warum nicht gleich so? ;) [Man muss nur den Einstieg finden ;-)]
Oben in den Bergen drin gab es für uns zwei Züge, einen Triebwagenregio von hinten (schon wieder dieser total eingesaute) und der Lokbespannte Regio von vorne.

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[maps.google.com]
Vranja geht auch von der anderei Seite, wenn man nur gewillt ist etwas zu klettern. Hier wieder der blöde Regio von Bar zurück nach Podgorica.

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[maps.google.com]
Viel besser ist da der Regio von Bijelo Polje nach Bar, mit Lok und (sauberen) Wagen.

Passte alles, zurück zum Auto. Wir waren unten noch nicht ganz bei unserem Parkplatz da lief uns ein "Einheimischer" über den Weg. Dobro Dan! Ihr aus Schweiz, ihr suche Hotel? Nein, Danke, wir sind auf der Durchreise. Aber kommt, ihr habt Zeit für Kaffe? Ich zeige euch meine Laden! Freundlich und ach was solls, sein Geschäft (Trödelmarkt) sah von aussen nicht unspannend aus und wir schauten uns mal um. [Und seit diesem Moment ziert eine 500'000 Dinar-Note Jordi’s Banknotensammlung, der gute Herr hatte noch bündelweise davon.] Der Gute Mann lebte nach seinen Erzählungen über 20 Jahre in Zürich, hat also wie viele andere auch eine Vergangenheit in Mitteleuropa. Er geniesst jetzt sein Leben in Montenegro und besitzt Hotel und Trödelmarkt. Er hat uns unter anderem darüber aufgeklärt weshalb in Montenegro in diesen Wochen so massiv viel mehr Polizei als sonst am Strassenrand steht zurzeit. 1) Geld verdienen (logisch) und 2) gibt es ein Programm welches nicht angemeldete Autos aufspüren will. Na toll, und wir sind mitten drin ;)
Am Touristencenter beim grossen Damm stoppten wir noch mal kurz und besorgten uns ein paar Flaschen Wein für Zuhause. Die ganze Gegend ist ja ein riesiges Weinbaugebiet, und dieser Wein bekommt soviel Sonne ab, der muss einfach lecker sein (kein Kochwein wie der hiesige ;))!
Raus aus Montenegro! Dies war unser nächstes Projekt. Ich wollte möglichst um 17 Uhr an der Kroatischen Strecke zwischen Ploce und Metkovic stehen. Ich habe ja die Hoffnung noch einen Bosnischen Talgo zu sehen noch nicht aufgegeben, und wenn einer fahren würde wäre der Zug nach Sarajevo auch ein heisser Anwärter, denn er quert nie die Gleise der ZRS, sollte dies ein Problem sein (weiss ja nicht).
Durch den Tunnel erreichten wir die Küstenstrasse und auf der ging es dann stetig nach Norden. Jordi notierte in seinem imaginären Notizbuch, dass man die Strasse in die andere Richtung befahren müsste (weil schöner und Anhalten besser möglich). Ich kämpfte derweil noch mit Montenegrinischen Typ1-Fahrern.
Noch in Montenegro folgte die kleine erholsame Fährenfahrt über den Fjord von Kotor. Die Fahrt dauert keine 15min und kostet 4 Euros. Nur: Wie oft fahren die Fähren in der Nebensaison? Als wir ran fuhren stand gerade noch ein Schiff da, fast voll. Schnell sind wir hinter den anderen zum Kassenhäuschen und haben uns ein Ticket besorgt. Am Schluss standen wir als letztes Auto quer hinten in der Fähre drin, gerade so, dass man die Ladebrücke ein bisschen hochfahren konnte - mit einem Kombi grösseren Auto wären wir am Fähranleger stehen geblieben. Auch überdachte Zündkerzen haben ihren Vorteil ;)

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Auf der Fähre von Lepetani nach Kamenari, noch in Montenegro, erwischten wir mit unserem kleinen Auto gerade noch den letzten Platz gaaaanz hinten ;)

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Fährfahrt durch die Meerenge am “Fjordeingang”

Der folgende Grenzübertritt ging schnell von statten, die Kroaten schauten zwar die Pässe genau an, aber nichts weiter geschah. In Kroatien war das Fahren viel angenehmere, der Verkehr war schwach (ich erinnere mich mit Grauen an die Fahrt im Hochsommer über die Strasse) und wir kamen gut voran. So gut, dass wir nach dem kurzen Bosnischen Teil (Kontrolliert wurden wir beide Male nicht) noch eine halbe Stunde an einer verlassenen Bucht entspannen konnten. Wir hielten die Füsse ins kalte Adriawasser und setzten uns auf einen Stein in der Sonne - gerne mehr davon!

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Fahrt der Küste entlang, bereits in Kroatien.

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Das wäre dann nicht mein Haus ;)

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Auf unseren Fahrplan hatten wir einigen Vorsprung, so konnten wir uns eine kleine Pause an dieser Bucht genehmigen.

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Die Küstenstrasse ist natürlich ein krasser Gegensatz zu den Strassen durch die Berge, aber nicht minder schön.

Als wir genug Energie und Sonne getankt hatten folgte das kurze Stück bis an die Strecke. Wir waren nur etwa 15min „zu früh“ dran und so gestaltete sich das Warten am Kanal der Neretva kurzweilig. Der Sarajevo Zug kam mit einer 441, die ziemlich frisch lackiert aussah (jedoch im Altlack) und mit zwei Schwedenwagen ... soviel zum Thema Talgos ins Bosnien 2012. Der Regio welcher kurz darauf in die Gegenrichtung fuhr hatte ebenfalls eine normal lackierte 441er davor (soviel zum Thema Neulack in Kroatien ;)) und einen weissen Wagen. Alles sauber.
Das waren ja zwei schöne Bilder, aber die Garnituren hätten doch etwas bunter sein dürfen (ja, ich hab noch Ansprüche ;)).

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[maps.google.com]
Talgo oder nicht? Nein, im März 2012 noch nicht. Der Schnellzug von Ploce nach Sarajevo, wie eh und je mit den beiden Schwedenwagen, bei Opuzen

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[maps.google.com]
Auch der Regionalverkehr präsentierte sich gewohnt „langweilig“, keine Lok in neuer Lackierung. Aber immerhin der Wagen war sauber.

Das Ziel für heute Abend war Split, oder Gospic, oder sonst etwas? Das war noch nicht so klar, vor allem weil der Tagesplan für morgen noch nicht stand. Jordi wäre ganz gerne an der dalmatinischen Küste gesessen um da vor allem das Vorabendprogramm zu fröhnen (ICN, Perkovic Regio und Güterzug). Da ich das Vergnügen aber schon ein paar Mal hinter mir habe tendierte ich eher zu Bihac und den ZRS Regios nach Bosanski Nova.
Am Schluss einigten wir auf den Schlafplatz Knin, da wäre man in beide Richtungen nicht ewig unterwegs und wir konnten das Wetter noch mal checken im W-Lan (welches das Hotel aus der Erinnerung haben müsste). Denn am Wetterbericht wollten wir es festmachen! Gestern Abend hatte er für den Freitag ganz allgemein eher schlechtes Wetter vorhergesagt, in Bihac schlechter als an der Küste - heute Früh war es dann grundsätzlich relativ schön, in Bihac aber besser als an der Küste. Sehr konstant. Heute Abend wollten wir noch die entscheidende Drittmeinung einholen.
Also auf nach Knin. Unsere Ankunft schätzte ich mal auf 21 Uhr, am Schluss ging es aber sogar 30min schneller. Auch wenn es schlecht los ging, ich wollte noch Tanken und die einzige Tankstelle die es in Ploce zu geben scheint ist nicht wirklich nah an der Hauptstrasse. Da war dann zu allem Überfluss noch der Computer im Eimer, da wir aber schon Benzin im Auto hatten (das ging noch) und keine Kuna besassen gab es Sprit ohne Rechnung ... die Kreditkartenbuchung hat auch geklappt (leider ;)).

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Der kleine Ort Komin liegt malerisch zwischen den Bergen und der Neretva.

Es folgte dafür eine angenehme Überraschung welche uns mindestens 15min sparte. Die Autobahn ist schon weiter eröffnet als vor einem Jahr und der grösste Teil des Gegurkes über die Bergstrassen fällt aktuell weg. Bis nach Ploce fehlt jetzt nicht mehr viel, sieht auch schon recht fertig aus.

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Abendstimmung wieder in den Koratischen Bergen hinter der Küste.

An Split flogen wir in der Dämmerung vorbei und hinter Sibenik wechselten wir in der Dunkelheit auf die Landstrasse. Die war so herrlich leer, dass wir gleich die nächsten 15min gegenüber meiner Schätzung einfuhren. Wo genau wir lang gefahren sind weiss ich zwar nicht mehr, aber die Schilder leiteten uns nach Knin. Das ist in der Region sowieso ziemlich eine Krux mit den Strassen ... zwischen Knin und Split ist das alles viel zu unübersichtlich, ich finde mich da nie zurecht, auch wenn es eigentlich gar nicht so schwierig wäre ;).
Das Hotel Mihowil in Knin hatte noch Platz für uns und das Doppelzimmer für 60 Euro entpuppte sich als 4 Bett Zimmer mit getrennten Schlafräumen - nicht schlecht. Jordi hat bei der freien Raumwahl (zum Glück für mich? ;)) etwas daneben gegriffen, die beiden Matratzen bei ihm waren schon ziemlich übel durchgelegen .. meine eine nicht :-)
Der Abend endete im Restaurant wo wir vorzüglich diniert haben. Und das Bier erst .. mmmh. Neben uns war noch eine Gruppe Nerds anwesend, irgendeine Computer Convention ... zum Glück haben die nicht das ganze Hotel belegt. So eine Veranstaltung spricht aber zumindest schonmal für die Internetverbindung ;)




Freitag 30. März 2012, Knin - Schweiz

Letzter Tag, ein letztes Mal ging es raus, ein letztes Mal räumten wir unser Zimmer. Schon wieder? Tatsache, auch dieser Urlaub ist schon fast wieder am Ende.
Und was taten wir nun heute? Küste oder Bihac? Ich habe mich durchgesetzt, mit Hilfe vom Wetterbericht entschieden wir uns für Bihac. Für den Abend hatte der Lügi schlechtes Wetter an der Küste vorhergesagt (im Landesinnern auch, aber so lange wollten wir gar nicht in Bihac bleiben). Wenn man nun um 17 Uhr unter den Wolken an der Küste steht wenn der (Güter)Zug kommt (auf den man den ganzen Tag gewartet hat) ... ziemlich überflüssige Vorstellung. Da gefiel mir der Gedanke um 14 Uhr in Bihac verduften zu können besser, wäre auch für die Ankunft Zuhause irgendwie humaner.
Also Bihac. Wo lang fahren? 2 Stunden soll man haben sagt Google, sowohl über Kroatien als auch über Bosnien. Wir entschieden uns so lange wie möglich auf Kroatischen Strassen zu fahren, da gibt es nämlich sicher keine Bosnischen Streusiedlungen (klar ;)) die zum Schleichen (ver)führen. Bis Zrmanja ging es einer mir bestens bekannte Route entlang, da oben ging es aber heute mal rechts anstatt gerade aus. Eine 1-Stündige wunderschöne Fahrt durch das abgelegene Tal, mit nur wenigen kleinen Orten, brachten wir entspannt hinter uns. Dann trafen wir auf einmal auf einen kleinen Zoll im nirgendwo Wir waren sehr gut in der Zeit, dass einzige was sich nicht an den Zeitplan hielt war das Wetter. Es hätte schon Wolken haben sollen am Himmel, aber von einer geschlossenen Wolkendecke war im Wetterbericht niemals die Rede. Aber die ersten Lücken zeigten sich zaghaft, was unsereins positiv stimmte.
Dieser Grenzübertritt war dann der anstregendste in diesem Urlaub überhaupt. Wir und unser Kofferraum waren ziemlich interessant. Der Zöllner entdeckte das Bier im Kofferraum (Peje Bier für den Export, ihr erinnert euch ;)) und wollte noch in meinen Koffer schauen. Den Wein aus Montenegro hat er zum Glück nicht entdeckt und Jordis Rucksack war auch nicht interessant ;). Alles war bald in Ordnung … bis auf die Militärplane welche im Auto lag und alle unsere Habseeligkeiten abdeckte erstaunte ihn. „Warum habt ihr die dabei?“ Ja warum wohl? Um Dinge abzudecken die nicht jeder sehen muss (z.B. DU ;)), um sich drauf zu setzen draussen, und überhaupt, so eine dabei zu haben kann niemals schaden. Das sah er ein ... und wir waren drin in Bosnien.
Bihac war nicht mehr weit und ich fand routiniert zum Bahnhof (war so eine Podgorica zufalls Aktion ;)). Da drin war mal nichts los, draussen in der Nordausfahrt stand aber etwas. Eine ranzige 661 und ein noch ranzigerer Bm (wie erwartet). Links daneben stand eine gelbe V100 und alles lief. Hmmm, dass war jetzt wieder eine kleine Enttäuschung. 661 anstatt V100? Aber deswegen wollte ich doch da hin!? Dann dieses Wetter welches nur sehr zögerlich besser wurde (also eigentlich zog uns die blaue Wand nach, aber etwas langsam). Nein, Bihac hatte ich mir anders vorgestellt.
Aber da wir schon mal da waren ... spätestens um 14 Uhr waren wir eh fertig und dann sollte es nach Hause gehen. Und die 5 Stunden bis dahin lassen wir uns nicht vermiesen - lasst uns Bilder von ranzigen Regios schiessen! Die, obwohl unvorstellbar unwirtschaftlich, 4-mal am Tag zwischen Bihac und Bosanski Novi verkehren. 4 Züge nur ... Im Bahnhof hängt noch der Fahrplan von 91 / 92 aus Bihac, was da lief war ja unvorstellbar! Zwar nur nationaler Verkehr (Jugoslawien war gross…), aber in Massen. Fernzüge von Ljubliana nach Split, von Sarajevo nach Zadar usw. . Der heutige Verkehr ist ein Schatten seiner selbst .. .

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Fahrplanauszug von Bihac im Jahresfahrplan 91/92 … da war noch etwas los! Dieser Fahrplan hängt heute im Bahnhof von Bihac

Wir warteten die Abfahrt des Zuges nicht im Bahnhof ab und verabschiedeten uns für kurze Zeit von den Eisenbahnern. An einer Tankstelle am Ortsausgang vernichteten wir zielgenau alle unsere Bosnischen Mark welche noch in den Taschen klimperten [wenn man denn richtig gerechnet hätte; so blieben halt 30 Pfennig übrig…] und fuhren dann dem Zug vorweg ins Unatal.
An den ersten beiden Stellen hatten wir Glück mit der Sonne, an der dritten dann leider nicht mehr, dabei wäre es DAS Motiv gewesen *grummel*. Wir merkten uns den Querschuss auf die Gitterbrücke für die Rückfahrt vor. Weiter ging es vermehrt wieder unter Wolken und es gelang eigentlich nur noch ein Bild welches den Namen verdiente an der Einfahrt vom Endbahnhof.

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[maps.google.com]
ZFBH 661 305 mit einem Wagen mit dem Regio nach Bosanki Novi. Hier kurz hinter Bihac

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[maps.google.com]
Weiter hinten wird das Una Tal noch mal etwas breiter, hier erwischten wir den Zug erneut. Er ist in dem Abschnitt extrem langsam unterwegs.

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Ein letztes Bild kurz hinter Otoka

Wir waren beide mässig begeistert von der ganzen Kiste; alles was wirklich schön war blieb im Schatten bei der Zugsdurchfahrt. Wir hofften einfach mal auf die Rückfahrt die nach einer Stunde Pause starten sollte. Was tun so lange? Wir suchten mal den Bahnhof, immer eine gute Idee. Nur fanden wir ihn nicht ;). Dafür kreuzten wir die Hauptstrecke nach Novi Sad bzw. Sarajevo. Ah, Moment! Zeitlich könnte das doch etwa hinkommen? Tatsächlich, der Zagreb - Ploce Zug sollte um halb 12 Uhr bei uns sein und schön ins Licht fahren. Wow, der Regio von und nach Bihac macht also so etwas Ähnliches wie Anschluss an diesen Zug? ;)
Wir hatten ein neues motivierendes Ziel (das Wetter in Bosanksi Nova war nämlich super) und schlichen mal der Strecke in Richtung Sarajevo entlang. Da fanden wir massig Formsignale und alte Infrastruktur. Am Schluss hat es uns aber ein kleines Minarett angetan welches in Blagaj Japra am Strassenrand steht. Mittels einer alten verlotterten Verladeanlage für irgendein Schüttgut gewannen wir etwas an Höhe und erwarteten mit der Nase in der Sonne den Zug. Pünktlich oder nicht? Das war natürlich die Frage ... denn viel zu viel Verspätung dürfte er nicht haben, sonst wäre der Bihac Regio weg (wenn er den nicht wartet). Aber es war alles im Butter, der Zug kam ziemlich pünktlich und schlich an unserer Stelle vorbei. Zum Glück war die Fotowolke erst 30 Sekunden später zur Stelle *Phu*. Der Zug hatte nebst der sauberen Lok heute zur Abwechslung mal nur zwei Wagen dabei, der Srbske Wagen fehlte in der Garnitur.

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[maps.google.com]
In Bosanski Novi trifft die Strecke von Bihac in die Hauptstrecke von Zagreb nach Banja Luka. Auf dieser fährt kurz vor dem Mittag der Schnellzug von Zagreb nach Ploce vorbei. Hier im kleinen aber feinen Ort Blagaj

Der Verfolgung des Bihac Regios stand nun nichts mehr im Weg! Wir folgten dem Zug die nächsten 2h zurück bis Bihac (60km Strecke, Verfolgen ist also ziemlich einfach).
[Als wir an einem Bahnübergang warten mussten, bis der gute Herr die alte verrostete Schranke mühsam per Handkurbel hochgekurbelt hatte, kamen wir ins Nachdenken über Sinn und Zweck der Strecke… Überschlagsmässig kamen wir auf gut 30 Personen, die alleine diese Bahnstrecke beschäftigt (Schrankenwärter, Weichenwärter, Signalwärter (wofür eigentlich, es gibt eh keine Kreuzungen, da immer derselbe Zug hin- und herpendelt?). Da von morgens 5 Uhr bis kurz vor Mitternacht Betrieb herrscht (bei 4 Zugspaaren im Total), kann man davon ausgehen, dass sich diese Zahl durch zwei Schichten verdoppelt… Man darf nicht daran denken, dass dasselbe Angebot auch von zwei / drei Busfahrern angeboten werden könnte…]
Bei der Rückfahrt gelang uns auch ein Sonnenbild von der Flussbrücke über die Una. Nachschuss …

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[maps.google.com]
Die Lok hat um den Wagen gesetzt und fährt nach einer Stunde Pause wieder zurück nach Bihac. Hier kurz nach der Abfahrt in Bosanski Nova

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[maps.google.com]
Entlang der Strecke, kurz vor Rudice

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[maps.google.com]
Ausfahrt aus dem Bahnhof Rudice

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[maps.google.com]
Bei Donja Blatna endlich mal die Möglichkeit etwas querer zu stehen.

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[maps.google.com]
Kurz vor Bosansa Krupa wechselt die Bahn die Flusseite, dabei kann man direkt von der Strassenbrücke aus zuschauen. Die Fahrleitung ist in diesem Bereich nicht mehr vorhanden, sonst auf der Strecke mehrheitlich aber noch da wo sie hingehört.

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[maps.google.com]
Diese Stelle im engsten Bereich des Una Tals war bei der Hinfahrt des Zuges leider nicht im Licht. Bei der Rückfahrt klappte es immerhin.

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[maps.google.com]
Bihac kommt langsam näher …

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[maps.google.com]
Der Bahnhof von Ostrozac präsentiert sich in einem relativ guten Zustand.

Wir liessen den Zug ziehen und fuhren noch mal kurz zum Bahnhof von Bihac. Warum? Ein Bild von der V100 hätte dann auch noch sein dürfen, wenn auch nur abgestellt. Die Lok war aber nicht mehr da .. hm? Da muss ein BW oder etwas Ähnliches geben? Uns Egal, es zog uns nach Hause!
Natürlich hätten wir den nächsten Zug nach Norden noch mal hin und zurück verfolgen können, wenn es nicht der letzte Urlaubstag gewesen wäre hätten wir es vielleicht sogar getan, aber uns fehlte heute die Motivation. Denn am Schluss bietet die Landschaft nun nicht die riesige Abwechslung.
Wir rollten zur Grenze und passierten diese ohne weiteres, die Bosnier lassen uns lieber gehen als kommen? In Kroatien wählten wir nicht die schnellste aber dafür die direkteste Route zur Autobahn. Diese führte uns durch den malerischen Piltvcka Jerza (Nationalpark) - dem letzten Landschaftlichen Highlight in diesem Urlaub!
Als wir anschliessend erstmal auf der Autobahn waren geschah nicht mehr viel. Wir rollten über Rijeka in Richtung Slowenien und überquerten bei Sapjane die Grenze zur EU. Das Wetter in dieser Region war leider nicht wahnsinnig, so liessen wir es mit Fotos bleiben.
In Slowenien hatten wir nur ein kurzes Gastspiel, bald schon waren wir in Italien und damit ja schon fast Zuhause.

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Sonnenuntergang auf der Italienischen Autobahn irgendwo vor Padova. Die Sonne sollten wir das nächste mal erst Zuhause wieder sehen.

Die Autobahn bis Milano zog sich natürlich eeeewig hin und in diesem Moment zeigt sich auch die Schwäche bei einem solch kleinen Auto. Der Komfort für lange Autobahnfahrten ist nicht unbedingt gegeben. Schon bei 110km/h versteht man sich ob der Geräuschentwicklung kaum mehr, die 130km/h die in Italien erlaubt wären will man gar nicht ausfahren - irgendwie traue ich dem kleinen Motor nicht 5h bei 130km/h am Stück zu ;).
Der Verkehr war Stellenweise zähflüssig, aber für einen Freitagabend kamen wir gefühlt sehr gut durch. Als wir Milano erreichten war die Zeit aber sowieso schon soweit fortgeschritten, dass da kein Stau zu erwarten war.
Milano - Como - Chiasso und die Fahrt durch die Schweiz ist dann die leichteste Übung. Es war ziemlich genau 1:15 Uhr als wir das heimische Wetzikon erreichten, 14 Uhr abfahrt in Bihac … eigentlich ist Bosnien ja gar nicht weit weg ;).
Jordi schaffte es so wunderbar auf die Nacht S-Bahn …




Was nehme ich mit von dieser Reise: Bosnien: Schön wars!
Montenegro: Da muss ich unbedingt noch mal hin, und zwar im Hochsommer! Dann sind in den Bergen die ganzen Züge noch im Licht zu bekommen. Im März war das ja leider so ein kleines Problem. Auch sonst mach Montenegro einfach Spass, das tolle Hotel in Virzapar, die Gemütlichkeit … passt zum Urlaub machen!
Kosovo: Ahh, so viel hat sich nicht verändert, muss ich jetzt so schnell nicht wieder hin - hihi, dass habe ich letztes mal auch schon gesagt ;).
Total Klasse war das Wetter, total Klasse waren die Züge und mit den Schmierereien hatten wir massiv Glück. Es gibt also überhaupt keinen Grund sich zu Beschweren.
Und auch die Fahrt mit dem Auto durch die Berge des Balkans war ein Erlebnis …

Damit beschliessen wir den kleinen Urlaub im März 2012.
Ich hoffe euch hat die Reise Spass gemacht und vielleicht wird ja noch jemand kurzfristig / mittelfristig / längerfristig animiert. Das man sich auf dem Balkan nie sicher sein kann was übermorgen noch fährt muss ich ja nicht extra erwähnen.

Vielen Dank auch für die zahlreichen Kommentare!

En Gruess


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Servus Nil,

klasse Serie! Hab die Bilder in vollen Zügen genossen!

Viele Grüße

Wolfgang
Hallo Nil,

vielen Dank für deinen Fotobericht. Es macht immer Spaß mit dir mit zu fahren.

Der Damm im Skardasko Jezero ist mir von einigen Jahren auch schon als Fotomotiv aufgefallen. Dummerweise war ich in Podgorica zum arbeiten und der Kunde hat mich nach Feierabend mal kurz zum baden an die Adria mit genommen. Ich glaube er hätte es nicht verstanden, wenn ich gesagt hätte, dass ich auf einen Zug warten möchte der vielleicht irgendwann über die Strecke kommen wird.
So hat es nur für ein Foto der Dampflok am Bahnhof in Bar gereicht.


Gruß
Jens

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Hallo,
danke für die tollen Fotos.
Fahrplan Bihac: Zwar stehen auf dem Fahrplan 91/92 noch viele Züge drauf, aber selbst zu diesem Zeitpunkt war der Fahrplan nur noch Theorie. Bereits ab 1990, spätestens Anfang 1991 konnten die kroatischen Ziele an der Küste durch die Blockade der UNA-Strecke bei Knin nicht mehr erreicht werden.
Erstaunlich ist das die spannungsfreie Oberleitung teilweise noch hängt, während hier sogar Leitungen unter Spannung (manchmal mit Verlusten) geklaut werden.
Hast du irgend etwas erfahren können über den weiteren Zustand der UNA-Strecke Richtung Knin? Vor 4 Jahren waren nördlich von Knin (aber noch in Kroatien) die Schienen relativ blank, obwohl zumindest keine Personenzüge verkehrten.
Nochmals vielen Dank
rhein-ruhr
Schoener Bericht. Ich bin kuerzlich von Novi Grad nach Bihac und zurueck mitgefahren, da kam eine V100 zum Einsatz anstatt eines GM-Diesel. Der Fahrplan von 1991/1992 haengt immer noch in Bihac aus. Habt ihr im Bahnhof Novi Grad Bekanntschaft mit dem Polizisten 3101 gemacht?
Eine herrliche Reportage. Vielen Dank für die "Mitfahrgelegenheit". Zwei Anmerkungen zu den eingesetzten Wagen: Mir scheint, beim Abendschnellzug Ploce - Sarajevo ist der zweite Wagen kein Schwede, sondern ein Halbbuffetwagen mit 1. Klasse der Bahn der bosnischen Föderation (das etwas andere Blau und die Fensterhöhe lassen darauf schliessen). Und beim Tageszug Zagreb - Sarajevo könnte der zweite Wagen (mit den roten Türen und einem hohen Anteil hellblau) durchaus der Wagen der ZRS sein. Dann würde nicht der Wagen der Republika Srpska Eisenbahn, sondern der der Föderation fehlen.

Eine Frage off-topic: kannst Du Dich erinnern, wie lange Ihr von Ploce bis zum Autobahnende bzw -anfang gefahren seid? 15 Minuten? Mehr? Ich werde aus den verschiedenen Routenplanungssoftwares nicht ganz schlau.

Danke.

Andreas

Edit: ich kann mich mit dem Nicht-Schweden-Wagen am Zug Ploce Sarajevo auch irren: im Bericht von Jan vom April 2011 kommen auch zwei in sehr unterschiedlichen Blautönen lackierte Schwedenwagen vor. Ist also möglicherweise doch nicht ein ehemaliger Bosna-Expres Halbbuffewagen. Genau kann ich es allerdings nicht erkennen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:09:18:12:44:24.

Klasse Bericht!!! (o.w.T)

geschrieben von: Dr. NE

Datum: 18.09.12 12:41

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link99.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link2.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link8.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link6.gif
Erstklassig!!!

Solche Berichte, noch dazu mit so tollen Bildern, machen DSO so richtig lesenswert!

Gruß

Raphael

http://www.kosrail.de/Bilder/EiK_small.jpg
Gut gemacht!
In Montenegro gibt es ja richtig Landschaft zu sehen, wenn kein Dunst da ist :-)

Opuzen hat Dir also letztes Jahr so gut gefallen, dass Du die Motive nochmal aufsuchen musstest. Wobei es da ja schon wieder ganz schön zu wuchern scheint.

Wie schon vermutet wurde, hast Du in Blagaj einen HZ- und ZRS-Wagen erwischt. Jetzt im August hatten wir auch das Gefühl, dass gerade der ZFBH die "hochwertigen" Wagen ausgehen.

Und wo die 212 in Bihac war? Ist doch klar! Die fuhr den Personenzug nach Martin Brod, den noch nie jemand gesehen hat ;-)

Viele Grüße,
Jan

Hallo,

danke für die Kommentare ;)

Das mit dem Wagen wird dann natürlich so sein. Ich könnte mich jetzt selber auf den zweiten Teil zitieren, da ist mir selbiger Fehler schon einmal passiert ... :-)

@Autobahn
Ich müsste mich jetzt täuschen, zum neuen Abzweiger waren das aber 15 bis maximal 20min ab Ploce.


Grüsse

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Dem Mann mit Hotel und Trödelmarkt

geschrieben von: MichaelM

Datum: 02.10.12 13:14

gehörte aber nicht zufällig das "Venezia" in Vranjina ?

MM

Re: Dem Mann mit Hotel und Trödelmarkt

geschrieben von: Timodore

Datum: 02.10.12 13:25

MichaelM schrieb:
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> gehörte aber nicht zufällig das "Venezia" in
> Vranjina ?


Seines Zeichens montenegrinisch-liechtensteinisch-schweizerischer Staatsbürger.

Gruß
Thomas