Hallo,
um Armenien auf dem Landweg zu erreichen, ist bekanntlich ein riesiger Umweg über Georgien oder den Iran nötig, denn der eigentliche Grenzbahnhof Dogukapi ist geschlossen. Somit hat diese Reise auch ihren Namen bekommen, Dogukapi, auf Deutsch Ostpforte, in diesem Fall getrennt durch einen Spiegelstrich, da es Berichte von beiden Seiten geben wird, die sich praktisch als Kontrastprogramm widerspiegeln werden. Im Vorfeld habe ich die geschlossene Grenzstrecke zwischen der Türkei und Armenien separat behandelt, weil es sich dabei um eine in sich geschlossene Einheit handelt. Jedoch wird auch sie im Rahmen dieses Berichts wieder eine Rolle spielen:
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www.drehscheibe-foren.de]
Die Anreise auf dem Landweg ist auf dem kürzesten Weg schon ein Umweg, aber unsere Variante war ein extremer Umweg über sehr interessante Stationen nur mit dem Zug, Bus und dem Schiff.
Jedenfalls starten wir klassisch im beschaulichen Oldenburg an der Haltestelle Olantis Huntebad am Marschweg mit dem Bus. Das waren noch Zeiten, als hier noch Pekol mit den Linien 2 und 3 fuhr, jetzt geht es mit der Linie 314 von der Kanalbrücke zum ZOB.
Ein Ungarnspezial habe ich innerhalb der 92-Tagesfrist rechtzeitig besorgt, und dabei die 1. Klassevariante gewählt. Und der Besteller hat auch korrekt seinen Namen angegeben. Man kann zwar weitere Ziele in Ungarn wählen, das ist aber abhängig vom jeweiligen Grenzübergang.
Am Hauptbahnhof steht IC 2039 von Oldenburg nach Leipzig schon bereit, ebenfalls ist die Nordwestbahn nach Osnabrück pünktlich.
Unser Abteil in der 1. Klasse ist mäßig besetzt. Zwei Hansel mit Apple-Laptops und Stöpsel im Ohr schauen sich irgendwelche Filme an, stellen ihr Handy auf den Weckmodus ein, um Braunschweig nicht zu verschlafen. Kommunikation gleich Null. Wir gehen in das "Bordbristo", hier das gleiche Bild, die Hände der anderen Gäste fummeln nervös auf ihren Tastaturen herum. Es kann nur noch besser werden.
Zurück im Abteil, die Schlafmützen haben nicht verschlafen, aber dafür hat sich ein Zeitgenosse aus dem Land der Frühaufsteher mitten im Abteil platziert, ein schmucker Koffer im Ostblockdesign zwischen den Beinen und fummelt ebenfalls auf seinem vorsintflutlichen Handy irgendwelche Sinnlosigkeiten herum. Kommunikation gleich Null. Jedenfalls kommt er nach 10 Minuten auf die Idee zu fragen, ob er unsere Plätze weggenommen habe. Da diese geistige Redundanz nur bis Magdeburg fährt, mache ich es kurz, bleiben Sie ruhig sitzen, wir haben unser Ziel eh bald erreicht. Denn auf dieser Reise habe ich mir vorgenommen, die deutschen Reisetugenden unbedingt zu beachten.
Von oben rechts nach unten links: Ordnung + Sauberkeit = Sicherheit, danach habe ich mich auf dieser Reise gesehnt:
Leipzig erreichen wir pünktlich. Wir haben einen Bratwurstpuffer und es geht weiter mit dem ICE nach Dresden. Vor uns sitzt ein Bissnessman mit wichtigen Zeitungen und später mit einer Schlafmaske. Mit Schnarchgeräuschen geht es weiter nach Dresden. Es kann nur noch besser werden.
In Dresden kommt EC 179 "Alois Negrelli" pünktlich aus Berlin und nicht mehr aus Stettin an.
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www.vagonweb.cz]
Die erste Klasse ist gut belegt, ein Zeitgenosse telefoniert mit seiner Ex-Verflossenen, die gerade ihren neuen Lover zu Besuch hat, die Enttäuschung hört jeder im Großraum, ab in den Speisewagen, es kann nur noch besser werden.
Der Speisewagen ist hinter Dresden noch leer, füllt sich aber an dem schönen Streckenabschnitt entlang der Elbe zunehmend. Drei Amis (mit Handy) bestellen vor der Grenze ihr Essen. Generation Facebook (Fratzenbuch) hat den klitzekleinen Unterschied nicht mitbekommen, dass die Preise in den tschechischen Speisewagen hinter der Grenze erheblich billiger sind. In Decin bekommen wir die entsprechende Speisekarte mit den reduzierten Preisen.
Prag erreichen wir pünktlich, die Sachen kommen ins Schließfach, von einem Besuch in Prag habe ich noch Kronen übrig, die auf dem Wenzelsplatz verzecht werden. Touristennepp überall, aber Ordnung + Sauberkeit = Sicherheit ist überall Standard. Da freut sich der Normaltourist. Es kann nur noch besser werden.
Denn jetzt beginnt die eigentliche Reise. Denn um in die Türkei zu gelangen, geht es mit dem Metropol weiter nach Budapest, wir fahren aber im Kurswagen Prag - Burgas im Nesebar weiter nach Bulgarien.
Im Vorfeld wurde hier im Forum die Buchbarkeit immer wieder diskutiert. Die Schlafwagen sind natürlich weit über 2 Monate, auch von Deutschland aus, buchbar. Jedoch ist eine Singlebuchung Im Wagen 377 nicht möglich. Die Fahrkarte habe ich später in Prag gekauft.
Mit war ebenfalls im Vorfeld klar, dass euch der Belegungsstatus bestimmt interessieren dürfte, so habe ich diese Auswahldaten gesammelt:
Das Verfahren ist denkbar einfach, wie Abomz schon beschrieben hatte:
"> Die freien Plätze kann man sich wie folgt
> > "erarbeiten":
> > 1. auf [
www.cd.cz] die Englische
> > Sprache auswählen
> > 2. Bei without transfers einen Haken setzen
> > 3. Bei Dokument reservation only wählen
> > 4. Sich die Verbindung Praha-Breclav raussuchen
> ab
> > 00:00
> > 5. Beim besagten Zug ab 00:05 auf continue
> > klicken
> > 6. Auf Choose a seat on the carriage map
> > klicken
> > 7. über [
www.vagonweb.cz] die relevanten
> > Wagonnummern (377 und 378) rausknobeln
> > 8. Die Auslastung sehen."
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Innenansichten des Wagens gibt es ebenfalls auf diesen Seiten zu sehen:
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www.virtualni-prohlidka.eu] 3D- WL
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www.luzkovevozy.cz]
Kurz nach 22.00 Uhr ist keine Buchung für die Wagen für die Fahrt um 00.05 Uhr mehr möglich.
Wir sind pünktlich am Bahnhof zurück und erleben eine Überraschung. Die Reise kann nur noch besser werden uns sie wird besser.
Die Links zu den weiteren Teilen wird hier zu finden sein: [
www.drehscheibe-foren.de]
Viele Grüße
Alex
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:21:11:54:11.