Hallo zusammen,
heute nun geht es mit unserem Lettlandurlaub Anfang Mai weiter. Im letzten Teil besuchten wir die Bahnstrecke von Daugavpils n. Krustpils, wo wir in Nähe des Bahnhofes Krustpils unser Quartier in einem Wellnesstempel bezogen. Das Frühstück wurde neben dem Wasserbecken serviert, so konnte man, wenn man wollte, direkt vom Frühstückstisch in das warme Wasser reinhüpfen. Heute wollen wir uns mal die Bahnstrecke Richtung Rezekne ansehen. Anschließend geht die Reise in Richtung Riega.
Danke an C. Gerber aus Dorfen für die Bildbearbeitung. Wer Teil 1-4 verpasst hat, hier sind sie zu finden:
Teil 1: [
www.drehscheibe-foren.de]
Teil 2: [
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Teil 3: [
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Teil 4: [
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Bild 1:
am 30. April früh hatten wir Glück, wir konnten in Krustpils die Kirche mit einem Zug erlegen. Wir fuhren nun Richtung Rezekne los, als schon bald der nächste Zug gefahren kam. Es war 2TE116 992 mit einem Güterzug, die des Weges kam. Im Bahnhof Kukas knipsten wir sie das 1. mal. [
www.loksounds.eu] Vor Kukas, in der Nähe von Krustpils erwischten wir sie tontechnisch.
Bild 2:
wir beschlossen, den Zug zu verfolgen. Bei Zirnaites erwischten wir ihn abermals. Blick von einer Strassenbrücke. 30.04.2012
Bild 3:
danach begaben wir uns n. Atasiene. Der Bahnhof liegt abgelegen im Wald, hier könnten ein paar interessante Fotos und Soundaufnahmen gelingen. Wir mussten gar nicht lange warten, als schon die Schranken schlossen und 2TE10U 0217 angebrummt kam. Nun ging es los, aus Richtung Krustpils kam der nächste Zug mit 2TE10U 0216, der mit laut donnernden Motoren anfuhr, der Lokführer schaltet relativ schnell seine Traktionsleistung auf und bringt die Luft ordentlich zum schwingen: [
www.loksounds.eu]. Diesen Zug wollten wir noch mal haben. Fix ging es hinterher. In Stirniene holten wir ihn wieder ein, da er dort auf die Seite ging, wegen Kreuzung mit einem westwärts fahrenden Zug.
Bild 4:
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in Stirniene, dem Bahnhof mit dem Kirchenmotiv, donnert ein schwerer Güterzug mit Kohle Richtung Küste durch. Als dieser Zug dann vorbei ist, bekommt unser Güterzug mit 2TE10U 0216 Ausfahrt, bei Minute 2,51 ein kurzer Pfiff und schon donnert er an den in einer Hecke eingehenkten Mikrofonen und Marcos und meiner Kamera vorbei. Leider war es windig, meine Jacke bot allerdings ein wenig Windschutz. Der Lokführer lässt auch wieder mehrfach sein Typhon erklingen. Eine wahrhaft göttliche Anfahrt. 30.04.2012
Bild 5:
nachdem die Loks den Kirchenboden zum schwingen gebracht haben, musste ich das hübsche Bauwerk noch mal betrachten. Sie sieht sehr hübsch aus, nicht wahr?
Bild 6:
wir suchten das nächste Motiv, bei Varaklani in der Nähe des Bahnhofes entdeckten wir diesen Bü, von wo ein Seitenschuss auf dieses Trommelpäärchen gelang. Leider lies Mister Adebar sich nicht blicken. 2M62 0267 am 30.04.2012
Bild 7:
nun fuhren wir weiter n. Vilani. Hier entdeckten wir eine Brücke, die uns ein paar Bilder wert war. Brücken zählen in Lettland ja zu den strategischen Objekten, so, das wir die Knipskisten nicht groß umhängen ließen. Eine halbe Stunde des wartens war vergangen, als uns ein DR1A Dieseltriebwagen vor die Linse fuhr. Wir wollten aber eine große Lok haben und mussten uns da noch etwas gedulden. Und dann kam es im Bahnhof gleich zu einer Zugkreuzung. Zuerst rollte 2TE10M 3422 in den Bahnhof hinein, nett anzusehen ist auch die Lore einer kleinen Feldbahn...
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...und dann hieß es "Fahrt frei" für den Westfahrer. Der Wind ging von Ost n. West, so sind die Abgasschläge des Gegenkolbenmotors wie Kanonenschläge am Anfang der Tonaufnahme hörbar. Der Wind war leider sehr stark und auch der Baum, in dem die Mikros hängen, bietet leider nicht den optimalen Schutz. Der Lokomotivführer erwies sich als sehr pfeiffreudig, mit mächtigem Getöse geht die Fahrt für den Zug in die leichte Steigung. 30.04.2012
Bild 8:
dann ging es zum nächsten Bahnhof, Sakstagals. Dort wurde Mittag gemacht, wir konnten aber auch schön vorbeifahrende Züge fotografieren. Der Personenzug n. Riega bestand an diesem Tag aus DR1A 113. Es wartete leider kein Reisender auf den Zug, so, das er seine Fahrt mit sehr dürftiger Besetzung fortsetzte. Und wir ließen uns gegrillte Bockwurst mit Werderketschup schmecken, hmmm! 30.04.
Bild 9:
da keine weiteren Züge kamen, fuhren wir mal an den BÜ vor den Bahnhof. Nach einer halben Stunde Wartezeit dröhnte es, kurz danach kam dieses Trommelchen angedüst. M62U 0921 mit Güterzug n. Westen. 30.04.
Bild 10:
Wir beschlossen, n. Rezekne zu fahren. Dort liefen ja mehrere Bahnstrecken zusammen, dort sollte es vielleicht die eine oder andere Fotomöglichkeit geben. In Rezekne angekommen, fuhr uns auch gleich diese völlig runtergekommene Doppellok vor die Linse, die wir mit den Häusern der Stadt dokumentieren konnten. Die Lokpersonale scheinen den gelben Zierstreifen an der Lok und die gelben Lampenringe erneuert zu haben, sie heben sich jedenfalls extrem von dem sonst total fertigen Lack ab. Die Stadt hat noch ihren morbieden sozialistischen Charme behalten, ich fühlte mich hier wie zu DDR-Zeiten richtig wohl. 2TE116 1548 am 30.04. Wir verfolgten das LZ-Paar und konnten sie nochmal erwischen.
Bild 11:
kurz vor Rezekne 2 entstand das folgende Bild. 30.04.
Bild 12:
die Doppellok wurde im Bahnhof abgestellt, als wir einen Parkplatz gefunden hatten, gingen wir zur Einfahrt und telten mal ordentlich in den Bahnhof hinein. Von hinten fing es an zu vibrieren, ein Trommelpaar kam angefahren...
Bild 13:
ein fixer Sprint zum letzten Motiv und schon hat es geklappt. 2M62U 0267 konnte erfolgreich verewigt werden. Marko war inzwischen zum Auto gelaufen und vorgefahren, ihm gefiel es hier nicht. Ich lief etwas durch die Strasse und erinnerte mich an meine Kindheit. Ich hätte hier auch durch Leipzig Grünau gehen können. Plattenbauten, pikopello saubere Strassen, viele Menschen, kleine Einkaufstempel in der Stadt. Fehlen nur noch die roten Fahnen mit der goldenen Hand...30.04. Aber, genug geträumt. Marco hupte schon, wir wollen zum nächsten Motiv.
Bild 14:
wieder an der Bahnlinie aus Richtung Weißrussland Richtung Krustpils angekommen, führte von Rezekne 1 aus ein Gleis mit brutaler Steigung zu dem Gleis, auf dem oben gerade ein Güterzug mit 2M62U 1089 lang fährt. Die Stadt ist mit Bahngleisen nur so durchzogen, nur leider war hier nicht so viel los. Nach dieser Aufnahme fuhren wir wieder westwärts. 30.04.2012
Bild 15:
in Vilani erwischten wir den Zug von Bild 14 abermals.
Bild 16:
2M62U0267 hat in Rezekne schon den nächsten Güterzug bespannt und folgte der 2M62U 1089. Hier fährt sie gerade in Vilani ein. Die Vollgasausfahrt des Güterzuges verpasste ich leider, 30.04.2012
Bild 17:
beim inspizieren des Bahnhofes konnte ich noch den Lokkastenrest einer TE 3 mit der Fabriknummer 2807 fotografieren. Im letzten Beitrag konnte ja geklärt werden, das es sich nicht wie von mir vermutet um einen TEP 60-Rest handelt. Danke nochmal für die Hinweise. Es wurde nun immer später, die Sonne verschwand langsam, wir begaben uns zurück n. Krustpils zum Hotel. In Kukas konnten wir noch eine Soundaufnahme machen, es wummert M 62 0279 vor sich hin: [
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Bild 18:
am nächsten Morgen brachen wir die Zelte in Krustpils ab, heute sehen wir uns die Strecke n. Riega an. An der Ausfahrt Richtung Riega in Krustpils, bei dem Überführungsbauwerk, wo die Bahnlinie Krustpils-Jelgava abzweigt, kommt uns am Morgen des 1. Mai die TEP 70 0234 mit dem Nachtzug aus Sankt Petersburg vorbeigedieselt.
Bild 19:
wir entdeckten auf der anderen SEite der Brücke ein nettes Motiv, das allerdings erst freigeschnitten werden musste. Wir sägten und schnitten fleißig, als ein Auto mit Bahnarbeitern und ein Traktor des Weges kamen. Sie interessierten sich nicht für uns, im Gegenteil, der Traktor hatte eine Fräßmaschine dran und die fraß sich nun gierig durch das hohe Strauchgelumpe durch und unterstützte uns sogar noch *hihi* Gerade fertig geworden, kam auch schon der DR1A 723 aus Riega angeflitzt. Sein Fahrtziel hieß Zilupe. Von Riga nach Daugavpils fand ein recht dichter Zugverkehr statt, alle 2 Stunden bot sich die Möglichkeit, hierher zu reisen. 1.05.
Bild 20:
nach dieser schönen Aufnahme begaben wir uns zur Ausfahrt in Krustpils, wo die Gleise Richtung Riga führten. Die frisch lackierte 2TE116 667 "Skinest Rail" in ihrer wunderschönen hellblauen Lackierung fuhr mit ihrem Güterzug vorbei, 01.05.2012
Bild 21:
Seitenportrait der Lokomotive, sieht sie nicht wunderschön aus?
Bild 22+23:
nun ging es zum Mittag machen ein schattiges Plätzchen suchen. Wir wollten dort auch Züge machen. Unter einem Birkenwäldchen fanden wir es dann. Dort stand ein Unterstand mit Grill, Mülleimer und das Bahngleis Krustpils-Jelgava führte vorbei. Während Marco die Bockwürste vorbereitete, besorgte ich derweile den Vegetationsrückschnitt, da das Motiv mit dem Tümpel sehr nett aussah. Innerhalb einer Stunde fuhren auch 2 Züge vorbei. Die rote 2TE10U 0189 dröhnte mit einem Güterzug vorbei, als wir mit Essen fertig waren: [
www.loksounds.eu] leider ging auch hier etwas Wind, das Auto diente hier etwas als Windschutz, als die schwer arbeitenden Lokomotiven an uns vorbei wummern.
Bild 24:
nach dieser erlebnisreichen Mittagspause fuhren wir weiter Richtung Plavinas. Am Ortseingang von Plavinas fanden wir eine große Brücke über einen Fluß, die aber eingezäunt und von Security bewacht wurde. Es war schlauer, da erst mal keine Aufnahme zu machen, wir wollten erst mal die Lage peilen, und uns überlegen, wie wir doch noch das schöne Bauwerk ablichten konnten. Das Problem war, das ein Wachmann unten am Fluss angelte, bei genauerem hinsehen entdeckten wir, das an der Angel keine Schnur dran war. Ein Pseudoangler? Etwas weiter vorn befand sich eine Strassenbrücke, von der ich 2M62U 0010 mit ihrem Lerrwagenzug fotografieren konnte.
Bild 25:
DAS FOTO MIT NERVENKITZEL: wir überlegten hin und her, wie wir das Bauwerk knipsen konnten. Wir machten gerade Motivsuche für die nächste Eisenbahn, als wir von vorn einen Zug hörten. Ein DR1A rollte an! Der passte genau auf die Brücke! Wir drehten um und Marco ließ mich kurz vor der Brücke raus. Ich ging gemächlich auf das Bauwerk, nur nichts anmerken lassen. Ich blieb stehen, der Zug war zu hören, Kamera ausgepackt, die letzte Einstellung passte, Zug rollt auf Brücke, anvisieren, abdrücken, fertig! Jetzt schön normal schnell zurück zum wartenden Marco gelaufen, der am Brückenkopf stand, rein ins Auto und weg waren wir. So schnell geht das. Wir wurden auch nicht verfolgt. Und das schöne Resultat könnt ihr nun sehen.
Bild 26+27:
bei unserer weiteren Motivsuche rollten wir an einer Sandgrube vorbei. Der Betrieb war sehr groß, er zog sich 1 km hin. Wir entdeckten diesen interessanten Rangierdiesel. Der Sandbetrieb war außer Betrieb, so, das wir einfach reingingen und diese Lok dokumentierten. Sie ist schon länger nicht mehr in Betrieb gewesen. TGM 238 421 in Sandgrube, 01.05.2012
Bild 28:
weiter ging es zum Bahnhof Kokonese. Welch intressanter Name, dachten wir uns, klingt nach Koks... Wir mussten gar nicht lange warten, bis der nächste Güterzug im Licht kam. 2M62U 0279 dröhnte mit ihrem Kohlezug zur Küste n. Riga vorbei. 01.05.2012
Bild 29:
da wir nun langsam in den Großraum Riga kamen, nahm auch die Personenzugdichte spürbar zu. Zwischen Koknese und Plavinas befindet sich die Strecke gerade im Ausbau, ein 2. Gleis wird gelegt und vermutlich wird auch gleich die Oberleitung weitergeführt. DR1A 113 fährt hier als Personenzug Richtung Daugavpils und wird bald seinen nächsten Halt, Koknese erreichen.
Bild 30:
in der Gegenrichtung war 20 Minuten später DR1A 2463 unterwegs, der den Bahnhof Riga als Ziel hat. Deutlich sind die Bauarbeiten zu erkennen. 1.5.2012
Bild 31:
bei Skriveri an einem Bahnübergang bot sich dieses schöne Gegenlichtmotiv mit DR1A 1853, der soeben nach Zilupe unterwegs ist.
Bild 32:
kurz darauf wurden die Signale in Richtung Riga auf Fahrt gestellt und M62U 0119 mit ihrem Güterzug dröhnte vorbei. Die Maschine glänzte wie Speckschwarte und dürfte erst kürzlich einer Revision mit Neulackierung unterzogen worden sein. Die Sonne ging immer weiter, der Abend brach langsam herein, wir suchten nun ein Hotel. Direkt am Fluß Daugava gelegen, fand sich direkt an der E 22 Strasse gelegen, ein traumhaftes Hotel. Wunderschöne Zimmer mit Blick zum Fluß, ein wunderbares Restaurant und das alles unter Sandkiefern gelegen erschien uns genau richtig. Hier vergaß ich sogar fast die Eisenbahn... Ein Blick am Ufer des Flusses Daugava, rund 20 Meter vom Hotelzimmer entfernt, bot das folgende Bild 33:
die untergehende Sonne malt den Himmel goldfarben an, das Wasser plätschert. Ein Traum ist doch so nah greifbar...
Bild 34:
bevor es dann ins Hotel ging, wurden noch ein paar Bilder gemacht. In Koknese fährt gerade DR1A 290 ein.
Bild 35:
danach ging es über eine Sandstrasse hinauf n. Alotene, wir wollten uns den Bahnhof mal ansehen. Der war jedoch mitten im Wald, unfotogen und auch noch schlecht zu erreichen. Er bestand nur aus einem kurzen Bahnsteig und einer Überholmöglichkeit für Güterzüge. Aber am Bahngleis Richtung Riga, westlich des Bahnhofes, da wurden wir an einem Bü fündig. Der DR1A 267 sauste Richtung Riga vorbei...
Bild 36:
...und bald darauf der D2 n. Sankt Petersburg, bespannt mit einer TEP 70. Ein wunderschöner Zug, nicht wahr? Wir fuhren nun die Strasse zurück zum Bahnhof Alotene und von dort runter zur E 22 und zum Hotel. Wer sein Auto zerrammeln will, sollte unbedingt diese Piste nehmen. Aus Sand, mit richtig tiefen Löchern, dazu gerade so breit, das man mit dem PKW Platz hat. Marco schimpfte und war froh, wo wir unten waren. Nun ließen wir den Tag am Hotel ausklingen und genossen den Sonnenuntergang. Sowas ist auch ohne weibliche Begleitung total romantisch.
Bild 37:
nun brach unser letzter Tag in Lettland an, an dem wir uns nochmals dem Streckenabschnitt n. Riga zuwenden möchten. Der Morgen begann gleich mal mit einem Volltreffer: 2TE10U 0184 ist eine der letzten roten fahrenden Erdbeben. Bei Stegl, das aber nicht in Bayern, sondern in Lettland liegt, fährt sie in der Baustelle zielstrebig auf Plavinas zu, wo sie mit einem Westfahrer kreuzen wird. Wir wussten dies aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht und fuhren auf Verdacht n. Plavinas.
Bild 38:
vorher kam aber noch die TEP 70 mit dem D 37 nach Riga vorbei. Leider ging das so fix, das die Loknummer unentdeckt blieb. Stegl, 02.05.
Bild 39:
Wir kamen gerade in Plavinas an, als sich die Schrankenbäume senkten. Wir befürchteten schon, etwas zu verpassen, weshalb ich ausstieg, um fix zum Bü zu sprinten. So hat wenigstens einer ein Bild. Aber, das Rennen war umsonst. Der böhmische Bahnhofshobel rangierte fleißig umher, um seinen Übergabezug nach Madonna zusammenzustellen. Der Bahnhof ist aber nicht mit der italienischen Dame zu verwechseln, die ihren schönen Gesang von sich gibt, den schönen Gesang gab hier eher der ungedämpfte Dieselmotor K 6 S 310 DR der Tschmelack von sich.
Bild 40:
bei den Sowjets ist alles ein wenig größer. So erweckte auch dieser riesige Schneepflug unser Interesse, der auf dem Bahnhof Plavinas stand. Eine Sache muss ich noch anmerken: laut dem Lokreport-Reiseführer für Eisenbahnfreunde ist bis hierher die Oberleitung vorhanden. Dies ist aber falsch, die Oberleitung endet bereits in Aizkraule. Bis zu diesem Bahnhof fahren im dichten Verkehr auch elektrische Triebwagen russischer Bauart. Jedoch konnten wir kein Exemplar ablichten, da das gute Stück bei unserer Ankunft gerade davonfuhr.
Bild 41+42:
nachdem die Tschmelack fertig war, gingen die Schranken wieder herunter und 2TE10U 0184 durfte wieder ein Stückchen weiterdröhnen. Und das tut sie jetzt. Wir freuten uns, nochmal schön im Licht ein rotes Gespann erwischt zu haben und fuhren zu neuen Motiven.
Bild 43:
Wir beschlossen, nun mal an die Strecke Krustpils-Jelgava zu fahren. In Aizkraule sahen wir einen Güterzug einfahren. Schnell das Auto geparkt, und gerade noch erwischten wir M62U 0070.
Bild 44:
Wir überquerten bei Aizkraule die Daugava und erreichten nach etwas Fahrt dann den Bahnhof Daudzeva. 2TE10M 3452, die mich erst in Liksna mit ihrer Erdbebenanfahrt erfreut hatte, kam des Weges. Sie hatte leere Wagen am Haken und noch einen weiten Weg vor sich.
Bild 45:
Weiter ging es n. Purvini. 2TE116 667 fährt mit einem langen Güterzug nach Westen zur Küste. 02.05.2012
Bild 46:
in der Gegenrichtung dröhnte 2M62U 0089 vorbei. Damit waren wir in Purvini zufrieden und zogen weiter auf Krustpils zu. 2.5.2012
Bild 47:
wir fuhren die Bahn ab, aber es kamen keine Züge. Es war absolute Stille, ein Ostfahrer kam noch, aber sonst nichts. Dann verfuhren wir uns noch bei der Suche nach neuen Motiven, aber dank dem, das wir Pfeile in den Sandstassen einzogen, fanden wir wieder zurück, wir gaben dann auf und begaben uns nach Krustpils zurück, an das Überführungsbauwerk in Spungeni, wo immerhin am Nachmittag die 2M62 1004 mit einem n. Jelgava fahrenden Zug vorbeikam. Es war der erste Zug seit 5 Stunden. 2.5.
Bild 48:
nachdem Zug guckten wir mal in Krustpils vorbei. Ein Zug mit der 2M62U 719 stand abfahrbereit im Bahnhof drin. Schnell zum BÜ gesaust, Knipskiste raus-die "Sabotagebalken" waren schon zu-und abgedrückt. Das hat gesessen! 2.5.
Bild 49:
nun wollten wir Tonaufnahmen und Videos in der Steigung von Plavinas Richtung Alotene machen. Dazu fuhren wir hinauf Richtung Stegl und dann nach Ziemeli, einer kleinen Häusersiedlung. Hier warteten wir gesalzene 4 Stunden. Aber, wer Geduld hat, der wird belohnt. Da es noch ziemlich windig war, knipste ich erstmal den DR1A 198.3, der hier gerade als Personenzug von Daugavpils nach Riga unterwegs ist. Marco fotografierte ihn etwas weiter unten.
Und dann, es wurde schon dämmerig, kam sie: [
www.loksounds.eu] 2TE10M 3552. Mit einem schweren Zug, beladen, erklimmt sie die Steigung hinauf n. Alotene, es ist absolut windstill, und die leichte Strömung vom Meer her wehte die Dieselklänge der Lok zu uns zurück, als der Zug an uns vorbei gefahren ist. Der Lokführer hupt auch ganz kräftig (Ton laut stellen!). Das nenne ich doch einen tollen Abschluss unseres Lettlandurlaubs. Eine Nacht noch, dann würden wir wieder zurück fahren.
Bild 50:
der 3. Mai war angebrochen. Es hieß nun Abschied nehmen von Lettland. Aber ein Abschiedsbild ging noch, waren wir 2 uns einig. Bei Koknese erlegten wir noch 2TE10U 0216 mit ihrem Zug. Nun aber! Lebe Wohl, Lettland! Bis nächstes Jahr!
Wir fuhren nun über Litauen zurück nach Polen (Suwalki). Wir wollten nun bis Warschau fahren, um dann am 4. Mai nach Stassfurt zu kommen, da ja dann dort die Mitfahrt mit 1 NOHAB nach Luxemburg zur Abholung der 1801+1806 anstand. Diese 2 Lokomotiven werden von einer Privatbahn in Sachsen Anhalt zu neuem Leben erweckt (erstmal nur 1806). Im Juni sollten mehrere Fahrten mit der 1806 anstehen, so beispielsweise nach Altengrabow. Wir freuten uns riesig auf diese Fahrt und wollten dabei auch mal im Magdeburger Hafen vorbeisehen, ob noch ein paar 232 dastehen, die vom Schrotthändler da zerlegt werden sollen. Nachdem wir zügig vorangekommen waren, wollten wir noch den PKP IC nach Siestokai fotografieren.
Bild 51:
bei Kaletnik fährt SU 45 168 mit ihrem D 10011 nach Siestokai vorbei. Trotz des schlechten Oberbau raste der Zug mit gefühlten 100 Sachen kräftig schaukelnd über das Gleis. 3.5.2012
Bild 52:
auf der Rückfahrt wurde der Zug bei Wesolowo auf dieser fotogenen Brücke abgepasst. SU 45 168 mit D10012 Siestokai-Warszawa am 3.5.2012
Bild 53:
in flotter Fahrt ging es wieder über die Mörderstrasse n. Warszawa runter, dieses mal war aber wenig Verkehr. In Warschau sahen wir noch beim Schrotthändler vorbei, der aber bereits alle SU 45 zerlegt hatte. Hinter Warschau, Richtung Autobahn fanden wir ein Motel, indem wir übernachteten. Das Frühstück war sehr lecker, man konnte zwischen 5 verschiedenen Frühstücken auswählen! Ich entschied mich für eine Bratwurst mit Zwiebeln, dazu ein Weißbrot mit 3 Scheiben Käse. Gut gestärkt begaben wir uns n. Frankfurt/Oder, um nach der SU 45 115 zu sehen, die hier soeben bereitsteht. Kein Kastenbrot, herrlich! 04.05.2012 Nun deckten wir uns am nahen Supermarkt noch mit guten ostdeutschen Lebensmitteln ein, und schon ging unsere Reise weiter zum nächsten Etappenziel, das Magdeburg Hafen hieß. Wir fanden leider den 232 Schrotthändler nicht, da Marco auch die Aufzeichnung nicht dabei hatte, dafür war ich um so erstaunter, als ich in einem Schrotthändler OHNE GLEISANSCHLUSS das Führerhaus der hier offenbar verschrotteten 212 237 vorfand, wie Bild 54 zeigt:
Bild 54:
Marco benötigte noch Videokassetten, da er in Lettland zu viel verballert hatte. Nach einer Stadtrundfahrt fanden wir, was wir suchten, danach ging es fix nach Stassfurt, das wir am frühen Abend erreichten. Im Hotel Burgas, in Bahnhofsnähe liegt, quartierten wir uns ein. Es ist nach der bulgarischen Urlaubsmetropole benannt, und das Essen war ein Traum. Der Salat mit Schafskäse war schon eine kulinarische Köstlichkeit, aber das dann servierte scharfe Gulasch im Steintopf war ein Traum! Dieses Restaurant kann ich nur empfehlen. Zum Bahnhof gingen wir nicht, ich wollte keinen deutschen Plastikschrott sehen. Frohen Mutes fuhren wir nun gut erholt am nächsten Morgen zum BW Stassfurt. Dort erfuhren wir dann, das die Fahrt abgesagt wurde. Da auch das Wetter schlecht war, beschlossen wir 2 einstimmig, nach Dänemark zu den ME 15 zu fahren. Da es inzwischen anfing zu regnen, setzten wir uns ins Auto und ab ging es! Wir wollten vorher aber noch in Haldensleben vorbeigucken, da dort NOHAB stehen. Wenn schon die Fahrt abgesagt wurde, ohne uns Bescheid zu geben (obwohl wir dem Veranstalter unsere Abwesenheit und Handyerreichbarkeit mitgeteilt hatten), wollten wir zumindest abgestellte NOHAB`s sehen.
Gesagt, getan. Ab gehts!
Bild 55:
wir erreichten Haldensleben, meldeten uns an und durften mit Warnausrüstung dann auch unsere Bilder machen. Die Class 59 003 ist eine sehr interessante Lokomotive, sie fasziniert mich sehr. So ist dies doch eine SD 40-2, der ein englischer Lokkasten drumherumgebaut wurde. Angetrieben vom GM 16 645 e 2-Taktdieselmotor und mit einem amerikanischen Führerstand ausgerüstet, stellt diese 1985 gebaute Lokomotive auch nicht mehr das neueste Modell dar. Leider scheint sie kaputt zu sein, da sie schon lange hier steht.
Bild 56:
Da ist sie: die NOHAB 1155 ebenfalls mit einem Motor von GENERAL Motors. So sind an diesem Tag in Haldensleben 2 versch. Motortypen dieses Herstellers zu finden, 5.5.2012 Einmal der 16 567 c und der 1965 erstmals auf die Beine gestellte 16 645 e. Er ist übrigens in der Leistungsklasse 1100-2700 Kilowatt zu haben. Die Volllastdrehzahl dieses Aggregates wurde gegenüber dem 567er Motor von 835 auf 900 u/min erhöht.
Bild 57:
hier noch das Fabrikschild der Class 59 (leider etwas verwackelt). Es ist noch ein "richtiges" metallenes Fabrikschild, wie es auch in Kroatien an den dortigen 2062 zu finden ist. Unsere JT 42 CWRM haben neumodische Fabrikschilder aus Kunststoff, die furchtbar aussehen. Die kann man gar nicht mehr abbauen... Aus Electro-Motive-Division wurde 2005 Electro-Motive-Diesel. Unter diesem Synonym wurden auch unsere GM-Diesel in Mühldorf gebaut (247 043-060).
Bild 58:
Blick von der anderen Seite auf den Exoten, von dem nur 15 Exemplare gebaut wurden. Beim Personal sind die Lokomotiven ob ihrer Enge und Lautstärke sehr unbeliebt. Die Maschine ist sehr heruntergekommen, neue Farbe würde ihr sicher gut tun.
Bild 59:
hier noch mal beide Loks zusammen.
Bild 60:
im hintersten Winkel des BW erspähten wir noch dieses optisch heruntergekommene NOHABexemplar. Damit endet dieser Teil. Wir fuhren nun weiter gen Hamburg. Es regnete Bindfäden vom düsteren Himmel, der Marco`s Laune wiederspiegelte. Hinter Hamburg wurde das Wetter wieder freundlicher, wir schauten mal kurz bei Britt Hagedorn`s Talkshow in Hamburg vorbei, das Thema lautete "warum sind Lokomotiven aus Amerika und Russland/Ukraine so geil"
Im nächsten Teil fahren wir dann über eine groooooooooooooooooooooooooooooooooooooooße Brücke ins Land der GM-Diesel. Große, schwere Diesellokomotiven mit deutschen Doppelstockwagen drehen noch fleißig ihre Runden, da auch hier die neuen Fahrzeuge mit betriebsgefährlichen Kinderkrankheiten aufwarten. Aber, dazu später mehr.
bis dann Tschüß,
219 003-1, FAUR-Power aus Rumänien für die DR-das U-Boot!!!
.....DIE Seite mit Sound !!!