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Hallo Welt

Mit Verspätung findet dieser Reisebericht sein Ende. Der Urlaub kam dazwischen und da war immer so viel los, das für diesen Spass hier einfach keine Zeit blieb … von diesen Urlauben (Irland, Baltikum und Tschechien) gibt’s dann sicher auch irgendwann mal etwas ;)

Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] >> Prolog und bis nach Meknes
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] >> Zwischen Fes und Meknes
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] >> Erster Tag am Barrage Idris 1er
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] >> … bis nach Oujda
Teil 5: [www.drehscheibe-foren.de] >> die Neubaustrecke nach Nador
Teil 6: [www.drehscheibe-foren.de] >> Einen Tag an der Neubaustrecke nach Nador
Teil 7: [www.drehscheibe-foren.de] >> Zurück nach Fes.
Teil 8: [www.drehscheibe-foren.de] >> Letzter Tag am Stausee Barrage Idris 1er
Teil 9: [www.drehscheibe-foren.de] >> Streckenkunde nach Safi




Dienstag 11. Oktober 2011 - Casablanca > Casablanca

Der letzte Tag, da war er schon wieder, wie die Zeit vergeht! Wir wollten uns heute auf keine Experimente mehr einlassen und ein bisschen Posphatverkehr südlich von Casa Fotografieren. Letztes Jahr waren wir schon mal da und so wussten wir ziemlich genau auf was wir uns einlassen würden - was ich natürlich durchaus positiv meine.
Meine grösste Sorge galt aber erstmal der Fahrt aus Casa raus. Wobei wir heute intelligenterweise eine andere Route ausprobierten, das Chaos auf der Autobahn umfahre ich selbst wenn ich dafür 50km Umweg in kauf nehmen muss ;). So viel war es dann nicht, wir fuhren einfach gerade aus Casa raus um den Autobahnring zu erreichen. Das klappe prima, die Strassen waren zwar wieder bumsvoll und an der ein oder anderen Kreuzung machte der Querverkehr Probleme (wer genau Vorfahrt hat ist halt Zufall), alles in allem waren wir aber zeitig draussen.
Zeitig vor allem, weil Pascal noch einen Flughafenzug Fotografieren wollte. Stelle dafür kannten wir eine, direkt beim Atlas Airport Hotel gelegen. Aber wollten wir wirklich da hin? Wir waren uns nicht so wirklich sicher und probierten vor dem Flughafen noch etwas anderes aus, was uns am Schluss derart viel Zeit gekostet hat (20min) das es verdammt Eng wurde auf den Zug zum Flughafen am Hotel (wir sind schön blöd). So mussten wir am Marokkanisch auf dem Flughafenzubringer am Rand parken und uns einen Weg durch die Dornenbüsche suchen (das mussten wir eigentlich nur deswegen, weil die Zufahrt zum Hotel derart blöd gebaut ist, das man 5min braucht um da hin zu kommen).
Als Pascal an der Stelle stand meinte er nur: "also wenn ich das gewusst hätte (er meinte, wie die Stelle aussieht), hätte ich auf das Foto auch verzichten können". Super ;) Trotzdem warteten wir noch kurz auf den verspäteten Flughafenexpress welcher bald kam. Das Foto zählen wir mal als "Bild fürs Archiv".

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Ein Flughafenexpress von Casa zum Flughafen, direkt vor dem Flughafen neben dem Atlas Aiport Hotel

Nach diesem kleinen Abstecher zur Flughafeneisenbahn ging es endlich los in Richtung der richtigen Güterzüge, den Posphatzügen an die Küste. In Settat Nord verliessen wir die Autobahn und fuhren stetig der Strecke ins Landesinnere entlang, in Richtung einiger Stellen. Ich bin erstaunt wie verblasst meine Erinnerung an die Strecke schon war, erst beim fahren erinnerte ich mich an einige nicht ganz unwichtige Details, wie z.B., dass die Stellen am Morgen eher rar gesät sind ;). An einen Punkt konnte ich mich aber sehr gut erinnern, nämlich an die Strasse nach "da hinten". Der Weg ist ein Auto breit asphaltiert (Löchrig und Hügelig), daneben ist jeweils noch Schotter und Dreck (noch Löchriger und Holpriger). Auf der Strasse ist dann nicht wenig los und so hat man ständig mit Gegenverkehr zu kämpfen ... und der mutigere gewinnt. Der "Verlierer" fährt dann halt in den Dreck während der andere auf dem Asphalt triumphiert. Ab und an gewann ich und ab und an musste ich ausweichen - vor allem bei den Grand Taxi Fahrern welche ihren Mercedes 200 in einer unglaublichen Geschwindigkeit über die Piste jagen und einfach nicht ausweichen, ganz egal wie lange man gerade auf die zu hält ;).
Bei der ganzen Fahrt nach hinten kreuzten wir keinen einzigen Zug, was sich mit der Erinnerung vom letzten mal deckt, die besagte: Verkehr am Morgen = mau. Als wir dann kurz vor Sidi Hajjaj die erste Stelle erreichten die uns passte (und wir im Auto warten konnten, Bäume gibt’s nicht wirklich) war es kurz vor 11 Uhr. Wir richteten das Auto auf der breiten Piste aus und warteten auf einen Zug. Beäugt von einem Haufen Kindern und Jugendlichen die an uns vorbei trampelten auf dem Weg in die Schule oder nach Hause - oder wohin auch immer (da die Jugend in beide Richtungen unterwegs war, war nicht ganz klar wohin alle gehen).
Zug kam dann auch mal einer, bespannt mit einem alten Japaner in grausigem Zustand.

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Der erste Posphatleerzug des Morgens. Mit einem alten Japaner, Reihe E1100 kurz vor Sidi Hajjaj‎

Wir suchten uns nach dem Foto etwas Neues und "besuchten" dabei noch Sidi Hajjaj‎ wo in der prallen Mittagssonne das Städtische Leben auf der Hauptstrasse gerade seinen Höhepunkt erreichte. Und wir mitten durch, Eseklarren, Pferdekutschen, Leute, Kinder, Grand Taxis, rollende Marktstände, Beduinen, Hunde ... und drei Schweizer in einem Peugeot auf Schleichfahrt mit ausgestreckten Fühlern nach einem Geschäft mit kühlen Getränken - was gar nicht so einfach war.
Als wir beide Aufgaben die uns Allah auferlegt hat erfolgreich erledigt hatten fuhren wir wieder in Richtung Küste, auf der Suche nach einer nächsten Stelle. Wir rechneten eigentlich als nächstes mit dem Personenzug nach Khouribga in etwa einer Stunde. Dafür suchten wir uns etwas, am liebsten mit Schatten. Der letzte Wunsch ging nicht in Erfüllung, aber wir fanden etwas wirklich nettes auf einem offenen Feld wo ausser Stachelkraut (ich hab’s jetzt noch in den Socken und Schuhen) nichts wuchs. Ich schaute mir das ganze von unten an und ging dann hoch mit dem Kommentar: Selbst wenn ich eine Stunde in der Sonne stehen muss, die Stelle ist es Wert. Es kam aber zum Glück anders, kaum waren wir oben auf dem Hügel sah man weit hinten eine weisse Schlange hin und her flitzen - Posphatzug. Und kaum 3min späten waren wir wieder auf dem Weg runter zum Auto - perfektes Timing.

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[maps.google.com]
Wenig später ca. 2 Kilometer weiter vorne, der nächste Leerzug zu den Minen

Für den Personenzug, jetzt glaubten wir nämlich wirklich nicht mehr daran, dass etwas anders davor kommt, stellten wir uns in die nähe der ersten Stelle vom Vormittag. Wieder in der Sonne ... und das einzige was Schatten bot war das Auto. Dummerweise hatte der Wind zum Mittag hin etwas nachgelassen und er war auch nicht mehr ganz so kühl wie auch schon *schmacht*.

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[maps.google.com]
Auch Personenverkehr gitb es auf der Strecke nach Khouribga, es ist nur eine Handvoll, aber die Zuglängen sind trotzdem nicht zu verachten. Wieder nächst Sidi Hajjaj‎

Vor dem Personenzug kam noch ein Posphatzug von hinten auf dem Weg an die Küste. Deshalb gingen wir als nächstes eher von einem Zug zu den Minen aus als in Richtung Hafen. So fuhren wir in Richtung Meer um nach einer Stelle Ausschau zu halten (David und ich hatten dabei immer die Schwierigkeit, dass wir nicht an eine Stelle wollten wo wir schon waren).
Gerade als wir bei der Verladeanlage vorbei fuhren welche am nächsten am Hafen (und noch vor unseren Vormittagsstellen) liegt fuhr da ein Zug raus. Wir drehten den Plan deshalb um 180° und suchten nach dem Überholmanöver eine Stelle für Züge in Richtung Hafen (kompliziert) .., Lichttechnisch ging nach dem Mittag da auf der Strecke schon ein bisschen etwas.
Wir stellten uns ein erstes Mal für den Zug und klebten am Masten als er leider auf dem falschen (richtigen) Gleis kam.

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[maps.google.com]
Auch die neueren Japaner der Reihe E1200 sind im Posphatverkehr anzutreffen. Hier Lok 03 mit einem vollen Zug auf dem Weg zum Hafen kurz vor Rus El Ain

Wir fuhren dem Zug einfach mal weiter hinterher und trafen wenig später auf den vollen Zug der uns beim warten auf den Personenzug in den Rücken gefahren ist. Stau? ;)
Aber so lohnte sich es doppelt, da zwei sichere Züge kommen, noch ein bisschen weiter zu fahren. An der letzten Möglichkeit stellten wir uns dann in de Sonne für die beiden Züge. Wir waren zwar letztes Jahr schon da, aber wenn es sonst nichts gibt mit Frontlicht? Bevor der erste Zug der beiden kam vergingen aber ein paar Viertelstunden, dafür kamen in dieser Zeit gleich zwei Züge von "hinten" nach hinten .. äääh. Jänu.
Die beiden anderen Züge kamen dann relativ dicht hintereinander und es war 16 Uhr.

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[maps.google.com]
Hinter dem Holcim Werk bei Moualine el Oued kam bereits der nächste Leerfahrer zu den Minen, mit einem Franzosen …

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[maps.google.com]
… dicht gefolgt vom nächsten Leerfahrer, mit einer frischen E1100, schön!

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[maps.google.com]
Krasser Unterschied zum Frühjahr, fast an der selben Stelle im Frühjahr 2010 ein Zug zu den Minen

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[maps.google.com]
Nach zwei leeren Zügen war es Zeit für einen vollen zu den Häfen. Zu unserer Freude kam eine E1100 an dem langen Posphatzug.

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[maps.google.com]
Wirklich Zeit zum ausruhen hatten wir nicht, kaum sassen wir an der nächsten Stelle kam bereits der nächste Zug.

In meinen Gedanken war ich schon fertig, es fehlte noch der Personenzug und dann wäre es das gewesen. Für diesen wollte ich keine grossen Sprünge mehr machen (die Hitze des Tages setzte mir langsam zu), so blieben wir gleich an Ort und Stelle stehen und ich stellte mich auf ein Bild ein welches ich exakt letztes Jahr schon so gemacht habe ;). Aber nein, der Plan funktionierte nicht. Den kaum hatten wir das Auto ausgerichtet, Pascal probierte derweil eine Kaktus Frucht / Feige zu Essen, kam der nächste Poshpahtzug zum Meer.

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/11.10.11%20Casa/DSC_6169kgr.jpg
[maps.google.com]
Und weil es so schön war kam gleich der nächste Hinterher. Aus einem gemütlichen Abend wurde nichts, die Züge fuhren uns nur so um die Ohren ;)

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[maps.google.com]
Auch hier noch mal ein Vergleich der beiden Jahreszeiten an fast identischer Stelle.

Hm, und so wurde dann doch nicht aus der letzte Stunde gemütlich auf den Personenzug warten - blöde Eisenbahn. So "mussten" wir uns schon wieder etwas neues suchen. Wir fanden etwas kaum zwei Kilometer weiter hinten, da konnten wir auch endlich mal im Schatten einiger Bäume warten - super, zu einem Zeitpunkt wo die Temperaturen wieder angenehm waren ;).
Vor dem Personenzug kam dann tatsächlich nichts mehr, nicht mal von hinten.

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/11.10.11%20Casa/DSC_6172kgr.jpg
[maps.google.com]
Personenzug nach Casablanca kurz hinter der Station Moualine el Oued

Die Sonne stand, als der Personenzug durch war, noch relativ hoch am Himmel und 30min sollte das Licht noch reichen. Irgendwie motivierten wir uns noch diese 30min nutzen zu wollen. Weit kamen wir nicht, kaum 2km weiter hinten, hinter dem nächsten Bahnhof, stand ein Posphatzug auf der freien Strecke und wartete exakt an der Stelle wo dies auch der andere vorher tat. Auf was die da genau warten leuchtet uns nicht ein, bis zur Verzweigung in die Hauptstrecke sind es noch gute 15km ... trotzdem wird es wohl irgendwie damit zusammenhängen. Der Zug stand also da etwa 3 Mastabstände von unserer Stelle entfernt. Wir stellten und da also hin und warteten darauf, dass er kommt. Das es lange dauern könnte war klar, dass es aber gar nicht mehr klappen würde war nicht absehbar.
So war es aber ... die Sonne verschwand ohne das der Zug sich uns genähert hat ... und dabei stand er 30min im besten Licht vor uns, aber an einer Stelle das er unfotografierbar war (ausser mit basteln).

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/11.10.11%20Casa/DSC_6177kgr.jpg
[maps.google.com]
Auf dem Weg nach Hause sahen wir vor Moualine el Oued diesen Zug auf der offenen Strecke stehen … wir stellten uns deshalb mal an die Strecke vor ihm und warteten

Ich schaute noch kurz nach den Pferden als die Sonne im Dunst schwächer wurde. Als ich wieder kam wurde der Zug gerade von einem weiteren Posphatzug überholt .. mhm, gibt es also wichtigeres Posphat das man schneller am Hafen haben will? ;) Leuchtet uns genau auch nicht ein. Der zweite Zug hielt übrigens auch an auf halber Höhe und so standen dann zwei Züge auf zwei Gleisen, und wir kamen erstmal nicht mehr zum Auto zurück.

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/11.10.11%20Casa/DSC_6181kgr.jpg

Anscheinend gibt es Posphatzüge und wichtige Posphatzüge, einen anderen Grund weswegen ein Zug einen anderen auf offener Strecke überholt dürfte es kaum geben ;)

Da der zweite Zug mit den vorderen Wagen aber sowieso den Bahnübergang blockierte wo wir drüber mussten hatten wir erstmal keine Eile, es führt eh kein Weg raus aus dem ganzen.
Als der eine Zug dann weg war fuhren wir auch wieder los. Am BÜ war aber noch etwas „Trouble“, wie schon letztes mal … es dauerte ein Weilchen.

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/OT/IMG_2447kgr.jpg

Witziges Detail am Rande, die riesigen BÜ Tafeln, immerhin beständig.

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/OT/bue2.jpg

http://bahnpics.com/nil/11.10%20Marokko/OT/bue.jpg

Der BÜ war sicher 15min durch den Zug blockiert. In der Zeit haben sich alle „aufgereiht“ … und so dauerte es gleich noch mal ein paar Minuten bis sich der ganze Knoten gelöst hat - sehr schlau ;) Diese Szene konnten wir so letztes Jahr aber genau gleich Beobachten.

Das Ziel war dann der Flughafen. Diese Entscheidung fiel gestern bereits. Wir gaben das Auto heute schon ab, einen Tag früher als eigentlich geplant. Wir enthüllten die Büchse und tankten es noch voll auf einer Raststätte vielleicht 20km vor dem Flughafen. Am Airport selber war dann das grösste Problem heraus zu finden wo wir das Auto zurück geben müssen, aber mit Hilfe eines Polizisten fanden wir den richtigen Platz (vielleicht war er es auch nicht) ziemlich schnell.
Und dann kam noch der Vermieter. Er bemerkte, dass das Auto sehr sandig sei (logisch, muss ja) und dann mäckelte er noch darüber, dass der Tank nicht 100% voll war sondern die Nadel eine halbe Nadel breit unter dem "voll" stand. Die 20km halt ... dafür kriegte er dann noch 50 Dirham von uns.
Es war halb 20 Uhr und wir gingen wieder in den Flughafen rein (Sicherheitskontrolle) um zum Bahnhof zu gelangen. Richtig gehört, wir sind Bahn gefahren ;). Bei der Lage unseres Hotels bot sich das natürlich richtiggehend an. Um 20 Uhr fuhr der Zug und wir hatten noch viel Zeit über. Wir kauften die Tickets, 1er Class (ui ;)) und warteten auf den Zug.
Der Bahnhof ist toll, 4 Gleise in einer unterirdischen Halle, für: 1 Zug pro Stunde. Ich glaube da wurde mal mit mehr Verkehr geplant. Der Zug in die Stadt war dann der erwartete Belgiertriebwagen der mich vom Zustand her eher negativ überraschte, sind auch nicht mehr die jüngsten. Die 30min Fahrt in die Stadt waren toll, wenn man durch die Vororte fährt und auf die verstopften Strassen schaut .. entspannend ;).
Am Casa Voyageur verliessen wir den Zug und kämpften uns durch die Horde von Taxifahrern und Fremdenführer die uns alle ihre Dienste verkaufen wollten zum Ibis - welches nach Aussage aller Fremdenführer viel zu teuer sei und sie uns ein viel besseres und günstigeres Hotel empfehlen. Wohl dem, der da nicht drauf rein fällt. Wir waren im Ibis und das war gut so!




Mittwoch 12. Oktober 2011 - Casablanca > Schweiz

Viel zu erzählen gibt es nicht von diesem letzten Tag. Wir schliefen etwas aus (wobei ich trotzdem zu spät zum Frühstück ging, obwohl wir viel später dran waren als die letzten Tage) und verliessen um kurz vor 9 Uhr das Hotel. Mit dem Zug ging es wieder zurück zum Flughafen. Der Triebwagen wurde ziemlich voll und wir ergatterten uns den letzten freien 4er in der 1 Klasse (die Tatsache, dass die hälfte aller Leute in der 1 Klasse ein Ticket 2 Klasse hatten war da noch nicht bekannt). Beim rausschauen waren wir nicht wirklich traurig Marokko heute zu verlassen, über dem Hochnebel welcher sich heute relativ früh aufgelöst hatte, lagen Wolken und eine Schleierschicht, Mistwetter! ;)
Mit 10min Verspätung erreichten wir den Flughafen und da begann das grosse warten. Wir waren zwar 2h vor dem Abflug am Flughafen, sassen am Schluss aber kaum 5min am Gate bis das Boarden begann. Dazwischen lagen zwei Sicherheitskontrollen, zwei Passkontrollen und das Einchecken (wobei das mit 2min anstehen ganz flott ging).
In einem Shop direkt am Gate wollte ich noch unsere letzten 80 Dirhämmer loswerden und irgend etwas unnötiges kaufen - was aber nicht klappte da keine Dirham akzeptiert wurden. Euro oder Dollar wollten die … Hm.
Unser Flugzeug, eine B737-800 präsentiert sich optisch in einem deutlich besseren Zustand als das letzte RAM Flugzeug. Pünktlich verliessen wir unser Gate und rollten in Richtung Startbahn. Jetzt sind wir in der Luft kurz vor den Pyrenäen und seit wir den Europäischen Kontinent erreicht haben habe ich keine einzige Wolke mehr erblickt, schönes Wetter also.
Der Flug ist toll, wenn ich links schaue sehe ich 5 freie Sitze, der Flieger ist vielleicht zu 60% ausgelastet ... ich versuche mir gerade vorzustellen wie voll der Flug nach Zürich geworden wäre, wenn er denn geflogen wäre.

Nach der Landung in Genf (anstatt Zürich) lag noch die Bahnfahrt nach Hause vor uns. Wir wählten die ICN Verbindung über den Jura Südfuss mit Umstieg in Neuenburg vom Basler ICN auf den St. Galler. Dabei schaffte es die SBB uns 15min am Bahnsteig stehen zu lassen und am Schluss mit 20min Verspätung in Zürich anzukommen … so hatten wir aber im Speisewagen genug Zeit für unser Abendessen ;).




Dies war der letzte Teil der Serie.
Marokko hat auch im Oktober Spass gemacht, die Temperaturen sind zwar teilweise immer noch nahe an (meiner) Schmerzgrenze, aber die ruhigen Stunden in der „Wüste“ haben trotzdem einen erholsamen Charakter (gibt ja nicht umsonst Schatten).
Danke für die Aufmerksamkeit.

Gruess


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Und ich hatte schon Angst, etwas verpasst zu haben ;-)! Danke für den schönen Bericht!

MfG Rheinlandsachse

RoyZieroldPhotography

Schöner Abschluss, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 14.05.12 00:59

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
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