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Interrail 2011: EU-Mitte-Nord – Teil 20 (Köln-Wuppertal-Nürnberg-Wien)




Alle bisherigen Teile:
Teil 1: Wien-Prag
Teil 2: Prag
Teil 3: Prag-Berlin
Teil 4: Berlin
Teil 5: Berlin
Teil 6: Berlin
Teil 7: Dresden
Teil 8: Stettin
Teil 9: Berlin-Malmö
Teil 10: Malmö-Køge
Teil 11: Helsingør
Teil 12: Roskilde/København
Teil 13: Göteborg
Teil 14: Skjoldenæsjholm-Næstved
Teil 15: Køge-Aarhus
Teil 16: Skagen
Teil 17: Odense-Hamburg
Teil 18: Hamburg-Forbach-Paris
Teil 19: Forbach-Elsaß-Köln




Sonntag, 31. Juli 2011: Ausflug Wuppertal-Düsseldorf
Heutige Fahrten (145 km Bahn):
11:24 ab Köln-Deutz (RE7)
11:54 an Wuppertal Hbf
15:35 ab Wuppertal Hbf (RE13)
15:39 an W-Oberbarmen
15:47 ab W-Oberbarmen (RB47)
16:37 an Solingen Hbf
16:42 ab Solingen Hbf (S1)
17:06 an Düsseldorf Hbf
18:21 ab Düsseldorf Hbf (ICE 729)
18:42 an Köln Deutz

Ausflug Wuppertal – Kohlfurt

Wir wollen heute nach Wuppertal fahren. Mein Freund meint, die Schwebebahn würde mich sicherlich interessieren. Auf dem Bahnhof Deutz besorge ich mir zunächst eine Platzreservierung für den morgigen Zug nach Nürnberg, dann gehen wir zum Bahnsteig, um mit einem RE nach Wuppertal zu fahren. Oben auf dem Bahnsteig sehe ich einen privaten Triebwagen, es ist ein „Desiro Mainline 2“ der „transregio“, Baureihenbezeichnung 460. Weder sah ich jemals so einen Triebwagen noch kannte ich diese Privatbahn. Aber hier im Rhein-Ruhr-Gebiet haben schon viele private Anbieter Nahverkehrsausschreibungen gewonnen und da wird sich auch in den nächsten Jahren noch einiges tun. Nach den Fotos fragt mich mein Freund, ob er mal mein InterRail-Ticket sehen kann. Ich suche und suche und finde es plötzlich nicht. Ich bin ganz entsetzt, ich hatte es doch noch beim Schalter, als ich die Reservierung kaufte. Ich laufe also schnell hinunter – und tatsächlich: im Schalterraum liegt das Ticket am Boden. Unfaßbar! Wenn er mich nicht gefragt hätte, wäre ich weggefahren und hätte es nicht bemerkt! Wie konnte das nur passieren! Ich bin wirklich ein Trottel! Ich laufe natürlich ebenso schnell wie hinunter auch wieder hinauf, denn unser Zug fährt ja jeden Augenblick – und ich kann auch gerade noch hineinhuschen in den Zug, der schon dasteht. Nochmal gut gegangen. Allerdings: vier Minuten später wäre noch ein Zug gefahren – ein langsamerer. Bei der ganzen Aufregung hab ich gar nicht notiert, was für eine Garnitur unser Zug eigentlich war. Es war jedenfalls ein Dosto-Zug.

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460 001 von Transregio fährt in Köln-Deutz ein.


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Talente gibt es also auch in Deutschland, allerdings als Diesel: 644 036 in Köln-Deutz.


Wuppertal
In Wuppertal Hauptbahnhof angekommen, staune ich nicht schlecht, daß der Bahnhof total versifft aussieht, also wirklich ein abschreckendes Beispiel von Bahnhofspflege. Dann sehen wir gleich die Schilder: an diesem Wochenende fährt die Schwebebahn nicht. Das ist echt schade, ich hatte mich eigentlich auf eine Fahrt über die ganze Strecke gefreut. Andererseits bin ich nicht enttäuscht oder traurig, immerhin kenne ich sie ja schon und außerdem: ich bin in der letzten Urlaubswoche, da kann mich nichts erschüttern, mir gefällt alles, ich fühle mich erholt und genieße jeden Tag, egal, was er bringt.

Wir haben nun Idee, die Bergische Museumsbahn zu besuchen. Wir fahren also mit einem Bus der Linie CE64 (CityExpress) nach Kohlfurt. Erst hier (Kohlfurt Brücke) dämmert es mir, daß ich das ja schon kenne und schon mal hier war. Als wir zum Museum kommen, müssen wir natürlich feststellen, daß der Museumsbetrieb am vorigen Wochenende stattgefunden hat und heute nichts fährt. So wie damals … Immerhin: der Wagen mit den Büchern steht da und ist offen, ich erstehe den zweiten Band über die Straßenbahnbetriebe des Ruhrgebietes. Den ersten Band hab ich schon 2006 hier gekauft. Eigentlich kann ich froh sein darüber, denn ich hatte immer gehofft, irgendwann mal den zweiten Band zu bekommen. Das Museum ist offen und ich spaziere natürlich herum und mache einige Fotos, so wie 2006 auch. Viel zeige ich nicht, ich denke, das Museum ist bekannt.


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Den erkenne ich sogar ohne Werbung als Darmstädter.


Wir fahren dann bald wieder zurück mit einem Bus derselben Linie, die Fahrzeit beträgt immerhin 26 Minuten, und wenn ich mir vorstelle, daß man früher durch diese Gegend mit Schmalspurstraßenbahnen gefahren ist, wünsche ich mir die alten Zeiten wieder zurück.

Ich überlege, in welche Richtung ich nun fahren könnte, um ein wenig von der Gegend zu sehen. Mir fällt natürlich die Müngstener Brücke ein. Der Zug der Linie RB47 ist aber nicht zu finden, ich erfahre von einem Bahnbediensteten, der mich fragt, was ich suche, daß die RB47 heute erst ab Oberbarmen fährt, bis dahin muß ich die S8 benützen. Da ich aber vorher schon eine RE13 sehe, die auch nach Oberbarmen fährt, nehme ich diese. Zu meiner Überraschung ist der Zug wieder ein Privatbahn-Triebwagen Reihe 429 von der Eurobahn (D-ERB) bzw. Keolis. Es ist ein fünfteiliger Stadler Flirt. Später werde ich auch vierteilige (Reie 428) sehen. Natürlich bin ich ein wenig unsicher, ob mein Interrailticket hier überhaupt gilt, aber darauf lasse ich es mal ankommen und würde mich doof stellen im Fall des Falles. Aber Schaffner gibt es ja heute fast keine mehr, und so werde ich das auch nie erfahren, ob ich schwarz gefahren bin.


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Fünfteiliger Flirt der Eurobahn: 429 009 in Wuppertal.


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Das Innere wirkt geräumig.


In Oberbarmen steige ich in einen Triebwagen der Reihe 628 um und fahre Richtung Müngstener Brücke. Als wir dort drüberfahren, kommt es mir dann doch bekannt vor: hier fuhr ich schon mal. Sicherheit gewinne ich erst daheim beim Durschauen meiner Reiseberichte. Der Zug endet in Solingen Hauptbahnhof, das früher SG-Ohligs hieß. Alles neu hier also. Nach kurzer Überlegung beschließe ich, nach Düsseldorf weiterzufahren, um dort vielleicht Züge oder auch Straßenbahnen zu fotografieren. Die S1 bringt mich dahin.

Düsseldorf
In Düsseldorf sehe ich gleich nach der Ankunft mehrere private Triebwagen und auf den Fahrplänen kann ich erkennen, daß in dieser Hinsicht hier viel los ist. Also beschließe ich, auf dem Bahnhof zu bleiben, um einen Überblick zu bekommen. Welche Bahn auf welcher Linie verkehrt, notiere ich zwar nicht, aber die Bahngesellschaften und eingesetzten Fahrzeuge versuche ich alle aufs Bild zu bekommen. Da gibt es zum Beispiel eine Regiobahn (nach Mettmann und Kaarst), die mit zweiteiligen Talent-Dieseltriebwagen Reihe 643 200 verkehrt. Weiters sehe ich viele vier- und fünf-teilige elektrische Flirts der Keolis-Eurobahn (Reihen 428 und 429). Dann warte ich auch noch auf einen Triebwagen der Nordwestbahn (D-NWB), der sich als LINT41 (Reihe 648) entpuppt. Auffällig ist auch eine entfernt abgestellte 143 in mintgrüner Lackierung (143 247) mit einem Nahverkehrszug. Was es damit auf sich hat, weiß ich allerdings nicht. Sie ist als DB-Lok beschriftet (aber auch mit „Busse und Bahnen NRW“) und fährt offensichtlich als S6.


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Die zweiteiligen Talente der Regiobahn kenne ich schon von 2006: 643 237 als S28 nach Mettmann.


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Ein Lint 41 (648 428) der Nordwestbahn in Düsseldorf.


Da ich mich so lange auf dem Bahnhof aufgehalten habe, verzichte ich darauf, auf die modernen Straßenbahnen Jagd zu machen. Da müßte ich mehr Zeit haben und Vergleichsfotos mit früher anfertigen. In meinem Kopf sieht die Düsseldorfer Straßenbahn ja noch ganz anders aus als heute. Also fahre ich nach etwas mehr als einer Stunde nach Köln zurück. Dafür wähle ich einen ICE, denn so kann ich die Strecke nach Köln-Deutz befahren, und zwar wird der untere Bahnsteig angefahren. Die Gleislage kenne ich eigentlich nicht genau. Ich finde auch leicht einen Platz, der erst ab Köln reserviert ist. Ich wundere mich eigentlich, daß wir auf der rechten Rheinseite fahren, ich hatte fälschlich immer angenommen, die ICE-Züge würden über Dormagen und Köln Hbf. verkehren, dabei ist das nur eine S-Bahn-Strecke. Wir fahren also über Leverkusen, kurz vor Köln-Deutz verzweigt sich die Strecke und man kann nach rechts zum unteren Bahnsteig in Deutz einfahren, oder nach links zum oberen Bahnsteig (und weiter Richtung Hauptbahnhof). Auf diese Weise wird mir auch schnell klar, daß mein morgiger Zug nach Nürnberg ebenso vom unteren Bahnsteig abfahren wird. Der ICE ist ein ICE3, Reihe 403 (403 015, also Tz 315). Ich habe das Glück hinter dem Tfz-Führer sitzen zu können und die Strecke also beobachten kann. Es ist doch spannend, hier zu sitzen.


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Der 403 015 verläßt Köln-Deutz wieder.


Kölner Straßenbahn
In Köln halte ich mich noch eine Weile bei bei der Haltstelle Deutzer Freiheit auf, wo ich auch mal die neueste Kölner Straßenbahntype (Nummernreihe 4500) und auch die neue Lackierungsform fotografieren kann. Die Bilder werden aber nicht besonders. Dann gehe ich noch in das kleine Internetlokal, um Mails abzurufen und zu beantworten. Das ist gleich neben der Haltestelle, wie ich schon wußte. Damit endet mein kurzer Aufenthalt in Köln.


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4048 in Linie 7. Die neue Lackierung kannte ich noch nicht.



Montag, 1. August 2011: Köln-Nürnberg

Heutige Fahrten: (401 km)

08:44 ab Köln-Deutz (ICE 529)
11:59 an Nürnberg Hbf


Heute geht es also zur letzten Station meiner Urlaubsreise: nach Nürnberg. Nach einem Frühstück begebe ich mich zum Bahnhof Köln-Deutz. Der angebliche „Fensterplatz“ ist natürlich ein „Stegplatz“, also genau zwischen zwei Fenstern situiert. So ein Schmarrn. Da sieht man von der Fahrt wieder gar nichts. Wirklich ärgerlich! Ich kann die schlechte Sicht zwar ein wenig mildern, indem ich die Lehne zurückstelle, aber es ist doch keine Reisequalität. Erst nach 25 Minuten beginnt die wirkliche Beschleunigung auf etwa 300 km/h, davor blieben wir stets zwischen 130 und 240 km/h. Tatsächlich erreichen wir die 300er-Marke auf dieser Strecke jedoch nur kurzzeitig und selten. Meist geht es mit 250 bis 290 km/h dahin. Der Blick durchs Fenster offenbart aber doch etwas völlig Neues: erstmals seit Wochen gibt es wirklich blauen Himmel. Das Wetter war ja im Urlaub kaum wirklich „schön“, jedenfalls gab es nie ungetrübten Sonnenschein bei blauem Himmel ohne Wolken. Die Vorfreude war aber vielleicht voreilig, denn in Würzburg ist es schon wieder wolkig. Zwischen Frankfurt und Würzburg geht es recht schleichend dahin, danach aber wieder mit bis zu 200 km/h. Unterwegs sehe ich erstmals die neuen Triebwagen der Reihe 440, dabei fällt mir auf, daß es sowohl dreiteilige als auch vierteilige gibt. Es gibt auch fünfteilige, das erfahre ich erst später. Die Triebwagen sind von Coradia und heißen Lirex. Ich bin schon neugierig, ob ich in Nürnberg solche Triebzüge sehen werde und werde nicht enttäuscht werden.

Nördlich von Nürnberg bemerke ich eine Bahntrasse in Bau, eine Abzweigung Richtung Nordosten. Es könnte die HG-Strecke Richtung Leipzig und Berlin sein. Der Zug kommt pünktlich in Nürnberg an, das Wetter ist jedoch trüb wie immer bisher. Nach dem Einchecken in einem Hotel treffe ich mich mit einem Freund, der mir die Stadt zeigen wird.

Stadtrundgang Nürnberg
Nun beginnt ein hochinteressanter Stadtrundgang. Ein Einheimischer kann natürlich alles ganz anders erklären und zeigen, als wenn ich mir die Stadt auf eigene Faust anschaue, was ich immerhin 1988 und 1991 getan habe. Aber mein Hauptaugenmerk legte ich damals eigentlich auf die Straßenbahnen. Von den damaligen Fahrzeugen gibt es heute nichts mehr zu sehen. Wir spazieren gleich mal in die Innenstadt hinein und gehen zuerst einmal essen. Das Lokal ist ein sehr typisches mit ausgezeichneter Küche. Es gibt fränkische Festtagssuppe (mit Lebernködel, Markknödel, Frittaten) und danach Nürnberger Sauerbraten mit Lebkuchensoße und Kloß (darunter werden zwei Erdäpfelknödel verstanden, die aus rohen Erdäpfeln gemacht und mit Brotstücken gefüllt sind). Also wirklich SEHR GUT! Das Lokal („Herrenkeller“) scheint alt zu sein, es ist auch in einem alten Gebäude unterbracht, erinnert entfernt an das Griechenbeisl in Wien (vom Typ her), nur eben ein anderer Stil. Übrigens grüßt man hier auch schon mit „Grüß Gott“.

Der folgende Spaziergang läßt mich staunen. Wir sehen viele Kirchen, und ich muß zugeben, daß ich mich von den früheren Besuchen hier an keine Kirche mehr erinnern kann. Nur an die Stadtmauer. Auffallend ist die Farbe der Steine, mit denen die alten Gebäude erbaut worden sind. So eine Farbe findet man z.B. in Wien nicht. Wir gehen über verschiedene Brücken über die Pegnitz, denn hier gibt es wunderschöne Ausblicke, zum Beispiel der Gebäudekomplex des Heiligengeistspitals.


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Rund um die Pegnitz gibt es viele schöne Aussichten.


Dann geht es zum Hauptmarkt mit der Frauenkirche und einem wunderschönen gotischen Brunnen. Der „Schöne Brunnen“ wurde 1385-1396 errichtet. Der heutige Brunnen ist eigentlich eine Kopie von 1903, weil der Sandstein des ursprünglichen Brunnens bereits stark verwittert war.
Ich möchte mich nicht in Details verlieren (in meinem Original widme ich der Schilderung der Sehenswürdigkeiten viel zu viel Raum), weil ja die Mehrheit der Leser wohl aus Deutschland stammt und Nürnberg kennt. Jedenfalls sehe ich viel von der Altstadt und der Tag endet am Abend bei Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut und Bier. Danach kann ich noch in der Abendsonne den Bahnhof besuchen.

Kurzer Besuch am Bahnhof Nürnberg
Hier entdecke ich einen Zug der Vogtlandbahn (D-VBG), den ich mir anschauen möchte. Die Wagen haben als UIC-Austauschziffer 56, was ich von Deutschland schon kenne (Privatbahn-Reisezugwagen). Meine Aufmerksam erregt auch eine DB-Lok, die aber keine DB-Nummer hat (nur den Keks). Es ist die 214 018 D-ALS. Erst daheim kann ich herausfinden, daß es sich bei ALS um „Alstom Lokomotiven Service“ handelt. Es handelt sich um die ehemalige 212 157, das Äußere ist aber komplett verändert (kantiger). Die Lok sieht wie ein Neubau aus. Das Rätsel um den DB-Keks dürfte damit zusammenhängen, daß die DB einige Loks von der ALS gemietet hat. ALS baute viele Loks um und verkauft oder vermietet sie an Privatbahnen, aber wohl auch an die DB, wie man hier sieht. Angeblich bezeichnet die DB solche gemieteten Loks als Reihe 262, diese Lok heißt jedenfalls 214.
Der Tag ist lang im Sommer, und so kann ich mich noch länger fotografierend hier herumtreiben: Es fallen mir die Regioswinger der Reihe 612 auf (als Franken-Sachsen-Express), weiters die Lirex-Triebzüge der Reihe 440, auf die ich schon gehofft hatte, außerdem auch zweiteilige LINT41 der Reihe 648.


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Der dreiteilige Lirex 440 314.


Auf dem Weg zurück zum Hotel bleibe ich noch bei den Straßenbahnen stehen und mache noch Bilder. Vor dem Hauptbahnhof ist die Strecke derzeit gesperrt, es wird umgebaut, ja es wird sogar eine neue Trasse gebaut, doch dazu mehr morgen.


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Wagen 1121 in Linie 8 in der Nähe des Hauptbahnhofs.



Dienstag, 2. August 2011: Nürnberg


Zunächst schaue ich mich bei der Stadtmauer um (Frauentor), mache Bilder und gehe dann zum Hauptbahnhof, wo ich außer zwei ICE-Garnituren aber keine Bilder mache, sondern mich zu Fuß auf einen Rundgang südlich des Bahnhofs entlang von Straßenbahngleisen mache. Hier bemerke ich dann, welche Art von Umleitung und Baustellenverkehr derzeit hier herrscht. Die Linie 7 macht hier eine große Schleife über Allersberger Straße und Scheurlstraße, weil die Schleife vor dem Hauptbahnhof nicht benützbar ist, mir fällt aber auf, daß die ankommende Linie 8 auch einmal auf Linie 7 wechselt. Die Linie 8 (Zielschild Hauptbahnhof) ist mit der Linie 5 verknüpft und wechselt in der Nähe des Hauptbahnhofs das Liniensignal. Welche Linie nun nach Erlensteigen fährt, weiß ich zwar nicht, aber das ist ja auch egal. Ich kann mich nicht mit allen Straßenbahnstädten beschäftigen.

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Wagen 1006 als Linie 7 kommt von der Schleifenfahrt in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Straßenbahnen fotografieren
Mein Weg führt nun entlang der Allersberger Straße durch die Wölckernstraße, damit ich die Kaufhausbrücke beim Kaufhof sehe, denn dort möchte ich ein Vergleichsbild machen, was mir auch halbwegs gelingt. Ich erblicke dort beim Aufseßplatz aber auch eine Straßenbahnbaustelle, von der ich nichts gewußt habe. Durch die Pillenreuther Straße wird eine Trasse gelegt, die unter dem Hauptbahnhof durch auf den Bahnhofsplatz führt. Wie ich später erfahre, wird hier ab November die Linie 5 verkehren, die den bisherigen Südast der Linie 8 (Worzeldorfer Straße) ersetzen wird. Dafür wird die Linie 9 verkürzt und nur mehr zwischen Doku-Zentrum und Hauptbahnhof verkehren. Der Nordteil wird eingestellt (die U3 bedient den Streckenteil zwischen Friedrich-Ebert-Platz und Rathenauplatz), dafür fährt die Linie 8 von Erlensteigen kommend am Hauptbahnhofvorbei durch den früher nicht linienmäßig befahrenen Marientunnel Richtung Tristanstraße (statt Linie 7, die eingestellt wird). Nur die Linien 4 und 6 bleiben wie sie waren. Ich spaziere also die neue Trasse Richtung Hauptbahnhof und betrete ihn vom Hintereingang. Ich komme gerade recht, um Karl-Heinz am vereinbarten Platz zu treffen.

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In der Wölckernstraße sehe ich dann endlich einen der neuesten Triebwagen: 1202 in Linie 7. Ob es heute den Schlecker dahinter hier noch gibt?


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Mein Ziel war diese Stelle: 1119 in Linie 8. Hier war ich nämlich schon einmal


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Wagen 316 mit Beiwagen 1596 am 7.6.1991 an derselben Stelle in Linie 8.


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Noch älter ist dieses Bild vom 13.6.1988: 237+1538 vor dem Hauptbahnhof in Linie 13.


U-Bahn, Fürth und Johannisfriedhof
Heute geht es mal mit der U-Bahn. Mein Gastgeber weiß ja, daß ich gerne ein paar Aufnahmen machen möchte, außerdem gibt es ja eine neue Type ohne Fahrer, da kann man ganz vorne sitzen und schauen. Zunächst geht es mit einer U11 Richtun Fürth. Dort machen wir einen Spaziergang durch einige interessante Straßen mit ebensolcher Bebauung. Wieder zurück warten wir am Plärrer auf einen neuen Zug und fahren damit bis zum Opernhaus. Auffallend sind an der Zugspitze angeordnete „Sitze“ zum „Stehen“, die einem Fahrradsattel ähneln. Hier kann man also stehen und sich zugleich anlehen.


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Führerlose U-Bahn, Wagen 709 in Linie U3 in der Station Plärrer.


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Und so sehen die „Sitze“ ganz vorne aus.


Die Station Opernhaus ist zur Seite hin Richtung Stadtgraben offen angelegt. Dann geht es wieder zurück zum Plärrer, von wo wir mit der Straßenbahnlinie 6 Richtung Johannis-Friedhof fahren. Wir steigen aber früher aus und machen eine kleine Pause bei einem kleinen Lokal mit Gastgarten, wor ich erstmals im Leben „Baggers“ mit Apfelmus esse. Es handelt sich dabei um eine Art süße Pfannkuchen aus Kartoffelteig.


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Auch Deutschland hat kulinarisch einiges zu bieten: Baggers mit Apfelmus.


Dann fahren wir weiter bis zum Johannis-Friedhof. Dieser Friedhof ist sehr berühmt und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Bekannt ist er vor allem für die besonderen Gräber (Bronzeepitaphien und liegende Grabplatten), die bei uns kaum je irgendwo zu sehen sind. Außerdem gibt es überall Rosenbüsche, die dem Friedhof ein besonderes Ambiente verleihen. Inmitten des Friedhofs steht eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche. Unter den bekannten Persönlichkeiten, die hier begraben sind, befindet sich auch Albrecht Dürer. Es fallen mir überhaupt viele Gräber aus dem 16. bis 18. Jahrhundert auf. Oft wirkt der Friedhof auf mich wie ein Barockfriedhof. Auf manchen Steinen liegen bronzene, kunstvoll gefertigte Applikationen mit Inschriften.


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Fremdartige alte Grabstätten auf dem Johannisfriedhof.


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Blumenpracht auf dem Johannisfriedhof.


Nach dem Friedhofsbesuch suchen wir eine Gaststätte in der Nähe auf, wieder mit einem schönen Gastgarten, von der Straße aus gesehen in einem Hof, nach hinten offen zu einem barocken Garten. Ein schönes Ambiente.


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Barocker Garten als Ausblick beim Mittagessen.


Die „Fleischlaberln“ heißen hier „Fleischküchle“ und schmecken natürlich sehr gut. Nach dem Essen geht es mit Linie 6 zurück zum Plärrer und hinein in die Stadt, Einkäufe machen und Eis verkosten. Dann geht es zum Doku-Zentrum:

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Wir fahren mit der Linie 9 direkt dorthin, wo man einsteigt (angesichts der Umleitungen sind ja die Haltestelle ganz woanders) wußte übrigens ich! Das Doku-Zentrum ist ein Museum, das wir zwar nicht betreten, aber das Gelände ist riesengroß und dient auch der Erholung. Das Museum befindet sich im Nordflügel der von den Nazis unvollendet hinterlassenen Kongreßhalle des Reichsparteitagsgeländes. 1933 bis 1938 fanden auf dem riesigen Gelände die Reichspareitage der NSDAP statt. Es sollten mehrere Kolossalbauten hier entstehen, die wenigen, die gebaut wurden, blieben unvollendet.
Wir spazieren in der Anlage herum, ein Bild von der unvollendeten Kongreßhalle soll nicht fehlen:

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Kongreßhalle am Reichsparteitagsgelände.


Am letzen Abend essen wir noch einmal im Herrenkeller, denn ich soll „Blaue Zipfel“ probieren. Dabei handelt es sich um Nürnberger Rostbratwürste, jedoch (süß-sauer) in einem Sud gezogen, mit Zwiebel. Dazu gibt es Schmalzbrote, da kann ich natürlich nicht nein sagen. Damit endet mein Interrail-Urlaub eigentlich. Denn morgen ist nur mehr die Heimfahrt auf dem Programm.


Mittwoch, 3. August 2011: Nürnberg-Passau-Wien
Fahrplan (516 km):
08:30 ab Nürnberg (ICE 21)
10:31 an Passau
12:35 ab Passau (ICE 23)
15:26 an Wien West

Mein Zug ist zufällig ein österreichischer ICE, der 4011 191 („Salzburg“).


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Zufällig einer der drei ÖBB-4011.


Ich suche mir einen Platz im letzten Wagen, sodaß ich durch den Führerstand hinten hinaussehen kann. Ich habe einen etwas erhöhten Sitz, die zweite Reihe hab ich für mich alleine, denn der Zug ist nicht sehr voll. Er kommt von Frankfurt, und ich vermute, das ist wohl der ehemalige „Johann Strauß“ – leider gib es diesen Zugnamen ja nicht mehr. In Regensburg sehe ich einen 440.900 von Agilis. Sonst verläuft die Fahrt ohne besondere Vorkommnisse. Wenn ich kurz über diesen Urlaub nachdenke, so fällt mir auf, daß mir die Staatsgrenzen eigentlich hauptsächlich wegen der erhöhten Handygebühren auffallen, allenfalls auch durch die Briefmarken und im Falle von Tschechien und Schweden natürlich auch durch die unterschiedliche Währung. Insgesamt werde ich am Ende der Reise 14x eine Staatsgrenze überquert haben. Nicht so viel wie im Vorjahr (Balkan), aber gespürt hab ich diesmal die Grenzen überhaupt nicht.
In Passau unterbreche ich die Fahrt, um am Bahnhof mich kurz mit einem Freund zum Essen zu treffen. Danach geht es mit dem ICE 23 weiter nach Wien. Diesmal ist es ein DB (411 027, „Weimar“).


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411 027 als ICE 23 bei der Ankunft in Passau.


Wieder sitze ich im letzten Wagen, um hinten hinausschauen zu können. Aber leider kommt nach etwa 40 km ein ÖBB-Bediensteter, geht in den Führerstand hinein und schaltet die Blende zu, sodaß das Glas undurchsichtig wird. Schade. Das Wetter ist so prächtig wie gestern, der Himmel strahlend blau, die Fahrt vergeht kurzweilig. Ich staune, wie schnell wir auf manchen Abschnitten unterwegs sind. Auf einigen Teilen der „neuen Westbahn“ bin ich ja noch nie gefahren. In Linz und in St.Pölten kommen wir jeweils vor der Zeit an. Zwischen Linz und St.Pölten benötigen wir für 130 km lediglich 53 Minuten (Linz-Wien: 190 km und 1:38 Stunden). Das überrascht mich schon. Aber ich bin halt doch rettungslos „veraltet“ in meinen Erinnerungen. Auch vor 10 Jahren fuhr man schon fast so schnell, nur vor zwanzig Jahren benötigten die schnellsten Züge Linz-St.Pölten 15 Minuten länger und Linz-Wien 19 Minuten länger. Sobald der Wienerwaldtunnel fertig sein wird, wird die Reisezeit wohl spürbar noch mehr schrumpfen. Übrigens fällt mir in St.Pölten auf, daß der Bahnhof völlig neu aussieht, also die Bahnsteige total erneuert. Tja, ich reise ja fast nie mehr in Österreich mit der Bahn! Die letzten 60 km zwischen St. Pölten und Wien geht es dann naturgemäß recht langsam, wir benötigen 43 planmäßige Minuten, kommen jedoch 4 Minuten vor der Zeit am Westbahnhof an.
Das neue Leitsystem auf dem Westbahnhof ist zwar ganz gut beschildert, aber es gibt leider keinen einfachen Rolltreppenzugang zum U-Bahn-Geschoß. Aber wer weiß, wenn der Hauptbahnhof fertig ist, wird hier kaum mehr jemand ankommen, außer mit Regionalzügen. Schon 15 Minuten nach meiner Ankunft bin ich im Auto, das einige U-Bahn-Stationen entfernt steht. Die Fahrt (215 km) in die Heimat (Steiermark) verläuft ohne Zwischenfälle. Ein schöner Urlaub ist zu Ende gegangen.

Zum Abschluß noch ein Überblick über die ganze Reise:

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/IR2011/U11_4300a.jpg
Hier ein Überblick über die Interrail-Reise 2011.


Vielen Dank, dass Ihr so lange durchgehalten habt. Danke für alle Anmerkungen und Kommentare.

Noch kurz zur Statistik:
8114 km per Bahn
772 km im Auto
115 km Fähre
40 km Bus
7 Länder bereist
14x eine Staatsgrenze überquert


ENDE
Danke Gustav, dass Du mich an dieser faszinierenden Reise hast teilhaben lassen.

Wunderbare Serie, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 05.03.12 22:10

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Danke (mit Satz zum 460 001)

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 06.03.12 08:06

Moin!

Danke für die ganze Tour, es war sehr interessant zu lesen und der eine oder andere Hinweis für eigene Reisen war auch dabei. ;-)

Der 460 001 ist geblümt und warb für die Bundesgartenschau, die letztes Jahr in Koblenz stattfand.

Viele Grüße, Sören

Privatbahnen in Düsseldorf

geschrieben von: Rolf Kirchberg

Datum: 06.03.12 20:22

Hallo !

Es ist immer interessant zu lesen, wenn ein "Ausländer" etwas von einheimischen Verhältnissen berichtet, wie eben Du aus Düsseldorf und Köln. Da fallen Dinge auf, die für unsereinen längst selbstverständlich und uralte Bekannte sind. In D´dorf gibt es Privatfahrzeuge bisher auf 4 Linien, und in den Unterforen 1 bis 3 findest Du auch übergenug Lesestoff und Bilder dazu. Es sind:

S 28 Kaarster See - Mettmann Stadtwald, von REGIO BAHN
RE 3 Rhein-Emscher-Express D´dorf - Duisburg - Gelsenkirchen - Dortmund - Hamm von eurobahn
RE 13 Maas-Wupper-Express Venlo - D´dorf - Wuppertal - Hagen - Hamm, ebenfalls von eurobahn
RE 10 Niers-Express D´dorf - Krefeld - Kleve von der NordWestBahn

Vielleicht kommt es Dir nur als Österreicher komisch vor, weil inzwischen fast der gesamte Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bis hoch zur Nordseeküste in den Händen der "privaten" Ist, vor allem der NordWestBahn. Die näheren Informationen kannst Du Dir bestens auf den Webseiten des VRR bzw.von abellio, NordWestBahn, eurobahn, WestfalenBahn &&& raussuchen. Die Strecken, in denen die DB (d.h. DB Regio) auch fährt, muss man so langsam suchen, und wenn die 30 km Coesfeld - Münster nicht wären, die noch DB Regio betreibt, dann könnte man von Duisburg-Ruhrort bis Wilhelmshaven durchgängig auf NordWestBahn-Strecken fahren, über 300 km weit ! Wenn Du also nach Privatbahnen gesucht hättest, wärst Du in Münster, Bielefeld oder Osnabrück weitaus besser aufgehoben gewesen als in Düsseldorf.

Gruß aus dem Ruhrgebiet in die Steiermark
Rolf Kirchberg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:06:20:22:59.

[off-topic] Privat von der Nord- zum Bodensee

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 06.03.12 20:33

Moin!

Deinen ersten Satz kann ich unterstreichen.

Was Privatbahnen betrifft, so kann man ab Juni ohne Nutzung von DB-Zügen (die verspätete Ablieferung der Regioshuttle der Erfurter Bahn sei außer Acht gelassen) von Westerland nach Lindau fahren. Entweder mit dem Nord-Ostsee-Bahn-Zugpaar, das nach Hamburg Hbf fährt, oder etwas großzügiger unter Zuhilfenahme der Hamburger Hochbahn, sei es Bus Altona - Hamburg oder U-Bahn ab Norderstedt.

Es sei unter [spnv.de] die erste Karte zur Visualisierung empfohlen.

Viele Grüße, Sören

Re: Privatbahnen in Düsseldorf

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 08.03.12 20:00

Moin,

Rolf Kirchberg schrieb:
-------------------------------------------------------
> weil inzwischen fast der gesamte
> Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen und
> Niedersachsen bis hoch zur Nordseeküste in den
> Händen der "privaten" Ist, vor allem der
> NordWestBahn. Die näheren Informationen kannst Du
> Dir bestens auf den Webseiten des VRR bzw.von
> abellio, NordWestBahn, eurobahn, WestfalenBahn &&&
> raussuchen. Die Strecken, in denen die DB (d.h. DB
> Regio) auch fährt, muss man so langsam suchen, und
> wenn die 30 km Coesfeld - Münster nicht wären, die
> noch DB Regio betreibt, dann könnte man von
> Duisburg-Ruhrort bis Wilhelmshaven durchgängig auf
> NordWestBahn-Strecken fahren, über 300 km weit !
> Wenn Du also nach Privatbahnen gesucht hättest,
> wärst Du in Münster, Bielefeld oder Osnabrück
> weitaus besser aufgehoben gewesen als in
> Düsseldorf.

Wollte gerade sagen, in Köln/NRW sah ich im Hbf gar keine Privatbahnen.

Gruß, ULF
Zitat:

... und machen eine kleine Pause bei einem kleinen Lokal mit Gastgarten, wor ich erstmals im Leben „Baggers“ mit Apfelmus esse. Es handelt sich dabei um eine Art süße Pfannkuchen aus Kartoffelteig.
Die nennt man im Hochdeutschen "Kartoffelpuffer". Jetzt kenne ich auch den fränkischen Ausdruck dafür. Die gibt es auch herzhaft, z.B. mit Kümmel.

Vielen Dank für diese Berichtsserie! (Auch, wenn ich sie mit "ein paar Tagen" Verzug zu Ende gelesen habe. ;-))

Grüße,
André

.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:06:10:22:19:19.
AAW schrieb:
-------------------------------------------------------
> ... und machen eine kleine Pause bei einem kleinen
> Lokal mit Gastgarten, wor ich erstmals im Leben
> „Baggers“ mit Apfelmus esse. Es handelt sich dabei
> um eine Art süße Pfannkuchen aus Kartoffelteig.
> Die nennt man im Hochdeutschen "Kartoffelpuffer".
> Jetzt kenne ich auch den fränkischen Ausdruck
> dafür. Die gibt es auch herzhaft, z.B. mit
> Kümmel.
>
> Vielen Dank für diese Berichtsserie! (Auch, wenn
> ich sie mit "ein paar Tagen" Verzug zu Ende
> gelesen habe. ;-))
>
> Grüße,
> André

Ich bin mir da nicht so sicher: bei uns in Österreich sind Kartoffelpuffer etwas ganz anderes: erstens mal nicht süß, zweitens aus rohen Kartoffeln hergestellt, meist nudelig geschnitten, mit Ei und Mehl vermengt, damit es zusammenhält. Dazu ißt man Salat. Aber die Bakkers waren sicher aus gekochten Kartoffeln hergestellt!
tokkyuu

Ich bin mir da nicht so sicher: bei uns in Österreich sind Kartoffelpuffer etwas ganz anderes: erstens mal nicht süß, zweitens aus rohen Kartoffeln hergestellt, meist nudelig geschnitten, mit Ei und Mehl vermengt, damit es zusammenhält. Dazu ißt man Salat. Aber die Bakkers waren sicher aus gekochten Kartoffeln hergestellt!
Ich hab' da [www.franken-wiki.de] mal Glauben geschenkt, weil ich den Ausdruck vorher auch nicht kannte. Wobei es die Kartoffelpuffer ja nicht gibt, weil die Zubereitung regional und individuell unterschiedlich ist.

Aber: Um herauszufinden, was "Baggers" nun genau sind, hilft wohl nur, es dir gleich zu tun - Selbstversuch vor Ort. ;-)

Grüße,
André

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