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Interrail 2011: EU-Mitte-Nord – Teil 17 (Odense-Hamburg)



Alle bisherigen Teile:
Teil 1: Wien-Prag
Teil 2: Prag
Teil 3: Prag-Berlin
Teil 4: Berlin
Teil 5: Berlin
Teil 6: Berlin
Teil 7: Dresden
Teil 8: Stettin
Teil 9: Berlin-Malmö
Teil 10: Malmö-Køge
Teil 11: Helsingør
Teil 12: Roskilde/København
Teil 13: Göteborg
Teil 14: Skjoldenæsjholm-Næstved
Teil 15: Køge-Aarhus
Teil 16: Skagen


Sonntag, 24. Juli 2011: Aarhus-Odense-Aarhus

Heutige Kilometer: Bahn: 530 km, Bus: 8 km

Fahrplan heute:

Aarhus 09:01 IC120
Odense 10:43
Odense 16:07 LYN 51
Aarhus 17:40

Summe: 338 km

Schon früh gehe ich zum Bahnhof, weil ich dort den Diesel-ICE Reihe 605 fotografieren möchte. Er fährt um 7.56 Uhr nach Hamburg ab und morgen Früh werde ich, wenn ich drin sitze, keine Gelegenheit dafür haben. Der Zug steht schon 20 Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig und scheint bald gut besetzt zu sein. Es fällt aber auf, daß viele Fahrgäste erst knapp vor Abfahrt einsteigen. Haben die alle eine Reservierung? Es gelingen mir auch tatsächlich einige Bilder, vor allem von der Brücke, wo Millionen von Fahrrädern geparkt sind. Es ist schon seltsam, so einen großen Bahnhof mit vielen Bahnsteigen und ohne Oberleitung zu sehen.


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ICE381 wartet unter hunderten Fahrrädern auf die Abfahrt Richtung Hamburg.


http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/IR2011/U11_2889.JPG
Einer von über hundert IC3 in Dänemark: 5268 in Aarhus.


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605 020 fährt ab. Ein seltsamer Anblick für Österreicher: großer Bahnhof nur mit Diesel.


Viele Vietnamesen
Nach der Abfahrt schaue ich in die nahe katholische Kirche hinein und komme gerade rechtzeitig zum Beginn der Sonntagsmesse.
Ich staune zunächst über die Inneneinrichtung. Die Bänke sind links und rechts vom Mittelgang angelegt, aber mit Blick Richtung Mittelgang und nicht etwa nach vorne. Auch der Altar befindet sich mitten im Kirchenschiff. Aufgrund der Aussprache (Akzent) vermute ich, daß der Priester ein Deutscher ist – und täusche mich nicht.
Noch überraschter bin ich, daß 99% der Anwesenden vom Aussehen her Asiaten sind. Der Gottesdienst ist dennoch auf Dänisch, aber einmal liest einer der Anwesenden auch in seiner Muttersprache etwas vor: damit ist mir dann klar, daß mein Verdacht, es könnte sich um Philippinos handeln, falsch ist. Es muß vietnamesisch sein, denn ich kenne die Sprache nicht, hätte aber Chinesisch oder Thailändisch oder Khmer wohl erkannt. Und in anderen Ländern mit monosyllabischen Sprachen gibt es sicher nicht so viele Christen. Daß der Vorleser wie Ho-Chi-Minh aussieht, ist sicher nur Zufall.

Nach der Messe steht der Priester beim Ausgang, gibt den Leuten die Hand, wechselt ein paar Worte und ich kann mich auch eine Weile mit ihm unterhalten. So erfahre ich, daß es hier in der katholischen Gemeinde 90 Nationalitäten gibt. Von den Dänen sind ja nur 1,5 % katholisch. Die Mehrheit ist aus Vietnam, Polen und dem Irak (Chaldäer), aber es gibt auch viele Spanier, Italiener und andere Nationen. Die älteren Vietnamesen verstehen kein Wort Dänisch, daher wurde für sie wenigstens das Evangelium auf Vietnamesisch vorgelesen. Ein vietnamesischer Priester soll aber bald kommen, ebenso ein Chaldäer. Also wieder etwas Hochinteressantes kennengelernt! Daß es viele Ausländer in Dänemark gibt, hab ich in der Kopenhagener S-Bahn ja schon festgestellt.

Fahrt nach Odense
Ich begebe mich dann zu meinem Zug (ein IC3) und mir fällt sofort wieder auf, daß er viel ruhiger läuft als der IC4 gestern. Der Unterschied ist markant. Interessanterweise ist mein Zug ausgerechnet der erstgebaute, nämlich MFA 5001, erst ab Fredericia kommt ein (elektrischer) IR4 dazu: ER 2030. Das Wetter ist leider sehr trüb und regnerisch, in Odense regnet es sogar ziemlich stark.
Gleich nach der Ankunft entdecke ich im modernen Bahhofsgebäude, das quer über die Bahnsteige als eine Art Brücke gebaut ist, ein Internetlokal. Eigentlich ist es eine Art Spielhalle, aber es gibt auch PCs, die man zum Surfen benutzen kann. Ich setze mich also dort hinein und kann erstmals seit Berlin meine Mails abrufen.
Danach begebe mich ins Eisenbahnmuseum, das sich gleich neben dem Bahnhof befindet. Vorher kann ich noch einen Desiro der DSB (Baureihe hier: MQ) fotografieren. Diese Triebwagen werden auf der einzigen Nebenbahn, die die DSB auf Fünen noch betreiben, eingesetzt (nach Svendborg).


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In Odense sieht man häufig DSB-Desiros: Reihe MQ (4115) wartet im Regen auf die Abfahrt nach Svendborg.


Jernbanemuseum
Grund für die Fahrt nach Odense ist ja eigentlich das Eisenbahnmuseum, von dem ich schon gehört habe. Die Stadt zu besuchen ist wegen des Dauerregens keine Option, auch nach dem Museumsbesuch nicht. Daher bleibe ich gleich mal so lange im Museum, wie es mir Spaß macht. Und es macht mir lange Spaß.

Zunächst gibt es im Ringlokschuppen eine Menge an alten Dampfloks zu besichtigen. Nicht unbedingt mein Interesse, schon gar nicht, wenn es keine österreichischen Loks sind, zu denen ich wenigstens eine gewisse Beziehung habe. Aber durch aufgestellte Puppen in der Kleidung der jeweiligen Zeit sieht es doch ganz interessant aus. Es gibt auch Videoschirme, wo man sich alte Filme anschauen kann. Lustig finde ich die rot-weiß-roten Metallbänder rund um die Schlote. Sieht irgendwie nach Österreich aus, obwohl es bei uns sowas ja nicht gab. Etwas interessanter sind dann schon einige Reisezugwagen aus alter Zeit, als man zum Bahnfahren noch „Reisen“ sagen konnte. Derzeit stellen wir ja fast überall eine Rückwärtsentwicklung fest. Die Fahrgäste sind nur mehr Beförderungsware, denen eben nichts anderes übrig bleibt, als das zu nutzen, was gerade noch angeboten wird.

Sehr einfach sind die ausgestellten Loks übrigens nicht zu fotografieren, was an der räumlichen Enge ebenso liegt wie am ungünstigen Licht. Die große Diesellok Reihe Mx 132 kann ich leider nicht wirklich gut ins Bild setzen. Vor dem Ringlokschuppen gibt es im Freien gerade einen Museumszug mit Dampflok, auch ein Triangel-Dieseltriebwagen steht draußen. Eine Fahrt erspare ich mir, aber den Triangel-Wagen (ME 35) fotografiere ich. Weiters gibt es im Freien eine Minibahn, gezogen von einer Köf, auf der Leute mitfahren können. Bei solchen kleinen Zügen staune ich immer über die Zugkraft und würde gerne wissen, was so eine kleine Lok eigentlich wiegt.


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Sehr schlechte Bedingungen zum Fotografieren im Museum: daher nur wenige Musterbilder.


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Überall findet man Puppen, die alte Zeiten illustrieren. Das rot-weiß-rot bedeutet hier NICHT Österreich!


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Der Museumszug mit Lokomotive 441 fährt ein Stück weit weg. Ich habe keine Lust, mitzufahren.


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Triangel-Triebwagen ME 35 ist unter Dach abgestellt. Vermutlich ist er auch manchmal im Einsatz.


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Eine besonders kleine Köf beweist große Zugkraft.


Besonderes Interesse weckt in mir aber eine Ausstellung in einem Eisenbahnwagen über eine dänische Besonderheit: nämlich die vielen Fähren, die wegen der vielen Inseln, aus denen Dänemark besteht, ja unumgänglich waren. Da ich alleine hier bin, kann ich also ohne Probleme so lange hier bleiben und alles durchlesen, wie mir lieb ist. Und ich bleibe lange hier. Interessant ist auch das Video über den Bau der Öresund-Querung.
Auf (auch deutschsprachigen) Tafeln wird die Geschichte des Fährverkehrs in Dänemark geschildert. Anfänglich wurden die Güter vom Zug aufs Schiff umgeladen und auf der anderen Seite wieder auf den Zug umgeladen. Eine zeitraubende Angelegenheit. Die erste Fähre, die Eisenbahnwagen aufnehmen konnte, wurde 1872 über den Kleinen Belt (Fredericia – Strib) eingesetzt. Es folgten weitere Fähren wie in der Tafel angegeben.

Die Dänischen Eisenbahnfähren
1872-1935: Fredericia – Strib (Fyn – Jylland) - (ersetzt 1935 durch Lillebæltsbroen)
1883-1938: Oddesund Syd – Oddesund Nord (Westjütland, ersetzt 1938 durch Oddesundsbroen)
1883-1997: Korsør-Nyborg (Sjælland-Fyn) – (ersetzt 1997 durch Storebæltsbroen)
1884-1937: Masnedø-Orehoved (Sjælland-Masnedø-Falster) - (ersetzt 1937 durch Storstrømsbroen)
1889-1977: Glyngøre – Nykøbing (zur Insel Mors, ein Weiterbau der Bahnstrecke unterblieb!)
1892-2000: Helsingør-Helsingborg (DK-SE), 5 km – mit Inbetriebnahme der Öresundbrücke eingestellt
(ein Tunnel ist im Gespräch).
1895-2000: København-Malmö (DK-SE) etwa 26 km, nur Güterwagen – (ersetzt 2000 durch Øresundsbroen)
1903-1995: Gedser-Warnemünde (DK-DE), 45 km (eingestellt)
1946-1967: Føberg – Mommark (eingestellt)
1951-1963: Gedser – Großenbrode (DK-DE), etwa 60 km (ersetzt durch Vogelfluglinie Rødby – Puttgarden)
1963-heute: Rødby-Puttgarden (DK-DE), 18 km – (ein Tunnel ist in Planung)
1986-2000: København Frihavn – Helsingborg DK-SE), nur Güterwagen – mit Inbetriebnahme der Öresundbrücke eingestellt

In den ersten Jahren wurden nur Güterwagen übergesetzt. Die Fahrgäste mußten zu Fuß vom Zug auf die Fähre und umgekehrt umsteigen. Die Ausstellung informiert auch über die Art der eingesetzten Schiffe: Zunächst Raddampfer, ab 1903 Schraubendampfer, ab 1927 dieselbetriebene Schiffe. Bereits 1930 wurden eigene Autofähren eingerichtet, weil die Zahl der Autos stetig stieg. Schon 1935 wurde begonnen, Fährverbindungen durch feste Brücken zu ersetzen. Die größeren Brücken entstanden natürlich erst in jüngster Zeit. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Fahrtdauer im Laufe der Geschichte: Vor dem Einsatz großer Dampfschiffe dauerte eine Überfahrt über den Großen Belt (Nyborg-Korsør) 6 Stunden (bei schlechtem Wetter oder Eisgang konnten es sogar Tage sein). Vor Eröffnung der Brücke fuhren die Schiffe in einer Stunde über den Belt. Heutzutage überquert ein Zug über die Tunnel-Brücken-Kombination den Großen Belt in 8 Minuten.


Die großen Eisenbahnbrücken:
1935: Lillebæltsbroen, 1178 m (zwischen Fünen und Jütland)
1937: Storstrømsbroen, 3199 m (zwischen Seeland und Falster) – jahrzehntelang die längste Brücke Europas!
1938: Oddesundsbroen, 490 m (zwischen Oddesund syd und Oddesund Nord in Westjütland)
1997: Storebæltsbroen, 6611 m (zwischen Seeland und Fünen)
2000: Øresundsbroen, 7845 m (zwischen Malmö und Kopenhagen)

Sehr interessant sind auch die Karten, auf denen die Fähren eingezeichnet sind, denn alle Orte kannte ich ja nicht, die in den Texten erwähnt sind. Die Verbindung mit Deutschland erfolgte früher über die Fähre Gedser-Warnemünde sowie nach der Teilung Deutschlands auch (für die BRD) Gedser-Großenbrode. 1963 wurde die auch heute noch meistbenützte Verbindung Puttgarden-Rødby eröffnet. Die für die DDR nach wie vor bedeutsame Verbindung Gedser-Warnemünde führt seit der Wiedervereinigung eher ein Schattendasein, was den Eisenbahnverkehr betrifft. Aus diesem Grund sind wir ja auch mit dem letzten Zug, der diese Fähre noch benützt, gefahren. Güterzüge verkehren seit Eröffnung der Brücke über den Großen Belt nun alle übers Festland (also über Flensburg und Fredericia).


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Schautafeln illustrieren sehr gut, was in den Texten zu lesen steht.


Ein weiteres interessantes Kapitel, dem ich viel Zeit widme, ist das S-Bahn-System Kopenhagen. Ideen zur Elektrifizierung von Nahverkehrsstrecken in und um Kopenhagen gab es schon um 1900, 1934 wurde die erste Strecke mit dem Stromsystem 1500 Volt Gleichstrom zwischen Klampenborg und Frederiksberg (heute Linie C) eröffnet. Die bislang letzte Strecke wurde 2005 eröffnet. Auch die Strecke nach Køge, die wir täglich benutzten, ist noch nicht sehr alt (1972 bis 1983 errichtet). Aber davon hab ich ja bei der Ankunft in Køge schon berichtet. Vor allem begeistert mich ein originaler alter S-Bahn-Wagen aus den 1930er-Jahren.

Gegen 16 Uhr verlasse ich das Museum wieder, es regnet aber noch immer, sodaß ich gar keine Lust verspüre, mir die Stadt anzusehen. Eine Fahrt zur Brücke über den Großen Belt zahlt sich bei dem schlechten Wetter auch nicht aus, eine Fahrt nach Svendborg auf der Nebenbahn wäre sicherlich nicht uninteressant, aber bei diesem Wetter hat es keinen Sinn, also nehme ich den nächsten Zug zurück: es ist ein Lyntog (also Blitzzug), der von Høje Taastrup bis Odense kein einziges Mal hält.


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Mein Zug nach Aarhus: ein dreiteiliger IC3: jeder Teil fährt woanders hin!


Am Abend gehe ich nochmals weg, um den letzten Abend in Dänemark zu genießen. Aber alles wirkt heute wie ausgestorben, nur auf der Flaniermeile am Fluß, wo es viele Lokale gibt, ist was los. Da sitzen sogar die Leute (trotz Regens) im Freien (allerdings unter großen Markisen). Dabei ist es eigentlich viel zu kühl zum draußen Sitzen. Vor 21 Uhr bin ich wieder zurück.




Montag, 25. Juli 2011: Aarhus-Hamburg
Heutiger Fahrplan:
07:56 ab Aarhus ICE381
12:32 an Hamburg Hbf

Bahn: 338 km

Auf dem Weg zum Bahnhof gehen wir an der Bäckerei vorbei und kaufen uns dort noch Proviant bzw. Frühstück. 5 Hindbærsnitter im Angebot (10 DKK bzw. 1,30 Euro pro Stück) ist ein Schnäppchen. Und ein Mitbringsel für Frankreich ist es allemal! (Mit Zwischenstopp in Hamburg geht es nämlich nun nach Frankreich weiter).

Im ICE von Aarhus nach Hamburg
Der ICE nach Hamburg wird kurz nach halb acht eingeschoben, es ist die Garnitur 605 010. Leider ist der Zug total besetzt, fast alle Plätze reserviert. Na, das kann ja heiter werden. Wir finden immerhin in der zweiten Klasse zwei Sitze, bei denen „ggf. freigeben“ steht sowie vier Plätze auf denen „bahn-comfort“ steht, was immer das heißen mag. Viele Reservierungen beginnen bei irgendwelchen kleineren Zwischenstationen. Ich staune, daß diese Verbindung so gut angenommen wird. Das Ambiente im Zug wirkt ganz nett. Die Sitze erweisen sich als relativ bequem. Wir sind neugierig, ob alle reservierten Plätze bis zur Abfahrt besetzt werden.

Die elektronischen Reservierungsanzeigen erlöschen nach dem Bahnhof, ab dem die Reservierung eingetragen ist. Wenn also jemand seinen Platz nicht benutzt, ist der Platz frei verfügbar. Eigentlich ein gutes System. Negativ fällt mir in diesem Zug auf, daß es zuwenig Platz für das Gepäck gibt. Vor allem dort, wo es nur Reihenbestuhlung gibt. Beim Zugbüffet gibt es leider kein Frühstück, sondern nur Kaffee, Würstel und wenig Auswahl an Süßem. Was aber, wenn man nichts Süßes will? Die Ansagen im Zug sind auf Dänisch, Deutsch und Englisch. Unterwegs fallen mir etliche DB-Güterzugloks auf, und zwar sowohl echte DB-Loks (Reihe 185) als auch dänische Loks mit DB-Keks. Ab Fredericia fahren wir unter Fahrdraht. Für lediglich 109 Kilometer (von Aarhus nach Fredericia) muß also ein Dieselfahrzeug eingesetzt werden, und ich frage mich, ob das wirklich sinnvoll ist.


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Der Innenraum: für mich ist die Fahrt im 605 ja eine Premiere. Man fühlt sich eigentlich wohl hier.


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Die Sitze sind relativ bequem.


Auf allen Unterwegsstationen gibt es einen lebhaften Fahrgastwechsel. Eigentlich ist es eine ungemütliche Fahrt, weil die aussteigenden oder eingestiegenen Fahrgäste sich durch den Gang wälzen, um ihre Sitzplätze zu finden oder zur Tür zu gelangen. Früher war das in den Abteilen viel ruhiger und angenehmer. Im Übergangsbereich der Wagen sitzen auch Fahrgäste auf dem Boden. Nachteilig fällt mir auch auf, daß es während der Fahrt zunehmend kälter wird, sodaß ich mir meine Jacke anziehen muß. Das ist das Negative an einer Klimaanlage – oder sie ist schlecht eingestellt.
Im Grenzbahnhof Padborg bleibt der Zug eine Weile stehen (8 Minuten). Ich vermute, das ist ein Zugeständnis an die Süchtler, die in Scharen aussteigen, um eine Zigarette zu rauchen. Ich steige aber auch aus, um unseren Zug zu fotografieren.


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Aufenthalt in Padborg.


Die weitere Fahrt nach Flensburg interessiert mich sehr, weil ich von einer Karte weiß, daß es hier eine Kreiselstrecke gibt, die ich beobachten will. Leider ist das Wetter aber trüb, sodaß ich nicht erkennen kann, daß wir schon längst selbst durch diese Gleisschleife fahren. Ich meine, wir fahren geradeaus und ich kann daher die Abzweigungen nicht wirklich zuordnen bzw. erkennen. Erst nach dem Urlaub erfahre ich, daß der Bahnhof Flensburg in dieser Schleife liegt, daß es aber auch eine durchgehende Strecke gibt, die nicht über die Schleife führt. Aufgefallen ist mir auch, daß die Bahnhofstafel zweisprachig ist (auch Flensborg steht darauf). 1988 war das noch nicht so!
In Deutschland ist die Ansage im Zug nur mehr Deutsch und Englisch. Das nächste Highlight der Fahrt ist die Rendsburger Hochbrücke über den Nordostseekanal. Meine letzte Fahrt hier erfolgte noch mit Doppeltraktion 218. Unterwegs regnet es immer wieder ein wenig.


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Mangels Fenster, die man öffnen könnte, ist ein Bild auf der Hochbrücke so wie 1988 natürlich nicht mehr möglich. Es bleibt dieses Bild vom Bahnhof Rendsburg aus auf einen Zug, der sich noch auf dem Brückenkreisel befindet.


Hamburg
In Hamburg kommen wir pünktlich an und finden auch bald unser Hotel, das ich über Internet gebucht habe. Es liegt zwar nicht gerade in einer feinen Gegend, aber es ist billig (37 Euro mit Frühstück) und wir halten uns hier ja nur zum Schlafen auf.
Nach dem Bezug unserer Zimmer gehen wir erstmal essen. In Hamburg muß man etwas Lokales probieren: also wähle ich Kutterscholle Büsumer Art, das ist eine ganze Scholle (also ganzer Fisch, nicht Filet) mit Nordseekrabben, also Mini-Shrimps, drüber gestreut. Naja, ist mal was anderes. Aber bei einer Scholle würde ich wohl keinen ganzen Fisch mehr bestellen. Da bleibt nicht viel übrig… Nach der Hauptspeise muß es natürlich auch noch Rote Grütze als Nachspeise sein. Man ist ja hier im Norden, wo diese Speise sozusagen daheim ist.

Danach gehen wir wieder zum Bahnhof, denn ich möchte noch nachschauen, wann morgen mein Zug fährt, denn ich will früher als geplant abfahren und unterwegs auf dem Weg nach Forbach (Lothringen) in Mannheim Pause machen und mir die Straßenbahnen dort wieder anschauen. Ein ICE verkehrt stündlich, und so werde ich also um 08:01 Uhr fahren, denn ich faulenze in der Früh nicht gerne. Ich halte mich noch ein wenig auf dem Bahnhof auf, um diverse Züge zu fotografieren. Hier gibt es ja den „Metronom“, außerdem habe ich schon seit Ewigkeiten keine Hamburger S-Bahn mehr fotografiert. Ich sehe erstmals die neue Baureihe 474, die Reihe 472 kenne ich schon, das war früher mal die neueste, allerdings noch weiß/blau. Die alten Baureihen 470 und 471 gibt es aber nicht mehr.


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Metronom-Zug nach Cuxhaven mit 246 008 in Hamburg.


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474 640 als S-Bahn nach Buxtehude.


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472 017: ich kenne diese Bauart noch in einer weiß/blauen Farbgebung.


Um den Bericht etwas spannender zu machen, ein paar Bilder aus Hamburg aus vergangenen Tagen:


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Das älteste Bild ist von 1972: es zeigt einen Zug der Rehe 470 am Hauptbahnhof.


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470 427 in Eidelstedt. Aufgenommen (wie alle folgenden Bilder) am 9. Juni 1988


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Damals gab es auch schon die neue Farbaufteilung: 470 441 in Eidelstedt.


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Die ältere Baureihe 471 in Dammtor.


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471 416 vermutlich auf dem Hauptbahnhof.


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Besonderes Glück hatte ich in Dammtor, als zufällig ein ICE-Testzug Reihe 410 vorbeikam.


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Wieder in Eidelstedt: 472 015 war der Vertreter der damals neuesten Baureihe.


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Überrascht war ich über die 01 1100. Ob die damals noch im Einsatz war, oder ob es in Zusammenhang mit einer Sonderfahrt war, weiß ich nicht.


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Ein Bonusbild: 1972 gab es noch die Züge aus der DDR, die mit DR Reihe 01 bis Hamburg kamen. Leider war mein Fotoapparat damals schon schadhaft, sodaß zwei Bilder übereinander gelangten. Ich erlaube mir trotzdem, das Bild zu zeigen: 01 0503.


Zurück zum Hamburg des Sommers 2011: Ich treffe meine Freunde wenig später und auf dem Weg zur Speicherstadt bekomme ich sozusagen eine private Stadtführung. Ich habe so gut wie keine Erinnerungen mehr an Hamburg. 1972 war ich nur ganz kurz hier – zwischen zwei Zügen sozusagen, gerade mal die Straßenbahn fotografiert. 1988 hab ich zwar dreimal hier übernachtet, aber von der Stadt nicht wirklich viel gesehen. Ich konzentrierte mich voll auf U-Bahn und S-Bahn sowie auf Ausflüge ins Umland, wie Flensburg, Rødby oder eine Rundfahrt über Plön und Kiel. 1991 hab ich nur hier übernachtet, und daher kenne ich von der Stadt selbst kaum etwas. Ich bin also meinem Freund recht dankbar, daß er uns einiges zeigt, denn er scheint sich hier gut auszukennen. Es gibt viel interessante Architektur zu sehen, auch eine Kirchenruine (nur der Turm steht noch), an den Rathausplatz kann ich mich sogar erinnern, den muß ich 1988 doch auch gesehen haben. Am interessantesten ist für uns die Speicherstadt, ein Stadtteil, der so ganz anders aussieht als alles Gewohnte:


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Ungewohnte Stadtansichten findet man in Hamburg.


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Blick in die Speicherstadt.


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In solchen Gebäuden befindet sich das Modelleisenbahn-Wunderland.


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Und hier entsteht ein neuer Stadtteil.


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Die Hochbahn wäre für mich auch interessant, aber es bleibt leider keine Zeit, die Trasse ausführlich zu besichtigen. Es geht nur, von Ferne ein paar Bilder zu machen.


Miniatur-Wunderland
Unser Ziel ist die Speicherstadt, ein Stadtteil in der Nähe des Hafens. Dort wird gerade viel gebaut, man will ein bisher eher brach liegendes Gebiet wieder urban nutzbar machen. Das schaut recht interessant aus. In einem der alten Speichergebäude befindet sich dann das Miniatur-Wunderland, das wir besuchen wollen. Ich habe schon einige Male davon gehört, konnte mir aber nie eine rechte Vorstellung davon machen. Ich habe von daheim aus per Internet schon eine Reservierung vorgenommen, damit wir ohne Wartezeit zur festgesetzten Zeit das Wunderland betreten können, was auch perfekt funktioniert. Kurz zusammengefaßt: es ist beeindruckend und recht toll, allerdings sind die Anlagen mit Eisenbahnstrecken wohl auch etwas überladen. Aber die Idee ist interessant und wir schauen uns verschiedene Teile sehr genau an.
Es gibt thematisch unterschiedliche Teile, die aber dennoch miteinander irgendwie verbunden sind. Zum Beispiel Österreich, Schweiz, einige Gebiete Deutschlands, Skandinavien, Hamburg und sogar Amerika. Besonders beeindruckend finde ich den neuen Flughafen, auf dem die Flugzeuge sogar starten und landen können. Man hat da mit viel Phantasie und Erfindungsgeist Methoden gefunden, den ganzen Betriebsablauf eines Flughafens darzustellen, inklusive die vielen Autos, die da herumfahren. Das alles hat ein System, das man als Besucher gar nicht so richtig begreifen kann. Wie diese Autos, die wie durch Geisterhand auf ihren Bahnen fahren, wirklich funktionieren, kann ich mir nicht recht erklären bzw. verstehe ich die Erklärungen nicht wirklich. Den Fotoapparat hab ich bewußt nicht in das Getümmel der Besucher mitgenommen. Die Anlage ist genügend häufig dokumentiert und auch im Netz zu finden.
Auf dem Weg zum Hotel zurück beeindruckt mich wieder einmal die Außenansicht des Hamburger Hauptbahnhofs. Aber die Bilder sind nicht gut gelungen. Damit endet der kurze Zwischenstopp in Hamburg. Am nächsten Tag geht es nach Mannheim (Straßenbahnen fotografieren) und am Abend über die Grenze nach Frankreich, wo ich Verwandte besuche, aber auch ein wenig Bahn erleben kann.



Fortsetzung hier: Teil 18: Hamburg-Forbach-Paris



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:02:25:17:09:27.

Rødgrød med fløde

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 20.02.12 09:49

Moin!

Besten Dank!

Die Reservierungsanzeigen erlöschen etwa 15 Minuten nach Abfahrt, wie auch Reservierungen dann verfallen. Auf der Strecke empfehlen sich Reservierungen.
Die DSB fahren übrigens auch zwischen Kopenhagen und Flensburg mit Dieseltriebwagen. Die Strecke ist komplett unter Fahrdraht. 340 Kilometer ungefähr. Bis Pattburg (Padborg) ist nach deutschem System elektrifiziert, allerdings ist der Ort eher unbedeutend. Auf Fahrgastsicht ist der Durchlauf Kopenhagen - Flensburg (wo es auch einige Busse mit dänischer Werbung gibt) sicher besser als der Umstieg in Pattburg. Aber es gibt leider keine Zweisystemfahrzeuge.
Pattburg als Systemwechsel ist allerdings aus betrieblicher Sicht die bessere Lösung, hätte man sonst mit Flensburg (Personenzüge) und Weiche (Güterzüge) zwei Bahnhöfe.

Auch wenn's verregnet (August halt) ist, so ist das Rensburg-Bild mit Zug auf der Brücke doch schön anzusehen.

Die Hamburger S-Bahn hat sich schon verändert. Früher Holzsitze und 1. Klasse, heute Einheitsklasse. Und auf der Strecke nach Stade (Du zeigst einen Zug nach Buxtehude) sogar Oberleitungsbetrieb.

Das erste historische Bild verwundert mich doch ein wenig. Ich meine, das dort von der S-Bahn befahrene Gleis sei heute mit Wechselstrom überspannt. Vermutlich hat die S-Bahn vor Inbetriebnahme der Tunnelstation drei Hallengleise benutzt (müßte ich irgendwo nachlesen können).

Bei den 472ern ist die Fallblattanzeige als Zugzielanzeiger bemerkenswert.

Die 01 1100 war 1988 schon Museumslok, eventuell von/nach Westerland?

Die Kirchenruine ist die Nikolaikirche, der Rathausplatz heißt Rathausmarkt - ich weiß nicht, ob Hamburger auf die korrekte Bezeichnung großen Wert drauf legen.

Und zum Schluß: Rødgrød med fløde wäre das richtige für Dänemark gewesen, wenn Du denn die Aussprache beherrschst. ;-)

Viele Grüße, Sören

Ansagen im Zug

geschrieben von: Ullrich Lück

Datum: 20.02.12 19:31

Hallo, auf dem deutschen Teilstück wechselt die Sprachenvielfalt mit den Zugbegleitern. Habe Richtung Norden schon welche mit perfekten dänsch gehabt, aber auch welche wo es nur in deutsch durchgesagt wurde.

Eisenbahnfähren gab es noch ein paar mehr: ab 1923 eine mit 1.000 mm Spurweite für die Überführung von Zuckerrübenwagen von den Haderslev Amts Jernbaner nach Assens. Es gab auch eine Verbindung von Svendborg nach Ærøskøbing (nur Güterverkehr bis in die 90ger Jahre) und von Svendborg nach Rudkøbing auf die Insel Langeland.

Ullrich

Fallblattanzeige beim 472

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 20.02.12 21:17

"Bei den 472ern ist die Fallblattanzeige als Zugzielanzeiger bemerkenswert."

Hallo Sören,

das hatten die 472 ursprünglich allesamt. Auch alte Linien wie "S10" und die kurzlebige "S20" waren darin oft bis zuletzt enthalten. Einige 470 (m.W. aber nur blau-beige bzw. in Hamburg ja beige-blaue) erhielten ebenfalls diese Fallblattanzeigen.
Die übrigen 470 sowie alle 471 behielten ihr Rollband. In einem 470 habe ich einmal das Ziel "Harburg Mitte" gesehen - da war man bei der Beschriftung seiner Zeit weit voraus, denn als die Station 1983 ans Netz ging, hieß das dann "Harburg Rathaus".

Bei der geringen Auswahl möglicher Endbahnhöfe und der Gewissheit, dass diese Züge niemals irgendwo anders laufen als in Hamburg, haben Rollband bzw. Fallbattanzeige ja auch ausgereicht. Die Fallblattanzeiger wurden mit einem Drehknopf im Führerstand betätigt und nach einer Nummernliste im Führerstand eingestellt. Linie und Ziel ließen sich getrennt einstellen. Bei den Rollbändern wurde die Linie ja mit einem großen Steckschild im Führerstandfenster angezeigt.

So, zurück ins Ausland(-sforum!)

Viele Grüße

Fallblatt:
http://www.desiro.net/101-20.jpg

Rollband:
http://www.desiro.net/101-4.jpg

http://www.desiro.net/Signatur-Rosinen.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:02:20:21:22:18.
Historisches Bild 1972: das damalige Gleis 3 ( jetzt Gl.5) im Hbf wurde wechselseitig benutzt. Morgens und Nachmittags für die S-Bahn, übrige Zeiten von der normalen Regional- und Fernbahn. Dazu mußte von der Aufsicht die Stromschiene ein- und ausgeschaltet werden, die Schaltstelle lag im Nordkopf.Man mußte aufpassen, das man sich nicht verbrannte....Bei Rangierarbeiten in Gleis 5 mußten die Lokführer verständigt werden, das die Stromschiene ausgeschaltet ist.
Mit dem Bau des Tunnelbahnsteiges Hamburg Hbf mit den neuen Gleis 1 + 2 wurde das Verfahren aufgegeben und die Gleise neu durchgenummert

471 416 (Zug nach Poppenbüttel ) steht in Hamburg Dammtor, nicht am Hbf !

Dieser Beitrag wurde aus digitalen recycelten und wieder verwertbaren Buchstaben geschrieben.

Danke für die bisher 17 interessanten Teile dieses Reiseberichts.

Eine kleine Korrektur habe ich allerdings zu dem mit

[quote471 416 vermutlich auf dem Hauptbahnhof.

beschriebenen Bild. Die auf dem Bild erkennbare Bahnhofshalle gehört eindeutig zum Bahnhof (bzw. eigentlich Hp) Dammtor.

Wieder tolle Berichte! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 24.02.12 10:05

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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